JmcTriaden
Finde den Bericht gut. Habe aber irgendwie das Gefühl das ausser Mazzo und mich, keinen das Thema sonderlich interessiert. Vielleicht ist es auch einigen zu gewagt, etwas zu schreiben man könnte sich ja den Unmut der Hools
einhandeln
mazzo
Ich kann gut verstehen, wenn Leute die direkt und persönlich betroffen sind (oder wären) vorsichtig mit ihren Äusserungen sind.
Ich kann aber überhaupt nicht verstehen, wenn Personen, die gewissermaßen Instanzen repräsentieren aus demselben Grund die Schnauze halten.
Ich hätte nicht gedacht, dass in der bremer Gesellschaft so eine feige Grundeinstellung vorhanden ist. Vom Verein und FP bin ich aufgrund fehlender Stellungnahmen und Anzeigen gegen die Angreifer bisher sehr enttäuscht.
Welchen Stellenwert der Vorfall hat, zeigt die Anfrage in der Bürgerschaft und das interesse der TAZ. Man kann ja schön viele Strassenbahnen mit tollen Losungen vollkleben - in Anbetracht der Ignoranz und des bewussten Wegguckens wenn es mal konkret wird, ist das aber eine Schande.
Roibeaird
den neue bericht der taz ist finde ich sehr gelungen. er fasst alles nochmal ganz gut zusammen. aba ansonsten hat mazzo find ich alles gesacht.
Flaschensammler
| Zitat: |
Original von mazzo
Ich kann aber überhaupt nicht verstehen, wenn Personen, die gewissermaßen Instanzen repräsentieren aus demselben Grund die Schnauze halten.
Ich hätte nicht gedacht, dass in der bremer Gesellschaft so eine feige Grundeinstellung vorhanden ist. Vom Verein und FP bin ich aufgrund fehlender Stellungnahmen und Anzeigen gegen die Angreifer bisher sehr enttäuscht.
Welchen Stellenwert der Vorfall hat, zeigt die Anfrage in der Bürgerschaft und das interesse der TAZ. Man kann ja schön viele Strassenbahnen mit tollen Losungen vollkleben - in Anbetracht der Ignoranz und des bewussten Wegguckens wenn es mal konkret wird, ist das aber eine Schande. |
Das kann ich so unterschreiben!
breke
| Zitat: |
Werder intensiviert Kampf gegen Rassismus
Werder Bremen hat seinen Kampf gegen Rassismus intensiviert. Seit dem Start der Bundesliga-Rückrunde prangt ein Banner unter dem Dach der Westkurve mit der Aufschrift "Werder gegen Rassismus". Auf der gegenüberliegenden Seite in der Ostkurve gestalten Werder-Fans außerdem eine überdimensionale Tafel mit dem Slogan "United as one".
Unter dem Motto "Werder gegen Rassismus" verstärkt Werder Bremen auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Auf der Internetseite werder.de werden die Grün-Weißen ebenfalls diesen Punkt aufgreifen. Neben dem bereits implementierten Banner "Werder gegen Rassismus" wird in den nächsten Tagen eine "Anti-Rassismus-Rubrik" in der Hauptnavigation der Werder-Internetseite eingeführt. Darin wollen die Grün-Weißen aktuelle Informationen über Aktionen, Hintergründe und Termine veröffentlichen. Außerdem werden alle Projekte aufgeführt, in denen sich Werder Bremen gegen Rassismus und für mehr Toleranz engagiert.
Werders Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer sagte am Montag: "Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir den Kampf gegen Rassismus als nachhaltiges Engagement verstehen. Die Botschaft soll dauerhaft präsent sein, nicht nur an besonderen Tagen." |
wol.de
Stefan
Grundsätzlich eine gute Aktion, dennoch ändert das nichts am enttäuschenden Verhalten bezüglich des Überfalls...
MrBonde
Genau genommen hat das eine mit dem anderen nichts zu tun.
breke
Ich habe das Thema als am passendesten gefunden.
