Sprechende Videoüberwachung in Grossbritannien

kopfnuss
Ein weiterer Schritt zur totalen Überwachung:

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Sprechende Videoüberwachung in Grossbritannien

Middlesbrough. SDA/baz. In Middlesbrough im Nordosten Englands beobachtet Big Brother nicht nur, er schimpft auch. Anfang August wurden sieben Videoüberwachungsanlagen im Zentrum der Stadt nach Angaben der Verwaltung für 50 000 Pfund mit Lautsprechern ausgerüstet.

So soll Missverhalten der Bürger nicht nur festgestellt, sondern auch gleich gerügt werden, teilte Stadtratsmitglied Barry Coppinger mit. Mitarbeiter der Stadt richteten sich über die Lautsprecher direkt an einen Missetäter und forderten ihn beispielweise auf, fallengelassenen Abfall wieder aufzuheben.

Die Überwachungszentrale habe zudem eine direkte Verbindung zur Polizei. "Das ist auf gewisse Weise eine öffentliche Demütigung, aber sie führt dazu, dass die Person bestimmt nicht wieder so handelt", sagte Coppinger. Die bisherigen Ergebnisse der öffentlichen Rügen seien ermutigend.

http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectI...0D19216A9F0450C

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Britische Überwachungskameras wurden mit Lautsprechern ausgestattet, um beobachtetes Fehlverhalten zu disziplinieren

Überwachungskameras mag man ebenso übersehen wie manche Blicke von Neugierigen. Wenn aber deutlich wird, dass hinter den Kameras Menschen sitzen, die den öffentlichen Raum kontrollieren und lautstark ein bestimmtes Verhalten einfordern, dann dürfte das Leben in derart überwachten Räumen sich noch einmal verändern.

Noch sind es wenige Überwachungskameras, die mit Lautsprechern ausgerüstet wurden. Von den 158 Kameras in Middlesbrough kann das Sicherheitspersonal nun in einem Test bei sieben Kameras im Stadtzentrum die beobachteten Menschen, wenn sie sich ungebührlich verhalten, ermahnen. Dabei geht es weniger um die Bekämpfung von Kriminalität, sondern um die während der Blair-Regierung immer höher geschraubte Eindämmung des sogenannten antisozialen Verhaltens, das mit den anti-social behaviour orders (ASBOs) belangt werden kann (Blair will "antisoziales Verhalten" ausrotten). Wer nun betrunken des Nachts herumgrölt oder Abfall auf die Straße wirft, muss damit rechnen, öffentlich bloßgestellt zu werden. Die Kommune meldet stolz: "A new sound is hitting the streets of Middlesbrough…the sound of CCTV."

Nach dem für das Überwachungssystem Verantwortlichen ist der Test jetzt schon ein Erfolg. Es sei eben ein erheblicher Unterschied, so Jack Bronner, ob man weiß, dass es Überwachungskameras gibt oder ob man laut darauf hingewiesen wird, "dass man etwas Falsches getan hat". Die meisten Menschen seien dann so beschämt, wenn sie kurzfristig wie an einem Pranger vorgeführt werden, dass sie schnell und ohne weitere Probleme verschwinden. Bronner meint, die sprechenden Überwachungskameras würden die Straßen sicherer machen und das Verhalten von Störenfrieden verändern. Man hofft gewissermaßen auf ein Panoptikum zur gesteuerten Modifizierung des Alltagsverhaltens, wodurch die Menschen auf den öffentlichen Plätzen wie in Gefängnissen einer vom Staat erlassenen Disziplin unterworfen werden.

Die Mail on Sunday berichtet von einem Vorfall, der zeigt, wie das Disziplinierungsprojekt wirkt: Dabei ging es um einen Fahrradfahrer, der durch eine Fußgängerzone fuhr. Aus dem Lautsprecher kam der Befehl: "Würde der junge Mann auf dem Fahrrad bitte absteigen und gehen, da er sich in einer Fußgängerzone befindet." Die Zeitung schreibt weiter:

Der überraschte Jugendliche hielt an und schaute sich um. Als er bemerkte, dass die Stimme ihn meinte, breitete sich auf seinem Gesicht Schrecken aus. Er stieg ab und schob sein Fahrrad, wie ihm befohlen wurde, durch die belebten Straßen.

