KSC-Fans verletzen Polizisten schwer

schwarze mütze
KSC-Fans verletzen Polizisten schwer

Vor der Fußball-Bundesliga-Partie VfL Bochum gegen den Karlsruher SC sind am Samstag in Bochum drei Polizisten durch gewalttätige KSC-Fans zum Teil schwer verletzt worden. Ein 46 Jahre alter Beamter wurde mit einem Rückenwirbelbruch ins Krankenhaus eingeliefert.

Hand- und Gesichtsverletzungen von zwei weiteren Polizisten wurden ambulant versorgt. Nach Angaben der Polizei kam es beim Rauswurf mehrer gewaltbereiter Karlsruher Fans aus dem Stadion zu einem Tumult in dessen Verlauf die Karlsruher Hooligans einen am Boden liegenden Beamten brutal gegen Kopf und Körper traten. Der Mann wurde schwer verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

KSC-Sprecher verurteilt Gewalttat
Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige fest, ihnen wurde eine Blutprobe entnommen. Sie sollen nach dem Bochumer Polizeibericht zur Fangruppe "KSC-Ultras" gehören. Aufgrund mangelnder Beweise wurden die beiden wieder auf freien Fuß gesetzt. Mithilfe von Überwachungsfotos und Videoaufnahmen versucht die Polizei nun, die Täter zu ermitteln. Auch Beamte aus Karlsruhe sollen hinzugezogen werden.

In einer ersten Reaktion gegenüber dem SWR-Studio Karlsruhe verurteilte KSC-Sprecher Jörg Bock die Gewalttat. Vor weiteren Reaktionen will der Verein aber die Ermittlungen der Bochumer Polizei abwarten.

http://www.swr.de/sport/-/id=1208948/nid...06pp/index.html
Harris
Ziemlich krasse geschichte wobei man natürlich nicht weiß was drinnen im block vorher vorgefallen ist! welchen grund die bullen hatten die rauszuschmeißen und vor allem wie sie das getan haben!
El Patricio
da sollte der KSC besser mal ein wenig aufpassen, was er auswärts so treibt. Man erinnere sich an das nicht sooo lang vergangene Spiel in Lautern....
Lenwe
Für mich persönlich ist es relativ egal was der Polizist getan hat oder warum sie in den Block gegangen sind.
Einen am Boden liegenden Menschen zu treten und schlagen ist nicht gerechtfertigt, kann es auch nicht sein. Auch nicht bei dem grössten Nazi oder sonstwem.
Vor allem die Kurzsichtigen (nicht)Gedankengänge der Personen sind besonders "schlau". Was meinen die wohl was an Reaktionen kommt auf sollche Taten? Den längeren "Gewalthebel" hat immer der staat.
mawe svw
Zitat:
Supporters Presseerklärung zu den Vorgängen in Bochum und die Reaktionen darauf.

Polizeiausschreitungen in Bochum, den Verletzten geht es besser...

Die Darstellung der Bochumer Polizei zu den gewalttätigen Auseinandersetzungen beim Auswärtsspiel des KSC beim VfL Bochum am vergangenen Samstag und die sich daraufhin
beziehenden Presseveröffentlichungen können unserer Meinung nach so nicht stehen bleiben.

Den SUPPORTERS liegen Dutzende unabhängiger Zeugenaussagen vor, die die Geschehnisse am Bochumer Stadion in einem vollständig anderen Licht erscheinen lassen:

Panikmache im Vorfeld durch Karlsruher SKBs
Schon vor dem Spielbeginn fiel auf dem Vorplatz eine sehr hohe Präsenz der Polizei in Kampfmontur - mit am Oberarm zur Schau getragene Kabelbindern- auf. Dies wirkte unnötig
aggressiv und alles andere als deeskalierend. Laut Presseberichten "wurde der VfL Bochum im Vorfeld von der Karlsruher Polizei über die Anreise zahlreicher so genannter "C-Fans", also Gewalt suchender Hooligans, informiert."

Unzureichende Organisation am Einlass
Der Weg ins Stadion führte dann durch die viel zu wenigen geöffneten Tore vorbei an sehr schleppenden Eingangskontrollen, die wenigen Ordner waren von der großen Zahl der Fans schlichtweg überfordert. Darauf angesprochen sagten mehrere Ordner unabhängig aus, dass sie es ähnlich sähen und auch weitergemeldet hätten - aber von Ihrer Einsatzleitung keine weiteren Anordnungen oder gar Unterstützung erhalten hätten.

