Hoeneß kontert "populistischen Scheiß"

RE Wolle
Die Differenzen zwischen Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge und Trainer Ottmar Hitzfeld scheinen nur mühsam gekittet, und auch sonst herrscht beim Spitzenreiter der Bundesliga Reizklima. So platzte Uli Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung der Münchner der Kragen. Der Bayern-Manager reagierte auf Kritik einiger Mitglieder an der Stimmung im neuen Stadion mit einem Wutausbruch: "Was glaubt Ihr denn, wer Ihr seid?", schrie Hoeneß erregt, sprach von "populistischem Scheiß" und sah sich und den Vorstand zu Unrecht angegriffen: "Es kann doch nicht sein, dass wir kritisiert werden, die wir uns hier jahrelang den Arsch aufreißen."

Bessere Atmosphäre in der Tiefgarage?

Am Thema Stimmung hatten sich die Gemüter erhitzt. Zwei Fans beschwerten sich auf der Versammlung, es sei "in der Tiefgarage eine bessere Stimmung als in der Arena", berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Einige hätten sich sogar die Mühe gemacht, die Dauer der Fangesänge in den jüngsten Spielen zu stoppen - und waren auf sechs Minuten gegen Frankfurt und acht Minuten gegen Bolton gekommen. Andere monierten, sie würden vom FC Bayern zu sehr als Kunden und nicht mehr als Fans betrachtet. Auch die Eintrittspreise seien zu hoch. Hoeneß hielt dem mit hochrotem Kopf entgegen, dass nicht der Vorstand für die Stimmung in der Arena zuständig sei. Zur Kritik an Sektglas schwenkenden VIPs konterte Hoeneß: "Wer glaubt ihr eigentlich, wer euch finanziert? Das sind die Leute in den Logen, denen wir das Geld aus der Tasche ziehen."

Halbherzige Versöhnung der Kontrahenten

Zuvor hatten die Münchner halbherzig die Weichen für eine harmonische Versammlung gestellt. Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge reichte dem gefeierten Ottmar Hitzfeld symbolisch die Hand, aber das Verhältnis zum beliebten Trainer des FC Bayern München bleibt angespannt. Rummenigge suchte auf der Jahreshauptversammlung des mit einer Umsatz-Bestmarke von 225,8 Millionen Euro und einem Rekordgewinn von 18,9 Millionen Euro glänzenden Bundesliga-Krösus öffentlich den Schulterschluss mit dem Übungsleiter. Nach seiner jüngsten Trainer-Schelte verkündete Rummenigge: "Mir ist der Kragen geplatzt. Aber ich bin auch der Erste, der zu Ottmar sagt: 'Vergiss es'. Wir sorgen jetzt gemeinsam dafür, dass die Dinge hier wieder anders laufen."

Giftiger Nachsatz von Bayern-Chef Rummenigge

Der Umgang der Bayern-Führung mit dem bislang unantastbaren Trainer aber hat sich geändert, Hitzfeld soll sich mehr Kontrolle und Einmischung gefallen lassen. "Ich betone ausdrücklich, dass bei uns nur ein Mann für Training, Taktik und Aufstellung verantwortlich ist: Ottmar Hitzfeld", rief Rummenigge in den mit 1105 Mitgliedern gefüllten Saal auf dem Münchner Nockherberg. Die Brisanz verbarg sich im Nachsatz, als er nach der missglückten Rotation des Trainers bei den letzten zwei Spielen gegen die Bolton Wanderers (2:2) und beim VfB Stuttgart (1:3) hinzufügte: "Aber ich denke, dass es nicht unklug ist, bei gewissen Entscheidungen die Verantwortlichen im Vorfeld mit einzubeziehen und mit ihnen zu diskutieren."

