2Pac
Unglaublich, was da fabriziert wird. Als Clubfan wurde man heute super in Schule&Arbeit empfangen...Als ob man Krawallmacher hoch 10 wäre...
Wenigstens Funkel gibt zu, dass ein Punktabzug absolut falsch wäre. Eine gute Geste von ihm.
Was die Medien nicht berichten: Nach dem Spiel mussten die Clubfans 1 Stunde im Block bleiben, danach gabs ersteinmal ne Dröhnung Tränengas....Gibt auch ein paar Berichte in meinem Forum, siehe Signatur. Da berichten auch einige Anwesende davon und die teilen die Meinung von der faszination-nordkurve-Homepage!
Datsche
ah danke jenson! da steht nur leider nix zu den anschuldigungen drin, die sich angeblich vor dem spiel schon zugetragen haben sollen. straßenbahnscheibe eingeschmissen etc. hatte ich weiter oben schon mal erwähnt.
SVW-Stephan
Bemerkenswert, dass ausgerechnet die Sportredaktion des (eher fachfremden) Handelsblatts die Geschehnisse in den richtigen Rahmen rücken muss.
| Zitat: |
FELDSALAT
Hysterie feiert Hochamt
Bedauernswerter 1. FC Nürnberg! Da haben sie schon mal auswärts gewonnen und dann das: Es sprach keiner drüber. Stattdessen hatten "Böller" und "Leuchtrakete" Konjunktur, flankiert von "Meute" (Club-Präsident Roth), "italienische Verhältnisse" (Eintracht-Präsident Bruchhagen), "Ohnmacht" (Club-Manager Bader) und "lebenslanges Stadionverbot" (J. Thomas, Vorsitzende der Vereinigung deutscher Stadionbetreiber). Wer gestern die Debatte im Anschluß an das Nürnbergspiel verfolgte, hätte meinen können, Fußball-Deutschland wäre von einer Katastrophe heimgesucht worden.
Und weiter feiert die Hysterie hierzulande Hochamt. Zu Erinnerung: Im vergangenen Sommer stellte ARD und ZDF nach Bekanntwerden einer positiven Dopingprobe des deutschen Radprofis Patrik Sinkewitz stante pede die Berichterstattung von der Tour de France ein - mit dem Hinweis, man könne solch "unmoralischem" Handeln keinen Vorschub mehr leisten.
Im Fall von "Böller" und Leuchtrakete" ist die Entrüstung nun ebenso groß - und ebenso unangebracht. Jugendlichen Provokationen zu verbieten, ist in etwa so aussichtsreich, wie Wasser mit der Hand aufzuhalten. Sie lebenslang aus einem Stadion zu verbannen, ist maßlos, und gleiches gilt für die Ankündigung, die Kontrollen an den Eingängen zu verschärfen. Schon Dieter Bohlen hat geklagt: "Erklären Sie einem Bekloppten mal, dass er bekloppt ist." Wer 51 000 Zuschauer zu einem Fußballspiel lässt, der könnte auch froh sein, wenn er nur drei Böller und eine Rakete nicht findet.
Dass beides nicht auf einen öffentlichen Platz gehört, darüber besteht seit Jahren Konsens. Und dass der Bruch mit selbigem bestraft gehört, auch. Das rechte Maß aber zu finden für den Umgang mit dem Fall aus der Rolle, darüber sollte vielleicht nochmal gesprochen werden.
Henkel, Martin |
flashk2
Sehr guter Beitrag!
Nur leider wird die Medienlandschaft in Deutschland von den Unseriösen regiert und dieser Artikel wohl nicht die verdiente Aufmerksamkeit finden. Die Wahrheit verkauft sich eben oft schlecht!
