Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft

evil uncle
Naja, die NPD hat nach jeder Dorfsäuberung hier die Dinger noch höher gehängt, also wäre ein Besenstiel zu kurz gewesen (Haben die Leute gesagt, die die Plakate entfernt haben ). Das Bild zeigt das ja eigentlich schon...
bastian
Zitat:
Original von mazzo
Das ist kein Aufruf zur Sachbeschädigung, lediglich ein Beitrag zur Stadtreinigung.

Sehr schöne Formulierung!

Leider gibt es in Bremen keine Piratenpartei.
Joinsen
Zitat:
Original von larsi
Och ich hatte nur nach "völkisch" im Internet gesucht. Da kamen andere Bedeutungen zu Tage, aber ich finde Deine Erklärung ja in Ordnung, nur anders als man es kennt.
Aber genug des Völkerballs, ein sehr schönes Thema.
So wie es aussieht wählt der wütende Bonde also BIW, wa?!


Hi, Enno mal wieder, das hier ist mein dritter Account.

Von den BIW wusste ich bis eben gar nichts, die sind aber ja wirklich ne Wucht. Die wollen von allem, was sie wollen, auch das Gegenteil. Ein großartiges Konzept!

http://www.buerger-in-wut.de/

In der Comedy-Wertung würde ich noch einen Stern mehr als bei der Linkspartei geben.
MrBonde
Bürgerschaft Nach dem 13. Mai weiter mit der grossen Koalition oder doch Rot-Grün?

Kuschel-Wahlkampf in Bremen

Politische Konstellationen und persönliche Situationen lassen verbale Attacken kaum zu.

Von Jens Meyer-Odewald

Der ohnehin gemächlich gestartete Bremer Wahlkampf ist nach dem plötzlichen Tod der Frau von Bürgermeister Jens Böhrnsen, Luise Morgenthal, vorübergehend zum Erliegen gekommen. Zwar nahm Böhrnsen (57) die Amtsgeschäfte am Wochenende wieder auf, doch gilt nach wie vor das Prinzip der Schonzeit. Während der SPD-Politiker in diesen Tagen gewiss an alles, aber nicht an Politik denkt, ist die Situation auch für andere Parteien delikat: Wer will Böhrnsen im Moment schon attackieren?

An der Bedeutung der Bürgerschaftswahl ändert das nichts: Am 13. Mai steht im Zweistädtestaat die einzige Landtagswahl 2007 in Deutschland an. Als Nachfolger des Volkstribuns Henning Scherf gilt es für den Genossen Böhrnsen, bei seinem Debüt als Spitzenkandidat die Position der SPD als stärkste Partei zu manifestieren. Erklärtes Ziel der Grünen ist es, wieder Regierungsverantwortung in einem Bundesland zu übernehmen. Die CDU möchte die Große Koalition in der dann vierten Legislaturperiode fortsetzen.

CDU-Spitzenkandidat ist der Rechtsanwalt Thomas Röwekamp (40). Zu früher Stunde pflegt er immer dienstags an Böhrnsens Haus im Stadtteil Lesum im Norden Bremens vorbeizurudern: An Bord eines Achters des Vegesacker Rudervereins absolviert Röwekamp auf dem Weserarm zwölf Kilometer Frühsport. Auch für den Innensenator ist es die Premiere als Spitzenkandidat.

Ob Böhrnsen und Röwekamp auch im Sommer noch in einträchtiger Montagsrunde im Rathaus unter vier Augen zusammensitzen, ist zweifelhaft. Nicht wenige Bremer meinen, dass die Große Koalition in der mit 14 Milliarden Euro hoffnungslos verschuldeten Hansestadt nach zwölf Jahren ausgedient hat. Nicht unbedingt wegen Erfolglosigkeit, sondern mehr wegen des Drucks der SPD-Basis, fortan ein rot-grünes Bündnis zu schmieden. Die Spitzenfrau der Grünen, Karoline Linnert, baut auf weit mehr als zwölf Prozent der Stimmen - und steht tendenziell bereit. Der in Bremen traditionell starken, aber seit Jahren schwächelnden FDP traut kaum jemand die Rückkehr ins Parlament zu.