Angeblich wurden strenge Richtlinien für die Erteilung der Befehle ausgegeben. Sie sollen höflich gegeben werden und beispielsweise so lauten: "Warning - you are in an alcohol-free zone, please refrain from drinking" oder "Warning - your behaviour is being monitored by CCTV. It is being recorded and the police are attending." Wenn der Ermahnte gehorcht, soll ein Dankeschön erfolgen.

Eingeführt wurde die neue Art der eingreifenden Überwachung aus der Ferne vom Bürgermeister, der früher Polizeioffizier gewesen ist und dessen Maxime die Nulltoleranz ist. Falls sich die sprechenden Kameras in seinem Sinne bewähren, sollen sie auch in den Wohnvierteln eingesetzt werden. Middlesbrough ist nicht die erste Kommune, die sprechende Kameras eingeführt hat. 2003 hatte bereits Wiltshire Pionierarbeit geleistet. Mit der Fernüberwachung lassen sich auch Polizeistreifen und damit Kosten einsparen. Ob die Sicherheit der überwachten Gebiete steigt oder Kriminalität nur verdrängt wird, ist umstritten. Angeblich hat der überwiegende Teil der Bevölkerung nichts gegen die Dauerbeobachtung. Im Londoner Stadtteil Shoreditch ist vor kurzem ein System eingeführt worden, mit dem die Bewohner über das Fernsehgerät die Bilder der Überwachungskameras aus ihrem Stadtteil unter dem Motto "Fight crime from your sofa" beobachten können (Heute Abend im Fernsehen: Alles). Die britische Regierung will möglichst früh eingreifen und auch präventiv antisoziales Verhalten verhindern. Vielleicht hängen die Kameras dann ja auch bald, gesteuert durch Supernannies, in den Wohnungen?

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23571/1.html

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Videokameras ermahnen Passanten

Britische Beamte kontrollieren ihre Bürger
Seit Videoüberwachungsanlagen mit Lautsprechern ausgerüstet werden, beobachtet Big Brother in Middlesbrough im Nordosten Englands nicht nur, er schimpft auch.
Nach Angaben der Verwaltung wurden Anfang August sieben Videoüberwachungsanlagen im Zentrum der Stadt für 50'000 Pfund mit Lautsprechern ausgerüstet.

So soll Missverhalten der Bürger nicht nur festgestellt, sondern auch gleich gerügt werden, teilte Stadtratsmitglied Barry Coppinger mit.

Direkte Verbindung zur Polizei

Mitarbeiter der Stadt richteten sich über die Lautsprecher direkt an einen Missetäter und forderten ihn beispielweise auf, fallengelassenen Abfall wieder aufzuheben. Die Überwachungszentrale habe zudem eine direkte Verbindung zur Polizei.

Öffentliche Demütigung

«Das ist auf gewisse Weise eine öffentliche Demütigung, aber sie führt dazu, dass die Person bestimmt nicht wieder so handelt», sagte Coppinger. Die bisherigen Ergebnisse der öffentlichen Rügen seien ermutigend.

(sda/godc)

http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/arch...rmischtes/52179
Fiedel43

Das ist mal echt ein Hammer. "1984" lässt grüßen. Wenn das Mode wird ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Weisungsbefungnis der Kameras. Das würde dann bedeuten, dass Menschen von einer Kamera befehligt werden und wie ferngesteuert das tun müssen, was ihnen die Kamera sagt. Unter Androhung halt von härteren Konsequenzen bei Nichtbefolgen.
Super-Gau!
Dominik
Zitat:
Original von Fiedel43

Das ist mal echt ein Hammer. "1984" lässt grüßen. Wenn das Mode wird ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Weisungsbefungnis der Kameras. Das würde dann bedeuten, dass Menschen von einer Kamera befehligt werden und wie ferngesteuert das tun müssen, was ihnen die Kamera sagt. Unter Androhung halt von härteren Konsequenzen bei Nichtbefolgen.
Super-Gau!


Du bist doch bei der Bundeswehr? Da kann ich den ganz grossen Unterschied (in Sachen Intelligenz jetzt) zwischen den Leuten, deren Befehlen du hinterherrennst und Kameras nicht mehr so ganz finden.
bastian
Zitat:
Original von Dominik_
Zitat:
Original von Fiedel43

Das ist mal echt ein Hammer. "1984" lässt grüßen. Wenn das Mode wird ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Weisungsbefungnis der Kameras. Das würde dann bedeuten, dass Menschen von einer Kamera befehligt werden und wie ferngesteuert das tun müssen, was ihnen die Kamera sagt. Unter Androhung halt von härteren Konsequenzen bei Nichtbefolgen.
Super-Gau!