Kein klares Signal pro Hitzfeld

Ob Hitzfeld sich einen derartigen Eingriff in seine Kompetenzen gefallen lassen wird und seine Zukunft über die Saison hinaus noch in München sieht, erscheint ungewisser denn je. Der Trainer äußerte sich nicht. Tief blicken ließ aber, dass er Rummenigge bei einer gemeinsamen Aussprache am Mittag gefragt hatte, ob dieser "ein Problem damit hätte", wenn er auf der Versammlung erscheine. "Du bist immer willkommen", entgegnete der Bayern-Chef, der weitere Gespräche mit dem Coach ankündigte. Ein klares Pro-Hitzfeld-Signal in Form einer Absichtserklärung zur Vertragsverlängerung gab es nicht. "Wir werden im Januar die Dinge besprechen und keinen Tag früher", erklärte Rummenigge kurz und unverbindlich nach der Versammlung.

Beckenbauer ergreift Partei

Während Manager Uli Hoeneß in der Trainer-Debatte weiterhin schwieg, bemühte sich Franz Beckenbauer als Moderator. Der Kaiser zeigte Verständnis für Rummenigges Unmutsäußerungen, aber zugleich auch für Hitzfelds Rotations-System. Den lang anhaltenden Applaus der Mitglieder gönnte der Vereinspräsident dem Coach: "Ich denke, Ottmar, der Beifall tut dir gut - und den hast du auch verdient", rief Versammlungsleiter Beckenbauer vom Podium aus Hitzfeld zu. Der Präsident sieht in Hitzfeld weiter "einen großartigen Trainer und genau den Richtigen, der eine solche Weltauswahl betreuen kann".

Von Gegnern umzingelt?

Angesagt beim FC Bayern bleibt jedoch bayerische Streitkultur, wie Rummenigge ankündigte: "Sie hat uns stark gemacht, weil wir hier die Dinge nicht aussitzen." Nach der Rekordinvestition von 70 Millionen Euro in neue Spieler sind Erfolge Pflicht. "Wir haben wahnsinnig viel Geld investiert. Wir haben nicht nur eine Mannschaft, die Meister werden kann, sondern Meister werden muss", betonte Rummenigge, der den FC Bayern im Kampf gegen die gesamte Bundesliga sieht: "Wir spielen in diesem Jahr nicht nur gegen den Gegner am Samstag, sondern gegen die ganze Republik." Allen Gegnern und Bayern-Jägern versprach der Vorstandsvorsitzende kämpferisch: "Wir werden die Herbstmeisterschaft unter dem Tannenbaum feiern."

"Ich bin nicht immer ein angenehmer Mensch"

Dafür packen die Verantwortlichen nach Jungstars wie Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski nun auch Hitzfeld härter an. "Wenn Dinge zu diskutieren sind, werden wir sie diskutieren - basta", sagte Rummenigge: "Ich bin nicht immer ein angenehmer Mensch." Die neue Vereinspolitik, mit teuren Stars wie Franck Ribéry oder Luca Toni den Erfolg zu suchen, muss Früchte tragen und soll konsequent fortgeführt werden. Geld genug ist da, auch ohne Champions-League-Teilnahme. "Wir sind weiterhin finanziell extrem stark", betonte Rummenigge.

Quelle: http://onsport.t-online.de/c/13/38/83/40/13388340.html
Südländer
Jahreshauptversammlung des FC Bayern vom 12.11.2007

In den letzten Stunden erreichte uns eine Flut von Anfragen zu den Äußerungen von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, insbesondere auch von zahlreichen Vertretern der Presse. Wir können diese Anfragen zum großen Teil schon aus zeitlichen Gründen nicht beantworten, und zu einem anderen Teil wollen wir es auch gar nicht. Die Äußerungen der Vereinsführung auf der gestrigen JHV kamen für uns sehr überraschend und sind für uns zu großen Teilen nicht nachvollziehbar. Wir sind jedoch nicht an einer Schlammschlacht in den Medien interessiert, was der eine oder andere Journalist sicher bedauern wird... Stattdessen warten wir darauf, dass uns insbesondere Karl-Heinz Rummenigge so zeitnah wie möglich die Hintergründe für seine Äußerungen sachlich darlegt, anschließend werden wir die Situation dann intern und in Ruhe bewerten.