Somit befinden sich die CDU und ihr neues Aushängeschild Röwekamp vor der misslichen Situation, vom Wohlwollen des sozialdemokratischen Partners abhängig zu sein. Und im Wahlkampf den Spagat zu schaffen, sich als frische Kraft zu profilieren, ohne den Partner zu brüskieren. Ist jetzt Kuscheln angesagt?

"Unser Ziel ist eine Große Koalition mit einer starken CDU", sagt der Bremerhavener Röwekamp in einem Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt. "Eine Schlammschlacht wird es nicht geben." Es sei den Wählern auch nicht zu vermitteln, im Senat partnerschaftlich zu arbeiten, um dann vier Wochen eine streitbare Show abzuliefern.

Nach den Osterferien, im Anschluss an einen CDU-Landesparteitag am 13. April, soll es dennoch zur Sache gehen. Dabei verblüfft die CDU in ihrem Wahlprogramm mit veränderten Akzenten: Während die angestammten CDU-Schwerpunkte Wirtschaft und Finanzen unter "ferner liefen" rangieren, stehen Familienpolitik und Bildung im Vordergrund. Das passt ins Bild: Zwei Untersuchungsausschüsse der Bürgerschaft, zum Fall des getöteten Kevin (2) und zum Filz in einer Klinik-Affäre, sorgen derzeit erstaunlicherweise für mehr Aufregung als die desaströse Finanzlage.

Derweil ist die CDU bemüht, ihren Spitzenkandidaten Thomas Röwekamp als liberalen Stadtpolitiker in Szene zu setzen. Eine Tournee des eloquenten und elanvollen Juristen aus der 65 Kilometer entfernten Seestadt durch 22 Bezirke soll dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad zu steigern. Zumal es zwischen Bremen und Bremerhaven ähnlich ist wie zwischen Hamburg und Harburg: Kleine Eifersüchteleien gehören dazu. Einen Bremer Spitzenkandidaten geschweige denn Bürgermeister aus Bremerhaven gab es noch nie. Noch fehlen sowohl Röwekamp als auch Böhrnsen ohnehin eine satte Portion vom Habitus eines Politstars Henning Scherf.
Politische Konstellationen und persönliche Situationen lassen verbale Attacken kaum zu.

Nachfolger Böhrnsen begegnet dem intensiven Liebeswerben von CDU wie Grünen mit Gleichmut: Eine klare Koalitionsaussage ist ihm nicht zu entlocken. Bekundungen, Böhrnsen tendiere als (einstmals?) Parteilinker vom Herzen her für Rot-Grün, werden strikt dementiert. Vielleicht ist die Rechnung nach dem 13. Mai ganz einfach. Verfügt Rot-Grün nur über eine knappe Mehrheit, könnte es beim breiten Fundament einer Großen Koalition bleiben.

Zumindest würden dann, so wird im Rathaus kolportiert, leichter konsequente Maßnahmen zur Regierbarkeit des bis an die Existenzgrenze belasteten Bundeslandes durchgesetzt werden. Eine halbe Milliarde Euro Zinsen pro Jahr rauben den Atem für politische Gestaltung. "Wir müssen dramatische Sparanstrengungen versuchen", sagt Bausenator Ronald-Mike Neumeyer (CDU), "und das erfordert eben stabile Mehrheiten."

Dem widerspricht die graue Eminenz der Bremer SPD. "Wir haben gemeinsam wichtige Aufgaben gut erledigt", sagt Fraktionschef Carsten Sieling (48). "Der gemeinsame Vorrat aber ist nun aufgebraucht." Sieling, der an der HWP in Hamburg Ökonomie studierte und von 1979 bis 1982 in Barmbek und Altona lebte, empfindet die Einstufung als "kerniger Linker" als Kompliment. Rot-Grün? Warum nicht!