Du bist doch bei der Bundeswehr? Da kann ich den ganz grossen Unterschied (in Sachen Intelligenz jetzt) zwischen den Leuten, deren Befehlen du hinterherrennst und Kameras nicht mehr so ganz finden.




Lest mal IT-News, informiert euch über DRM, RFID, neue Microsoft-Betriebssystme, etc. Wenn es danach geht, dürften einige hier in ein paar Jahren (oder schon Monaten) keine Computer oder andere elektrotechnische Geräte mehr anfassen oder bedienen.
~Sangue Verde~
Zitat:
Original von beckspatriot
Zitat:
Original von Dominik_
Zitat:
Original von Fiedel43

Das ist mal echt ein Hammer. "1984" lässt grüßen. Wenn das Mode wird ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Weisungsbefungnis der Kameras. Das würde dann bedeuten, dass Menschen von einer Kamera befehligt werden und wie ferngesteuert das tun müssen, was ihnen die Kamera sagt. Unter Androhung halt von härteren Konsequenzen bei Nichtbefolgen.
Super-Gau!


Du bist doch bei der Bundeswehr? Da kann ich den ganz grossen Unterschied (in Sachen Intelligenz jetzt) zwischen den Leuten, deren Befehlen du hinterherrennst und Kameras nicht mehr so ganz finden.




Lest mal IT-News, informiert euch über DRM, RFID, neue Microsoft-Betriebssystme, etc. Wenn es danach geht, dürften einige hier in ein paar Jahren (oder schon Monaten) keine Computer oder andere elektrotechnische Geräte mehr anfassen oder bedienen.


Was ist eigentlich genau mit TCPA passiert? Wurden die Pläne verworfen,oder nicht?
Fiedel43
Zitat:
Original von Dominik_
Zitat:
Original von Fiedel43

Das ist mal echt ein Hammer. "1984" lässt grüßen. Wenn das Mode wird ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Weisungsbefungnis der Kameras. Das würde dann bedeuten, dass Menschen von einer Kamera befehligt werden und wie ferngesteuert das tun müssen, was ihnen die Kamera sagt. Unter Androhung halt von härteren Konsequenzen bei Nichtbefolgen.
Super-Gau!


Du bist doch bei der Bundeswehr? Da kann ich den ganz grossen Unterschied (in Sachen Intelligenz jetzt) zwischen den Leuten, deren Befehlen du hinterherrennst und Kameras nicht mehr so ganz finden.


Wieso nicht?
bastian
Ist eigentlich OT, aber nun gut.
TCPA ist nur ein Konsortium, welches an "Trusted Computing" festhällt bzw. dafür ein Konzept entwickelt hat. Dieses Konsortium gibt es afaik so in der Form nicht mehr, sondern nennt sich nun TCG (Trusted Computing Group). Die Idee hinter TC ist DRM (Digital Rights Management), welches mittlerweile sehr oft verwendet wird. Siehe musicload.de, iTunes, etc, wo man runtergeladene Mp3s nur in einer bestimmten Anzahl hören, brennen, nicht weitervertreiben, etc. kann. Es gibt diverse verschiedene Konsortien, welche verschiedene DRM-Modelle zur Verfügung stellen, z.B. für Handys (der neueste "Schrei"), tragbare Mp3-Player, u.s.w. Das ganze ist bisher nur Software basierend, sprich eine Software kontrolliert dein Vorgehen und schränkt dieses ein. Dies eigentliche Idee des TCPA-Konsortiums war damals, dies ganze auch mit der Hardware zu verbinden. Somit wäre es unter anderem möglich, dass die Hardware in deinem PC selbstständig entscheidet, ob sie anderen Hardware aktzeptiert, nur eingeschränkt aktzeptiert oder gar ablehnt.

Die Entwicklung ist gruselig, vor allem weil DRM gut verschwiegen wird. Außer man liest genau, was man kauft. Da der Otto-Normal-Verbraucher aber weiterhin blind kaufen wird, was ihm vor die die Nase gesetzt wird und den Produkten großer Firmen und den Firmen selbst, die in solchen Konsortien stecken und allen vorran Microsoft, vertrauen wird, wird sich auch dieses "Kontrollmittel" durchsetzen und der Otto-Normal-Nutzer wird seiner Rechte und Nutzungs-Freiheit beraubt werden.

Info-Film: http://www.lafkon.net/tc/