Sven
und sein Erguss :
Task Force gegen Krawallmacher
Frankfurt/Main - Der deutsche Fußball übt den Schulterschluss. Im Kampf gegen Gewalt und Rassismus soll künftig eine Task Force Auswüchse verhindern, die am letzten Wochenende in deutschen Stadien für Negativschlagzeilen gesorgt hatten.
DFB-Präsident Theo Zwanziger will entschieden gegen Hooligans vorgehen
Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Krisensitzung der Bosse des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutscher Fußball Liga (DFL) am Dienstag in Frankfurt/Main.
"Wir wollen einen Fußball, der nicht manipuliert wird. Wir wollen einen Fußball, wo Gewalt und Fremdenfeinldichkeit keinen Platz haben. Und wir wollen einen Fußball, zu dem die Kinder, die Jugendlichen und ihre Eltern gehen können, ohne Sorgen haben zu müssen", erklärte DFB-Präsdeint Theo Zwanziger.
Fünf Punkte zur Eindämmung der Gewalt
Im Wesentlichen soll das Expertengremium, dessen genaue Zusammensetzung in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden soll, fünf Punkte vorantreiben, die den Fußball von seiner negativsten Seite weistesgehend befreien sollen:
verbessertes zentrales Kommunikationsnetzwerk
Umwandlung des Ehrenamtes des Sicherheitsbeauftragten in ein Hauptamt innerhalb des DFB
Der DFB will einen Vorschlag des Sicherheitseitsbeauftragten Alfred Sengle, der Ende des Jahres ausscheidet, umsetzen.
Installation eines Integrationsbeauftragten zur Steuerung der Prozesse an der Fußballbasis
Eindeutige Anforderungen an die Stadionlogistik. Im Zweifelsfall sogar Lizenzverweigerung trotz sportlicher Qualifikation
Dazu Zwanziger: "Es können nur Vereine in den Profiligen und der bald eingleisigen Regionalliga mitspielen, die durch ein modernes Stadion die entsprechenden infrastrukturellen Maßnahmen schaffen. Wir werden es nicht zulassen, dass sich die Gewalt durch mangelnde Sicherheitsvorkehrungen ihren Weg bahnen kann."
Verstärkte Fanarbeit. In Planung: ein Fankongress unter Obhut des DFB im Januar oder Februar 2007
Dazu Zwanziger: "Wir müssen das, was in der Bundesliga vorbildich gemacht wird, bis an die Basis weiterführen und bestehende Fanprojekte intensiv beleuchten."
Zwanziger von Ausschreitungen überrascht und enttäuscht
Zwanziger räumte ein, von den gehäuften und vehementen Ausschreitungen des Wochenendes überrascht worden zu sein. Er zeigte sich enttäuscht.
"Wir haben die WM im Herzen immer noch gefeiert", erklärte er.
In ihrer gemeinsamen Analyse der jüngsten Ereignisse habe sich eines klar herausgestellt: Die Gewalt, so Zwanziger, habe sich spürbar unterhalb der Ebene Bundesliga verlagert.
Seifert verweist auf Negativbeispiel Italien
Der Profifußball profitiert u.a. von den durch die WM verbesserten baulichen Rahmenbedingungen.
"Wir hätten nicht 39.000 Zuschauer im Schnitt, wenn dort jedes Wochenende Ausschreitungen zu befürchten wären", erklärte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.
Er verwies dabei auf das Negativbeispiel Italien, wo der Zuschauerschnitt aufgrund von ähnlichern Problemen auf unter 20.000 gefallen ist.
Bessere Integration ausländischer Mitbürger
Den gemeinsamen Beratungen gingen Einzelgespräche mit den Verantwortlichen der Krisenherde des Wochendes voraus.
Insbesondere der DFB verwies im Zusammenhang mit den Krawallen noch einmal auf die besondere Rolle der Gesellschaft. Die Politik müsse ebenfalls Rahmenbedingungen schaffen, die die Integration ausländischer Mitbürger vorantreiben.
Sollten sich die Gewaltszenen in den Stadien trotz der getroffenen Maßnahmen wiederholen, werde der DFB seine sportrechtlichen Möglichkeiten voll ausschöpfen und harte Strafen verhängen.
www.sport1.de
AMEN !