Clubnr 12
Andree
Mr. Becks
der blöde depp könnte mal sehn wo er sich seine teure scheiss arena hinstecken könnte, wenn die leute die für "7 Euro in der Kurve stehn" nicht mehr da wären. Ich hasse diesen Mann.
Tsubasa
oh ich habe diesen thread zu spät gesehn sry...
http://www.bild.t-online.de/BTO/sport/bu...eo=2940350.html
Wingo
Nun hat der Depp sogar seine eigenen Fans gegen sich! Ich glaube der überlegt gar nicht was bevor er redet^^
RE Wolle
Um es mal auf der Schiene des modernen Fussballs zu formulieren, "wer so über seine Kunden redet, ist als Angestellter in einer leitenden Position für ein überregionales bzw. weltweit argierendes Unternehmen nicht tragbar."
Wingo
Zitat:
Original von Wingo
Nun hat der Depp sogar seine eigenen Fans gegen sich! Ich glaube der überlegt gar nicht bevor er redet^^


sry ausversehn auf *zitieren* gedrückt als auf *edit*
Flachzange
Zitat:
Original von Andree
http://www.youtube.com/watch?v=8rcymT3cQig
http://www.youtube.com/watch?v=glqPhlkloZ8

Um sich die Aussagen mal per Video anzugucken.


sowie teil 1a
http://www.youtube.com/watch?v=KfG-AP6jkC8


1b
http://www.youtube.com/watch?v=GYNbo2AHM9Y

edith: oh, eine kapelle in der süd, wenn das nicht mal was wäre. unglaublich wie die sich da lächerlich machen.
Lohner
naja , einen hoeneß wird wohl beim fc bayern auch wegen solchen äußerungen nicht seinen hut nehmen müssen. Dafür hat der Fc Bayern München ihm zuviel zu verdanken. Und teilweise hat der herr hoeneß ja auch recht.....
evil uncle
Ich hab mir Teil 1a grad angehört und fands ganz interessant, aber bei den anderen YouTube-Vids bekomm ich folgende Meldung:

"This is a private video. If you have been sent this video, please make sure you accept the sender's friend request."

Hat die jemand gespeichert, oder weiß alternative Links?

Danke!
Gunna
Ich weiß nicht ob der Link hier schon im Forum war, aber er paßt sehr gut zu diesem Thema.

Club Nr.12 Interview mit Uli Uli Hoeneß vom 01.11.07
http://www.clubnr12.de/mambo/index.php?o...ask=view&id=130
Südländer
Zitat:
Original von Lohner
(...) Und teilweise hat der herr hoeneß ja auch recht.....


Insbesondere dort, wo er auf Fragen bzw. Vorwürfe reagiert, die gar nicht getätigt wurden. A Hund isser scho, der Uli.


@Gunna: Den Text gibt´s bereits im Schickeria-Thread, passt hier aber sehr gut.


Und das hier ist eine Art Zusammenfassung von 11 Freunde:


Zitat:
http://www.11freunde.de/bundesligen/106247?current_page=2&PHPSESSID=481e463
3cc5c7f3bdbe25edb9617ab19

Dienstag den 13.11.2007 21:45
Autor: Fabian Jonas

Warten auf die Blaskapelle

Die Hauptversammlung der Bayern barst vor Superlativen: Rekordumsatz, Rekordgewinn – und ein Rekordwutanfall von Uli Hoeneß. „Was glaubt ihr eigentlich, wer euch finanziert?“, schrie er Fans an, die die Stimmung im Stadion bemängelten.

Es hätte ein entspannter Abend werden können bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern auf dem Münchner Nockerberg. Der Verein präsentierte wie immer glänzende Zahlen: neuer Rekordumsatz, neuer Rekordgewinn, neuer Rekord im Merchandising. Freilich, die zuletzt getätigten (Rekord-) Investitionen für die runderneuerte Mannschaft waren in den Zahlen noch nicht enthalten, Sorgen machen muss man sich um den Rekordmeister dennoch auch in Zukunft nicht. Zumindest nicht in finanzieller Hinsicht.