Nachdem absehbar wurde, dass der Einlass der zum Teil schon eine Stunde wartenden Fans kaum noch zu Beginn des Spieles erfolgen könnte, kam es zu erst noch zu humorvollen Sprechchören: „Wir sind das Volk!“ „Die Mauer muss weg!“ - Die Stimmung wurde zwar etwas gereizter, blieb aber friedlich.

Gegenseitige Feindbilder und Solidarisierungseffekte
An einem der Tore verließen dann einige Fans das Stadion und brachten eine Fahne zuruück, nachdem ihnen im Innenraum nicht erlaubt wurde, diese aufzuhängen. Trotz der Zusage, dass sie danach das Stadion wieder betreten dürften, wurde ihnen dieses dann verwehrt. Das sorgte dafür, dass die Aggression sofort anstieg. Fans kamen von innen und forderten, dass die Kollegen rein dürften, diese und die Masse der immer noch wartenden Fans machten von außen lautstark Druck.

Unnötige Eskalation
In dieser Situation schlossen die überforderten Ordner das Tor und riefen die Polizei zu Hilfe. Diese ging sofort unter Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken auf die Fans im Stadioninnenraum los. Währenddessen drangen draußen vor dem Stadiontor die Polizisten überaus hart auf die wartenden und ungehaltenen Fans ein die ins Stadion wollten. Die anderen Tore wurden nun ebenfalls geschlossen.

Drinnen liefen die Polizisten auf eine große Gruppe Fans auf, die fluchtartig zurückwich und auf eine andere Gruppe Polizei traf. Dabei kam ein Polizist zu Fall und wurde verletzt. Es gibt jede Menge Augenzeugen, die gesehen haben, dass zumindest einige der verletzten Polizisten durch
Schlagstöcke und Pfefferspray ihrer Kollegen verletzt wurden.

Etliche Fans wurden leicht bis schwer verletzt, ärztliche Hilfe wurde ihnen durch die Polizei verweigert.

Danach gab es eine kurze Phase einer angespannten Ruhe, viele Fans gingen die Treppen zum Block E2 hoch. Auf einmal ging - ohne erkennbaren Grund - eine Gruppe Polizisten wild prügelnd auf diese den Aufgang hoch laufenden Unbeteiligten drauf, keiner der dort stehenden konnte ausweichen. Ihnen wurde heftig auf den Rücken geschlagen. Das Ziel dieser Aktion blieb vollkommen unklar.

Vor dem E1 wurde der verletzte Polizist abtransportiert, später die Tore wieder geöffnet. Ca. 30 Minuten nach Spielbeginn konnten so die letzten Fans das Stadion betreten.

Für das organisatorische Herbeiführen dieser allgemein angespannten Situation, die zur Eskalation von Gewalt führte, sind in erster Linie der völlig überforderte Ordnungsdienst des VfL sowie die unnötig aggressiv auftretende Polizei verantwortlich!

Von Seiten der Polizei- und Ordnungskräfte wurden unserer Meinung nach entscheidende Fehler begangen:
1. Man mag scharfe Kontrollen durchführen (auch wenn man es für übertrieben halten kann, dass jeder seine Schuhe ausziehen muss!), aber wenn man das tut, muss man gleichzeitig in der Lage sein, einen in der Größe (vom KSC) angekündigten Andrang dennoch zügig zu bewältigen. Das wurde trotz vorhandener Kapazitäten (nur eines von vier Toren geöffnet) versäumt.

2. Das Eingreifen der Polizisten war absolut unangemessen. Wer sich mit Gummiknüppeln und
Pfefferspray einen Weg durch eine Masse von wartenden, genervten Fans (das Spiel hatte
inzwischen schon angefangen) bahnen möchte, braucht nicht damit zu rechnen, dass er die
Situation dadurch deeskaliert.


Wir verurteilen jede Form von Gewalt. Gewalt und Gegengewalt kann kein Mittel sein, sie führt in
einem Teufelskreis wiederum nur zu weiterer Gewalt. Weiterhin ist für uns klar, dass mangelnde
Organisation im Vorfeld, das Fehlverhalten von Ordnern und Polizeibeamten Gewaltanwendung
gegenüber Polizisten erklären, aber nicht entschuldigen kann.

