kopfnuss
Demo gegen Bildungs- und Sozialabbau am 08. Mai 2007
13:30h Bahnhofsvorplatz 15:30h Abschlußkundgebung auf dem Marktplatz
Massive Kürzungen bedrohen die Existenz der Universität Bremen. 70 Professuren und 4000 Studienplätze an der Uni, 20 Professuren an der Hochschule sollen wegfallen, mehrere Studiengänge geschlossen werden. Schon in den vergangenen Jahren wurden Forschung und Ausbildung allgemein durch die Verschulung des Studiums, Anwesenheitspflichten, Exzellenzinitiative und Studiengebühren für "Langzeitstudierende" zu Lasten der Studierenden immer enger auf Anforderungen der Wirtschaft ausgerichtet.
Während die Landesregierung in der öffentlichen Bildung massiv spart, unterstützte sie mit hunderten Millionen Euro die Gründung der privaten IUB/Jacobs University Bremen. Nur ein Beispiel von vielen für die Privatisierung öffentlicher Güter und den Abbau sozialstaatlicher Errungenschaften: Mit Hartz IV wurden Millionen Menschen - darunter besonders in Bremen viele Kinder – in Armut gedrängt, unter Verweis auf den "Standort" drückten Arbeitgeber Löhne so weit nach unten, dass vielen auch ein Vollzeitjob nicht mehr zum Leben reicht. Viele dieser Verschlechterungen werden zuerst bei MigrantInnen eingeführt, die sich am schlechtesten dagegen wehren können.
Die Schikane hat System!
All diese Probleme sind nicht zufällig in unser Leben gekommen. Sie beruhen darauf, dass Konzerne, Wohlhabende und Besserverdienende ihre Interessen in den letzten Jahren auf Kosten der großen Mehrheit weitgehend durchsetzen konnten. Sie profitieren von sinkenden Steuern, niedrigen Löhnen und auf ihre Bedürfnisse hin ausgebildeten AbsolventInnen. Wer genug Geld hat, kann sich Bildung oder Gesundheitsfürsorge privat auf dem jeweiligen "Markt" kaufen- der Rest bleibt ausgeschlossen.
Nach einem minimalen Anstieg Ende der 70er Jahre ist der Anteil der Studierenden aus ArbeiterInnenfamilien wieder massiv zurückgegangen. Schon nach der Grundschule wird durch das dreigliedrige Schulsystem selektiert, wobei Jugendliche mit Migrationshintergrund besonders schlechte Chancen haben.
Mit dem Einstieg in die Universität wird durch verschärfte Zulassungskriterien und Studiengebühren, die bundesweit auf dem Vormarsch sind weiter ausgesondert. Auf die, die es dann "geschafft" haben, wartet keineswegs ein Schlaraffenland: Überfüllte Veranstaltungen, zu wenig Lehrende, verschulte Studiengänge, kaum Freiräume zum eigenständigen Lernen und ein seit sieben Jahren effektiv sinkendes BAFöG sind nur einige unserer Probleme. Wenn die geplanten Kürzungen an der Universität umgesetzt werden, erwarten alle Studiengänge noch katastrophalere Bedingungen und einige das Aus.
Das wollen und werden wir nicht hinnehmen! Seit Januar haben sich Studierende, Lehrende und andere MitarbeiterInnen der Universität Bremen in Bewegung gesetzt, um diese Kürzungspläne zu stoppen. Wir wollen Bildung nicht als unser Privileg verteidigen – wir wollen freie Bildung für alle und damit Chancengleichheit statt Elitenbildung.
Gemeinsam mit Erwerbslosen, GewerkschafterInnen, SchülerInnen, NiedriglöhnerInnen, MigrantInnen und vielen anderen streiten wir für Freiheit, Gleichheit und Solidarität.
Wir kämpfen für:
- die Rücknahme aller Kürzungen im Bildungsbereich und eine ausreichende öffentliche Finanzierung der frühkindlichen Bildung, aller Schulen und Hochschulen im Land Bremen
- ein selbstbestimmtes und gebührenfreies Studieren für alle
- eine Schule für alle statt des dreigliedrigen Schulsystems
- eine soziale Grundsicherung oberhalb der Armutsgrenze
- ein bedingungsloses Grundeinkommen
Unterzeichner:
AStA Uni Bremen
AStA Hochschule Bremen
GEW Landesverband Bremen
GesamtschülerInnenvertretung Bremen (gsv)
studentisches Protestplenum der Uni Bremen
Personalrat Schulen Bremen
Türkischer Elternverein in Bremen e.V.