Anders sieht es da schon im Bereich der Fanbetreuung und –kultur aus, denn nachdem zwei Vereinsmitglieder Kritik an der mauen Stimmung in der neuen Arena geäußert hatten, bekam Uli Hoeneß einen Wutanfall, wie man ihn selbst bei ihm noch nicht oft gesehen hat.

Der Grund hierfür: Hoeneß und Karl Heinz Rummenigge waren von einem Anhänger, der zu Beginn seiner Ausführungen laut überlegte, ob er denn noch Fan oder schon Gast oder Kunde sei, „derbleckt“ worden. Diese Form des bayrischen Kabaretts hat in München eine lange Tradition, insbesondere am Nockerberg, wo es für Politiker schon beinahe als Schmach gilt, beim traditionellen Starkbieranstich nicht öffentlich durch den Kakao gezogen zu werden.

Man sei ja schließlich befreundet

Die Repliken von Hoeneß und Rummenigge waren auch deswegen umso erstaunlicher, als Rummenigge zuvor noch ausdrücklich die bayrische Streitkultur gelobt hatte, wenn auch in einem anderen Kontext: nämlich als es um die jüngste Kritik an Trainer Ottmar Hitzfeld gegangen war. Alles nicht so tragisch und schon wieder vergessen. Man sei ja schließlich befreundet.

Dabei hatten zwei Fans des Vereins nur zur Sprache gebracht, was unter den Fans bundesweit schon längst bekannt ist: dass es mit der Stimmung in der Allianz Arena nicht gerade zum Besten bestellt sei. Sicherlich hatte es dabei einige süffisante Seitenhiebe auf die sogenannten VIPs gegeben, die die Logen des Stadions so gewinnbringend füllen. Allerdings hatten beide auch ausdrücklich betont, dass man um die Bedeutung dieser finanzkräftigen Klientel wisse und sich daran gewöhnt habe, dass mit einem Sektglas in der Hand eine La Ola-Welle nur schwierig zu bewerkstelligen sei. Dennoch gäbe es doch noch einige Punkte, die verbesserungswürdig seien. Vielleicht war es ein Fehler, nicht genauer zu erläutern, was gemeint war, dennoch sind die Hauptkritikpunkte schon lange bekannt.

Bereits seit der Eröffnung des Stadions bemühen sich die Fans, meist in Gestalt der fanklubübergeifenden Organisation Club Nr. 12, um eine Reihe von Veränderungen: so wird die Aufteilung der ehemaligen Südkurve des Olympiastadions in Nord- und Südkurve in der Arena in Fröttmaning kritisiert, weil man sich dadurch geschwächt fühlt. Dadurch gibt es in München auch keinen größeren Stehplatzbereich, der ausnahmslos Jahreskartenbesitzern vorbehalten wäre, wie es früher war und in den meisten anderen Stadien der Bundesliga bis heute praktiziert wird. Stattdessen werden auch für die Südkurve Tageskarten an Vereinsmitglieder verkauft, die nur einmal ein Spiel im neuen Stadion sehen wollen und die meisten Fangesänge nicht einmal kennen, geschweige denn mitsingen. Auch die Richtlinien bezüglich Fahnenstocklänge, Trommeln oder Megaphonen, die zu den strengsten der Liga gehören, sind vielen ein Dorn im Auge. Für Aufregung sorgte deswegen vor kurzem die Meldung, dass es den Anhängern des Lokalrivalen 1860 München in Zukunft gestattet sein soll, zumindest zwei große Blockfahnen auf der Tribüne zu schwenken, wohingegen dies den Bayernfans verwehrt bleibt. Die Liste ließe sich noch fortführen.

Derlei Details kamen auf der Hauptversammlung nicht zur Sprache, die Redner blieben im Allgemeinen und äußerten lediglich die Bitte, die Vereinsführung möge sich doch der Sache annehmen und in den Dialog mit den Fans treten. Ein Anfang dafür schien bereits gemacht, als kürzlich ein Interview des Club 12 mit Uli Hoeneß im Stadionmagazin erschien. Dabei hatten die Fanvertreter ihre Anliegen in aller Ruhe vorgebracht und der Manager angekündigt, alle Wünsche prüfen und mit den Anhängern vierteljährlich ein Gespräch führen zu wollen.

