Aktionen gegen eBay-Abzocker

cle-mensch
Tach...
gerade über icq ne schöne konversation gehabt...


Bremen Forever (12:59 PM) :
hy du brauchst noch ein ticket für schalke?ich hab noch eins
cle-mensch (03:23 PM) :
wieviel?
cle-mensch (03:23 PM) :
wer bist dzu denn?
Bremen Forever (03:47 PM) :
30
cle-mensch (03:47 PM) :
wer bist denn?
Bremen Forever (03:48 PM) :
stefan
cle-mensch (03:48 PM) :
und was ist das für ne karte
Bremen Forever (03:48 PM) :
ostkurve
cle-mensch (03:48 PM) :
steh...
Bremen Forever (03:48 PM) :
ja
cle-mensch (03:49 PM) :
hm ne...bekomm ich zur not noch wo anders billiger...
Bremen Forever (03:49 PM) :
ja gott dann kauf wo anders
cle-mensch (03:49 PM) :
jo mach ich auch
Bremen Forever (03:49 PM) :
bei ebay bekomem ich die eh mehr dafür
cle-mensch (03:49 PM) :
tja..
cle-mensch (03:50 PM) :
trottel..
Bremen Forever (03:50 PM) :
ach hau ab gehörst auch zud em pack leuten die immer alles billige rhaben wollen naja dein prob
Bremen Forever (03:50 PM) :
pener

Seine ICQ-Nummer: 312-285-096


Ich finde Ihm sollten wir hier keine karten mehr verkaufen...wenn man selber so viel dafür bezahlt hat und das wieder raus haben will ok aber das hat er wohl net....

MfG
Clint
genau das gleich hatter zu mir auch geschrieben
winko
Hat der nen Nick hier?
bastian
Zitat:
Original von winko
Hat der nen Nick hier?

Ja, ist aber schon länger gesperrt.
http://board.fanszene-bremen.net/profile.php?userid=3565
Karina_OL
Werder Bremen verstärkt den Kampf gegen den Schwarzhandel mit Eintrittskarten und gegen das illegale Versteigern der Werder-Tickets bei Internetauktionshäusern. Dabei bittet der Club die Fans um Mithilfe.

Für das Heimspiel gegen Schalke 04 am Sonntag, 04.02.2007, wurden erstmals alle Stehplatz-Eintrittskarten personalisiert verkauft. „Das heißt, dass uns jeder Käufer namentlich bekannt ist“, erklärt Ticketmanager Jörg Fürst. „Sollte also ein Zuschauer seine Tickets überteuert erworben oder im Internet ersteigert haben, können wir nachvollziehen, wer die Karte ursprünglich bei uns erworben hat.“ Gemäß der Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen von Werder Bremen ist sowohl die Weitergabe der Tickets zu einem überhöhten Preis als auch die Versteigerung in Internetauktionshäusern untersagt. „Wer dagegen verstößt, wird bis auf weiteres vom Ticketkauf ausgeschlossen“, so Fürst.

Um die ‚schwarzen Schafe’ tatsächlich zu überführen, bittet Werder Bremen alle Fans um Mithilfe. Angesprochen sind dabei die Zuschauer, die ihr Ticket nicht bei Werder oder einer der offiziellen Vorverkaufsstellen, sondern zu einem überhöhten Preis über Dritte oder im Internet gekauft haben. „Diese Personen bitten wir, uns ihre Eintrittskarte nach dem Verlassen des Weser-Stadions zur Verfügung zu stellen“, erläutert Jörg Fürst. Direkt vor dem Eingang des Ticketcenters in der Nordgeraden des Stadions wird extra für diesen Zweck ein Behälter aufgestellt. Für eventuelle Rückfragen sollten alle, die ihr Ticket dort einwerfen, ihre Telefonnummer darauf vermerken. „Wir sind zuversichtlich, durch diesen Schritt ein großes Netzwerk von Schwarzhändlern aufzudecken“, erwartet Fürst. Beim darauf folgenden Heimspiel gegen den Hamburger SV am Samstag, 17.02.2007, wird Werder Bremen diese Aktion wiederholen. Auch die Stehplatz-Tickets für das Nordderby wurden personalisiert verkauft.
Borkey
Also ich habe meine Steher im Ticketcenter gekauft und von mir haben die keine Personalien? hä?
Jenson
damit sind auch die dauerkarteninhaber gemeint und die mitglieder die vorverkaufsrecht haben bei zb. cl-spielen... weil wenn die dann ihre reihe und sitz der karte bei ebay angeben, kann werder nachschauen wem die karte gehört...
BaGGio
Zitat:
Original von Karina_OL
Für das Heimspiel gegen Schalke 04 am Sonntag, 04.02.2007, wurden erstmals alle Stehplatz-Eintrittskarten personalisiert verkauft. „Das heißt, dass uns jeder Käufer namentlich bekannt ist“, erklärt Ticketmanager Jörg Fürst.



