"Die sind zu verwöhnt", WK, 16.03.2007

Südländer
Danke Kapuzineräffchen! Hinzu kommt noch schnelles und sicheres Passspiel und starke Präsenz in der Defensive. Nicht weltklasse, aber ein rundum gutes Spiel. Die Vranjes-Basher sollten gelegentlich mal wieder aufs Spielfeld schauen.
hendrik
Gesamt gesehen habe ich heute einen guten Eindruck von Jurica. Hat nichtmal viel mit dem Tor zu tun.
Er war auffällig und defensiv immer sofort am Mann.

Besser geht immer.
KieseL
Für Vranjes wars n gutes Spiel und trotzdem in dem Spiel warn wieder n paar Dinger drin, da standen einem die Haare zu Berge Fehlpässe ohne Bedrängnis etc. und trotzdem er hat gekämpft wie nen Löwe was ja auch durch Tor und Asssist belohnt wurde.

MfG KieseL
oberhausener
auch wenn ich hier nun mit meiner aussage in ein wespennest stoße.....

ich bin der meinung, dass man als besucher eines spiels auch das recht hat, seinen unmut über die erbrachte leistung zu zeigen. sicherlich hat vigo nichts für das spiel getan und hinten nur beton angerührt. das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass werder in der ersten halbzeit eine sehr mäßig leistung abgeliefert hat.

und das es auch gegen solche teams besser geht, hat werder nicht zuletzt in der bundesliga - wo auch die eine oder andere mannschaft hinten drin steht - schon mehrfach, teilweise sogar eindrucksvoll, bewiesen.

in den letzten wochen waren einige spiele unterirdisch geführt aus bremer sicht. man muß natürlich berücksichtigen, dass derzeit bedingt durch verletzungen und erkrankungen einige spieler nicht zur verfügung stehen, aber die niederlagen gegen schalke, stuttgart, hamburg und amsterdam haben sicherlich beim ein oder anderen fan spuren hinterlassen. die unentscheiden gegen gladbach und münchen waren spielerisch auch keine offenbarung.

man sollte also immer die sache im gesamten sehen und nicht nur diese einzelne partie.

zum thema vranjes sage ich ausdrücklich mal nichts, da ich zu diesem spieler und seiner verpflichtung seinerzeit sowieso keine positive meinung habe und er bisher auch nichts gezeigt hat, was mich in dieser hinsicht umstimmen konnte.
Zascha
Ja mit ein bisschen Abstand muss man euch da auch Recht geben! Im Stadion sieht man nicht viel und ich fand das teilweise nun wirklich nicht überzeugend, was er da geboten hat! Aber engagiert war er trotzdem! Zudem bin ich wohl der letzte, der ihm das nicht zugesteht! Selbst als er gar nichts hinbekommen hat, habe ich mich bemüht was positives zu finden!

Zitat:
Nicht das du jetzt glaubst, dass sei spezifisch gegen dich gerichtet, oder es sollte eine Pöbelattacke sein, um mein Ego zu stärken; es ist halt nur sehr auffällig, dass gewisse Leute ( damit meine ich jetzt mehrere User und will auch gar keine Namen nennen ) immer gerne ihren Frust, Kummer oder unverbesserlichen Idiotismus an der Tastatur auslassen und das schlägt einigen hier teilweise schwer auf das Gemüt.


Dazu: Ich bin bestimmt nicht derjenige, der seinen Frust hier abladen will! Ich habe nicht einmal Frust, ich bin mit den Ergebnisse von Werder zufriedener, als der größte Teil der "Fans"! Ich habe seine leistung im Stadion für schlecht befunden, aber wie oben schon erwähnt, war ich da etwas voreilig! Ich lasse mir hier ansonsten nicts vorwerfen! An meiner Aussage ist ansonsten nichts verwerfliches zu finden. Zumal ich nicht meine Standpunkt geschildert habe, sondern das Verhalten der Anderen Menschen habe versucht hervor zu sehen! Guten Mittag!
Schau'ma
Zitat:
Original von oberhausener
auch wenn ich hier nun mit meiner aussage in ein wespennest stoße.....

ich bin der meinung, dass man als besucher eines spiels auch das recht hat, seinen unmut über die erbrachte leistung zu zeigen. sicherlich hat vigo nichts für das spiel getan und hinten nur beton angerührt. das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass werder in der ersten halbzeit eine sehr mäßig leistung abgeliefert hat.

und das es auch gegen solche teams besser geht, hat werder nicht zuletzt in der bundesliga - wo auch die eine oder andere mannschaft hinten drin steht - schon mehrfach, teilweise sogar eindrucksvoll, bewiesen.

