Sinn und Unsinn eines Fan-Projektes in Bremen

HornsbyHB
Fakt ist:
Das nationale Konzept Sport und Sicherheit verlangt ein Fan-Projekt.
Fakt ist:
Die Lizensierungsbedingungen für Profivereine verlangen einen Fanbeauftragten.
Fakt ist:
Beide sind in gewisser Weise in einigen Punkten auf Zusammenarbeit angewiesen, aber völlig unabhängig voneinander und mit gänzlich unterschiedlichen Zielsetzungen.
Fakt ist:
Ein Fan-Projekt (im eigentlichen Sinne) ist kein Verein von Fans, sondern
ein durch staatliche Gelder und Zuweisungen des DFB finanziertes sozialpädagogisches Projekt.
Fakt ist:
Ein Fan-Projekt soll auch Anwalt der Fans sein, nicht deren Dienstleister.

usw. usw.

Meinungen erbeten.
mazzo
Hochinteressantes Thema!

Zu den Fakten kann man ja keine "Meinung" haben, im Sinne, dass diese Grundbedingungen von FP zu FP anders zu gestalten wären.

Generell stellt sich aber die Frage, wie FPs mit der Rolle leben, auch von Verein und Verband bezahlt zu werden und dennoch unabhängig zu sein. Die Vermutung, dass die sich schwerlich in Opposition zu den (indirekten) geldgebern begeben und daher eher eine "guter Cop" Rolle einnehmen drängt sich auf.

Dennoch ist meine Erfahrung mit vielen FP-Mitarbeitern (aus unterschiedlichsten FP von Vereinen unterschiedlicher Ligen), dass diese Leute durchaus Faninteressen ehrlich vertreten. Vor allem in Kommunikation und Vermittlung zum jeweiligen Verein oder zur örtlichen Polizei können die viel erreichen.

Es fragt sich aber immer noch, an welchen Stellen die FPs sich aus politischen Gründen zurückhalten/zurückhalten müssen. Meiner Meinung nach exisitert häufig eine Mischform aus vorauseilendem Gehorsam (der im übrigen vor allem auf FBs zutrifft, ganz vor allem einem uns wohlbekannten...) und Bequemlichkeit, sich keinen unnötigen Ärger einzufahren. Zum Teil ist das auch berechtigt, da sinnlosses gegen die Wand rennen nur ne Beule bringt. besser ist da realistisch einzuschätzen was möglich ist.

Ich würde mir aber gerne wünschen, dass FPs noch unabhängiger werden um nicht nur Sozialarbeit sondern auch Fan-Anwalt sein zu können. (Wenn die Fans selber mit ihren Initaiven und Bündnissen schon von Vereineen und Verbänden gedisst werden)
RE-Orhan
Zitat:
Original von mazzo

Ich würde mir aber gerne wünschen, dass FPs noch unabhängiger werden um nicht nur Sozialarbeit sondern auch Fan-Anwalt sein zu können. (Wenn die Fans selber mit ihren Initaiven und Bündnissen schon von Vereineen und Verbänden gedisst werden)

Kann ich nur unterstreichen!!!
Gerade im Bezug auf die ganzen Geschichten im Vorfeld der WM hätte ich mir viel mehr Engagement seitens der Fan Projekte gewünscht
.Auch in Bremen vermisse ich oft eine kritischere Haltung gegenüber dem Verein.Hört man in Gesprächen mit den einzelnen FPlern oft Kritik so ist davon in z.B.offenen Diskussionen(mit Vereinsoberen) nix mehr zu merken und man geht auf Schmusekurs bzw. in eine neutrale Haltung.

Von einem Fan-Beauftragten würde ich es mir genauso wünschen doch der ist halt Angestellter des Vereins und muss halt darauf achten das er seinen Brötchengeber net verärgert.

Wie Matze schon gesagt hat.Seht interessantes Thema das hier hoffentlich noch weiter behandelt wird.Vielleicht meldet sich ja auch noch der ein oder andere FPler oder auch mal unser Fan-Beauftragter zu Wort.
MrBonde
Zitat:
Original von mazzo
eine Diskussion über Sinn und Unsinn eines Fanbeauftragten sollte man in einem eigenen Fred behandeln. Das passt nicht zur Diskussion über Fanprojekte.


Recht hast du, und den entsprechenden Beitrag habe ich gelöscht. Dumpfes Gepöbel tut hier nicht not. Zum Thema schreib ich später nochmal was.
winko
Das es auch anders laufen kann zeigt der Fanladen St. Pauli,hier wurde von vornherein darauf geachtet das die Sozialpädagogische Arbeit unabhängig von Verein und Polizei getätigt werden kann. Dadurch wird ermöglicht das der fan eine vertrauensbasis zu den mitarbeitern hat.