Irre ich mich, oder steht die Stammkarten Nummer nicht schon immer auf der Karte? Somit sind die Dauerkarten doch schon personalisiert, also nichts neues...
edinho
du irrst dich nicht!stammkarten nummer steht immer unter dem strichcode
MrBonde
Dass alle Karten personalisiert verkauft wurden ist dann immer noch etwas neues. Dass die Zuschauer gebeten werden, ihre hinterher abzugeben sowieso.

Ich tausch nachher erstmal meine Karte mit Schiffis aus und werf seine dann da ein
Karina_OL
Denke darin liegt genau die gefahr...evtl. denken manche leute das sie die Karte da eh rein werfen müssen oder so.....

auf jedenfall ist es ja schon mal ein zeichen... und evtl ist es ja auch nur die Panik mache die dafür sorgt... das es weniger werden...
Schängel
Mal ne andere Frage: Hier wird über ebay-Abzocker geschrieben, aber selbst hier im Forum gibts ohne Ende Werbund über die Google-Anzeigen für Kartenhändler, z.B. www.ticketunlimited.de!

Wie bitte passt das zusammen???
DareDepp
Kenn mich damit nicht aus, aber ich glaub, da können wir nix für

Habe das mal irgendwo gehört ...
Janfred
Zitat:
Original von Schängel
Mal ne andere Frage: Hier wird über ebay-Abzocker geschrieben, aber selbst hier im Forum gibts ohne Ende Werbund über die Google-Anzeigen für Kartenhändler, z.B. www.ticketunlimited.de!

Wie bitte passt das zusammen???


die anzeigenpartner werden von google ausgesucht. ich glaube nicht Das beckspatriot da was aussuchen kann.
kalle2006
Schön zu sehen, dass von Seiten des Vereins überhaupt reagiert wird. Wenn sie die Fans mit ins Boot holen wollen. ich logge mich auch gerne als Scheinkäufer bei ebay ein und kaufe alles auf
Bremerjunge
Finde das voll kommen richtig das Werder jetz auch was dagegen unternimmt da diese Leute sich karten kaufen um die bei ebay dann fürs 3-4 fache verkaufen kotzt mich voll an. Da so die Fans die normal karten kaufen wollen an keine dran kommen.
lebenslanggrünweiß
Ich wäre an deiner Stelle sehr vorsichtig mit Aufkäufen von Karten. Seh das mal so, du gehst (auch wenn es bei ebay ist) einen Kaufvertrag mit deinem Gegenüber ein. Dabei ist es vollkommen egal, ob Werder das stinkt mit den Karten oder nicht. Der Kaufvertrag ist bestandskräftig und kann von deinem Vertragspartner durchgesetzt werden. Wenn du also eine Karte kaufst, muss du sie auch bezahlen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Werder dir das GEld dafür wiedergibt. Die werden ihn vielleicht für die Zukunft sperren und du hast ein Vermögen für die Karte bezahlt
Daniel1899
Bundesliga-Clubs rebellieren gegen Ebay


Deutschlands Profi-Fußballvereine haben einen Pakt gegen Schwarzhandel mit Eintrittskarten geschlossen. Das erfuhr SPIEGEL ONLINE aus der Bundesliga. Unangenehm könnte die gemeinsame Linie auch für Ebay werden, eine der wichtigsten Börsen für die Tickets.