Wir hoffen im Interesse aller Beteiligten, dass in Zukunft durch verbesserte Organisationsabläufe beim Veranstalter, entsprechende Schulungen im Ordnerbereich und dem Einsatz angemessener, lagebezogener , vor allem aber deeskalierender Polizeitaktiken solche Vorfälle schon im Ansatz vermieden werden können.

Was wir als Fandachverband in Zusammenarbeit mit KSC-Fanbetreuung und dem Fanprojekt Karlsruhe tun können, um ähnliche Situationen zu verhindern, wollen und werden wir tun.

Wir wünschen allen Verletzten – Fans und Beamten – eine baldige gute Besserung.


SUPPORTERS Karlsruhe 1986 e.V.
edinho
KSC: Gegen pauschale Kriminalisierung der Fans

Wenige Tage nach den Vorfällen im Umfeld des Bundesliga-Auswärtsspiels beim VfL Bochum, bei dem ein Polizist schwer sowie mehrere Polizisten und KSC-Fans verletzt wurden, hat der KSC ebenfalls Stellung zu den Geschehnissen bezogen.

„Wir verwahren uns in aller Deutlichkeit gegen eine pauschale Kriminalisierung unserer Fans, wie sie teilweise in den letzten Tagen stattgefunden hat“, erklärte KSC-Manager Rolf Dohmen. „Um jemanden verurteilen und mit einem Stadionverbot belegen zu können, benötigen wir eine eindeutige Beweislage. Die bisherigen Ermittlungen haben, insbesondere, da es wohl keine bewegten Bilder des unmittelbaren Vorfalls gibt, keine Ergebnisse gebracht. Der KSC wünscht von dieser Stelle aus nochmals allen, die am vergangenen Wochenende Verletzungen davongetragen haben, gute Besserung“, so Dohmen weiter.

Unterdessen hat der VfL Bochum wohl Versäumnisse bei seinem Ordnungsdienst eingeräumt. Vorstandsmitglied Ansgar Schwenken soll gegenüber dem KSC bestätigt haben, dass es aufgrund des zu späten Eintreffens einiger Ordner und der nicht optimalen örtlichen Gegebenheiten zu erheblichen Wartezeiten kam, die mit zur aufgeheizten Stimmung beigetragen hätten. Beide Vereine sind sich darüber einig, dass dies aber nicht als Rechtfertigung für eine derartige Eskalation der Geschehnisse dienen kann. (Stadionwelt, 16.12.2007)
JanMicha
Zitat:
Original von edinho

„Wir verwahren uns in aller Deutlichkeit gegen eine pauschale Kriminalisierung unserer Fans, wie sie teilweise in den letzten Tagen stattgefunden hat“, erklärte KSC-Manager Rolf Dohmen. „Um jemanden verurteilen und mit einem Stadionverbot belegen zu können, benötigen wir eine eindeutige Beweislage. Die bisherigen Ermittlungen haben, insbesondere, da es wohl keine bewegten Bilder des unmittelbaren Vorfalls gibt, keine Ergebnisse gebracht. Der KSC wünscht von dieser Stelle aus nochmals allen, die am vergangenen Wochenende Verletzungen davongetragen haben, gute Besserung“, so Dohmen weiter.


Respekt!
Aber nochmal ne Frage...

Zitat:
Original von schwarze mütze
Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige fest, ihnen wurde eine Blutprobe entnommen.


Wozu eine Blutprobe?! Ob sie Betrunken waren oder was...??
Wingo
Denke mal wegen Alkohol
kopfnuss
Keine Zeugen für Attacken durch KSC-Fans
Karlsruhe/Bochum - Laut Meldung des Südwestrundfunks wurden heute, knapp eine Woche nach den Ausschreitungen und Tumulten beim Bundesligaspiel des Karlsruher Sportclubs und dem VfL Bochum (ka-news berichtete), die Krawalle sowie die schweren Vorwürfe gegenüber Karlsruher Anhängern relativiert.

weiterlesen ... http://www.ka-news.de/karlsruhe/news.php...ia20071217-487C