Wenn es zu weit wom eigentlichen Thema entfernt ist bitte in ein neues Thema, "Werder macht mobil gegen rechts" oder fals gar irrelevant löschen.
Danke Bimbo
Fango
| Zitat: |
Original von MrBonde
Genau genommen hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. |
Ist aber schon unglaublich, dass Werder mit so etwas wieder an die Öffentlichkeit geht und wegen dem Überfall nichts unternimmt oder das wenigstens offiziell verurteilt. Aber so ein Banner ist natürlich auch einfacher und unproblematischer als wirklich mal zu handeln und damit glaubwürdig zu bleiben.
mazzo
| Zitat: |
Original von MrBonde
Genau genommen hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. |
weil der Angriff eher aus faschistischen Motiven heraus geschah (und nicht aus rassistischen), oder warum?
Ich sehe da schon ne Diskrepanz im öffentlichen Verhalten des Vereins und des FPs (der ja nicht zum Verein gehört aber auch nicht wirklich daneben steht). Zumindest ist mir keine (im Vergleich zur Strassenbahnwerbung) ähnlich deutliche Stellungnahme bekannt, ausser Zeiffers "kein Problem" (oder so ähnlich).
MrBonde
Werder hat nach den neuen Regelungen vom DFB grosse Angst davor, mal wegen rassistischer Äusserungen im Stadion Punkte abgezogen zu kriegen. Darum, und natürlich aus Imagegründen, fährt man meines Erachtens diese Kampagne, gegen die auch nichts einzuwenden ist. Ein Paar Rassisten, die nicht groß nachdenken, bevor sie "Neger" rufen, kann man damit bestimmt bekehren.
Für überzeugte Nazis ist das aber wohl eher uninteressant.
mazzo
es ist ja klar, dass mit solchen Aktionen keiner bekehrt wird, aber evtl. ein Bewusstsein bei anderen geschaffen wird.
Meiner Meinung nach ist Werder aber in der Pflicht sich zu positionieren und das Kind beim Namen zu nennen.
Wer so laut tönt (egal was die Motivation dafür ist) muss auch handeln und Stellung nehmen, wenn vor der eigenen Türe (genauer: im eigenen Haus) entsprechende Vorfälle passieren.
MrBucket
Ja ne, ist klar. Weil es auf der anderen Seite Nazis sind, gehört man selbst automatisch zu den Guten.
Für Außenstehend, die sich beide Gruppen mal halbwegs unvoreingenommen betrachten sind das Auseinandersetzungen zwischen einer Gruppe Rechtsradikaler und einer Gruppe, von der sich ein großer Teil statt "Grünes Gesindel" auch gut und gerne "Linker Abschaum" nennen könnte. RV will nicht links sein? Da kommen einem ja die Tränen. Es empfiehlt sich, als ein kleines Beispiel von vielen mal die Erläuterung der Namensfindung ins Gedächtnis zu rufen. Ich kann damit gut leben, da ich im Gegensatz zu RV, jeder Gruppe ihren Platz im Stadion zuspreche, so lange Sie sich dort nicht gesetzeswiedrig verhält (um hier kein Missverständnnis aufkommen zu lassen, z.B. rassistsische Parolen sind rechtswiedrig, das Tragen einer Thor Steinar Jacke nicht!). Aber dieses taktische "Wir sind unplitisch!" ist ja nur lächerlich.
Aus Sicht des Vereins dürfte RV diesem in der Vergangenheit einen wesentlich größeren Schaden zugefügt haben als die Rechtsradikalen, die sich während der Spiele und auch sonst ja nun wahrlich nicht profilieren (mit Ausnahme des Überfalls). Da braucht jetzt hier gar nicht groß rumgeheult zu werden. Wenn man gerade dabei ist, die Kurve von Extremen zu reinigen, kann man einen guten Teil von RV ja gleich mit rausschmeißen. Aber auf einmal wird nach dem sonst so verhassten Rechtsstaat, Aktionen durch den Verein (war das nicht mal die KG?) und was weiß ich gerufen. Und alle sind sie lieb und brav. Naja, macht ihr mal.
mazzo
Deine Aversionen gegen RV relativieren also einen organisierten Naziangriff. Interessante Meinung, und so hilfreich für Schläger und Faschisten.