AStA Hochschule Bremerhaven
Quelle: http://www.asta.uni-bremen.de/

13:30h Bahnhofsvorplatz 15:30h Abschlußkundgebung auf dem Marktplatz
Massive Kürzungen bedrohen die Existenz der Universität Bremen. 70 Professuren und 4000 Studienplätze an der Uni, 20 Professuren an der Hochschule sollen wegfallen, mehrere Studiengänge geschlossen werden. Schon in den vergangenen Jahren wurden Forschung und Ausbildung allgemein durch die Verschulung des Studiums, Anwesenheitspflichten, Exzellenzinitiative und Studiengebühren für "Langzeitstudierende" zu Lasten der Studierenden immer enger auf Anforderungen der Wirtschaft ausgerichtet.
Während die Landesregierung in der öffentlichen Bildung massiv spart, unterstützte sie mit hunderten Millionen Euro die Gründung der privaten IUB/Jacobs University Bremen. Nur ein Beispiel von vielen für die Privatisierung öffentlicher Güter und den Abbau sozialstaatlicher Errungenschaften: Mit Hartz IV wurden Millionen Menschen - darunter besonders in Bremen viele Kinder – in Armut gedrängt, unter Verweis auf den "Standort" drückten Arbeitgeber Löhne so weit nach unten, dass vielen auch ein Vollzeitjob nicht mehr zum Leben reicht. Viele dieser Verschlechterungen werden zuerst bei MigrantInnen eingeführt, die sich am schlechtesten dagegen wehren können.
Die Schikane hat System!
All diese Probleme sind nicht zufällig in unser Leben gekommen. Sie beruhen darauf, dass Konzerne, Wohlhabende und Besserverdienende ihre Interessen in den letzten Jahren auf Kosten der großen Mehrheit weitgehend durchsetzen konnten. Sie profitieren von sinkenden Steuern, niedrigen Löhnen und auf ihre Bedürfnisse hin ausgebildeten AbsolventInnen. Wer genug Geld hat, kann sich Bildung oder Gesundheitsfürsorge privat auf dem jeweiligen "Markt" kaufen- der Rest bleibt ausgeschlossen.
Nach einem minimalen Anstieg Ende der 70er Jahre ist der Anteil der Studierenden aus ArbeiterInnenfamilien wieder massiv zurückgegangen. Schon nach der Grundschule wird durch das dreigliedrige Schulsystem selektiert, wobei Jugendliche mit Migrationshintergrund besonders schlechte Chancen haben.
Mit dem Einstieg in die Universität wird durch verschärfte Zulassungskriterien und Studiengebühren, die bundesweit auf dem Vormarsch sind weiter ausgesondert. Auf die, die es dann "geschafft" haben, wartet keineswegs ein Schlaraffenland: Überfüllte Veranstaltungen, zu wenig Lehrende, verschulte Studiengänge, kaum Freiräume zum eigenständigen Lernen und ein seit sieben Jahren effektiv sinkendes BAFöG sind nur einige unserer Probleme. Wenn die geplanten Kürzungen an der Universität umgesetzt werden, erwarten alle Studiengänge noch katastrophalere Bedingungen und einige das Aus.
Das wollen und werden wir nicht hinnehmen! Seit Januar haben sich Studierende, Lehrende und andere MitarbeiterInnen der Universität Bremen in Bewegung gesetzt, um diese Kürzungspläne zu stoppen. Wir wollen Bildung nicht als unser Privileg verteidigen – wir wollen freie Bildung für alle und damit Chancengleichheit statt Elitenbildung.
Gemeinsam mit Erwerbslosen, GewerkschafterInnen, SchülerInnen, NiedriglöhnerInnen, MigrantInnen und vielen anderen streiten wir für Freiheit, Gleichheit und Solidarität.
Wir kämpfen für:
- die Rücknahme aller Kürzungen im Bildungsbereich und eine ausreichende öffentliche Finanzierung der frühkindlichen Bildung, aller Schulen und Hochschulen im Land Bremen
- ein selbstbestimmtes und gebührenfreies Studieren für alle
- eine Schule für alle statt des dreigliedrigen Schulsystems
- eine soziale Grundsicherung oberhalb der Armutsgrenze
- ein bedingungsloses Grundeinkommen
Unterzeichner:
AStA Uni Bremen
AStA Hochschule Bremen
GEW Landesverband Bremen
GesamtschülerInnenvertretung Bremen (gsv)
studentisches Protestplenum der Uni Bremen
Personalrat Schulen Bremen
Türkischer Elternverein in Bremen e.V.
AStA Hochschule Bremerhaven
Quelle: http://www.asta.uni-bremen.de/