Desweiteren frage ich mich welches Spektrum konkret vom FP angespochen wird,denn eigentlich sollle es so sein das dass Fandasein nicht als eine normale Freizeitbeschäftigung angesehen werden, sondern sie nimmt in der Entwicklung dieser Jugendlichen einen zentralen Aspekt ein. Der Verein bestimmt den Großteil ihrer Lebenswelt. Leider nimmt das FP diese Jugendlichen nicht sonderlich wahr. Früher gab es den Saal,wo unter der woche sich die Jugendlichen in der damals aktiven ES gesammelt ahben allerings ging dies auch immer von uns,den Ultras aus. Mittlerweile gibt es auch im Saal noch kaum Aktivitäten.
HornsbyHB
Zitat:
Original von winko
Das es auch anders laufen kann zeigt der Fanladen St. Pauli,hier wurde von vornherein darauf geachtet das die Sozialpädagogische Arbeit unabhängig von Verein und Polizei getätigt werden kann. Dadurch wird ermöglicht das der fan eine vertrauensbasis zu den mitarbeitern hat.


Die Geschichte des Fan-Ladens ist aber auch eine gänzlich andere.
Interessant in dem Zusammenhang (und mit Zwinkern im Auge): Einer der
ersten Fan-Projektler des Fan-Ladens ist heute der Sicherheitschef beim
FC St.Pauli.
In den Anfängen hatte die Arbeit des Fan-Ladens nicht wirklich viel mit
sozialpädagogischer Arbeit zu tun, sondern wäre eher als Antifa-Laden
durchgegangen. Was mir insgesamt aber auch nicht schlecht gefallen hat
damals.

Zitat:
Original von winko
Desweiteren frage ich mich welches Spektrum konkret vom FP angespochen wird,denn eigentlich sollle es so sein das dass Fandasein nicht als eine normale Freizeitbeschäftigung angesehen werden, sondern sie nimmt in der Entwicklung dieser Jugendlichen einen zentralen Aspekt ein. Der Verein bestimmt den Großteil ihrer Lebenswelt. Leider nimmt das FP diese Jugendlichen nicht sonderlich wahr. Früher gab es den Saal,wo unter der woche sich die Jugendlichen in der damals aktiven ES gesammelt ahben allerings ging dies auch immer von uns,den Ultras aus. Mittlerweile gibt es auch im Saal noch kaum Aktivitäten.


Konkret ? Es heißt, wie du aus deiner Zeit dort weißt, "Jugendliche und
junge Erwachsene". Übrigens im Gegensatz zu einigen anderen Fan-
Projekten ohne eine konkrete Ansage, ausschließlich gewaltbereites
Potential zu betreuen. Das Altersspektrum kann man also so zwischen 12
und 25 sehen.
Übrigens glaube ich nicht, dass der Verein einen Großteil der Lebenswelt
bestimmt. Korrigiere mich, aber ich sehe einen Großteil eher in die Clique
und erst in zweiter Linie beim Verein. Der ist zwar die Ursache und auch
oft genug Anlaß, aber selten konkreter Inhalt, sondern eher Plattform.
Ich denke weiterhin, dass die Arbeit nicht mit einer kleinen Gruppe alleine
stattfinden kann.
winko
Einer der
ersten Fan-Projektler des Fan-Ladens ist heute der Sicherheitschef beim
FC St.Pauli.

Der herr Brux macht ja auch für seine Verhältnisse einen guten objektiven Job.


Übrigens glaube ich nicht, dass der Verein einen Großteil der Lebenswelt
bestimmt. Korrigiere mich, aber ich sehe einen Großteil eher in die Clique
und erst in zweiter Linie beim Verein.

Würdest du mir nicht zustimmen,wenn das gesamte Spektrum zur Lebenswelt des FussballFans gehört.
HornsbyHB
Zitat:
Original von mazzo
Generell stellt sich aber die Frage, wie FPs mit der Rolle leben, auch von Verein und Verband bezahlt zu werden und dennoch unabhängig zu sein. Die Vermutung, dass die sich schwerlich in Opposition zu den (indirekten) geldgebern begeben und daher eher eine "guter Cop" Rolle einnehmen drängt sich auf.


Diese Vermutung liegt nahe. Es ist zwar ein unabhängiger Trägerverein,
dessen Vorstand die hauptamtlichen MitarbeiterInnen beschäftigt (also
auch die Arbeit vorgibt und verantwortet), aber ich denke, es gibt
Sachzwänge. Wobei es oft Sachen sind, die so nicht auffallen. Warum z.B.
sollte man den Saal nicht auch für Veranstaltungen zur Verfügung stellen,
die dem Verein wichtig sind und die niemanden stören.

Zitat:
Original von mazzo
Dennoch ist meine Erfahrung mit vielen FP-Mitarbeitern (aus unterschiedlichsten FP von Vereinen unterschiedlicher Ligen), dass diese Leute durchaus Faninteressen ehrlich vertreten. Vor allem in Kommunikation und Vermittlung zum jeweiligen Verein oder zur örtlichen Polizei können die viel erreichen.


