RE-Mike
Das Lied selber ist ja nicht einmal unbedingt ein rechtest Problem auch keines welches es nur in Bremen gibt, ich habe mich selber schonmal mit paar Leuten die das gesungen hatten unterhalten, es sind einfach Leute die solange nicht darüber mal richtig nachdenken bevor man denen es sagt, denn deren Aussage zu diesem Lied ist immer wieder "wir hassen den Gegner und wir wollen ihn niedersingen für uns gibt es nur den SVW aber ohne Politischen oder Rassenfeindliche Gedanken"
Sowas wird man meiner Ansicht nach auch nie wirklich wegbekommen, denn es wird immer wieder andere ("neue") geben die mit diesem Lied anfangen und man muss halt immer wieder darauf vertrauen das es Menschen gibt die das mitbekommen und diese Leute darauf ansprechen und "Aufklärungarbeit" leisten, da braucht auch keiner Angst haben einfach die Leute ansprechen oder wenn jemanden z.b. uns"Ultras"^^ Bescheid geben.
mazzo
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Original von RE-Mike
es sind einfach Leute die solange nicht darüber mal richtig nachdenken bevor man denen es sagt, denn deren Aussage zu diesem Lied ist immer wieder "wir hassen den Gegner und wir wollen ihn niedersingen für uns gibt es nur den SVW aber ohne Politischen oder Rassenfeindliche Gedanken"
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Unwissenheit schützt vor Konsequenzen nicht. Wenn ich "Heil Hitler" aus phonetischen, also total unpolitischen, Gründen rufe darf ich mich dann auch nicht beschweren oder auf "nicht nachgedacht" plädieren, wenn passende Reaktionen kommen. Wer mir Unwissenheit als Entschuldigung einräumt wäre sehr gutgläubig und hätte auch noch Verständnis für meine extreme Begrenztheit nichtmal ein bisschen nachzudenken, nein: Man würde die Begrenztheit mit so einer Akzeptanz nur fördern.
RE-Mike
ist mir doch alles klar, aber bedenke wie weit einige (viele) Menschen nunmal nur denken, ich nehme hier auch keinen der sowas singt in Schutz das darfst du nicht missverstehen!
alejoe
Ähnliche Szene: Nachdem Womé am Sonntag eine Flanke vergeigt hat, schrie ein Kerl hinter mir: "Immer dieser scheiß Nigger". Als ich ihn darauf ansprach (oder schrie) meinte er nur "Ja, so war das garnciht gemeint."
Ich finde auch das zeigt, dass viele rassistische Parolen einfach inhaltsfrei rausbrüllen, ohne sich damit zu identifizieren. Wie mazzo allerdings schon sagte, lindert das die "Schuld" nur unerheblich.
Karina_OL
mensch .... in der kurve liegt nicht das problem....vileicht auch aber nicht nur
es ist einfach da draußen...schaut euch doch mal um...
die braune zeit wird ja heut zu tage fast überall verherlicht...ob helge schneiders film oder in der comedie bei den badesalz jungs oder oder...und allein das verharmlos genausso dieses lied...weil 80 % der jungs wissen nicht mal was ausschwitz ist...
ähnlich der sieg ruf...wo einige dann das heil anhängen... gehört nicht ins stadion...
ich kann nur sagen, alle die den mut haben was zu sagen und es auch tun...ihr habt meinen respect ....
habe hier auch im andrem thema gelelesen mit nazis setzt man sich nicht an einem tisch, warum eigendlich nicht... meint ihr die bekommen die weisheit ohne unsere unterstützung ..oder werden sich selbstheilen???
Südländer
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Original von Karina_OL
habe hier auch im andrem thema gelelesen mit nazis setzt man sich nicht an einem tisch, warum eigendlich nicht... meint ihr die bekommen die weisheit ohne unsere unterstützung ..oder werden sich selbstheilen??? |
In dem Fall geht es ja nicht um einige unwissende oder doofe Kids, sondern um Nazis, die sehr genau wissen, was sie tun. Mit denen gibt es tatsächlich nichts zu bereden. Was sollte auch das Ziel einer solchen Runde sein? Einen "Kompromiss" gibt es da nicht. Nazis werden abgelehnt, fertig.
Bei "kleineren Dummheiten" dagegen muss man einfach immer wieder aufklären bzw. einschreiten.
