Bremer
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Der Kampf um John Carew Werder mit Stürmer einig, doch die Ablöseforderung von Lyon ist noch zu hoch / Suarez ein Kandidat BREMEN (Eig. Ber.) Kommt er oder kommt er nicht? Geht’s nach Werder Bremen oder auch nach John Carew, so wird der Topstürmer bereits am 28. Januar gegen Hannover das Trikot des Bundesliga-Herbstmeisters tragen. Mit dem Spieler wurde bereits weitgehend Einigkeit erzielt. "Das wäre hinzukriegen", sagt Werders Sportchef Klaus Allofs - und meint damit die Gehaltsforderungen des Norwegers. Doch die Verhandlungen mit Olympique Lyon gestalten sich als schwierig. Die Ablöseforderung von rund sieben Millionen Euro für den 27-Jährigen ist nicht akzeptabel. Allofs skeptisch: "Im Moment sieht es nicht so aus, dass es mit Carew klappt." Aber Werder arbeitet weiter dran, den Transfer doch noch in trockene Tücher zu wickeln. Der Poker um Carew geht jetzt in die entscheidende Phase. "Ich habe noch einmal mit den Verantwortlichen von Lyon telefoniert. Jetzt warten wir auf die Antwort", sagt Allofs. Im Klartext: Werder hat die eigenen Vorstellungen von der Ablösesumme etwas nach oben korrigiert. Und bis sich Lyon meldet, kann Carew selbst noch ein wenig Druck auf seinen aktuellen Arbeitgeber ausüben und ihm deutlich machen, den französischen Spitzenclub unbedingt verlassen zu wollen. Klappt’s am Ende nicht, werden sich die Bremer um einen anderen Spieler auf ihrer Stürmerliste bemühen. Wichtig dabei für Allofs: "Es geht nicht darum, nur einen Stürmer zu verpflichten. Die Qualität muss stimmen." Und hier kann die Bandbreite groß sein. "Es kann ein erfahrener Spieler sein wie Carew, aber auch ein junger, hochtalentierter." Ein Kandidat ist Luis Suarez vom FC Groningen. Der 19-jährige Uruguayer gilt als Ausnahmetalent, wurde von Werder bereits unter die Lupe genommen; was Allofs weder "bestätigen noch dementieren" will: "Zu Namen möchte ich momentan nichts sagen." Dennoch: Es besteht Handlungsbedarf. Die Probleme im Bremer Sturm sind derzeit unverkennbar. Aaron Hunt ist nach seiner Knieverletzung zwar auf dem Weg der Besserung, aber noch längst nicht richtig fit. Ivan Klasnic fällt wegen einer mysteriösen Krankheit länger aus, und Mohamed Zidan wurde für rund 2,8 Millionen Euro nach Mainz verkauft. Bleiben in Miroslav Klose und Hugo Almeida nur noch zwei Stürmer, die momentan fit sind. Für Allofs zwar ein Grund, sich um einen weiteren Angreifer zu bemühen, aber keiner, um in Panik zu verfallen. "Wir sind in keiner Notsituation", sagt der 50-Jährige: "Bei Aaron geht es aufwärts, mit Hugo sind wir zufrieden, und über Miro brauchen wir nicht zu reden." Die Suche nach einem neuen Stürmer, so beteuert Allofs, habe auch nichts mit der Zukunft von Miroslav Klose zu tun. "Wir müssen dafür sorgen, dass wir jetzt eine schlagkräftige und qualitativ hochwertig besetzte Mannschaft haben." Ohnehin hat der Bremer Sportchef seinen Stürmerstar noch längst nicht abgeschrieben. Im Gegenteil: Allofs wie die gesamte Vorstandsetage versuchen Hände ringend, den Topstürmer nach der laufenden Saison zum Bleiben zu überzeugen und sogar den 2008 auslaufenden Vertrag mit dem 28-Jährigen zu verlängern. Doch die Liste derer, die sich die Dienste Kloses sichern wollen, ist lang und prominent. Jetzt hat sich der italienische Topclub AC Mailand über eine Kontaktperson bei Klose gemeldet. Weitere Kandidaten stehen Schlange: Real Madrid, Manchester United, FC Liverpool und - sollte Stürmer Andrej Schewtschenko wieder verkauft werden - auch der FC Chelsea. |
Quelle: Kreiszeitung.de