Yep. Auch in Bremen bekommt man manchmal gar nicht richtig mit, was
da noch hinter den Kulissen läuft. Und dass man einem gestandenen
Professor, der mit den Granden jahrelang Fußball gespielt hat, natürlich
auch zuhört, dürfte ziemlich klar sein.

Zitat:
Original von mazzo
Es fragt sich aber immer noch, an welchen Stellen die FPs sich aus politischen Gründen zurückhalten/zurückhalten müssen. Meiner Meinung nach exisitert häufig eine Mischform aus vorauseilendem Gehorsam (der im übrigen vor allem auf FBs zutrifft, ganz vor allem einem uns wohlbekannten...) und Bequemlichkeit, sich keinen unnötigen Ärger einzufahren. Zum Teil ist das auch berechtigt, da sinnlosses gegen die Wand rennen nur ne Beule bringt. besser ist da realistisch einzuschätzen was möglich ist.


Naja, man muss aber natürlich auch etwas durchsetzen wollen. Ohne die
Vision, dass Stehplätze in ein modernes Stadion gehören, gäbe es sicher
heute in der ganzen Liga keinen mehr. Wobei das allerdings kein Grund ist,
sich darauf auszuruhen. Doch das war eine positive Kampagne für etwas,
nicht gegen etwas. Fan-Aktionen scheinen mir oft Reaktionen zu sein.

Zitat:
Original von mazzo
Ich würde mir aber gerne wünschen, dass FPs noch unabhängiger werden um nicht nur Sozialarbeit sondern auch Fan-Anwalt sein zu können. (Wenn die Fans selber mit ihren Initaiven und Bündnissen schon von Vereineen und Verbänden gedisst werden)


Das ist eine große Forderung. Gib mal ein bißchen Futter dahinter bitte.
Master of Desaster
Hab mir blöderweise bis dato nur den Anfangs Post von dir Hornsby durchgelesen und war etwas verwirrt.
Ich möchte dennoch kurz erwähnen das sowohl das Fanprojekt als auch der Fanbeauftragte hier so not tun wie in Riesen Pickel in der Arschfalte.

Man könnte mich jetzt falsch verstehen. Deshalb genauer.
Beide wären Sinnvoll bis notwändig.
Beide erfüllen aber nicht nur die Kriterien einer Aktiven und Lebendigen Fanszene nicht, sie haben Teil daran das diese zerstört wird.

Mich kotzt es auch wirklich an Hornsby das du, und diesen Eindruck habe ich jetzt auch mit dieser Offensive von dir ( im übrigen nicht exklusiv und wie gesagt ohne das ich es besser weiss weil ich nicht weiter gelesen habe )
gar nicht wirklich an einer für uns Fans positiven entwicklung teil haben willst.
Ich behaupte auch nicht das Gegenteil, nur fragt man sich doch in Bremen was du überhaupt bezwecken willst mit den Dingen die du so tust.

Das geschreibe im Werder Magazin z.B.
Es geht nicht mehr schlechter,sorry.

Wenn man mit dir redet, hörts sichs noch ganz nett an alles. nur davon kann sich keiner etwas kaufen.
Stattdessen liest man über Dinge die man eh schon weiss und die sich nur vorwurfsvoll anhören wie
,,Fakt ist:
Ein Fan-Projekt (im eigentlichen Sinne) ist kein Verein von Fans, sondern
ein durch staatliche Gelder und Zuweisungen des DFB finanziertes sozialpädagogisches ''

Ich finde es gut das es diesen Tread gibt, ich weiss nur nicht was du uns damit sagen willst.


Ich bitte im übrigen diese Zeilen nicht zu löschen.
Sie gehen zwar nicht dirket auf die Diskussion ein, viellmehr gehört diese Sache aber irgentwie dazu weil du Hornsby in dieser Sache mit FP und FB zu nennen bist.
HornsbyHB
Zitat:
Original von RE-Orhan

Gerade im Bezug auf die ganzen Geschichten im Vorfeld der WM hätte ich mir viel mehr Engagement seitens der Fan Projekte gewünscht
.Auch in Bremen vermisse ich oft eine kritischere Haltung gegenüber dem Verein.Hört man in Gesprächen mit den einzelnen FPlern oft Kritik so ist davon in z.B.offenen Diskussionen(mit Vereinsoberen) nix mehr zu merken und man geht auf Schmusekurs bzw. in eine neutrale Haltung.