Steve
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Original von Karina_OL
mit nazis setzt man sich nicht an einem tisch, warum eigendlich nicht... meint ihr die bekommen die weisheit ohne unsere unterstützung ..oder werden sich selbstheilen??? |
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von Wiglaf Droste
Mit Nazis reden
Am Mittwoch, dem 25. August 1993, hatte man erneut Gelegenheit, deutschem TV-Topjournalismus beizuwohnen. In den ARD-Tagesthemen führte Sabine Christiansen ein Interview mit dem sächsischen Innenminister Heinz Eggert über die Frage, ob man junge Neonazis in freundliche, milde Menschen verwandeln könne, indem man sie mit Jugendzentren, Sozialarbeitern usw. überhäufe. Eggert, dessen Äußeres immer wieder in Erinnerung ruft, daß die Folge "Amok in Bethel" aus der TV-Serie Peter Strohm noch immer nicht gedreht worden ist, kippte die Interviewsituation um und fragte Frau Christiansen: "Wann haben Sie oder ich das letzte Mal mit einem Rechtsradikalen gesprochen?"
Nun ist allgemein bekannt, daß Sabine Christiansens berufliche Qualifikation im Besitz eines CDU-Parteibuches besteht, und gerne erzählten Kollegen, daß sie als einzige in der Tagesthemen-Redaktion nicht in der Lage ist, sich ihre Nachrichtentexte selbst zu schreiben. Ihre parteigebundene Beschränktheit macht Frau Christiansen dadurch wett, daß sie sich bei jeder sich ihr bietenden Gelegenheit an die Spitze des etwaigen Volkszorns setzt; ihr journalistisches Rückgrat kommt dem einer Salatschnecke gleich.
Und dennoch hätte selbst sie auf Eggerts o.g. Frage mit Leichtigkeit antworten können: "Aber wieso? Das tue ich doch gerade", oder ganz simpel: "Warum? Ist das jetzt Pflicht?" Es scheint so. Alle Welt sucht das Gespräch mit Rechtsradikalen. Warum? Haben sie einem etwas zu sagen? Ist nicht hinlänglich bekannt, was sie denken, fordern und propagieren? Wo liegt der beschworene aufklärerische Wert, wenn Henryk Broder in der "tageszeitung" Franz Schönhuber interviewt?
Muß man an jeder Mülltonne schnuppern? Niemand wählt Nazis oder wird einer, weil er sich über deren Ziele täuscht, - das Gegenteil ist der Fall; Nazis sind Nazis, weil sie welche sein wollen. Eine der unangenehmsten deutschen Eigenschaften, das triefende Mitleid mit sich selbst und den eigenen Landsleuten, aber macht aus solchen Irrläufern der Evolution arme Verführte, ihrem Wesen nach gut, nur eben ein bißchen labil etc., "Menschen" jedenfalls, so Heinz Eggert, "um die wir kämpfen müssen". Warum? Das Schicksal von Nazis ist mir komplett gleichgültig; ob sie hungern, frieren, bettnässen, schlecht träumen usw. geht mich nichts an. Was mich an ihnen interessiert, ist nur eins: daß man sie hindert, das zu tun, was sie eben tun, wenn man sie nicht hindert: die bedrohen und nach Möglichkeit umbringen, die nicht in ihre Zigarettenschachtelwelt passen. Ob man sie dafür einsperrt oder sie dafür auf den Obduktionstisch gelegt werden müssen, ist mir gleich, und wer vom Lager (für andere) träumt, kann gerne selbst hinein. Dort, in der deutschen Baracke, dürfen dann Leute wie Rainer Langhans, Wolfgang Niedecken und Christiane Ostrowski zu Besuch kommen und nach Herzenslust mit denen plaudern, zu denen es sie zieht.
Den Rest der Zeit werden die Berufsdeutschen ein wenig gequält: Verordneter Antifaschismus all night long! Fritz Teppisch spricht nicht unter drei Stunden! Aus den Lautsprechern dröhnt verjüdelte Negermusik! Pflichtlektüre: die schlechtesten Satiren von Ephraim Kishon! Rechte Winkel und Viervierteltakt sind bei Strafe verboten, die Haare werden nicht mehr geschnitten. Abends Talkshow mit Henryk Broder und Lea Rosh - es herrscht Teilnahmspflicht. Und dann geht es ruckzuck ohne Nachtisch ins Bett - zu Mister Long Dong Silver. So geht das. Verbaler Antifaschismus ist Käse. Militant soll er sein, vor allem aber erfolgreich. Wenn sich dabei herausstellen sollte, daß es sich gegen 50, 60, 70, 80 oder 90 Prozent des deutschen Volkes richtet, dann ist das eben so. Wo Nazis "demokratisch" gewählt werden können, muß man sie nicht demokratisch bekämpfen.