MfG
kopfnuss
Weit mehr als nur ein Imageschaden
Die Bundesliga-Begegnung zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Nürnberg mutiert zum folgenreichen Skandalspiel
Von unserem Mitarbeiter
Frank Hellmann
FRANKFURT. Angelos Charisteas staunte. Der Grieche, beim 3:1-Sieg des 1. FC Nürnberg bei Eintracht Frankfurt einer der Matchwinner des "Club", wollte partout nicht verstehen, warum eigentlich kaum einer etwas über das vorangegangene Spiel wissen wollte. Auch auf ihn prasselten nämlich ausschließlich Fragen zu den Ausschreitungen der Nürnberger Anhängerschaft herein. Und Charisteas verspürte auf Antworten wenig Lust. "Ich verstehe die Aufregung um das Feuerwerk nicht", sagte er, "in Griechenland passiert das jede Woche." Das habe er übrigens auch dem ihm aus Bremer Zeiten gut bekannten Schiedsrichter Peter Gagelmann gesagt, der die Partie beinahe abgebrochen hätte. Gagelmanns Antwort: "Deutschland ist nicht Griechenland."Und anders als Charisteas zeigte sich Nürnbergs Präsident Michael A. Roth tief bestürzt über die Vorfälle. Er war außer sich vor Wut auf seine eigenen Fans, die mit Knallkörpern und Leuchtraketen um ein Haar den sechsten Spielabbruch der Bundesliga-Geschichte provoziert hatten. "Das war höchstpeinlich und hat unserem Image schwer geschadet", klagte Roth. "Das war eine Katastrophe. Jetzt haben wir noch eine Baustelle." Einen vergleichbaren Fall gab es im Ligabetrieb nur einmal: Am 27. November 1976 wurde auf dem Betzenberg die Partie 1. FC Kaiserslautern gegen Fortuna Düsseldorf nach Flaschenwürfen der Zuschauer abgebrochen und mit 2:0 für die Gäste gewertet. Auch jetzt hätte wohl dem 1. FC Nürnberg der Verlust der Punkte gedroht. "Solche Gedanken schießen einem durch den Kopf", gab Manager Martin Bader zu. Für den Verein sei das ein Nackenschlag, räumte Bader ein, "es hatte sich etwas angedeutet: Schon gegen Bochum haben sich diese Fans untereinander auf die Mütze gehauen"."Club"-Präsident Roth hielt die fast 20-minütige Unterbrechung von Gagelmann im Nachhinein für völlig richtig: "Es sind halt nicht lauter Studierte im Fanblock - der Schiedsrichter musste handeln." Das wird auch der DFB-Kontrollausschuss tun, der den Schiedsrichterbericht heute auswertet. "Es wird gegen beide Vereine ermittelt: Im Mittelpunkt steht natürlich die Haftung des Nürnberger Bundesligisten für seine Anhänger", sagte der für Rechtsfragen zuständige DFB-Richter Rainer Koch. "Eine weitere Frage ist, wie die Feuerwerkskörper ins Stadion gelangen konnten." Auch Nürnbergs Trainer Thomas von Heesen monierte nicht zu Unrecht, "dass sonst die Fans nicht mal mehr ein Streichholz ins Stadion reinbringen können".Für Matthias Huber, den Sicherheitsbeauftragten der Nürnberger, steht außer Frage, dass die Ausschreitungen aus Reihen der Ultras kamen, die beim Spiel in Frankfurt zudem von einer offenbar gewaltbereiten Gruppierung von Rapid Wien unterstützt wurden. Die missbräuchliche Verwendung von Pyrotechnik habe sich schon auf dem Weg vom Bahnhof zum Stadion abgezeichnet. "Da wurde massiv mit Feuerwerkskörpern geballert", weiß Huber. Hätten da nicht Polizei und Security am Arena-Eingang gewarnt sein müssen? Doch sind die Kontrollen im Frankfurter Stadtwald mitunter eine Farce - noch immer winken Ordner ihnen befreundete Ultras ohne Kontrolle durch, wie Augenzeugen am Sonnabend berichteten. Der Chef der Frankfurter Arena, Patrik Meyer, ärgerte sich massiv: "Böller zu finden, ist sehr schwierig, da man diese wirklich leicht verstecken kann. Aber eine Rakete hat ja eine gewissen Größe - dass diese ins Stadion gebracht wird, darf nicht passieren." So haben beide Vereine eine saftige Geldstrafe zu befürchten - mindestens.Im Nachhinein waren alle froh, dass die Partie zuende gespielt wurde. "Bei einem Abbruch wäre die Situation nicht zu händeln gewesen", erklärte Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen, der forderte, "dass der Fußball vor solche Idioten nicht resignieren darf." Was einer wie Roth auch nicht tat: Als Gagelmann das Spiel wieder angepfiffen hatte, stellte sich der Teppichhändler für eine geschlagene Stunde vor die vermeintlichen Fans - wohl wissend, dass der nächste Feuerwerkskörper ihn hätte treffen können. Ob er als lebender Schutzschild keine Angst verspürt habe? "Ich habe doch den größten Teil meines Lebens schon hinter mit", sagte der 72-Jährige - und lachte dann doch noch.
Quelle: Weser-Kurier
mawe svw
Naja wie bei allem sage ich mal dazu- Pyro sehr geil! Allerdings im Block!
Durch fliegende Bengalos gerät diese Sache leider in verruf und gerät auch in die Medien.....wie man grade zu gut sieht.
