Zitat daraus:
DFB-Präsident Theo Zwanziger hat die Abschaffung der bei den Fußball-Fans umstrittenen Stadionverbote kategorisch abgelehnt. "Das ist undenkbar und mit mir nicht zu machen. Die gewaltbereiten Fans müssen aus den Stadien verbannt werden", sagte Zwanziger gestern bei der Eröffnung des vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) veranstalteten ersten bundesweiten Fan-Kongresses in Leipzig.
Wer fordert denn bitte die Abschaffung des Stadionverbotes? Darum geht es keineswegs.
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Gute Stimmung, wenig Ergebnisse
eine Beschlüsse, wenig Anteilnahme von Seiten der Vereine: Der Fankongress in Leipzig hat keinen entscheidenden Durchbruch im Kampf gegen die Gewalt in Fußballstadien gebracht. Dennoch kann das Treffen als Erfolg gewertet werden - auch dank DFB-Boss Theo Zwanziger.
In der Nacht zum Sonntag, um kurz nach zwei, wurde die gute Absicht des ersten bundesweiten Fan-Kongresses ad absurdum geführt. Ein Dutzend Polizisten tauchte auf einer Party der Teilnehmer in Connewitz auf, im Süden der Stadt. Es folgten handfeste Schlägereien mit Gästen. Die Erklärung der Anwesenden: Jugendliche, die nichts mit dem Kongress zu tun hatten und sich auf der Flucht vor der Polizei befanden, hätten sich in der Kneipe verstecken wollen. Es gab leichtere Verletzungen, viele Kongress-Teilnehmer kamen mit einem Schrecken davon.
Die Szene birgt eine gewisse Symbolik: Nach Jahren der atmosphärischen Störungen gehen der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Fans aufeinander zu - und dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Dabei hatte alles vielversprechend begonnen - zumindest, was das Stimmungsbild betrifft. DFB-Präsident Zwanziger hatte gestern Nachmittag in der Sportwissenschaftlichen Fakultät eine engagierte Eröffnungsrede gehalten. Der Applaus war so laut, dass selbst die Videowand vibrierte. Selten zuvor war einem DFB-Funktionär so viel Sympathie entgegen gebracht worden. Zwanziger hatte viele brisante Themen angesprochen. Er schwärmte wie so oft von der Integrationshilfe Fußball, er sonderte auch die eine oder andere Phrase ab. Und dennoch verdeutlichte sein Appell den Wandel in der Sicherheitspolitik des DFB. Er brachte keine neuen Erkenntnisse, er lieferte keine verbindlichen Zusagen, aber er bot zumindest eins: Glaubwürdigkeit.
Drei Stunden lang wanderte Zwanziger über das Gelände, auf dem erstmals in der Geschichte des deutschen Fußballs 400 Fans, Aktivisten, Initiativen, Clubvertreter, Wissenschaftler und Polizisten in verschiedenen Foren und Workshops über die Probleme der Anhänger diskutierten. Nachdem er im meistbesuchten Forum "Spannungsfelder" die Klagen über ungerechte Stadionverbote gehörte hatte, gestand er: "Es sind Dinge gesagt worden, die habe ich so noch nicht gesehen. Wir müssen eine gerechtere Lösung anstreben."
Vielen Beobachtern entglitten fast die Gesichtszüge. "Das war vor einem Jahr noch undenkbar", sagt Thomas Schneider, Fanbeauftragter der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Zwanzigers Kollege in der damaligen Doppelspitze des DFB, Gerhard Mayer-Vorfelder, hatte den Dialog mit Fanvertretern jahrelang verweigert, weil er sich von ihnen verunglimpft fühlte. Wenige Tage nach dem Ausscheiden Mayer-Vorfelders im September 2006 lud Zwanziger jene Vertreter nach Frankfurt ein. Spontan sicherte er ihnen den Kongress zu, nicht jeder in der DFB-Zentrale war darüber erfreut. "Diese neue Offenheit ist verblüffend", stellt Torsten Rudolph fest, der Fanprojektleiter in Dresden. "Es wird nicht mehr von oben nach unten bestimmt."
