Andree
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| Nun doch keine Werder-Kreißsäle? BREMEN. Nach der Kritik an den geplanten grün-weißen Kreißsälen in Werder-Bremen-Optik in den Kliniken Links der Weser, Mitte und Nord macht der Dachverband der kommunalen Kliniken nun offenbar einen Rückzieher. Die Landesfrauenbeauftragte Ulrike Hauffe sowie verschiedene Frauenorganisationen hatten sich massiv gegen die Pläne gewehrt. Heute kommen die beiden Geschäftsführer, Diethelm Hansen von Gesundheit Nord und Klaus-Dieter Fischer von Werder Bremen, zu erneuten Gesprächen zusammen. Ob dann eine Entscheidung gefällt wird, ist offen. Es mehren sich jedoch die Anzeichen, dass das Projekt nicht realisiert wird. Bedenken in Klinik-Dachgesellschaft Dem Vernehmen nach gibt es auch in der Spitze der Klinik-Dachgesellschaft Bedenken. Hier, so heißt es aus gut informierten Kreisen, habe man das Projekt vorerst auf Eis gelegt und wolle es am liebsten gar nicht mehr umsetzen. Davon will Gesundheit-Nord-Sprecherin Helga Loest indes nichts wissen. Sie könne die Aufregung nicht verstehen. Neben der Kreißsaal-Ausstattung in Werderfarben und Petsybällen mit der Werderraute sollten die Eltern auch ein Werder-Handtuch sowie ein Vereins-T-Shirt und ein Anmeldeformular für eine kostenlose dreijährige Mitgliedschaft für die ganze Familie bekommen. Helga Loest geht weiterhin von der Umsetzung dieser Pläne aus. "Bisher ist noch nichts entschieden", sagte sie gestern auf Anfrage. Frauenbeauftragte entrüstet Unmittelbar nach Bekanntwerden der Pläne hatte sich die Landesfrauenbeauftragte entrüstet über die Idee eines grün-weißen Kreißsaales geäußert. Der Bremer Frauenausschuss und die Frauenbeauftragte der Bremischen Evangelischen Kirche schlossen sich der Kritik von Ulrike Hauffe an. In Kreißsälen habe Werbung nichts zu suchen, weil Frauen sich voll und ganz auf die bevorstehende Geburt konzentrieren sollten, ist die einhellige Meinung. Würde sich das Konzept "Ein Leben lang grün-weiß" von Werder Bremen erst einmal durchsetzen, wäre damit anderen Unternehmen Tür und Tor geöffnet, kritisierte die Frauenbeauftragte der Bremischen Evangelischen Kirche, Simone Röttger. Im städtischen Klinikum Osnabrück ist das Thema offenbar weniger kontrovers diskutiert worden. Hier gibt es bereits seit vier Jahren einen Kreißsaal mit den lila Vereinsfarben des Fußball-Zweitligisten VfL Osnabrück - und auf Wunsch auch die Vereinsmitgliedschaft. |
Quelle: weser-kurier.de