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Karina_OL
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Original von Südländer
| Zitat: |
Original von Karina_OL
habe hier auch im andrem thema gelelesen mit nazis setzt man sich nicht an einem tisch, warum eigendlich nicht... meint ihr die bekommen die weisheit ohne unsere unterstützung ..oder werden sich selbstheilen??? |
In dem Fall geht es ja nicht um einige unwissende oder doofe Kids, sondern um Nazis, die sehr genau wissen, was sie tun. Mit denen gibt es tatsächlich nichts zu bereden. Was sollte auch das Ziel einer solchen Runde sein? Einen "Kompromiss" gibt es da nicht. Nazis werden abgelehnt, fertig.
Bei "kleineren Dummheiten" dagegen muss man einfach immer wieder aufklären bzw. einschreiten. |
okay dagebe ich dir recht kompromisse kann es nicht geben...
RE-Chris
1. Die "braune Zeit" wird nicht verherrlicht. Weder durch Helge Schneider, noch durch Badesalz oder sonst jemanden. Eine Veherrlichung habe ich immer mit Glorifizierung gleichgesetzt. Glorifiziert wird weder die Zeit noch das, was geschehen ist.
2. Ob ein Artikel von Herrn Droste jetzt unbedingt hilfreich ist, mag jeder selber entscheiden. Top-Journalist ist er in meinen Augen nicht.
3. Ganz ehrlich. Ich fühlte mich ab der 11. Klasse auch ziemlich genervt, wenn im Geschichtsunterricht (und ich hatte LK) zum wiederholten Male erst das böse Kaiserreich durchgenommen wurde, die Fehler der Weimarer Republik geschickt übergangen und mir dann mit voller Wucht eingehämmert wurde, daß ich bis an mein Lebensende jeden Tag an die Fehler der Vergangenheit denken solle....
(Das hat mich zwar nicht daran gehindert, darüber nachzudenken - das sollte jeder normale Mensch auch ohne Aufforderung können - aber man sollte sich schon Gedanken machen, warum manche Personen ganz einfach "abschalten", wenn dieses Thema angesprochen wird...könnte möglicherweise damit zu tun haben, daß man es einfach nicht mehr hören kann und man die Sündenbockmentalität leid ist!)
GrünWeißSVW
Original von Karina_OL
mensch .... in der kurve liegt nicht das problem....vileicht auch aber nicht nur
es ist einfach da draußen...schaut euch doch mal um...
die braune zeit wird ja heut zu tage fast überall verherlicht...ob helge schneiders film oder in der comedie bei den badesalz jungs
Du kannst doch net Filme wie Helge Schneiders Parodie mit Rechten Drecksparolen wie ein Zug nach Ausschwitz vergleichen.
Der Film redet doch die Nazizeit nicht schön, er zeigt nur, dass wir uns langsam oder eher gesagt endlich mal anmaßen mit unser Vergangenheit abzuschließen und nicht immer für etwas gebückt und verschämt durchs Leben rennen , für das gerade unsere Generation nix dafür kann, sondern das Thema Hitler mit einer gesunden Portion Selbstironie anzufassen. Ich finde die Thematik 3tes Reich wird nicht verherrlicht sondern sie wird bei allen Handlungen, die wir Deutschen im Zusammenhang mit unserer Geschichte machen immer herangezogen und verurteilt. Bei der Wm die Zeitungsartikel " übertrieberner Nationalstolz gefährlich" usw.... da kann man sich doch nur denken what the fuck.. gerade solche Ereignisse zeigen, dass wir auch einen gesunden Patriotismus ausleben können, der keinesfalls mit Faschismus zu tun hat und der bei jeder anderen Nation ohne Bedenken betrieben wird. Über die Art von Humor lässt sich bekanntlich streiten aber Badesalz und Helge Schneiders Film reden bestimmt nichts, von dem was damals passiert ist, schön.
Faschismus ist bei uns kein weiter verbreiteter Problemfall als in Frankreich Italien und sonst wo in Europa, ich denke gerade bei uns passt man sehr wohl auf, dass dem rechten Pack soviele Anlaufstellen für ihre Parolen wie möglich genommen werden. Ein Fall wie bei Di Canio in Lazio zeigt doch, dass auch andere Länder von der Problematik min. so betroffen sind. Als einzelner kann man diesen Idioten meiner Meinung nach nur die Stirn bieten indem man ihnen deutlich zeigt, dass man ihren Schwachsinn nicht toleriert. Nen Nazi zu überzeugen, dass er Scheiße von sich gibt ist eh nicht möglich.....und bestimmt nicht an einem Tisch.