Der DFB hat einiges getan, um den schlechten Ruf an der Basis zu bessern. Helmut Spahn, der erste hauptamtliche Sicherheitschef des DFB, kündigte die Einführung von Stadionverboten mit Bewährung an, spätestens für die Rückrunde der kommenden Saison. Zudem soll künftig der Verein des Beschuldigten ein Mitspracherecht erhalten, bislang entschied immer der Hausherr. Das ist ein Fortschritt, nicht mehr und nicht weniger. Spahn, ehemaliger Polizeichef eines Sondereinsatzkommandos in Hessen, gilt ebenso als Hardliner wie sein Vorgänger Alfred Sengle, der als Richter tätig war. Spahn war als Sicherheitsbeauftragter des Organisationskomitees für WM 2006 oftmals mit Fanarbeitern aneinander geraten - in Leipzig präsentierte er sich dagegen als offener Gesprächspartner. "Wir müssen uns auf die Bedürfnisse der Fans einstellen", sagt er.
Das Reizklima hat an Schärfe verloren, doch das kann nicht über die Versäumnisse hinwegtäuschen. Die DFL glänzte weitgehend durch Abwesenheit, als letzte Führungskraft musste Wolfgang Holzhäuser, der Präsident des Ligaverbandes, aus persönlichen Gründen absagen. Schon zuvor war es in der Organisation zwischen DFB und DFL zu Unstimmigkeiten gekommen, das ist nichts Neues in der Kommunikation der Verbände. So wurde der Kongress zu einer DFB-Veranstaltung, an den Kosten in Höhe von 100.000 Euro beteiligt sich die DFL nur zu einem geringen Teil. Es bleibt abzuwarten, ob allein der anerkannte Soziologe Thomas Schneider als neuer Fanbeauftragter das Bewusstsein in der DFL verändern kann. Vorerst hat sie es versäumt, ihren Ruf zu glätten. Auch Vereinsvertreter waren nur schwer auszumachen in Leipzig. Ähnliches gilt für die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze in Düsseldorf (ZIS), die die umstrittene Datei "Gewalttäter Sport" verwaltet. Auch sie hatte nicht genug Personal geschickt, um alle Fragen zu beantworten.
Unklar bleibt, ob die vielen Bekundungen in die Tat umgesetzt werden können. Der in Leipzig von Experten verabschiedete Forderungskatalog für die Vergabe von Stadionverboten, die Selbstverpflichtungserklärung gegen Rassismus oder die öffentliche Stärkung sozialer Fanprojekte sind Signale, aber keine Beschlüsse. "Das ist aufrichtig, aber noch ist nicht viel passiert", sagt Stefan Minden, Rechtsanwalt und Mitglied der Faninitiative "Unsere Kurve". "Wenn sich nichts ändert, hätte man sich dieses Wochenende sparen können", ergänzte Philipp Markhardt, Sprecher der Ultras des Hamburger SV. Einigen Teilnehmern fehlten die konkreten Ergebnisse.
Entscheiden muss darüber der Sicherheitsausschuss des DFB. Trotz der Offensive Zwanzigers wird dieses Gremium noch immer von alten Seilschaften geprägt, die lange hinderlich waren für das Aufbrechen verstaubter Strukturen. Weil nur der Ausschussleiter von den Mitgliedern gewählt wird, und dieser dann in Abstimmung mit dem Präsidium die anderen Mitglieder selbst beruft, finden sich im Ausschuss keine Fanarbeiter, sondern zumeist Polizisten und Juristen. Auch von ihnen waren bei weitem nicht alle nach Leipzig gereist.
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"Ich werde nach Leipzig zum Fankongress fahren." [...]
