kopfnuss
Bremer Polizei benutzt seit drei Jahren Dunkelbrillen
Der Einsatz einer Festnahmeeinheit in Hamburg beschäftigt Politik
Von unserer Redakteurin
Rose Gerdts-Schiffler
BREMEN. Der Einsatz von "Dunkelbrillen" seitens Bremer Polizeibeamte beschäftigt inzwischen auch die Politik. Beamte einer Bremer Beweis- und Festnahmeeinheit hatten bei einem Fest im Hamburger Schanzenviertel einzelne Randalierer herausgegriffen und ihnen kurzzeitig eine Dunkelbrille aufgesetzt, die sie orientierungslos werden ließ. Nach Ansicht des innenpolitischen Sprechers der SPD, Hermann Kleen, "muss dieser Vorgang aufgeklärt werden". Hintergrund sind Medienberichte aus Hamburg, nach denen aufgrund des Brilleneinsatzes Ermittlungsverfahren gegen Bremer Beamte liefen. Dabei wurde kritisch auf das US-Gefangenenlager Guantánamo verwiesen, in dem ähnliche Brillen zum Einsatz kommen. "Es muss geprüft werden, wie die rechtliche Situation in den Bundesländern aussieht, in die die Bremer Polizei zu Einsätzen geschickt wird", betonte Kleen. Ein Sprecher der Hamburger Polizei betonte gestern, dass von einem Ermittlungsverfahren keine Rede sein könne. Derzeit werde nur geprüft, ob das "Einsatzmittel Brille" durch das Hamburger Polizeigesetz gedeckt sei. Bislang hätten die Hamburger den Einsatz von Brillen nicht gekannt. "Sie werden nur selten eingesetzt", sagte gestern Ralf Pestrup, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Brillen gebe es aber seit drei Jahren bei der Bremer Polizei. "Aggressiv auftretende Täter können so leichter aus Menschenmengen abgeführt werden." Die Grünen wollen das Thema nun in die Fragestunde der Bürgerschaft einbringen, da sich "die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel" aufdränge.
Weser-Kurier
Der Einsatz einer Festnahmeeinheit in Hamburg beschäftigt Politik
Von unserer Redakteurin
Rose Gerdts-Schiffler
BREMEN. Der Einsatz von "Dunkelbrillen" seitens Bremer Polizeibeamte beschäftigt inzwischen auch die Politik. Beamte einer Bremer Beweis- und Festnahmeeinheit hatten bei einem Fest im Hamburger Schanzenviertel einzelne Randalierer herausgegriffen und ihnen kurzzeitig eine Dunkelbrille aufgesetzt, die sie orientierungslos werden ließ. Nach Ansicht des innenpolitischen Sprechers der SPD, Hermann Kleen, "muss dieser Vorgang aufgeklärt werden". Hintergrund sind Medienberichte aus Hamburg, nach denen aufgrund des Brilleneinsatzes Ermittlungsverfahren gegen Bremer Beamte liefen. Dabei wurde kritisch auf das US-Gefangenenlager Guantánamo verwiesen, in dem ähnliche Brillen zum Einsatz kommen. "Es muss geprüft werden, wie die rechtliche Situation in den Bundesländern aussieht, in die die Bremer Polizei zu Einsätzen geschickt wird", betonte Kleen. Ein Sprecher der Hamburger Polizei betonte gestern, dass von einem Ermittlungsverfahren keine Rede sein könne. Derzeit werde nur geprüft, ob das "Einsatzmittel Brille" durch das Hamburger Polizeigesetz gedeckt sei. Bislang hätten die Hamburger den Einsatz von Brillen nicht gekannt. "Sie werden nur selten eingesetzt", sagte gestern Ralf Pestrup, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Brillen gebe es aber seit drei Jahren bei der Bremer Polizei. "Aggressiv auftretende Täter können so leichter aus Menschenmengen abgeführt werden." Die Grünen wollen das Thema nun in die Fragestunde der Bürgerschaft einbringen, da sich "die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel" aufdränge.
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