Moin Orhan,

ich denke sie haben die WM in ihrer Gesamtheit (BAG / KOS) auch als eine
Chance gesehen, sich selbst positiv in den Gesamtprozeß einzubringen.
Schade, dass so etwas wie das Info-Mobil, das heute von diesem ominösen
Pro7/Bravo-Club-Verschnitt namens Coca-Cola-Club-der-mit-den-Fans-wirbt
vor die Stadien gestellt wird, nicht durch die Fan-Projekte gemacht wird.
Damit hatten sie damals bei der EM in Schweden schließlich mal angefangen
und ich sehe überhaupt keinen Grund, das diesem Pseudo-Fan-Club zu
überlassen.
Das andere kann ich nicht beurteilen, weil ich da selbst nie mit dabei
gesessen habe. Allerdings verstehen sich die Leute vom FP eher als die,
die die Gespräche arrangieren und moderieren, nicht selbst in einem
größeren Forum als die, die mitdiskutieren.
HornsbyHB
Zitat:
Original von winko
Der herr Brux macht ja auch für seine Verhältnisse einen guten objektiven Job.


Ja, im Verhältnis zu anderen Sicherheitschefs ganz sicher. Ich wollte auch
nicht kritisieren, dass er das macht, sondern aufzeigen, dass es auch
solche Entwicklungen von Personen geben kann. Wertfrei.

Zitat:
Original von winko
Würdest du mir nicht zustimmen,wenn das gesamte Spektrum zur Lebenswelt des FussballFans gehört.


Klar. Ich nehme eben an, dass die Gruppe öfter im Mittelpunkt steht, als
der Verein selbst.
HornsbyHB
Zitat:
Original von Master of Desaster
Hab mir blöderweise bis dato nur den Anfangs Post von dir Hornsby durchgelesen und war etwas verwirrt.
Ich möchte dennoch kurz erwähnen das sowohl das Fanprojekt als auch der Fanbeauftragte hier so not tun wie in Riesen Pickel in der Arschfalte.


Zum Fan-Projekt gebe ich dann nur mal den Satz des alten Vorsitzenden
zum Besten: "Wenn wir irgendwann feststellen, das wir keine Aufgabe
mehr haben, dann können wir uns auflösen." Und wer Narziss kennt, der
weiß, das er das durchaus ernst meint.

Zitat:
Original von Master of Desaster
Man könnte mich jetzt falsch verstehen. Deshalb genauer.
Beide wären Sinnvoll bis notwändig.
Beide erfüllen aber nicht nur die Kriterien einer Aktiven und Lebendigen Fanszene nicht, sie haben Teil daran das diese zerstört wird.


Da dürfte es aber grundsätzlich unterschiedliche Meinungen darüber geben,
wer zu solch einer Fanszene gehört und wer nicht. Mal abgesehen davon,
das das Fan-Projekt ja nicht Teil der Fanszene ist und auch nicht sein
soll, gibt es auch elementar unterschiedliche Auffassungen, wo Grenzen
sind und wer die setzt. Aus den Gesprächen der letzten Jahre habe ich
den Schluß gezogen, dass man / wir da nicht auf einen Nenner kommen
werden. Aber auch das ist ja im Endeffekt eine Erkenntnis. Das kommt in
den besten Familien vor, ohne das man sich gleich meucheln muß.

Zitat:
Original von Master of Desaster
Mich kotzt es auch wirklich an Hornsby das du, und diesen Eindruck habe ich jetzt auch mit dieser Offensive von dir ( im übrigen nicht exklusiv und wie gesagt ohne das ich es besser weiss weil ich nicht weiter gelesen habe )
gar nicht wirklich an einer für uns Fans positiven entwicklung teil haben willst.


Ach ? Exklusivmeinung ? Ich glaube nur nicht, ich stände im Zentrum der
Ereignisse, die Sonne würde sich um mich drehen und ich hätte ein
besonderes Gen, das mir immer die Weisheit gibt. Könnte es sein, dass
es da auch Fans in unserer Szene gibt, die das von sich denken und der
Meinung sind, nur sie wüßten, was gut für sie selbst, für ihre Clique und
für die Gesamtszene ist ? Denk mal drüber nach. Es soll Leute geben, die
lassen neben ihrer eigenen keine weitere Meinung zu, ja, sie weigern
sich sogar, nur darüber nachzudenken.

Zitat:
Original von Master of Desaster
Ich behaupte auch nicht das Gegenteil, nur fragt man sich doch in Bremen was du überhaupt bezwecken willst mit den Dingen die du so tust.


Na ja, wenn du denn weder das eine noch das Gegenteil behauptest, was
wolltest du mir denn dann sagen ?
Was ich damit bezwecke kann ich dir aber sagen: Reputation gewinnen
für die gesamte Fanszene. Soweit das irgendwie möglich ist. Und glaube
mir, das ist schwierig. Weil ich von vornherein weiß, dass alle ihre Ideen
haben und man es nie diesen allen recht machen kann. Im Zweifelsfall
stehst du zwischen allem. Nicht wirklich prickelnd.

Zitat:
Original von Master of Desaster
Das geschreibe im Werder Magazin z.B.
Es geht nicht mehr schlechter,sorry.


