Randale beim Oberliga-Spiel FC gegen Bayer

Tobi
Die großen Stadien sind ihnen zu gesichert - jetzt prügeln Hooligans auf unseren Straßen. 181 vorübergehende Ingewahrsamnahmen und 76 Strafanzeigen.

Das ist die erschreckende Bilanz eines Fußballoberliga-Spiels zwischen der U 23 des 1. FC Köln und Bayer Leverkusen.

Barbarossaplatz, Samstag, 13 Uhr. 130 Hools haben sich zusammengerottet. Die Meute will über die Kyffhäuser Straße zum Südbahnhof, den Zug mit

Leverkusener Fans stürmen.

Polizisten in Kampfanzügen kesseln sie ein. Die Schläger werfen Flaschen, demolieren Autos. 43 Gewahrsamnahmen.

Club-Allee, 14.50 Uhr. Beim Spiel im Franz-Kremer-Stadion provozieren hundert Hools die Gäste. Der Block der Leverkusener zündet Bengalfackeln, will einen Zaun einzureißen, um sich auf die Kölner zu stürzen.

In der zweiten Spielhälfte stürmen FC-Hools die Haupttribüne, wo auch FC-Trainer Christoph Daum, Präsident Wolfgang Overath und Haie-Star Mirko Lüdemann sitzen.

„Ich war mit meiner Freundin und deren Schwester da“, erzählt Lüdemann (33). „Die Mädels hatten ziemlich Angst. Das erinnerte an die Bilder zuletzt

aus Dresden.“ Nonnenwerthstraße, 16.30 Uhr. Hier geht die Randale weiter.

Während die Bayer-Hools 35 Minuten im Stadion gehalten werden, gehen 138 Kölner auf die Polizei los. Sie schießen Feuerwerkskörper ab, werden festgesetzt.

In der Zeit werden die Leverkusener mit einem KVB-Sonderzug zum Hauptbahnhof geleitet. Auch hier werden Feuerwerkskörper abgeschossen.

Die Polizei fertigt 43 Strafanzeigen (Landfriedensbruch), vier wegen gefährlicher Körperverletzung, 29 wegen Sachbeschädigung. Zum Glück griff sie frühzeitig ein



Quelle: Bild Online
tretixe
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