Doch davon war am Montag keine Rede mehr. Stattdessen explodierte Uli Hoeneß auf der Bühne regelrecht. Was ihm vorgehalten werde sei „eine populistische Scheiße“, man reiße sich das ganze Jahr „den Arsch auf“, um das neue Stadion zu betreiben und den Verein auf Erfolgskurs zu halten. An der „Scheißstimmung“, die Hoeneß eigentlich immer bestritten hatte, seien doch die Fans schuld, nicht der Vorstand. Einmal in Rage, war der Manager nicht mehr zu bremsen: „Was glaubt ihr eigentlich, wer euch finanziert?“ schrie Hoeneß den Anhängern zu. „Die Leute in den Logen, denen wir die Gelder aus der Tasche ziehen!“ Wem das nicht passe, der solle sich doch bitteschön einen neuen Verein suchen.

Eine „ganz beschissene Rolle“

Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge legte noch nach. Es sei eine Unverschämtheit, die Schuld für die schlechte Stimmung beim Verein zu suchen, man tue im Gegenteil alles dafür. Doch die Fans seien sich untereinander „nicht grün“ und insbesondere der Club 12 spiele eine „ganz beschissene Rolle“ und verhindere mit „Forderungen, Forderungen, Forderungen“ eine Verbesserung, weil er alle Vorschläge als Eingriff in „seine persönliche Welt“ ablehne. Rummenigge nannte auch ein Beispiel, dass viele Bayernfans an den Rand des Nervenzusammenbruchs und die Schar der bundesweiten Bayernhasser zu Lachkrämpfen bringen dürfte: Man habe schließlich vorgeschlagen, eine Kapelle in der Südkurve zu installieren, was in Holland „wunderbar funktioniere“, aber abgelehnt worden sei. „Der Club 12 sollte langsam mal seiner Verantwortung gerecht werden, allen Fans gegenüber“.

Die Kluft zwischen den eingefleischten Anhängern und der Vereinsführung scheint in München immer größer zu werden. Es bleibt abzuwarten, wie die Jahreskarteninhaber auf die Anschuldigungen reagieren werden, der Club 12 ließ verlauten, er wolle zunächst einmal abwarten, ob Rummenigge seine Anschuldingungen noch näher erläutern werde.

Immerhin aber blieben sich die Bayern auch im Streit treu. Nach all den Superlativen des Abends folgte ein Rekord-Wutanfall.
Tapir
klasse Artikel!
Zitat:
Original von 11Freunde
Rummenigge nannte auch ein Beispiel, dass viele Bayernfans an den Rand des Nervenzusammenbruchs und die Schar der bundesweiten Bayernhasser zu Lachkrämpfen bringen dürfte: Man habe schließlich vorgeschlagen, eine Kapelle in der Südkurve zu installieren, was in Holland „wunderbar funktioniere“, aber abgelehnt worden sei. „Der Club 12 sollte langsam mal seiner Verantwortung gerecht werden, allen Fans gegenüber“.

hendrik
Biddä!

(rechte Maustaste auf den Link und "Ziel speichern unter...")

http://www.radiobremen.de/extern/mp3/channel017/00004368.mp3
Sven
da hat Uli H. ausgesprochen was er von den "Fans" hält und was sie in seinen Augen für den Verein bringen: NIX!! Stehen einfach für 7€ in der Süd/Nord und meckern noch rum, geben kein Geld aus und äußern sich noch kritisch zu relevanten Themen.


Mit dieser Meinung wird Uli H. sicher nicht alleine da stehen im modernen Fußballdeutschland, da wird es sicher noch mehr geben die genauso denken, es aber nicht so verbal ausdrücken!