"Montag oder so gibts meinen Erfahrungsbericht, schonungslos und halb erfunden, an gewohnter Stelle."
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Fan-Bündnis: Lob für den Verband, aber Kritik an der Liga
"DFL ist eine herbe Enttäuschung"
Der Bremer Wilko Zicht (31) vom Bündnis aktiver Fußball-Fans (BAFF) war früh in die inhaltliche Vorbereitung des Fan-Kongresses eingebunden und erwartete klare Signale von DFB/DFL, sich auf die Meinung der Fans einzulassen.
kicker: Herr Zicht, konnten DFB und DFL glaubhaft vermitteln, dass sie um einen ernsthaften Dialog bemüht sind?
Wilko Zicht: Beim DFB sind deutliche Veränderungen festzustellen. Der Auftritt der DFL stellt für uns eine herbe Enttäuschung dar, da sie kaum bis gar nicht mit Entscheidungsträgern vertreten war.
kicker: Haben sich die zahlreichen Hoffnungen und Wünsche der Fans bewahrheitet?
Zicht: Die Stimmungslage unter den Teilnehmern ist eher von Enttäuschung geprägt, vor allem da, wo eben keine Entscheidungsträger anwesend waren. Es gab eine große Erwartungshaltung, die angesichts des Fehlens solch wichtiger Institutionen wie Polizei oder Ligaverband nicht zu erfüllen waren. Aber es ist nun generell eine Grundlage vorhanden, um konstruktiv fortzufahren.
kicker: Was können Sie an Positivem von diesem Kongress mitnehmen?
Zicht: Vor sechs Monaten hätten wir nicht zu träumen gewagt, dass überhaupt Bewegung in diese Sache kommt. Es bleibt aber abzuwarten, ob zur Winterpause die vom DFB in Aussicht gestellte Stadionverbots-Reform umgesetzt wird.
kicker: Wie muss es weitergehen?
Zicht: Vor allem die DFL ist nun am Zug, das zu zeigen, was der DFB einigermaßen glaubwürdig vertreten hat. Wir fordern eine Fortsetzung der thematischen Auseinandersetzung - und werden DFB/DFL samt Vereine nicht aus der Verantwortung lassen.
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Auf der BAFF-Homepage gibt´s inzwischen auch einige Fotos und vor allem Audio-Dateien vom Fankongress.
Nachtrag: Ein Bilanz ist jetzt auch bei Stadionwelt frei zugänglich:
25.06.2007 - Fankongress
Erfolg, Durchbruch oder Stillstand?
420 Teilnehmer fanden sich am Wochenende zum bundesweiten Fan-Kongress in Leipzig ein. Hochrangige Sportfunktionäre und Vertreter von etwa 50 Fanszenen diskutierten zu Themen wie Stadionverboten, Fankultur und Antidiskriminierung.
Das alles überstrahlende Thema war die Änderung der Stadionverbotsrichtlinien. Bis zum Ende der Winterpause stellte der DFB einige Änderungen in Aussicht. So könnte die Dauer von Stadionverboten kürzer werden, weil die Vergabe generell flexibler gestaltet werden soll. Hier soll vor allem der Einzelfall genauer betrachtet werden. Dem Bezugsverein, also dem eigenen, wird dabei eine gestärkte Position zufallen. In Punkto Flexibilität ist angedacht, dass Stadionverbote künftig auf Bewährung ausgesprochen werden, das heißt die gelbe Karte findet auch auf den Rängen Eingang. Dazu soll das Anhörungsrecht garantiert werden. Neue Hoffnung können sich die circa 3.000 Personen machen, die derzeit von einem Stadionverbot betroffen sind. „Es wäre unredlich, die Altfälle nicht zu prüfen“, erklärte Helmut Spahn, Sicherheitsbeauftragter des DFB.