"Echt Bremen!" heißt der SPD-Wahlkampfslogan. 100 000 rote Rosen wollen Böhrnsen, Sieling und Genossen an die Wähler bringen. Und jede Menge rot lackierter Bremer Schlüssel, die - am Revers getragen - die passende Gesinnung dokumentieren sollen. Hinzu kommen 50 000 Postkarten, in Szenekneipen ausgelegt. "Sozi frei Haus", so die Offerte. Wer mindestens fünf Bekannte mobilisiert, darf sich auf den Hausbesuch eines SPD-Abgeordneten freuen. Garantiert.

erschienen am 20. März 2007
larsi
Man, da habe ich ja noch mal Glück- fünf Bekannte, die zugeben SPD zu wählen finde ich wohl nicht, puh!
9snix9
Ich hab eine tolle Website entdeckt: Auf http://kandidatenwatch.de kann man die Kandidaten zur Bremischen Bürgerschaftswahl online befragen. Fragen und Antworten kann man dann öffentlich einsehen. Wie ich in einem blog gelesen habe, scheint es so zu sein, dass die SPD das Projekt boykottiert. Wahrscheinlich ist ihnen die Bilanz der Großen Koalition peinlich und sie fürchtet kritische Fragen. Vielleicht mal ausprobieren, möglicherweise antworten sie ja doch....
Lenwe
Idiot.^^
Die boykottieren das deshalb weil sie nicht auf einer Plattform mit DVU/REP/NPD sein wollen.

Ob diese Entscheidung gut oder schlecht ist, muss jeder für sich entscheiden.^^
jahead
APPD sonst nichts das ist das wahre

http://www.youtube.com/watch?v=eJE6L5mTcjU

http://www.youtube.com/watch?v=8J3EjWq9jtI

http://de.wikipedia.org/wiki/APPD

http://www.appd.de/

damit ihr auch alle wiest was diese partei vor hat das ist echt der hammer son scheiß habe ich lange nicht mehr gehört
Tapir
Der Wahl-O-Mat zur Bremer Bürgerschaftswahl:

http://www.wahl-o-mat.de/bremen/main_app.php

bastian
Interessant, was da so raus kommt.
~Sangue Verde~
<< Grüne + Linke
Antek
<< FDP
evil uncle
FDP/CDU
Nelsina
CDU/FDP ^^
Naja, ist ja schließlich keine Wahlempfehlung

Hab heute ürbrigens, als Erstwähler, Post von der DVU bekommen. Der Brief ist so schlecht! Wie von einem Realschüler geschrieben... (Sorry für den Vergleich )
Flomf
Der Brief + Aufkleber und dem Angebot eine gratis CD mit dem Deutschlandlied (alle drei Strophen) zu bekommen ist dann doch recht schnell im Aktenvernichter gelandet...

Aber echt ein Sprachstil wie von Neunjährigen.

"Bremen geht es schlecht. Total schlecht."
larsi
Jau, Brief, Aufkleber und Rückantwortsmöglichkeit sind wie immer, der Stil hat sich die letzten zwanzig Jahre nicht verändert. Ein neuer Lacher wäre mal schön, nicht immer die ollen Kamellen...
Übrigens geht der gute Mann, der mich angeschrieben hatte, nicht ans Telefon.
MrBonde
Zitat:
Original von larsi
Übrigens geht der gute Mann, der mich angeschrieben hatte, nicht ans Telefon.



Hihi, eine gute Idee.
Lenwe
Hab heute gehört das schon eine Klage eingereicht wurde, weil die müssen ja irgendwie an die ganzen namen gekommen sein.
Wisst ihr mehr über die rechtliche Situation darüber, bzw. wie die Chancen stehend as die DVu da einen "Wisch" bekommt.
Weil irgendwie finde ich das wenig komisch wenn die Nazis meinen namen und meine Adresse haben....
mazzo
Zitat:
Original von larsi
Jau, Brief, Aufkleber und Rückantwortsmöglichkeit sind wie immer, der Stil hat sich die letzten zwanzig Jahre nicht verändert.


ich hab vor einigen Wochen beim Entrümpeln alter Sachen staunend genau diese Flexidisk (aus einer Auflage Ende der 80er) wiedergefunden. Damals dachte ich, das könnte nochmal ein rares Sammlerstück werden...
larsi
Ja, kenne ich auch noch.
Damals gönnte man sich diesen "netten" Scherz, für seinen Klassenkameraden das komplette Gratisangebot zu ordern- watt hebt we lacht.