1000 Euro für ein Fußballspiel? Wer heute Abend Bayern in der Champions League gegen Real Madrid sehen möchte, muss einiges investieren. Im Internet werden 80-Euro-Tickets für über 1000 Euro gehandelt, "weil mein Kumpel krank geworden ist". Das mag für Einzelfälle zutreffen, doch ein Großteil der Verkäufer betreibt über Ebay einen organisierten Schwarzmarkt, auf dem Woche für Woche Deutschlands Fußballfans abgezockt werden. Nicht selten bieten einzelne Händler Dutzende Karten zum Sofortkauf an, Spieltag für Spieltag wechseln mehrere Tausend Tickets über das Internet die Besitzer.
Doch langsam wird es ungemütlich für Schwarzhändler: Wie SPIEGEL ONLINE erfuhr, haben die Ticketmanager der Bundesliga auf einer Tagung in Leverkusen kürzlich drastische Maßnahmen beschlossen. Ziel ist es, gemeinsam gegen Internetauktionshäuser wie Ebay oder bundesligakarten.de vorzugehen, über die die Schwarztickets weiterverkauft werden. Ferner versuchen die Vereine, Alternativen zu finden, bei denen die Karten zu fairen Preisen die Besitzer wechseln können. Und: Alle Vereine streben in puncto Ticketing einheitliche Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) an. So soll ermöglicht werden, dass Schwarzhändler juristisch verfolgt werden können. Logistische Unterstützung erhalten die Clubs von der DFL, die die Tagung der Ticketverkäufer mitinitiiert hat.

Auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE bestätigte Ebay die Streitigkeiten: "Tatsache ist, dass sowohl einzelne Bundesliga-Vereine als auch die DFL den Weiterverkauf von Fußball-Bundesliga-Tickets zu einem höheren Preis unterbinden wollen. Dies tun einzelne Vereine im Rahmen ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Allerdings sei gleichzeitig ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es ebenfalls Bundesliga-Vereine gibt, die den Weiterverkauf nicht untersagen", so Ebay-Sprecherin Maike Fuest. Der HSV gehört nicht dazu. Wer beispielsweise beim Weiterverkauf von Tickets für die Heimspiele der Hamburger erwischt wird, soll - wie bei fast allen Bundesliga-Vereinen üblich - eine Vertragsstrafe von bis zu 2500 Euro zahlen.

Darüber hinaus werden auch nicht bezahlte oder gestohlene Tickets vermehrt über Ebay angeboten: "Wir können daher nur jedem davon abraten, Karten über das Internet zu kaufen", sagt Kai Voerste, Leiter Ticketing beim Hamburger SV. Außerdem warnt Voerste die Internet-Käufer vor verschlossenen Toren am Stadion. "Vereine, die über eine elektronische Einlasskontrolle verfügen, können diese Tickets sperren lassen", so Voerste. 11 von 18 Bundesligisten haben eine elektronische Einlasskontrolle. Der HSV wendet diese Praxis bereits seit einigen Monaten an. Der Käufer steht dann mit der teuer bezahlten, aber ungültigen Karte vor dem Stadion - und hätte sich die Anreise schenken können.

HSV vor dem Bundesgerichtshof

Überhaupt ist der HSV Vorreiter in Sachen Schwarzmarktbekämpfung. Derzeit klagt der Club gegen den Internethändler www.bundesligakarten.de. Auf der Plattform wurden wiederholt Karten für HSV-Heimspiele angeboten. Vor dem hanseatischen Oberlandesgericht (OLG) haben die Hamburger bereits gewonnen. Somit wurde die Wirksamkeit der AGB quasi gerichtlich festgestellt. Das Gericht urteilte damals, dass "ein Weiterverkauf von Eintrittskarten in jedem Fall ein wettbewerbswidriges Umgehungsgeschäft darstellt, wenn der Weiterverkäufer Kenntnis von den AGB hat und den Weiterverkauf nicht einstellt." Nachdem der vor dem OLG unterlegene Gegner in Revision gegangen ist, landete das Verfahren jetzt vor dem Bundesgerichtshof. Ende des Jahres wird die Entscheidung erwartet. Sollte der HSV erneut Recht bekommen, könnte es auch für Ebay ungemütlich werden.
Denn der erste namhafte Profiverein reichte in dieser Woche bereits eine Aufforderung zur Unterlassung bei Ebay ein. Die Begründung: Der Weiterverkauf der Tickets sei nach AGB und per Ticketaufdruck untersagt, Ebay mache sich - so der Anwalt des Bundesligisten - mitschuldig am zweifelhaften Verhalten des Wiederverkäufers.