Es gibt dazu auch eine Alternative - nämlich gar nix. Das am Rande.
Auch da, es ist verdammt schwer, allen gerecht zu werden. Die Logik sagt
mir, ich kann in einer Vereinspublikation z.B. keine "No!range"-Kampagne
starten. Dafür gibt es andere Möglichkeiten und wird in den Zines ja auch
gut gebracht. Wenn es für Rauch Geldstrafen gibt, kann niemand ernsthaft
erwarten, dass nun ausgerechnet in einer offiziellen Vereinszeitung zum
Rauchpilz aufgerufen wird. Ich würde mich freuen, wenn es möglich wäre,
neben den Argumenten des Vereins auch die verschiedener Fan-Gruppen
abzudrucken zu solchen Themen. Nur befürchte ich, das wäre dann nicht
sehr befriedigend für dich. Trotzdem, das sollte möglich sein. Aber daran
arbeite ich seit Jahren vergeblich. Eine meiner persönlichen Niederlagen.

Zitat:
Original von Master of Desaster
Wenn man mit dir redet, hörts sichs noch ganz nett an alles. nur davon kann sich keiner etwas kaufen.
Stattdessen liest man über Dinge die man eh schon weiss und die sich nur vorwurfsvoll anhören wie
,,Fakt ist:
Ein Fan-Projekt (im eigentlichen Sinne) ist kein Verein von Fans, sondern
ein durch staatliche Gelder und Zuweisungen des DFB finanziertes sozialpädagogisches ''

Ich finde es gut das es diesen Tread gibt, ich weiss nur nicht was du uns damit sagen willst.


Es ging darum, wie die Rolle des Fan-Projektes im Zusammenhang mit
Mike Redmanns Ausraster war.
Wenn du es eh schon weißt (wobei ich nicht weiß, ob du jetzt das Magazin
meinst oder das Forum hier), dann ist doch ok. Soll Leute geben, die
wissen manche Sachen nicht. Und selbst wenn, ich denke das ist immer
noch allemal wichtiger, als sich über Spielerkäufe und Schiedsrichterleistun-
gen zu unterhalten.
Sorry, wenn du die Fakten zum FP als Vorwurf empfunden hast. Das war
nun überhaupt nicht meine Absicht.

Zitat:
Original von Master of Desaster
Ich bitte im übrigen diese Zeilen nicht zu löschen.
Sie gehen zwar nicht dirket auf die Diskussion ein, viellmehr gehört diese Sache aber irgentwie dazu weil du Hornsby in dieser Sache mit FP und FB zu nennen bist.


Ich bitte ebenfalls diese Zeilen stehen zu lassen.
Ich bitte dich persönlich aber auch, mal über den Sinn und Unsinn von
Feindbildern nachzudenken.

Und deshalb: 91- nein ......
Suffältester
Muß dann auch mal meinen Senf dazu geben:
Klar ist der Sinn des Fanprojekts in der vorgesehenen sozialpädagogischen Arbeit durchaus sehr sinnvoll. Nur geschieht diese Arbeit hier doch nur in sehr verminderter Form. Viel mehr scheint es mir so als dass das Fanprojekt als gesamtes betrachtet, nicht Willens ist Einstellungen und Meinungen in der Fanszene vernünftig aufzugreifen. Statt dessen wird lieber der einfachere Weg der vorhandenen Erkenntnisse gegangen. Welche im Endeffekt so gut wie keine Arbeit bedeuten.
Wirklich wichtige Sachen sind seid der Stehplatz und OKS-Sache damals, vom Fanprojekt nicht getragen. Vielleicht mit Ausnahme des Arbeitskreises zum damaligen Umbau der Nordgeraden und Tieferlegung der Ostkurve,welcher Recht interessant war. Aber denke sowas wird sich bei dem jetzt anstehenden Umbau des Stadions leider nicht wieder verwirklichen lassen. Dabei werden die Problemfelder in der heutigen Zeit für uns Fans doch eher viel größer ,als das sie sich verringern würden.

Finde es auch weiterhin merkwürdig,dass der Vorstand des Fanprojekts eigentlich keinen Kontakt zur Fanszene hat bzw. in der Fanszene selbst völlig unbekannt ist. So bekommt dieser doch nur das Bild der Angestellten von uns Fans weitervermittelt und kann sich selbst keinen Eindruck verschaffen.
Da Werder das Fanprojekt ja nur zu einen Drittel bezahlt (oder noch weniger rechnet man die Einnahmen des FP´s dagegen), sehe ich eigentlich nicht unbedingt dass das Fanprojekt sich Zwängen des Vereins unterwerfen lassen muß. Wobei es aus meinen Beobachtungen heraus gerade das tut. Die von ihnen selbst auferlegte Moderatoren-Rolle zum Verein werden sie für mich in vielen Fällen nicht gerecht.
Weiß allerdings nicht ob die Rolle eines Fan-Anwalts dem fanprojekt gut stehen würde. Für mich würde es bedeuten ,dass man beim FP parteisch werden müsste, dabei ist gerade eine gewisse Neutralität für die Arbeit des Fanprojekts von Vorteil.
Wobei ich eher das grundsätzliche Problem sehe,dass jeder andere(Verein, Polizei, Sicherheitsdienst, Fanprojekt, Fanbeauftragter, Feuerwehr,
Sanitätsdienst, Stadt usw.) über die Belange der Fans entscheidet,aber uns nichtmal Fans ein Mitspracherecht eingeräumt wird. Da besteht für mich der größte Handlungsbedarf, um uns Fans ein vernünftiges Leben im Stadion und um das Stadion herum zu ermöglichen.
mazzo
Zitat:
Original von HornsbyHB
Zitat:
Original von mazzo
Ich würde mir aber gerne wünschen, dass FPs noch unabhängiger werden um nicht nur Sozialarbeit sondern auch Fan-Anwalt sein zu können. (Wenn die Fans selber mit ihren Initaiven und Bündnissen schon von Vereineen und Verbänden gedisst werden)