RE-Chris
Der "runde Tisch" soll übrigens nicht der politischen Bildung dienen, sondern einzig und allein gewisse Differenzen aus dem Weg räumen.
~Sangue Verde~
Und du meinst, dass man so Differenzen aus dem Weg räumen kann?
Es ist doch infantil, zu glauben, dass die sich dadurch umstimmen lassen..
RE-Chris
Es ist infantil, zu glauben, daß man auf einen runden Tisch verzichten und es bei Statements, die nicht unterzeichnet werden, belassen kann.
~Sangue Verde~
Die Sache ist, dass beide Seiten den Standpunkt der jeweils anderen Seite kennen - der Angriff enstand schließlich auch nicht aus purer Langeweile.
Allein daher ist der runde Tisch schon zwecklos und unnötig.
Lohner
| Zitat: |
Original von hochi89
was ich auch denke und schlimm finde, dass diese leute einfach diese lieder singen oder gesten zeigen, ohne eine tiefere bedeutung zu kennen oder es gar begründen zu können... sie finden es einfach nur "lustig" und das is das erschreckende!!! |
ich glaube jedem Deutschen wird klar sein , was Ausschwitz ist , und was der Hitlergruß bedeutet...
@ BAP HB : erklär mir mal , wie du das mit dem smily meinst!?
Gunna
Zum dem Lied am Sonntag:
Ich stand mit 5 Leute ca. 6-7Reihen unter den Deppen die den Scheiße gesungen haben. Als die anfingen kam sofort Nazis raus von uns zurück bis die ruhig waren. Als die es zum 2ten versucht haben das zu singen kam links von denen der Gesang Schmeißt die Nazis raus bis sie ruhig waren. Beim dritten mal wollten wir wieder anworten da kam aber sofort Auf die Fresse, auf die Fresse von denen... die beiden Ordner neben uns fanden das "lustig" und haben nix gemacht
Falls sowas wieder passiert hoffe ich das mehr leute Nazis raus mitschreien, so das es kein 2tes oder 3tes Mal gibt. Auch wenn es nicht gegen deren Einstellung hilft, so zeigt es wenigstens das die Mehrheit der Werderfans soetwas verurteilt.
WB Krayer
Wenn man es mit " von Essen bis nach Bremen" singt ist es ganz ok!
kanzlerkarre-jan
| Zitat: |
Original von WB Krayer
Wenn man es mit " von Essen bis nach Bremen" singt ist es ganz ok! |
Richtig oder von Bremen bis nach Essen !
MrBonde
Wer ist denn wofür der "Sündenbock" und was ist "Sündenbockmentalität"? Das verstehe ich nicht. Sündenböcke werden in der Regel zu Unrecht beschuldigt, das ist bei Deutschland nun nicht der Fall.
Den antidemokratischen Kaiserreich-Schmarrn bei dir verstehe ich einfach weiter so wie bisher, nämlich als schlechten Scherz.
Die Differenzen, die zwischen Neo-Nazis und mir bestehen, möchte ich übrigens unbedingt erhalten. Und das dürfte auf Gegenseitigkeit beruhen.
Was den neuen Nationalismus angeht, hatte ich Samstag eine etwas merkwürdige Erfahrung. Ich laufe durch die Stadt, überall sind die Fahnen auf Halbmast, im Gedenken an den Holocaust, anlässlich der Befreiung Auschwitz. Zu hause mache ich den Fernseher an und beim Handball werden freudig die Fahnen geschwenkt und lauthals "Deutschland Deutschland" gesungen. Da wird dann überdeutlich, dass der "neue" Nationalismus das Erinnern schon in den Hintergrund gedrängt hat. Und beides schliesst sich eigentlich gegenseitig aus, wobei die Entscheidung zugunsten bunter Fähnchen und einiger Volksgemeinschaft wohl gefallen ist.
Steve
| Zitat: |
Original von kanzlerkarre-jan
| Zitat: |
Original von WB Krayer
Wenn man es mit " von Essen bis nach Bremen" singt ist es ganz ok! |
Richtig oder von Bremen bis nach Essen ! |
kann mich an dfb-pokalspiel erinnern als die hoffenheimer leverkusen rausgeworfen haben und danach in der kabine eine u-bahn "von leverkusen bis nach hoffenheim" besungen haben. hab mich damals gefragt, welchen iq diese spieler besitzen und wo der sinn dieser zeilen liegen soll.
von bremen bis essen solls dann wohl eine schnellere verbindung zwischen freunden bedeuten. dämlich ist's allemal.