Das größte Internetauktionshaus der Welt will den Vorwurf nicht gelten lassen, es unterstütze den Schwarzhandel: "Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass es keinen sogenannten 'Schwarzmarkt' beim Weiterverkauf von Tickets gibt. Der Gesetzgeber hat kein Verbot ausgesprochen, um ein solches gewerbliches Verhalten zu sanktionieren", argumentiert Ebay-Sprecherin Fuest. Solange die rechtliche Situation bezüglich des Ausschlusses des Weiterverkaufs im Rahmen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Veranstaltern großer Events rechtlich umstritten sei und es sich widersprechende Urteile gäbe, bleibe Ebay bei seiner generellen Auffassung, dass Waren, die per Gesetz gehandelt werden dürfen auch auf dem Ebay-Marktplatz angeboten werden können, so Fuest.

Die Clubs lassen trotzdem nichts unversucht, den Schwarzmarkthandel über Ebay einzudämmen und stürzen sich auf offensichtlich Verstöße, bei denen die Verantwortlichen des Auktionators in einigen Fällen sogar zeitnah handelten und die Auktionen löschten. So geschehen, als Ebay-Verkäufer beispielsweise mit den Logos der Clubs ihre Auktionen bewarben. Die Folge ist ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Rechtsabteilungen der Bundesligisten und Ebay.

FC Bayern: 1000 Abmahnungen in einem Jahr

Während Ebay und Schwarzhändler an dem Geschäft verdienen, sind Käufer und Vereine die Verlierer. Der logistische Aufwand bleibt bei den Clubs: Sie müssen am Spieltag den Kunden erklären, warum ihre Eintrittskarte gesperrt ist und in mühseliger Detektivarbeit die Schwarzhändler demaskieren - etwa durch Testkäufe. "Mir würde es ja schon reichen, wenn Ebay mir bei offensichtlichen Verstößen die Verkäuferdaten aushändigen würde", sagt Voerste. "Aber da beruft sich Ebay natürlich auf den Datenschutz und deckt damit die Verkäufer."
Einen ähnlichen Vorstoß versuchte der FC Bayern: "Ich habe vorgeschlagen, dass die Verkäufer von Eintrittskarten wenigstens die Sitzplatznummer bei Ebay angeben müssten, damit wir kommerzielle Händler abmahnen können", sagt Michael Gerlinger, Direktor Recht bei der FC Bayern München AG SPIEGEL ONLINE. "Über ein halbes Jahr haben wir mit Ebay diskutiert, am Ende haben sie einfach vorgegeben, dass dies technisch nicht möglich sei", so Gerlinger. In eben diesem Zeitraum habe der FC Bayern über 1000 Abmahnungen an Ebay-Schwarzhändler verschickt. Tendenz steigend.

"Wir haben festgestellt, dass es Bundesliga-Vereine gibt, die auf unserem Marktplatz gezielt nach solchen weiterverkauften Tickets suchen und vor Beginn des jeweiligen Spiels den Ticketinhaber des Stadions verweisen", bestätigt Fuest. "Unabhängig von der rechtlichen Situation will Ebay hier Käufer von Tickets schützen, die als Fans auf dem Ebay-Marktplatz Tickets für ein Spiel erworben haben, das sie gerne sehen möchten."

Phillip Reschke, der bei Eintracht Frankfurt für Marketing- und Rechtsfragen zuständig ist, bringt die Stimmung der Bundesliga-Clubs auf den Punkt: "Die Rolle von Ebay ist uns ein Dorn im Auge." Das sieht das Unternehmen natürlich anders: "Die Möglichkeit über Ebay Tickets für bereits ausverkaufte Spiele zu erhalten, wird von vielen Nutzern sehr geschätzt. Vielen ist es das auch wert, einen höheren Preis zu bezahlen. Dabei kann jeder Kaufinteressent frei entscheiden, wie viel Geld er bereit ist, für ein Ticket auszugeben", so Fuest.