PS: sehr geil finde ich das er den fans vorwirft immer Stars und Titel zu fordern, wer gibt denn die Scheißhausparolen raus jedes Jahr, die Südkurve mit Spruchbändern oder der Vorstand?
Gunna
Quelle: FC Bauern Munchen
Zitat:
Bayern-Vorstand
Offener Brief an die Fans 14.11.2007

Liebe Fans und Anhänger des FC Bayern,

es sind etwas stürmischere Zeiten momentan, mit Diskussionen, Meinungen und den Versuchen von vielen, Situationen zu erklären. Natürlich ist es schwierig in so einer Lage „miteinander“ zu sprechen und Dinge aus dem Weg zu räumen, wenn man räumlich voneinander getrennt ist.

Aus diesem Grund wählen wir heute die Form eines „offenen Briefes“, mit dem wir auf einige von Ihnen zugehen.

Uns gefallen diese Diskussionen derzeit nicht, die ein Bild ergeben sollen, dass zwischen dem FC Bayern und seinen Anhängern ein Bruch sei. Dies ist nicht und dies wird niemals der Fall sein.

Einverstanden: vielleicht ist das eine oder andere Wort, das Anfang dieser Woche gefallen ist, mit etwas zu vielen Emotionen rübergekommen.

Warum? Weil wir in dem Moment enttäuscht waren. Wir haben gerade in den vergangenen Jahren soviel, mehr als überall anders, für unsere Fans und Anhänger getan:


* Wir haben den Wunsch unserer Fans, ein echtes Fußballstadion zu besitzen, erfüllt.
Wir haben die Allianz Arena!
Das hat viel Kraft, Diplomatie und viel, viel Geld gekostet. Aber unsere Fans haben nun ein Stadion, um das uns die ganze Welt beneidet.
* Wir bauen derzeit an der Säbener Straße in München ein Servicecenter zum Wohle unserer Mitglieder und Anhänger. Damit Sie zu uns kommen, das direkte Gespräch mit uns suchen und Sie bestens bedient werden können. Der Neubau, für unsere Fans, kostet uns 15 Millionen Euro.
* Wir haben uns aber auch stets die kleinen Sorgen und Wünsche unserer Fans und Mitglieder angehört. Wie oft sitzen Fanklubvorsitzende und Abordnungen unserer Anhänger im Büro von Uli Hoeneß, Karl Hopfner und Karl-Heinz Rummenigge. Wir sind offen für Anregungen und die Belange unserer Fans und Mitglieder.


Wir haben so viel Wichtiges umgesetzt. Z.B. auf Wunsch der Südkurve hinter den Toren einen Teilbereich aus Sitz- zu Stehplätzen gemacht. Diese Umbaumaßnahme (und die Rückrüstung für internationale Spiele) kostet mehrere hunderttausend Euro.

Wir haben für eine bessere Stimmung Vorschläge für Choreographien, für Musik in den Fanblocks gemacht. Dies wurde abgelehnt, und von uns akzeptiert. Ein bestimmter Zeitrahmen unmittelbar vor Anpfiff von Heimspielen stand in der Allianz Arena den Fans exklusiv zur Verfügung. Er wurde nicht genutzt.

Die Aufzählung könnten wir weiterführen. Denken Sie nur an die Preispolitik, mit der wir unseren Anhängern den Besuch der Bayern-Spiele möglich machen.

Für 7 Euro ist es heute möglich, in der Südkurve Weltstars wie Ribéry, Luca Toni, Kahn, Klose, Zé Roberto und viele andere zu sehen. Ersparen Sie uns die Vergleiche mit Klubs, die keine Weltstars in ihren Reihen haben - aber die Eintrittspreise erst bei 30 Euro beginnen.

Wir möchten hiermit ausdrücken, dass der FC Bayern - und dieser Vorstand - mit allen seinen Mitarbeitern zum Wohl unseres Klubs und seiner Anhänger rund um die Uhr arbeitet.

Dass es hin und wieder Kritik gibt und Anregungen, Dinge anders zu machen, ist gut. Das haben wir uns immer angehört und werden dies auch weiterhin mit allem Interesse tun.