Flaschensammler
@MrBucket
Du magst also RV nicht und findest deswegen den Überfall Ok bzw. entschuldigst ihn?
Lenwe
@MrBucket: ^^
Klar, alle bei RV sind übelste Linke Autonome die nur darauf warten die RAF aufleben zu lassen und den Verein sowie unser geliebtes Vaterland in die Luft zu sprengen.
Das du sie aber für am ehesten Links in unserer Kurve hältst und andere Gruppen nicht, zeigt wie wenig Ahnung du hast.
Aber geh mal lieber zu deinen "Kameraden" von Preußen Münster.... trag dabei ne Thor Steinar Jacke und poche auf die freie Meinungsäußerung.
Pony
Und kaum sagt jemand mal seine persönliche Meinung wie er die sache sieht und schon ist er für rechte und schläge....ziemlich lächerlich weil irgendwo hat er ja recht.
Und man ist sich ja nie einer Schuld bewusst...die böse Nazischläger etc. aber sich mal an die eigene Nase fassen ist natürlich garnicht so einfach.
Gruss
MrBonde
Ein paar Anmerkungen:
Meinst du bei der Namensgebung den Bezug auf den französischen Widerstand? Widerstand gegen Nazi-Deutschland kam nur zum Teil von "links". Churchill und Roosevelt sind da wohl die bekanntesten Figuren, niemand würde auf die Idee kommen, sie links zu nennen. Stauffenberg schieb ich mal noch hinterher. Und die Resistance war ebenfalls nicht links, denn: Antifaschismus ist keine Domäne der Linken. Wer ein paar Meter über die Antifa hinaus denken kann, weiss das.
Wer wem keinen Platz im Stadion zugesteht wird da deutlich, wo Leute herausgeprügelt werden. Wer das getan hat und wer nicht, ist offensichtlich. Die Verdrehung der Tatsachen in dem Punkt ist zwar ziemlich beliebt, bleibt aber falsch.
Es gibt keinen "guten Teil von RV", der politisch "extrem" ist. Glaubs mir einfach. Die meisten haben von Politik leider absolut gar keine Ahnung.
Der Rechtsstaat ist nicht verhasst, ganz im Gegenteil. In den Fanszenen wird er überall eingefordert, wo er verloren gegangen ist. Verhasst ist der Willkürstaat, der nicht nach Recht sondern nach polizeilichem Gutdünken entscheidet.
Der Verein hat sich mehrfach klar zum Thema Rassismus und Nazis positioniert. Damit begibt er sich selbst in die Schusslinie, wenn dann hinterher hinterfragt wird, inwiefern er denn irgendetwas davon konkret umsetzt. Und das tut er nicht. Gegen diesen Widerspruch richtet sich hier die Kritik der Scheinheiligkeit. Meine jedenfalls.
Das wars dann!
Keudda
Welcher Schuld soll man sich denn bewusst sein, Pony?! Und so wie Mr. Bucket seine Meinung hier kundtut hat es durchaus einen rechts-verherrlichenden Touch!
Und an Mr. Bucket persönlich:
Thor Steinar Jacken sind vielleicht (noch) nicht rechtswidrig, aber die Ideale welche die Träger repräsentieren sind es allemal!
Achja, noch etwas, Mr.! Du sprichst die Namensfindung an und ziehst daraus als Konsequenz eine linksradikale Einstellung von RV. Zitat, Parole #1 "Dennoch denken wir nicht im Traum daran, uns mit jenen [den Gegnern des faschistischen Vichy-Regimes] zu vergleichen" ......
Naja, gehört hier aber so eigentlich gar nicht hin. Nur diese rechtsextremen Maßnahmen verherrlichenden Argument mit TAtsachen verdrehenden Aussagen nerven!
Räuber Hotzenplotz
| Zitat: |
| Original von MrBonde Die meisten haben von Politik leider absolut gar keine Ahnung. |
Jetzt übertreibst du