IstDerNameNichtEgal?
Werder: Beim nächsten Mal wird alles besser
Verein reagiert auf die Vorwürfe nach dem chaotischen Kartenvorverkauf für das Bayern-Spiel
Von unserem Redakteur
Volker Junck
BREMEN-PETERSWERDER. Das erste Heimspiel ausgerechnet gegen den Erzrivalen Bayern München. Der erste Auftritt von Miro Klose in dessen Trikot an der alten Wirkungsstätte und dann auch noch die Heimpremiere von Carlos Alberto - viel mehr hätte nicht zusammenkommen können.So brandete beim Kartenvorverkauf gestern Vormittag eine noch nie erlebte Welle auf Werder zu, die noch immer für reichlich Gesprächsstoff sorgt. Nicht nur bei den Anrufern zur telefonischen Bestellung mit 97 000 vergeblichen Versuchen in drei Stunden, sondern vor allem auch bei all denen, die in sengender Hitze auf dem Vorplatz um Tickets gekämpft hatten und teilweise bitter enttäuscht abziehen mussten.Etliche waren von weit her angereist, hatten sich extra einen Tag freigenommen und sogar beim Stadion campiert. Die Kritik in Richtung Werder lautete unisono: Viel zu wenige Sicherheitskräfte, keine Absperrgitter, keine Ordnung und damit auch keine Gerechtigkeit. Nach verschiedenen Augenzeugenberichten waren Gruppen von Jugendlichen mit brachialer Gewalt und unter Androhung von Messerstichen in die Pulks nahe der Tresen eingedrungen. So mancher, der sich brav hinten angestellt und geduldig gewartet hatte, kam deshalb am Ende zu kurz.Alle Fans fragen sich nun: Soll das jetzt jedes Mal so ablaufen, wenn Bundesliga-Schlager gegen den HSV, Stuttgart, Dortmund oder Spiele in der Champions League anstehen? Wie soll das erst aussehen nach der Erweiterung auf 50 000 Plätze? Warum keine Bevorzugung der 30 000 Mitglieder?Mediendirektor Tino Polster räumt ein, dass Werder zwar mit einem Ansturm, nicht aber in diesen Dimensionen gerechnet hatte. Bayern sei eben etwas ganz Besonderes und bringe den Ausnahmezustand. Beim nächsten Vorverkauf - dann wieder wie üblich für vier Heimspiele - werde man aber deutlich mehr Ordnungskräfte einsetzen, Absperrgitter zumindest an den Mündungszonen zu den Ticket-Ausgaben aufstellen und auch die Polizei um Unterstützung bitten. Gewaltsames Eindringen in die Schlangen werde es nicht mehr geben.Polster kündigt an, dass beim nächsten Mal der Verkaufscontainer schon in der Nacht zuvor aufgestellt wird, damit klare Verhältnisse herrschen. Diesmal brachte die Aufstellung erst morgens um 7 Uhr alles durcheinander. Eine Bevorzugung von Mitgliedern hält er für ziemlich zweischneidig, weshalb das auch nicht aktuell sei.
Quelle: Weser-Kurier
Verein reagiert auf die Vorwürfe nach dem chaotischen Kartenvorverkauf für das Bayern-Spiel
Von unserem Redakteur
Volker Junck
BREMEN-PETERSWERDER. Das erste Heimspiel ausgerechnet gegen den Erzrivalen Bayern München. Der erste Auftritt von Miro Klose in dessen Trikot an der alten Wirkungsstätte und dann auch noch die Heimpremiere von Carlos Alberto - viel mehr hätte nicht zusammenkommen können.So brandete beim Kartenvorverkauf gestern Vormittag eine noch nie erlebte Welle auf Werder zu, die noch immer für reichlich Gesprächsstoff sorgt. Nicht nur bei den Anrufern zur telefonischen Bestellung mit 97 000 vergeblichen Versuchen in drei Stunden, sondern vor allem auch bei all denen, die in sengender Hitze auf dem Vorplatz um Tickets gekämpft hatten und teilweise bitter enttäuscht abziehen mussten.Etliche waren von weit her angereist, hatten sich extra einen Tag freigenommen und sogar beim Stadion campiert. Die Kritik in Richtung Werder lautete unisono: Viel zu wenige Sicherheitskräfte, keine Absperrgitter, keine Ordnung und damit auch keine Gerechtigkeit. Nach verschiedenen Augenzeugenberichten waren Gruppen von Jugendlichen mit brachialer Gewalt und unter Androhung von Messerstichen in die Pulks nahe der Tresen eingedrungen. So mancher, der sich brav hinten angestellt und geduldig gewartet hatte, kam deshalb am Ende zu kurz.Alle Fans fragen sich nun: Soll das jetzt jedes Mal so ablaufen, wenn Bundesliga-Schlager gegen den HSV, Stuttgart, Dortmund oder Spiele in der Champions League anstehen? Wie soll das erst aussehen nach der Erweiterung auf 50 000 Plätze? Warum keine Bevorzugung der 30 000 Mitglieder?Mediendirektor Tino Polster räumt ein, dass Werder zwar mit einem Ansturm, nicht aber in diesen Dimensionen gerechnet hatte. Bayern sei eben etwas ganz Besonderes und bringe den Ausnahmezustand. Beim nächsten Vorverkauf - dann wieder wie üblich für vier Heimspiele - werde man aber deutlich mehr Ordnungskräfte einsetzen, Absperrgitter zumindest an den Mündungszonen zu den Ticket-Ausgaben aufstellen und auch die Polizei um Unterstützung bitten. Gewaltsames Eindringen in die Schlangen werde es nicht mehr geben.Polster kündigt an, dass beim nächsten Mal der Verkaufscontainer schon in der Nacht zuvor aufgestellt wird, damit klare Verhältnisse herrschen. Diesmal brachte die Aufstellung erst morgens um 7 Uhr alles durcheinander. Eine Bevorzugung von Mitgliedern hält er für ziemlich zweischneidig, weshalb das auch nicht aktuell sei.
Quelle: Weser-Kurier