Wenn das die gleichen Spiele, die gleiche Situationen geswesen wären, jedoch ein Bengalos auf dem Feld, wäre lange nicht so viel drüber geredet worden. (da ziehe ich KA Aktion in S mal mit ein)
Über härtere Kontrollen braucht man sich dann nicht mehr beschweren. Sobald ein Spiel wegen einem Bengalo unterbrochen wird nach mehr Kontrolle geschreit. Ist leider in unserer Medienwelt so.
@evil uncle
wo war denn Blauer Rauch in berlin?
FlipFlop
Eine neue Gefahr im deutschen Profifußball
Fan-Projekte betrachten gewaltbereite Gruppierungen mit wachsender Sorge / Problematik überfordert manche Bundesligisten
Von unserem Mitarbeiter
Frank Hellmann
FRANKFURT/M.
s hat angenehmere Tage im Leben des Jürgen Bergmann gegeben. Gestern stand das Telefon des Fanbeauftragten des 1. FC Nürnberg nicht mehr still - immer die gleichen unbequemen Fragen prasselten auf den 45-Jährigen herein. Doch wer kann besser beurteilen, was am Sonnabend in Block 20 des Frankfurter Stadions passierte? Bergmann war dabei, hat auf Verantwortliche der Ultras Nürnberg eingewirkt - und hat doch nicht gesehen, wer die Böller warf; wer die Bengalos zündete.Der eingefleischte Oberfan des "Club" weiß immerhin, wo das Kardinalproblem liegt: "Wir haben in Nürnberg eine große Ultra-Bewegung." Der harte Kern umfasse 200 Personen, zusätzlich gibt es eine dreistellige Zahl von Sympathisanten. Diese Fans stehen für eine fantastische Stimmung - leider machten aber auch Teile der Gruppe Probleme, sagt Bergmann: "Sie wollen sich nicht an die Spielregeln halten." Das gilt nicht nur in Nürnberg, das gilt für viele der deutschen Ultras, die in großer Zahl vor allem in Frankfurt, Stuttgart, Karlsruhe und eben Nürnberg anzutreffen sind. Und zur neuen Bedrohung des deutschen Profifußballs aufsteigen. Das bestätigt jedenfalls Michael Gabriel, Leiter Koordinationsstelle Fan-Projekte (KOS): "Wir beobachten die Entwicklung in Teilen der Ultra-Gruppierung mit Sorgen. Die Ansprechbarkeit lässt nach. Dass der Einpeitscher mit dem Rücken zum Spiel sitzt, darf durchaus als ein Symbol gelten: Der Fußball wird nicht mehr so wichtig, dafür die Performance, die Darstellung. Dafür riskieren die Ultras offensichtlich auch die Niederlage durch Punktabzug."Die Nürnberger Auswüchse als Sinnbild einer neuen Absetzbewegung? Gabriel nennt es "ein Machtspiel. Die Ultras haben längst gemerkt, dass Fernsehen, Marketing, VIPs und Logen wichtiger sind als sie. Und das stört sie". Ergo gelten die jüngsten Ausschreitungen bei der KOS als latenter Protest gegen die "durchkommerzialisierten und durchstrukturierten Abläufe im Stadion".Den Vergleich mit italienischen Verhältnissen hält DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus noch für unzulässig: "Solange bei uns keine Motorräder von den Tribünen fliegen, kann man davon nicht sprechen." Doch der Umgang mit ultragefährlichen Ultras ist ein größeres Problem, als man gemeinhin glaubt. Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) rechnet mittlerweile schon mehr als 8400 Personen der Kategorie B und C (gewaltgeneigt oder zur Gewalt entschlossen) zu. Viele davon gehören den Ultra-Gruppierungen an, von denen sich zu wenige von der Gewalt distanzieren.In Nürnberg setzt man nunmehr darauf, dass "Selbstreinigungsprozesse" (Manager Martin Bader) greifen, ansonsten darf wohl nur noch zu Auswärtsspielen reisen, wer sich registrieren lässt. Die Diskussion mit der vielschichtigen fränkischen Anhängerschaft ist in vollem Gange - und dringend notwendig. Schon die nächste Auswärtspartie am 16. April beim VfB Stuttgart gilt als weiteres Risikospiel. Bader: "Wir lassen es nicht zu, wie der Verein um sein positives Image gebracht wird."Der DFB-Kontrollausschuss hat gestern unter Vorsitz von Anton Nachreiner die Ermittlungen zu den Vorfällen des Wochenendes aufgenommen. Der DFB-Chefankläger wird vermutlich heute oder morgen ein Urteil sprechen. Vermutlich läuft es auf eine empfindliche Geldstrafe für beide Klubs hinaus - als finale Drohung.
