nucleo
Von 11freunde.de
Alles: http://www.11freunde.de/ballkultur/105060
| Zitat: |
Einen schlechten Ruf verliert man nicht so leicht wie ein Fußballspiel. Warum eigentlich gilt etwa Hertha BSC als braun angehauchter Verein? Über die NS-Zeit schweigen sich viele Klubs aus. Wir haben den Stand der Forschung zusammengefasst. (...) Koerfers Kollege Nils Havemann nennt in seinem Buch „Fußball unterm Hakenkreuz“ vier nationalsozialistische Vorzeigevereine: 1860 München, Werder Bremen, VfB Stuttgart, Schalke 04. Von denen ließ bisher nur Schalke seine braune Vergangenheit wissenschaftlich untersuchen. (...) Bei Werder Bremen hieß es schon im April 1933 in den Vereinsnachrichten, Werder habe „nicht erst jetzt nach der Umwälzung sein nationales Herz“ entdeckt. Nach der von Werder eifrig betriebenen Gleichschaltung forderte Vereinsführer Willy Stöver, alle Mitglieder sollten sich in den Dienst der Volksgemeinschaft stellen. Ein Spiel gegen die Sportfreunde Saarbrücken inszenierte Werder als Propagandaveranstaltung für den Anschluss des Saarlandes, zuvor wurde im Schauspielhaus das Horst-Wessel-Lied gesungen. Im Schatten ihrer Treue zu Partei und Führer versuchten die Bremer, mit großzügigen Prämien eine Meisterelf aufzubauen. Im Internetauftritt des Werder-Museums („Wuseum“) findet sich über diese Zeit nur eine Anekdote über den Obmann Alfred Drewes, der, „schlau und schlitzohrig“, Schalke zwei Spieler abluchste. Laut Sprecher Tino Polster plant Werder für Ostern 2008 eine Ausstellung über jüdische Fußballer. |
Alles: http://www.11freunde.de/ballkultur/105060