Das ist eine große Forderung. Gib mal ein bißchen Futter dahinter bitte.


Das geht natürlich nur, wenn FPs sich etwas anders definieren würden bzw. ihnen diese Freiheiten auch zugebilligt werden.

Konkret: Sowohl PROFANS als auch BAFF (oder meinetwegen das mit PROFANS mehr oder weniger identische "Netzwerk für Fanrechte") als bundesweite Faninitiativen/Fanorganisationen werden von offizieller Seite komplett missachtet.
Nicht so von Fanprojekten, die können hin und wieder dafür sorgen, dass Fanvertreter aus diesen Kreisen auch mal mit am Tisch sitzen (wo dann auch nur heisse Luft udn leere Versprechungen geäussert werden).
Aber es besteht ein Austausch zwischen aktiven Fangruppen und FPlern bzw. bisher direkt der KOS. Somit werden Fanforderungen indirekt auch durch die FPs oder die KOS an DFB/DFL weitergetragen.

Das hat aber eher den Charakter von Lehrern, die in der Direktorenkonferenz mitteilen was die Schüler gerne möchten.

Fans sehen sich aber nicht in der Schülerrolle "unter" den FPs und schon gar nicht so, dass sie einen Vorsprecher oder Vermittler brauchen. Wir würden gerne direkt mit eingebunden werden, bevor z.B. so ein Megaquark wie die von der bekloppten DFL initiierte Show vor der diesjährigen BL-Eröffnung inszeniert wird (wichtiger sind andere Sachen, aber der Kommerz und Showcharakter wird ja immer schlimmer). Alleine diese Animationsveranstaltung am Eröffnungsspiel mit dem Song "We want to entertain youuuuuu" zeigt überdeutlich, dass Faninteressen einfach egal sind. Es wird ne Show zum konsumieren geliefert, Stimmung kommt vom Band und bitte schön blöd daher. Jeder kann dabei mitmachen, weil es so einfach und dumm und völlig beliebig und ohne Zusammenhang ist, aber die, die selber aktiv sind, sollen sich bitte anpassen.

Auch hab ich inzwischen kein Interesse mehr an unverbindlichem "wir sollten mal wieder miteinander reden" Gequatsche seitens der Funkitonäre, Polizei und Politiker. Das ist nur zur Beruhigung und zum heucheln von Interesse bzw. Anteilnahme. Das Gegenteil ist der Fall.

Wenn man den Fussballbetrieb mit den Beteiligten zusammen(!) organisieren möchte, ist verbindliche Mitsprache vonnöten. Ein utopischer Wunsch, spätestens wenn man die DFL-Fuzzis wie Hackmann sieht, der den wachsenden Anteil von Frauen im Stadion mit der gesellschaftlicher Akzeptanz von Table-Dance-Bars vergleicht. (Ausserdem hat er ne fatala spät-life-crisis was sich durch seine neue "jugendliche Glatzenfrisur" nur zu peinlich äussert).

Letztlich besteht in Deutschland in der Tat eine Situation, die besser ist als woanders, alleine dadurch dass es FPs gibt und diese in relativ engem Kontakt zu DFB/DFL stehen. Aber die wiederum richten sich nur wenig oder gar nicht danach. Nette Worte und leere Erklärungen gibts dafür massenhaft.

Wenn man mit Thomas Schneider (bisher KOS, jetzt DFL-Fanbeauftragter) redet, welche Konzepte 2000/2001 zur Fanbetreuung/Fanintegration für die WM von ihm und Michael Gabriel (auch KOS, FP Frankfurt) ausgearbeitet wurden, und wie die dann alle der Reihe nach vom WM-OK gekippt wurden, weiss man es genau.

Aber es besteht keineswegs eine Einbindung von Faninteressen (und ich meine nicht die Kundeninteressen oder die Interessen von Animationswilligen Partybesuchern oder eine "wir-müssen-es-allen-rechtmachen"-Argumentation wie es z.B. unser Stadionsprecher definieren würde) in die Organisation des Fussballs. So etwas geschieht -wenn überhaupt- nur lokal, je nachdem wie der Verein zur eigenen Fanszene steht.