in den letzten wochen waren einige spiele unterirdisch geführt aus bremer sicht. man muß natürlich berücksichtigen, dass derzeit bedingt durch verletzungen und erkrankungen einige spieler nicht zur verfügung stehen, aber die niederlagen gegen schalke, stuttgart, hamburg und amsterdam haben sicherlich beim ein oder anderen fan spuren hinterlassen. die unentscheiden gegen gladbach und münchen waren spielerisch auch keine offenbarung.

man sollte also immer die sache im gesamten sehen und nicht nur diese einzelne partie.

zum thema vranjes sage ich ausdrücklich mal nichts, da ich zu diesem spieler und seiner verpflichtung seinerzeit sowieso keine positive meinung habe und er bisher auch nichts gezeigt hat, was mich in dieser hinsicht umstimmen konnte.


Da gebe ich dir vollkommen recht. Sicherlich kann man mal schlecht Spielen aber die haben ja in den 5 Spielen nicht nur schlecht gespielt sie haben auch NICHT gekämpft und das kann man ja erwarten wenn man Geld dafür bezahlt die Mannschaft zu sehen. Die Spieler sollten vielleicht auch mal nachdenken das sie ohne uns Fans keine Millionäre wären. Also ne schlechte Phase kann man immer haben aber denn kann man wenigstens auch zeigen das man da wieder raus will, so wie Frings jedes Spiel 110% gibt!

Zu Vranjes brauch man eigentlich nix sagen. Er ist für mich einfach nur ein schlechter Spieler der gestern ausnahmsweise eine anständige Partie abgeliefert hat, aber ihn deswegen hinstellen als wenn er gut wäre das is übertrieben! Seine sonst grottigen leistungen sind nicht zu ertragen und meiner Meinung wurde er am Mittwoch zurecht ausgepfiffen! Wir haben so einen talentierten Spieler wie Schulz der diese Position auch sehr gut Spielen kann aber nein da Spielt der Vranjes!
Lohner
Frings gibt immer 110%? hab ich in den letzten spielen aber nicht gesehen....

Vranjes : Ausser seinem Tor und der Torvorlage war nicht wirklich viel gutes dabei , was er gegen mainz gebracht hat...meiner meinung nach...
tomsonito
Ein Zuschauer hat das Recht, wenn er für den Eintritt bezahlt, seine Mannschaft kämpfen zu sehen. Aber ob er, wenn er die Mannschaft auspfeift, diese dann wieder aufrappelt und zum Kämpfen animiert, ist fraglich. Man kann ihr ein Signal geben, dass man nicht zufrieden mit der kämpferischen Einstellung ist, aber das sollte meiner Meinung nach nicht so aussehen, dass man die Mannschaft auspfeift und im schlimmsten Fall gegen einzige Spieler vorgeht, sondern diese anfeuert und so versucht, sie aufzuwecken.
Ich denke, dass die Messlatte, gerade was das Spielerische und das Toreschießen, von den Fans zu oft zu hoch angesetzt wird. Nicht jedes Spiel kann 6:0 gewonnen werden.
Mein Senf dazu...
Erik
Der Zuschauer hat das recht sich auf den temporär erworbenen Platz zu setzen und im Rahmen seiner eingschränkten Freiheit zu machen was er will.

Der Rest ist Realität.
KieseL
Ich kann jeden verstehen der pfeift wenn er ein grottiges Spiel ohne jegliche Lust der Spieler sieht und dafür Nord unüberdacht 46 Euro ( Preis fürs Spiel gg Alkmaar) zahlt.
Ich bin zwar nicht der jenige der pfeift aber trotzdem kann ichs irgenwie verstehen. Man sollte nich vergessen was die Spieler für Millionen bekommen da kann man wenigstens ein wenig Kampf udn Wille erwarten.

MfG KieseL
Erik
Man sollte sich vorher überlegen, wofür man sein Geld ausgiebt. Das Risiko ist immer dabei.
KieseL
Das stimmt natürlich und trotzdem können einem da die Nerven durchgehen genauso wie einem Frings die Nerven durch gehen können wenn gepfiffen wird.