Quelle
Dr. Steif
Klappt ja gut bei den Bayern: Ebay

Regulär kosten diese Karten etwas mehr als 40...
Dr. Steif
Zitat:
TICKET-SCHWARZMARKT

Fußballclubs bereiten Sammelklage gegen Reiseunternehmer vor

Von Mike Glindmeier

Deutschlands Fußballclubs im kreativen Kampf gegen Ticket-Schwarzhändler. Ebay-Sünder kommen an den Online-Pranger, Internet-Plattformen sollen Wucherpreise stoppen - nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen ist jetzt sogar eine Sammelklage gegen Reisefirmen geplant, die Fans abzocken.

Im Kampf gegen den Schwarzmarkt gehen einzelne Vereine wie der HSV, Bayern oder Frankfurt mit gutem Beispiel voran - jetzt geht der Trend zum kollektiven Handeln der Vereine in der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Auf der Konferenz von deren Karten-Verantwortlichen wurden nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen kürzlich mehrere Maßnahmen beschlossen:

* Künftig sollen alle Vereine Gerichtsurteile zum Thema Schwarzmarkt zwecks besserer Vernetzung an die DFL weiterleiten.

* Im Gegenzug sammelt der Dachverband der Liga in einer Liste die sogennanten Graumarktanbieter - dabei handelt es sich beispielsweise um Reiseanbieter, die die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Vereine durch die Hintertür umgehen wollen. Die vermeintlichen Reiseveranstalter bieten Karten für Spitzenspiele im Paket mit Serviceleistungen wie Anreise oder Hotelübernachtung an. Das meiste Geld verdienen diese Anbieter allerdings über den Aufschlag auf den Ticketpreis.

* Um diese Grenzgänger einzuschüchtern, wird es in Kürze eine Sammelklage mehrerer Bundesliga-Clubs geben.

Die höchsten Preise auf dem Schwarzmarkt werden für Spiele erzielt, die sehr schnell ausverkauft sind. In Deutschland ist dies bei den Champions-League-Teilnehmern sowie bei Spitzenmannschaften bei nahezu jedem Heimspiel der Fall. Darüber hinaus steigen die Ticketkurse bei jedem Club drastisch an, der den FC Bayern zu Gast hat.

Auch die Verantwortlichen des Rekordmeisters kennen das Problem mit den Schwarzmarkt-Schafen. Für die Partie gegen Real Madrid wurden bei Ebay Phantasiepreise aufgerufen. "Das ging soweit, dass für zwei Tickets, die regulär 80 Euro gekostet hätten, zusammen über 1000 Euro verlangt wurden", sagt Oliver Meßthaler, Direktor Ticketing beim FC Bayern.

Der FC Bayern kooperiert mit Viagogo

Auch vor dem Bundesliga-Spitzenspiel Bayern gegen Bremen am kommenden Sonntag blüht der Schwarzmarkt. Die Preise sind zwar günstiger als in der Champions League - doch auch 229 Euro für ein Ticket, das regulär 40 Euro kosten würde, ist teuer.

Dass sich das Angebot trotz der Brisanz des Spiels in Grenzen hält, führt Meßthaler auch auf eine neue Einrichtung zurück. Denn als erster Bundesliga-Verein testet Bayern München derzeit einen neuartigen Weg, den Schwarzmarkt einzudämmen. Über die Internet-Plattform viagogo.de haben Dauerkartenbesitzer die Möglichkeit, ihre Karten an andere Fans weiterzugeben, sollten Sie bei einem Heimspiel nicht live dabei sein können. Der Käufer zahlt den regulären Kartenpreis plus eine geringe Gebühr. Der Verkäufer erhält seinen Anteil des Dauerkartenpreises zurück.

Die minimale Gebühr teilen sich Viagogo und der FC Bayern, der damit allerdings kaum den Verwaltungsaufwand bezahlen kann. Doch das nehmen die Verantwortlichen beim deutschen Rekordmeister gern in Kauf. "Wir haben gute Erfahrungen mit der Plattform", sagt Meßthaler. "In den Ligaspielen gegen Bielefeld und Wolfsburg haben jeweils mehr als 1000 Fans diesen Service genutzt."

69.900 Zuschauer haben in der Allianz-Arena Platz. 35.000 Tickets sind Dauerkarten. Bei Viagogo ist der FCB in bester Gesellschaft: Die englischen Topclubs Manchester United und der FC Chelsea nutzen die Plattform ebenfalls für die Vermarktung der Zweittickets.