Aus diesem Grunde sähe ich die FPs gerne als "Überträger" der Fanforderungen, einfach weil sie jetzt schon in einer Rolle sind, die nicht ganz so einfach ignoriert werden kann. Optimal ist das aber auch nicht, da DFB/DFL sich die FPs eben anhören, wie der Rektor den Lehrer, der von der Klassenentwicklung berichtet.

Aber das Bild hängt schief:
FPs haben eine sozialarbeiterischen Anspruch, Fanvertreter dürfen höchstens in der Presse oder letztlich total egalen Diskussionsrunden was sagen, Vereine und Verbände scheren sich viel mehr um Vermarktung und dem Ausbau der Show und freuen sich, wenn der Rest ruhig gestellt ist und brav zweitrangig und nur scheinbar integriert ist.
Master of Desaster
Nicht schlecht Herr Specht.

Möchte auch ungern diese Diskussion durch einen neuen ? Grabenkampf stören.

Könnte wahrscheinlich eh wenig ausrichten, weil ich in spitzfindiger Art und Weise ja bereits als völlig Intolerantes Arschloch entlarvt worden bin , der wirklich nichts und niemanden auch nur ansatzweise eine eigene Meinung durchgehen läßt.
( Mein Gefühl sagt mir das ich gemeint bin. Aber darf auch gern jemand anderes ran )
Freunde, ist mir da etwas entgangen?
Möglicherweise gibt es gar kein Recht mehr dazu eine eigene Meinung zu haben.
Wenn das so wäre , wär ich ja gleich im doppelten Sinne entlasstet.

Es soll aber in unserem Sonnensystem tatsächlich Leute geben die sich ihre Meinung nicht (ein)bilden, sondern sich ihre Meinung gebildet haben.

Nun gut. Was ich sage kann eh nur nach hinten los gehen, dafür ist die Vorlage einfach zu gut. Respekt.

Bleibt nur das Ende.

Manchmal ist gar nichts - mehr !

Bleibt mir allerdings immer noch ein Rätsel alles. Aber ich hab auch noch nicht gelesen ;-)
RE-Orhan
Zitat:
Original von Master of Desaster
Nicht schlecht Herr Specht.

Möchte auch ungern diese Diskussion durch einen neuen ? Grabenkampf stören.

Könnte wahrscheinlich eh wenig ausrichten, weil ich in spitzfindiger Art und Weise ja bereits als völlig Intolerantes Arschloch entlarvt worden bin , der wirklich nichts und niemanden auch nur ansatzweise eine eigene Meinung durchgehen läßt.
( Mein Gefühl sagt mir das ich gemeint bin. Aber darf auch gern jemand anderes ran )
Freunde, ist mir da etwas entgangen?
Möglicherweise gibt es gar kein Recht mehr dazu eine eigene Meinung zu haben.
Wenn das so wäre , wär ich ja gleich im doppelten Sinne entlasstet.

Es soll aber in unserem Sonnensystem tatsächlich Leute geben die sich ihre Meinung nicht (ein)bilden, sondern sich ihre Meinung gebildet haben.

Nun gut. Was ich sage kann eh nur nach hinten los gehen, dafür ist die Vorlage einfach zu gut. Respekt.

Bleibt nur das Ende.

Manchmal ist gar nichts - mehr !

Bleibt mir allerdings immer noch ein Rätsel alles. Aber ich hab auch noch nicht gelesen ;-)


Häh?
Kläre uns doch mal auf was duns mitteilen möchtest.
Kann daraus nix ableiten.
Vielleicht bin aber auch nur zu doof
HornsbyHB
Zitat:
Original von Suffältester
Wirklich wichtige Sachen sind seid der Stehplatz und OKS-Sache damals, vom Fanprojekt nicht getragen. Vielleicht mit Ausnahme des Arbeitskreises zum damaligen Umbau der Nordgeraden und Tieferlegung der Ostkurve,welcher Recht interessant war. Aber denke sowas wird sich bei dem jetzt anstehenden Umbau des Stadions leider nicht wieder verwirklichen lassen. Dabei werden die Problemfelder in der heutigen Zeit für uns Fans doch eher viel größer ,als das sie sich verringern würden.


Ich finde, das ist ein guter Ansatz. Warum nicht aktiv in diese Frage mit
einmischen ? Ich meine mit mehr, als irgendwelche Aufkleber anpappen.
Leider waren, als Wilko und ich den Antrag auf der Mitgliederversammlung
wegen des namens "Weser-Stadion" gestellt haben, nicht genug Leute
dafür. Aber da ist doch eine Meinung tranportiert worden. In solchen und
ähnlichen Fragen wäre eine Einmischung sehr wohl notwendig. Ich gehe
davon aus, dass man zum Thema neue Westkurve sehr wohl auch das Fan-
Projekt mit ins Boot holen könnte.
Genauso wie für andere Themen. Ich weiß zwar nicht, ob sowas etwas
bringt, aber einen Versuch wäre es allemal wert.