Aber wir sind auch in der Pflicht, auf Dinge, die nicht in Ordnung sind, hinzuweisen. „Wehret den Anfängen“ ist unsere Philosophie. Wenn beim FC Bayern, wie geschehen, Überfälle von „Fans“ auf andere Anhänger vorkommen, bei denen eine Frau ihr Augenlicht verliert, wenn sich solche Personen zusammentun und den FC Bayern als Plattform für ihre Darstellung suchen - dann müssen wir einschreiten. Dann können wir nicht zusehen, wie einzelne diesen großartigen Club in Verruf bringen und uns allen schaden.

Ja, wir machen uns Sorgen, dass - wenn wir nicht aufpassen und einschreiten - Dinge auch in die falsche Richtung laufen könnten. Was derzeit im italienischen Fußball passiert ist ein Horror und sollte uns eine Warnung sein.

Was wollen wir?
Wir wollen den FC Bayern erfolgreichen Fußball spielen sehen. Wir alle wollen unsere Freude, unseren Spaß haben, wenn unsere Mannschaft auftritt. Wir wollen eine Gemeinschaft, eine Familie, die „Bayern-Familie“, die respektvoll miteinander umgeht. Dazu gehören unsere Anhänger, unsere Fans, unsere Mitglieder, unsere Spieler und alle unsere Mitarbeiter.

Und wenn wir von unseren „Fans“ sprechen, dann sind das die „Kuttenfans“ auf den Stehplätzen genauso wie die Fans in den Businessbereichen und Logen und der Vater mit seinen beiden Kindern auf der Tribüne. Wir sind Bayern.

Alle diese Anhänger sind uns wichtig, für den FC Bayern lebenswichtig. Für Sie machen wir hier unsere Arbeit. Mit Ihnen sind wir immer im Dialog. Und wenn es mal schwierigere Zeiten gibt - dann müssen wir alle noch enger zusammenrücken.

Dies werden wir tun. Wir laden Fanclubs für die kommende Woche zu einem gemeinsamen Gespräch nach München, zum FC Bayern. Wir wollen über diese Dinge, die uns derzeit beschäftigen, miteinander sprechen, offen und ehrlich. Unsere Einladung an die Fans wird in diesen Tagen an Sie rausgehen.

Wir freuen uns auf Sie.

Karl-Heinz Rummenigge
Uli Hoeneß
Karl Hopfner

Vorstand der FC Bayern München AG


Ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll...
Südländer
Kurzes Update aus dem Süden:

Der Eindruck verfestigt sich, dass nach der Schickeria nun der Club Nr. 12 zum aktuellen Hauptfeind der Bayern-Führung erkoren wurde. Dass man sich dort darüber wundert, erstaunt nicht, denn viel handzahmer als der C12 können aktive Fans eigentlich nicht auftreten.

Jedenfalls schrieb der C12 am 15.11. einen offenen Brief an KHR, der am 18.11. telefonisch beantwortet wurde. Nachzulesen hier: www.clubnr12.de

Wer auf populistische Scheiße steht und Bayerisches Fernsehen empfangen kann, darf heute Abend um 21:45 Blickpunkt Sport schauen und sich auf einen Auftritt von UH freuen. Die letzten Presseäußerungen klangen nicht danach, als ob Deeskalation angesagt wäre.

Neue Klamotten gibt´s auch schon: http://minga.spreadshirt.net/de/de/Shop/...edkurve-5874903
evil uncle
Angst vor italienischen Verhältnissen

[...]
Doch von den Aussagen rückt er keineswegs ab. Er habe die Gruppierungen Schickeria und Club 12 gemeint, stellte Hoeneß klar und legte nach: "Das sind zwischen 300 und 500 Leute, die wollen die Macht über die Südkurve. Da wird Fanklubs, die nicht so mitmachen, wie diese zwei Gruppierungen es wollen, schon auch mal gerne Gewalt angedroht."
[...]