Wie weit dieses Ergebnis im Dialog erarbeitet wurde, liegt sicherlich am Blickwinkel. Das positive Gefühl - gesetzt den Fall alles wird eins-zu-eins umgesetzt - bei den Fanvertretern wurde dadurch nicht geschmälert. Martin Endemann von BAFF brachte es auf den Punkt: „Die Freude über die Ankündigung der Änderung der Stadionverbotsrichtlinien ist groß. Es ist sicher noch kein endgültiger Durchbruch, aber das Deutlichste, das der DFB diesbezüglich jemals von sich gegeben hat.“ Auf Seiten des DFB wurde der gesamte Kongress als kompletter Erfolg gewertet, obwohl längst nicht alles rund lief.
Irritation auf Seiten der Fans
Irritationen gab es bereits bevor DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger in einem Blitzlichtgewitter den großen Hörsaal der sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig ohne jegliche Beifallsbekundungen betrat. Die Skepsis gegenüber dem „Feindbild“ DFB war spürbar. Schnell hatte die Runde gemacht, dass die abschließende Pressekonferenz am Sonntag aus „taktischen“ Gründen auf 13 Uhr, also noch vor Beendigung des Kongresses, vorverlegt worden war, unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden und nur ein Vertreter der Initiativen, die sich besonders in die Vorbereitung des Kongresses eingebracht hatten, auf dem Podium sitzen sollte. Letztendlich konnten sich mit Mathias Scheurer und Rechtsanwalt Stefan Minden von Unsere Kurve, Philip Markhardt von Pro Fans und Martin Endemann doch noch vier den Fragen der Pressevertreter stellen. Wie sein Verband bekam auch Zwanziger die Kurve: Am Ende seiner Eröffnungsrede, die von Worten wie „Gerechtigkeit“ und „Transparenz“ geprägt war, kannte der Beifall fast keine Grenzen.
„Der Dialog zwischen Fans und dem DFB hat eine Stufe erreicht, die er vorher nicht hatte“, betonte Stefan Minden, musste seine Aussage aber zugleich etwas relativieren, „auch wenn die Meßlatte der Vergangenheit, die es zu überspringen galt, nicht allzu hoch war.“ Philip Markhardt sah den Dialog nicht überall gegeben: „Der Bereich Fankulturen war wenig erfolgreich. Da Entscheider gefehlt haben, gab es keine Möglichkeiten, die Machbarkeit unserer Forderungen abzuklopfen.“ Vor allem im Bereich der einheitlichen Regelung für die Mitnahme von Fanutensilien wie Fahnen oder Megafonen, den nicht wenige Fans nach der Stadionverbotsproblematik als den zweitwichtigsten Kongresspunkt überhaupt ansahen, war es zu keinem nennenswerten Ergebnis gekommen, weil Fans mangels Teilnahme von zuständigen Stellen wie den Vereinen oder Sicherheitskräften die meiste Zeit unter sich blieben. So hatte beispielsweise die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) nur wenige Ansprechpartner entsandt. Auch die DFL-Spitze machte sich in Leipzig rar: Ferienzeit und persönliche Gründe waren allerorten zu hören. Wolfgang Holzhäuser, kommissarischer Präsident des Ligaverbands DFL, reklamierte letzteres für sich, sorgte aber trotzdem für Aufruhr. Im Vorwort des Programms hatte er unter anderem die Behauptung aufgestellt, das Wort Fan komme „eben nicht von fanatisch.“
Zukunftsweisendes Modell Sankt Pauli?
Nicht alle Vereine blieben dem Fan-Kongress fern: Der FC Sankt Pauli war sich seiner Verantwortung schon im Vorfeld bewusst und hat kürzlich ein Modell vorgestellt, mit dem sich die Mehrzahl der deutschen Gruppen anfreunden können wird. Das so genannte Sankt-Pauli-Modell sieht vor, dass die Fans eines jedes Gastvereins, der nächste Saison zum Millerntor reist, grundsätzlich alles erlaubt bekommen. Sollte dieser Vertrauensvorschuss in irgendeiner Form missbraucht werden, erhält die entsprechende Szene bei den fünf darauf folgenden Spielen strikte Auflagen. Einzig der darin beinhaltete totale Verzicht auf den Einsatz pyrotechnischer Gegenstände stieß nicht überall auf ungeteilte Stimmung. „Wir haben mit dem Thema noch nicht abgeschlossen“, sagten viele Kongressteilnehmer.