Task Force gegen Krawallmacher
Frankfurt/Main - Der deutsche Fußball übt den Schulterschluss. Im Kampf gegen Gewalt und Rassismus soll künftig eine Task Force Auswüchse verhindern, die am letzten Wochenende in deutschen Stadien für Negativschlagzeilen gesorgt hatten.
DFB-Präsident Theo Zwanziger will entschieden gegen Hooligans vorgehen
Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Krisensitzung der Bosse des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutscher Fußball Liga (DFL) am Dienstag in Frankfurt/Main.
"Wir wollen einen Fußball, der nicht manipuliert wird. Wir wollen einen Fußball, wo Gewalt und Fremdenfeinldichkeit keinen Platz haben. Und wir wollen einen Fußball, zu dem die Kinder, die Jugendlichen und ihre Eltern gehen können, ohne Sorgen haben zu müssen", erklärte DFB-Präsdeint Theo Zwanziger.
Fünf Punkte zur Eindämmung der Gewalt
Im Wesentlichen soll das Expertengremium, dessen genaue Zusammensetzung in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden soll, fünf Punkte vorantreiben, die den Fußball von seiner negativsten Seite weistesgehend befreien sollen:
verbessertes zentrales Kommunikationsnetzwerk
Umwandlung des Ehrenamtes des Sicherheitsbeauftragten in ein Hauptamt innerhalb des DFB
Der DFB will einen Vorschlag des Sicherheitseitsbeauftragten Alfred Sengle, der Ende des Jahres ausscheidet, umsetzen.
Installation eines Integrationsbeauftragten zur Steuerung der Prozesse an der Fußballbasis
Eindeutige Anforderungen an die Stadionlogistik. Im Zweifelsfall sogar Lizenzverweigerung trotz sportlicher Qualifikation
Dazu Zwanziger: "Es können nur Vereine in den Profiligen und der bald eingleisigen Regionalliga mitspielen, die durch ein modernes Stadion die entsprechenden infrastrukturellen Maßnahmen schaffen. Wir werden es nicht zulassen, dass sich die Gewalt durch mangelnde Sicherheitsvorkehrungen ihren Weg bahnen kann."
Verstärkte Fanarbeit. In Planung: ein Fankongress unter Obhut des DFB im Januar oder Februar 2007
Dazu Zwanziger: "Wir müssen das, was in der Bundesliga vorbildich gemacht wird, bis an die Basis weiterführen und bestehende Fanprojekte intensiv beleuchten."
Zwanziger von Ausschreitungen überrascht und enttäuscht
Zwanziger räumte ein, von den gehäuften und vehementen Ausschreitungen des Wochenendes überrascht worden zu sein. Er zeigte sich enttäuscht.
"Wir haben die WM im Herzen immer noch gefeiert", erklärte er.
In ihrer gemeinsamen Analyse der jüngsten Ereignisse habe sich eines klar herausgestellt: Die Gewalt, so Zwanziger, habe sich spürbar unterhalb der Ebene Bundesliga verlagert.
Seifert verweist auf Negativbeispiel Italien
Der Profifußball profitiert u.a. von den durch die WM verbesserten baulichen Rahmenbedingungen.
"Wir hätten nicht 39.000 Zuschauer im Schnitt, wenn dort jedes Wochenende Ausschreitungen zu befürchten wären", erklärte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.
Er verwies dabei auf das Negativbeispiel Italien, wo der Zuschauerschnitt aufgrund von ähnlichern Problemen auf unter 20.000 gefallen ist.
Bessere Integration ausländischer Mitbürger
Den gemeinsamen Beratungen gingen Einzelgespräche mit den Verantwortlichen der Krisenherde des Wochendes voraus.
Insbesondere der DFB verwies im Zusammenhang mit den Krawallen noch einmal auf die besondere Rolle der Gesellschaft. Die Politik müsse ebenfalls Rahmenbedingungen schaffen, die die Integration ausländischer Mitbürger vorantreiben.
Sollten sich die Gewaltszenen in den Stadien trotz der getroffenen Maßnahmen wiederholen, werde der DFB seine sportrechtlichen Möglichkeiten voll ausschöpfen und harte Strafen verhängen.
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AMEN !