Ganzer Artikel bei Sport1.de

Solche Behauptungen nenne ich "populistischen Scheiß"!
Langsam, aber sicher, "säubern" die FCB-Verantwortlichen die Südkurve von kritischen Fans. Die Besuffkis, die übrig bleiben, trinken zu ihren 7€ für 'nen Stehplatz wenigstens noch 5 Bier á 5€ und essen 'ne Brezel und 'ne Weißwurst...
Haltet diese Spinner auf, bevor das in der BuLi Schule macht!
Südländer
Ich sollte hauptamtlicher Bayern-Beobachter werden...

Die meisten Presseberichte begnügen sich in der Art von Sport 1 (siehe evil uncle) mit dem Nachplappern der Hoeneßschen "populistischen Scheiße". Bei der SZ scheint sich zumindest ein Autor etwas besser auszukennen:



20.11.2007 17:20 Uhr

FC Bayern
Schwarze Schafe und brave Fans

Uli Hoeneß warnt vor italienischen Verhältnissen im deutschen Fußball. Aber er steckt nicht nur ein paar hundert Fans, sondern Tausende in die Gewalttäter-Schublade._

Von Markus Schäflein

Diesmal ist Uli Hoeneß anders aufgetreten. Eine Woche nach seiner emotionalen Rede gegen die Fans erklärte der Manager des FC Bayern seinen Ausbruch jetzt sachlich und ruhig - und machte damit alles noch schlimmer. Er habe nur die Schickeria und den Club Nr. 12 (C12) gemeint, sagte Hoeneß im Fernsehen, dabei handele es sich um "Organisationen im Untergrund". Es sei "der Traum von einigen in diesen Gruppierungen, Verhältnisse zu haben wie in Italien".

Hoeneß’ Sorge um Tendenzen zur Gewalt ist glaubwürdig. Der Manager zeigte schon in den achziger Jahren Verantwortungsgefühl für dieses Thema - als der DFB noch meinte, Hooligans seien allein ein Problem der Gesellschaft, nicht des Fußballs. Und alles klang so einfach: Zwei böse Gruppen mit 300 bis 500 Hooligans, die schwarzen Schafe der Bayern- Familie, der Rest brave Anhänger, denen der Verein stets wohlgesonnen ist.

Nur ist der C12 das falsche Ziel solcher Warnungen. Er ist eine Dachorganisation zahlreicher Fanklubs. Dort sind die Vorsitzenden oder andere Vertreter von offiziell registrierten Fanklubs Mitglieder. Hoeneß steckte also nicht nur ein paar hundert Fans, sondern Tausende in die Gewalttäter-Schublade. Die Reaktionen im Internet-Forum des FCB fielen erwartungsgemäß aus. Viele wollen nun dem C12 beitreten, fordern Zusammenhalt, von einem Stimmungsboykott ist die Rede. Der Ordner zur Jahreshauptversammlung enthielt 1618 Beiträge. Der Tenor: erschütternd, wie wenig Ahnung Hoeneß von der Fanszene hat!

Aber trifft diese Einschätzung wirklich den Kern? Mehrmals hat sich der Manager mittlerweile in Gesprächsrunden über den C12 informiert. Und es ist nicht das erste Mal, dass er diese Dachorganisation in Misskredit bringt, indem er sie in Zusammenhang stellt mit schlimmen Tendenzen zur Gewalt im Umfeld des Fußballs. Bezeichnenderweise verlor Hoeneß die Kontrolle über seine Worte vor einer Woche nicht beim Thema Gewalt, sondern bei der Kritik am Kommerz und der Organisation in der Arena. Anstoßzeiten, Sitzplätze, Trikots in Sponsorfarben - der C12 hat schon vieles bekämpft, das dem FC Bayern Geld bringt. Erneut erhält der Verdacht Nahrung, dass der Verein eine externe, kritische Dachorganisation von Fans nicht wünscht und denkt: Die einzige legitime Dachorganisation der Bayernfans ist - der FC Bayern.

(SZ vom 21.11.2007/lsp)

http://www.sueddeutsche.de/,tt9m1/sport/...kel/168/143845/