MfG KieseL
Kuddel
sicher will ich unsere mannschaft kämpfen sehen wenn es nicht si ist bin ich auch sauer, aber trotzdem denke ich nicht pfeifen sondern die Mannschaft noch lauter unterstützen. Wenn alle singen würden die Pfeifen würden dann hätten wir ne mega Kurve die unheimlich Laut ist. Wir würden sogar Schalke übertreffen die mit ihren 129 Deziebil
Erik
Schalke hat 129 Debil. Und da sind sie noch hinter Hamburg.
Hartfil
Zitat:
Original von fußballgott_27
das wär mal nen ansatz! Dann müssten ja in münchen 69000 Stadionverbote erteilt werden


Tschuldigung, ist jetzt vielleicht ein bisschen spät, aber ich hab' es jetzt erst gelesen...

Ich habe NIE(!) behauptet, dass dafür Stadionverbote verhängt werden sollen... Ich habe nur meine Meinung gesagt, indem ich meinte, dafür EHER welche zu verhängen!
Luigi
weiß nicht, ob es schon gepostet wurde.

Guter Artikel, der es auf den Punkt bringt.

Quelle: http://www.direkter-freistoss.de/2007/03...r-haupttribune/

Verwöhnte Bremer Haupttribüne
von Detlev Claussen

Endlich wieder einmal live dabei. Mehr als das – mittendrin im europäischen Fußballalltag, Viertelfinalrückspiel Uefa-Cup Werder gegen Vigo. Schön ist es, mal wieder im Stadion Fußball schauen zu können; man darf sich selbst aussuchen, was man gerne sehen möchte. Allerdings muß man auch mit dem Zweifel leben Millimetergenaue Abseitsentscheidungen lassen ohne Zeitlupen sich nicht so genau überprüfen. Sicher konnte man sich nicht sein – weder beim ersten Tor von Werder (zu weit weg) noch beim annullierten von Celta (sitze direkt hinter dem Tor); dem Gefühl nach hätte ich es gegeben, aber genau konnte man es nur von der Seite sehen. Die Abseitsregel wird inzwischen bizarr ausgelegt: Jetzt werden einzelne Körperteile diskutiert, die nicht auf gleicher Höhe sein sollen. Das verkehrt den Sinn der Regel – es sollte doch beim säkularen Trend zum Mauern erleichtert werden, Tore zu schießen, also im Zweifel für den Torschützen. Für jede Mannschaft muß es ein Risiko sein, auf Abseits zu spielen. Es passiert auch immer noch oft, daß ein Abseits falsch gepfiffen wird. Aber Celta sollte nicht zu sehr jammern ; sie haben sehr spät, erst nach dem 0:1, in Bremen den Versuch gemacht, überhaupt ein Tor zu erzielen. Das Gehader mit dem Schiedsrichter kann nicht darüber täuschen, daß man in beiden Begegnungen selbst zu wenig getan hat um weiterzukommen.

Beim 0:0 in der Halbzeit traute ich meinen Ohren nicht. Mittendrin saß ich in einem Pfeifkonzert. Die Westkurve pfiff die Mannschaft aus, kein 6:0 in Sicht. Für den Europapokalalltag gab es kein Verständnis. Es kam eben nicht Barcelona, sondern Vigo. Vigo weiß, wie Barcelona in Schwierigkeiten zu bringen ist. Acht Mann in Ballnähe – das wurde gekonnt vorgeführt. Der Preis ist eben hoch; kaum Zeit für eigenes Offensivspiel, 180 Minuten null Tore, wenig eigene Chancen. Von Werder wird das zauberhafte Kurzpaßspiel des vergangenen Oktober erwartet; gegen ein an Barcelona geschultes Vigo ließ sich das nicht durchsetzen. In einem Falle wie diesem helfen nur Geduld, Aufmerksamkeit und nicht nachlassender Elan. Jede Mannschaft, die gegen einen mauernden Gegner wie diesen schlecht aussieht, braucht Hilfe von den eigenen Zuschauern. Schon bei einem normalen Ligaspiel, erst recht in einem Viertelfinale. Ein böses Live-Erlebnis: Nach drei Jahren Champions League scheint ein Teil des Bremer Publikums strukturell größenwahnsinnig geworden zu sein. Die Krise einer angeschlagenen Mannschaft wird nicht akzeptiert; man läßt sie sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen.