Quelle: Weser Kurier vom 08.04.'08 (Sportteil)
winko
http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/2...eo=4207300.html
Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen.
Der Herr Hellmann hat ja auch einen ordentlichen Bericht verfasst und schürt Ängste. Eigentlich ist nur Sport sein metier, doch auch den reisserischen krimi hat er drauf. Objektivität darf man hier wohl nicht verlangen.
breke
Fussball lässt uns kalt, wir woll'n nur gewaaaahlllt!
Sven
ich kann diesen ganzen Aufriss überhaupt nicht nachvollziehen. hätte der nette Hr. Gagelmann die ganze Scheiße nicht unterbrochen würde keiner so einen Aufstand machen. Was der Typ in der letzten Zeit verzapft ist eine Schande für die ganze Stadt.
Über Stuttgart - Karlsruhe wurde auch nicht so ein terz gemacht, und da war weit mehr los .
Interessant war gestern allerdings im BF die Sportsendung mit M. Bader vom FCN. Er hat nicht in das Horn geblasen das alle Ultras Randalierer sind, nein er sagte sogar sie lieben den Verein mehr als es andere tun und er das Gespräch suchen wird und nicht die Repressionskeule schwingt. Ihm konnte man finde glaubthaft abkaufen, das er sich ein bisschen in der Materie auskennt.
Mal sehen wie sich die ganze Sache entwickelt.
mawe svw
| Zitat: |
Original von Sven
.
Über Stuttgart - Karlsruhe wurde auch nicht so ein terz gemacht, und da war weit mehr los .
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Doch eigentlich schon, allerdings nicht ganz so krass, außer in der Region.
Das der Frankfurter Fall groß aufgepusht wird kommt wohl daher das ganze für 15-20 Minuten unterbrochen worden ist, das Spiel in Stu**gart ja nur sehr kurz.
Das gestern pusht das ganze im Gesamten noch mehr hoch das es ja LIVE im Free TV kam und es fast direkt nach dem Frankfurter vorfall war...
Datsche
Beim Spiel Bielefeld-Bremen vor einigen Wochen wurde auch ein Bengalo gezündet und aufs Spielfeld geworfen. Wurde daraus so ein Heel gemacht? Nein! Erstmal weil das Spiel nicht abgebrochen wurde und vermutlich weil der bengalo nicht aus der steherkurve kam, sondern von den sitzplätzen aus geworfen wurde. wäre das ding von den ultras geworfen worden oder zumindest von den stehplätzen aus, dann wäre bestimmt wieder große aufregung gewesen. wenns von den sitzplätzen kommt, scheint es harmlos. wenns von den stehplätzen aus passiert signalisiert es vermutlich gewaltbereitschaft etc. ist vllt auch weit hergeholt, aber das tun die medien im prinzip ja auch
evil uncle
| Zitat: |
Original von mawe svw
@evil uncle
wo war denn Blauer Rauch in berlin? |
G.4 war das, glaub ich, ca. 3. Reihe., nach dem 0:1
Südländer
| Zitat: |
Original von evil uncle
| Zitat: |
Original von mawe svw
@evil uncle
wo war denn Blauer Rauch in berlin? |
G.4 war das, glaub ich, ca. 3. Reihe., nach dem 0:1 |
Kollege mawe stand mitten in der Wolke und konnte wahrscheinlich deshalb nichts sehen...
Werder Bremen 1899
hab eben was bei
Bild.de gesehen vom Spiel Köln gegen Gladbach.
Datsche
ja ja, alles chaoten...
mawe svw
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Original von Südländer
| Zitat: |
Original von evil uncle
| Zitat: |
Original von mawe svw
@evil uncle
wo war denn Blauer Rauch in berlin? |
G.4 war das, glaub ich, ca. 3. Reihe., nach dem 0:1 |
Kollege mawe stand mitten in der Wolke und konnte wahrscheinlich deshalb nichts sehen...
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Naja hatte das eher als ein etwas komisches grün als Blau empfunden.
Mr. Becks
Es kotzt nur noch an, was da wieder durch die Medien schwirrt:
Geisterspiele, Punktabzüge, Kontrollen, Kontrollen, Kontrollen und noch mehr Kontrollen, Entfernen der Stehplätze, MEHR Polizei usw..
Das is doch alles krank.
Meine Fresse, die Polizei soll Verbrecher jagen gehn.. Deutschland steckt teilweise so voller scheisse. Es gibt genug wahre Probleme.
Ich steh echt kurz vorm platzen!