Die übrigen drei Foren lieferten keine unerwarteten Ergebnisse. Vor allem im Bereich Antidiskriminierungsarbeit war klar, dass Einstimmigkeit herrschte, etwas zu unternehmen. Das Wie stand im Vordergrund: Verschiedene Möglichkeiten für Verbände und Vereine wurden entwickelt, dieses Thema noch weiter in die Öffentlichkeit zu tragen. So können beispielsweise Ordner besser geschult werden, Werbetafeln in Stadien angebracht werden und eine bessere Vernetzung stattfinden. Eine Erklärung namens „Leipziger Erklärung gegen Antidiskriminierung im Fußball“ wurde nicht verabschiedet, weil die Angst bestand, das könne die anderen Ergebnisse des Kongresses in der Berichterstattung in den Hintergrund drängen. Im Forum Fanbetreuung blieben die Fanarbeiter fast ausschließlich unter sich. Ihre Forderungen drehten sich vor allem um professionellere Strukturen sowie mehr Anerkennung. Der Punkt Länderspiele rückte angesichts der anderen Themen und der Nichtbeteiligung vieler aktiver Fans am Nationalteam in den Hintergrund. In der Presseerklärung der aktiven Fans wurde die Abschaffung des Fanclubs Nationalmannschaft aufgrund des zu hohen Kommerzialisierungsgrades gefordert.
In den Hintergrund rückte ein Vorfall, der sich auf der im offiziellen Kongress-Programm beworbenen Veranstaltung der Faninitiative „Wir sind Ade“ ereignete. Bei der Verfolgung möglicher Straftäter, die mit dem Fan-Kongress nichts zu tun hatten, stürmten etwas zehn Polizisten das Gelände und schlugen einige Unbeteiligte nieder.
Es ist ein langer Weg, der allen Anwesenden und Nichtanwesenden, die mit dem Fußball zu tun haben, bevorsteht. Allerorten hörte man, dass es sich lediglich um einen Anfang, einen ersten Schritt handeln könne. Viele Fans nahmen jedoch mit, dass der DFB Probleme bei der Stadionverbots-Praxis anerkannt hat. Der Leiter der Fananlaufstelle des DFB Gerald von Gorrissen kündigte die Fortsetzung des Dialogs an: „Es ist bemerkenswert wie der Dialog von den Fans angenommen wurde. Aber er muss in Arbeitsgemeinschaften fortgesetzt werden. Deswegen gibt es unter anderem die neue AG Fandialog.“ (Stadionwelt, 25.6.2007)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Südländer: 25.06.2007 17:08.
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Auf der Seite des DFB ist ein Interview mit Yves Eigenrauch nachzulesen. Dieser war offensichtlich auch beim Fankongress zugegen und berichtet über seine Eindrücke. Nicht sonderlich intelligent, aber interessant.
Auszugsweise:
Yves Eigenrauch: Das sind ja auch gesellschaftliche Probleme. Die Verantwortlichen, ob beim Verband, auf Seiten der Vereine oder in den Fanprojekten, werden diese Aufgabe nicht alleine lösen können. Als D-Jugendlicher habe ich selbst erleben müssen, wie Diskriminierung funktioniert. Ich war der beste Spieler meiner Mannschaft, aber weil ich schulterlange Haare hatte, durfte ich ein halbes Jahr nicht spielen. Das Trainergespann unseres Jugendteams sagte einfach: ‚So kommst du uns nicht auf den Platz’.