chrisdOof
Ein gutes Beispiel wie schnell man auch in Bremen mal in eine beschissene Situation kommen kann.
Quelle: möchte unbekannt bleiben
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| Zur falschen Zeit am falschen Ort Es ist Samstag der 10.11.2007 ein wunderbarer Fußballnachmittag geht zu Ende. Werder hat Karlsruhe 4:0 an die Wand gespielt, alle sind gut gelaunt und freuen sich über den Sieg und ein cooles Spiel. Die Karlsruher Fans werden mit Polizeischutz an der Ostkurve vorbeigeführt, sie posen rum und pöbeln vereinzelnd. Doch keinen juckts. Alle bleiben einfach locker. Die Karlsruher sind längst weg und ich entschließe mich vom Ostkurvensaal aus zu meinem Auto zu gehen. Als ich die ersten beiden Treppenstufen der Treppe am Osterdeich betreten hatte, kamen mir einige Polizisten entgegen die insgesamt 3 Leute mit Kabelbindern ausgestattet die Treppe herunter führten. Verwundert über diese Situation ging ich die Treppe weiter hoch, dort stand auch noch ein Freund von mir. Als ich ihn, fast oben angekommen, fragte was hier los sei, sprang plötzlich ein weiterer Polizist einige Stufen herunter und schrie: „Platzverweis, alle in Richtung Innenstadt“ und deutete dabei mit seiner Hand auf die Leute die oben am Deich in Richtung Innenstadt standen. Ich sagte darauf: „oh dann geh ich lieber noch mal eben wieder weg hier“. In diesem Moment packte mich der Beamte am Arm und sagte: „Ja? Dann kommst du jetzt mit auf die Wache“. Verdutzt über diese Aktion versuchte ich ihm zu erklären das ich gerade erste die Treppe hochgekommen sei und ihn scheinbar falsch verstanden hatte, er warf mir vor ich hätte den vor wenigen Sekunden ausgesprochenen Platzverweis nicht befolgt. Ich versuchte ihn und seinen Kollegen, die mich mittlerweile beide an den Armen Richtung Stadionwache schleppten, ein weiteres Mal zu erklären das ich sie scheinbar falsch verstanden habe, dass es mir leid tue und das ich gerne, wenn sie es wünschen, Richtung Innenstadt gehe auch wenn mein Auto woanders steht. Darauf bekam ich die Antwort: „Wir nehmen jetzt ihre Personalien auf und dann gehen sie Richtung Innenstadt“. Ich dachte mir dann es sei schlau weiter einfach nichts zu sagen, sie würden (wollen) mich eh nicht verstehen. Auf der Stadionwache angekommen, wurde ich an andere Beamte übergeben. Die 3 Leute die ich vorher sah, wurden in der Gruppenzelle in diesem Moment behandelt. Ich musste meine persönlichen Gegenstände in eine Kiste packen, wurde durchsucht und dann wurden meine Personalien aufgenommen. Der Beamte der Dies machte, wusste nicht so recht was er machen solle und rief sich 2 Kollegen zur Hilfe. Diese füllten dann gemeinsam den Bogen aus. Leider auch falsch, worauf ich bei den Punkten „körperliche Gewalt“ und „Handfesseln“ mich dann zu Wort meldete und darum bat, es bitte zu korrigieren. Das konnte der Polizist ja auch nicht wissen, er hatte mich ja nicht festgenommen auch wenn er dies auf dem Formular so vermerkte. Nachdem der Papierkram scheinbar beendet war, sollte ich auch in die Zelle gehen. Auf meinen Hinweis, ich sollte doch nur Personalien abgeben und dann gehen, wurde nicht weiter eingegangen und ich durfte mich zu den anderen drei Leuten auf die Kacheln gesellen. So, da saß ich nun also. Das erste Mal Knast hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Irgendwie hatte ich gehofft ich würde mal eine Zelle von innen sehen weil ich Jemanden der meine Freundin unsittlich angepackt hat was auf die Mütze gehauen hab oder so. Also wenigstens mit Grund eingesperrt. Naja - war wohl nix. Nach ca. einer halben Stunde wurden wir dann alle aus der Zelle gelassen und man erklärte uns, dass wir ein Verfahren wegen Landfriedensbruch bekommen und das sie dafür sorgen werden, das wir Stadionverbot bekommen. Dann wurden wir noch alle fotografiert und bekamen noch einen Platzverweis für das Stadionumfeld, den Osterdeich und alle angrenzenden Nebenstraßen. Ich bin schockiert über die Art und Weise wie mit mir umgegangen wurde. Ich durfte mich dazu nicht äußern und wurde teilweise wirklich arrogant und unseriös von den Beamten behandelt. Mein letztes Vertrauen in den Rechtsstaat habe ich so gut wie verloren. Ich hoffe einfach nur, das sich dieser ganze Mist im Sand verläuft, ich kein Stadionverbot bekomme und vor allem auch das bei der Polizei nicht plötzlich eine seltsame Akte mit meinem Foto und sonstigem Wissenswertem auftaucht. Hoffentlich hat mich kein Arbeitskollege, Nachbar oder sonstiger Bekannter gesehen wie ich wie ein Verbrecher abgeführt wurde. |
Quelle: möchte unbekannt bleiben
ich hasse diese asis