Bisher ist der FC Bayern der einzige Club, der diesen Weg geht. Doch "sollte das Modell weiterhin so positiv angenommen werden, könnte ich mir vorstellen, dass wir diesen Service in der nächsten Saison auch anbieten werden", sagt HSV-Ticketleiter Kai Voerste.

Online-Pranger bei der Eintracht

Bei anderen Vereinen hält man weniger von der Plattform: "Damit verhindert man leider nicht, dass Einige organisiert das große Geld verdienen", sagt Phillip Reschke, der bei der Eintracht für Marketing- und Rechtsfragen zuständig ist. Die Hessen griffen daher zu drastischeren Maßnahmen. Vor wenigen Tagen eröffnete der Bundesligist einen Online-Pranger für Ebay-Schwarzändler.

Auf der Vereinshomepage kann jeder die Ebay-Namen der Schwarzhändler nachlesen. "Bei uns gibt es Reglementierung nur bei Spitzenspielen." So könne es schon mal vorkommen, dass einzelne Verkäufer im Internet auf einen Schlag 30 Karten über die Ebay-Option Sofortkauf für einen überhöhten Preis anbieten.

Dass selbst bei Spitzenspielen einige Händler bündelweise Karten verkaufen, hat laut Reschke mehrere Gründe: "Man kann nicht jede Vorverkaufsstelle bis ins kleinste kontrollieren."

Außerdem gebe es zahlreiche Personen, die in mehreren Bundesligavereinen gleichzeitig Mitglied sind, um das Vorkaufsrecht wahrzunehmen. "Wir stehen mit anderen Vereinen im ständigen Austausch über diese professionellen Händler, die diesen Status missbrauchen", sagt Reschke.

Ebay-Sprecherin Maike Fuest hält dagegen: "Es gibt Situationen, in denen ein Fußballfan, der ein Ticket besitzt, sich aus persönlichen Gründen dafür entscheidet, sein Ticket weiterzuverkaufen, beispielsweise weil er zeitlich verhindert ist. Sofern Bundesligavereine in solchen Fans schlechtere Fans sehen und dies öffentlich bekannt machen, ist ein solches Verhalten aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar."

Worüber keiner der von SPIEGEL ONLINE befragten Kartenverantwortlichen gerne spricht, sind die schwarzen Schafe im eigenen Haus: Vereinsmitarbeiter, die über Strohmänner Karten zu überteuerten Preisen auf dem Schwarzmarkt verkaufen. "Da läuft hinter den Kulissen einiges schief", sagt ein Mitarbeiter eines Bundesligisten, der nicht genannt werden möchte.

Mitglieder verlieren Privilegien

Offensiver geht der FSV Mainz mit dem Thema Abzocker unter seinen Mitgliedern um. Wegen der geringen Kapazität des Bruchwegstadions von nur 20.300 Plätzen und der hohen Zahl verkaufter Dauerkarten (15.000) hat sich ein schwunghafter Internet-Handel entwickelt. Wer identifiziert wird, muss allerdings mit drastischen Strafen rechnen. Dauerkarteninhaber werden in diesen Fällen gesperrt und verlieren ihr Anrecht auf eine Jahreskarte für die kommende Saison. Mitglieder büßen automatisch ihr Vorkaufsrecht auf Einzel- und Dauerkarten ein. Auch der FC Bayern verfährt derzeit so.

Der 1. FC Köln setzt schon seit mehr als einem halben Jahr auf Abschreckung. Im vergangenen Oktober hatte der Zweitligist im Kampf gegen den Tickethandel im Internet hart durchgegriffen und 60 Personen die Mitgliedschaft im Club entzogen. Der FC-Fanbeauftragte Rainer Mendel hatte bei Ebay Testkäufe für überteuerte Karten für ein DFB-Pokalspiel gegen Schalke 04 durchgeführt und somit die Schwarzhändler überführt. Bei den auf Ebay angeboten Tickets handelte es sich um Karten, die exklusiv an Mitglieder verkauft worden waren.

Auch wenn es ungemütlich für die schwarzen Schafe wird - eines allerdings ist laut Eintracht Frankfurts Jurist Reschke klar: "Wer glaubt, dass man den Schwarzmarkt trocken legen kann, irrt."


Spiegel Online