Die Erwartung des Publikums kann zur Achillesferse einer Mannschaft werden. Das Gift hochgeschraubter Ansprüche kennt man aus Madrid und Barcelona. Da kann ein mißlungenes Heimspiel schnell zum Spießrutenlaufen werden. Gerade Mannschaften, die den Anspruch haben, attraktiv zu spielen, wecken Hoffnungen, die nicht immer erfüllt werden können. Schlimmer noch, wenn die Schere zwischen Anspruch und Vermögen sich öffnet. In Bremen zeigte sich im Uefa-Pokal auf den besseren Plätzen das häßliche Gesicht von Angestellten, die sich wie mitleidlose Bosse aufführen wollen. Die spielenden wirklichen Angestellten werden gedemütigt; nicht nach den Ursachen für eine mangelnde Leistung wird gesucht, sondern dem Spieler wird eine existentielle Unfähigkeit unterstellt. Als einzige Erklärung läßt man Arbeitsunwilligkeit gelten; das Gerede von den „Millionären in den kurzen Hosen“ begleitet die mitleidlose Abschätzigkeit des Publikums. Diese Zuschauer glauben sich im Recht; sie orientieren sich an der Pay-TV-Connaisseurhaltung der deutschen Sportmedien, die alles unter Chelsea, Milan und Barcelona für zweitklassig halten. Das wirkliche Spiel wird langweilig, wenn man einen Fernseh-Mythos vor Augen hat. Entlädt sich die Wut darüber, daß man eben nicht in einer Fußballmetropole zu einem Spektakel geht, an den Spielern, die eben keine Weltstars sind, aber gestern noch Weltstars haben Paroli bieten können?

Nicht nur die Ungeduld der Zuschauer wirkt beunruhigend, auch die Unduldsamkeit. Sich als Fan zu geben, wenn es läuft, ist leicht; aber wenn es nicht läuft, dann läßt sich viel erkennen. Wieviel Miroslav Klose wert ist, erkennt man nicht an der dümmlichen Rechnung, wieviel Minuten er ohne Torerfolg sei. Ein Blick auf die Scorer-Liste genügt. Auch in der Zeit ohne Torerfolg beeindruckt die Zahl der Assists. Niemand in den normalen Sportmedien zählt die „eroberten Bälle“; aber man merkt es an einem Abend wie diesen, daß keiner so viele Bälle „stiehlt“ wir Klose. Aber das Haupttribünenpublikum hat laut dem zuverlässigen Frank Heike von der FAZ Klose schon vor Wochen schon geschmäht. Das wirkliche Problem von Werder liegt derzeit im Mittelfeld, dem Herzstück des Zauberfußballs seit 2003. Baumann und Borowski fehlen; jetzt war auch noch Jensen angeschlagen, der sich über die Jahre immer besser in das Bremer Spiel hineingefunden hat. Die Wut der Zuschauer entlud sich an Vranjes, dem das nicht gelang, was nur ein gesamtes Mittelfeld erreichen kann. Frings hatte zweifellos nicht seinen besten Tag, Schulz und Owomoyela sind auf diesen Positionen noch nicht oft genug erprobt worden. Wenn statt einer kombinierenden Raute das Mittelfeldspiel auf Einzelspieler reduziert wird, rückt Diego in die Rolle eines traditionellen Spielmachers, der bei Mauermannschaften dann von vier Spielern gehetzt wird. Wer soll da noch gut aussehen? Trotzdem spielt er sich zweimal durch die vier und scheitert nur ganz knapp. In Spanien hätte man geklatscht, in Bremen rührt sich keine Hand bei der Auswechslung.

Wenn zehn Mannschaften gegen den Abstieg kämpfen, wird es auch in der Bundesliga viele Spiele dieser Art geben. Die fünf Aspiranten auf die internationalen Plätze, die auch auswärts immer siegen müssen, treffen auf Mannschaften, die in der Rückrunde auch zuhause schamlos mauern. Der Supercatenaccio ist eine Reaktion auf die panikartige Abstiegsangst; wie wird Huub Stevens schon gefeiert?! Auch Funkel hat es gegen die Bayern wieder erfolgreich versucht. Wer dennoch zum Offensivspiel hält, muß sich überlegen, wie es gegen solche Mannschaften durchzuhalten ist. Otto Rehhagel hat man als ungebildeten „Anstreicher“ geschmäht; aber die „kontrollierte Offensive“ ist ein guter Ausdruck für ein Programm, auf Sieg zu spielen, ohne in jeder Partie den Heroismus der fliegenden Fahnen bemühen zu müssen. Haben die Zuschauer schon vergessen, wie sie sich über die haarsträubenden Abwehrfehler der Werderaner in der Vergangenheit mokiert haben? Ich bin bereit, auf ein paar „Wunder an der Weser“ weniger zu hoffen. Die Zuschauer müssen sich auch eine Meisterschaft erst noch verdienen; auf den von manchen verachteten Fanzoo in der Ostkurve ist da mehr Verlaß als auf die Tribünenplätze.

Der Beitrag wurde am Montag, den 19. März 2007 um 11:23 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

Luigi