Zitat:
Original von Suffältester
Finde es auch weiterhin merkwürdig,dass der Vorstand des Fanprojekts eigentlich keinen Kontakt zur Fanszene hat bzw. in der Fanszene selbst völlig unbekannt ist. So bekommt dieser doch nur das Bild der Angestellten von uns Fans weitervermittelt und kann sich selbst keinen Eindruck verschaffen.


Das sehe ich ähnlich. Warum der Vorstand des Fan-Projektes sich nicht
einmal dazu durchringt, einfach mal einen Abend zu einem gemeinsamen
Kennenlernen einzuladen und warum man sich auch ausgesprochen
selten an offenen Veranstaltungen beteiligt, die mit den Fans durchgeführt
werden, weiß ich nicht. Sich auf den Report der Hauptamtlichen verlassen,
ist eine gängige Möglichkeit.

Zitat:
Original von Suffältester
Weiß allerdings nicht ob die Rolle eines Fan-Anwalts dem Fanprojekt gut stehen würde. Für mich würde es bedeuten ,dass man beim FP parteisch werden müsste, dabei ist gerade eine gewisse Neutralität für die Arbeit des Fanprojekts von Vorteil.


Ich denke, in Fanangelegenheiten sollte ein Fan-Projekt sehr wohl
parteiisch sein. Bis heute sehe ich das auch so, wobei das nicht heißt, die
Meinung aus der Fanszene nun 100% zu übernehmen.

Zitat:
Original von Suffältester
Wobei ich eher das grundsätzliche Problem sehe,dass jeder andere(Verein, Polizei, Sicherheitsdienst, Fanprojekt, Fanbeauftragter, Feuerwehr,
Sanitätsdienst, Stadt usw.) über die Belange der Fans entscheidet,aber uns nichtmal Fans ein Mitspracherecht eingeräumt wird. Da besteht für mich der größte Handlungsbedarf, um uns Fans ein vernünftiges Leben im Stadion und um das Stadion herum zu ermöglichen.


Das unterschreibe ich bedenkenlos.
HornsbyHB
@ mazzo

Ja, das stimmt genau. Für Leute wie T.Schneider, der seit über 20 Jahren
nichts anderes als solche Arbeit macht, geht es letztlich auch darum, ihren
Job zu sichern.
Ich stelle dir aber eine andere Frage: Wenn das alles so schlimm ist (und
es ist schlimm), warum sprechen sich dann so wenige so klar gegen diese
häßliche neue Welt des Fußballs aus ? Warum rebellieren dann nur ganz
wenige Fans wirklich, während die ganz große Mehrheit sich entertainen
läßt ? Wissen die es nicht besser oder wollen sie vielleicht auch gar nichts
anderes ? Mündet in die Frage: Für wen macht man das alles eigentlich ?
HornsbyHB
Zitat:
Original von Master of Desaster
Nicht schlecht Herr Specht.


Danke.

Zitat:
Original von Master of DesasterMöchte auch ungern diese Diskussion durch einen neuen ? Grabenkampf stören.


Ich finde es bemerkenswert, dass du einen Grabenkampf siehst. Jedenfalls
vermute ich, dass du einen (oder mehrere) siehst, weil du von "einen
neuen" sprichst.

Zitat:
Original von Master of DesasterKönnte wahrscheinlich eh wenig ausrichten, weil ich in spitzfindiger Art und Weise ja bereits als völlig Intolerantes Arschloch entlarvt worden bin , der wirklich nichts und niemanden auch nur ansatzweise eine eigene Meinung durchgehen läßt.
( Mein Gefühl sagt mir das ich gemeint bin. Aber darf auch gern jemand anderes ran )
Freunde, ist mir da etwas entgangen?
Möglicherweise gibt es gar kein Recht mehr dazu eine eigene Meinung zu haben.
Wenn das so wäre , wär ich ja gleich im doppelten Sinne entlasstet.


Nein, du warst nicht gemeint. Es gibt Leute im Bereich der Ostkurve, die
sind in der Tat sehr intolerant, die leben mit klaren Feindbildern in der
eigenen Szene. Das würde ich dir nicht unterstellen. Du hast eher ein
Problem mit Institutionen wie dem Verein, dden Cops, dem Fan-Projekt
usw., die dich in deiner Art, Fan zu sein, behindern. Ich habe aber auch
das Gefühl, dass du aus schlechten Erfahrungen sehr negativ an die
gesamte Sache herangehst. Das war doch nicht immer so.

Zitat:
Original von Master of DesasterEs soll aber in unserem Sonnensystem tatsächlich Leute geben die sich ihre Meinung nicht (ein)bilden, sondern sich ihre Meinung gebildet haben.
Nun gut. Was ich sage kann eh nur nach hinten los gehen, dafür ist die Vorlage einfach zu gut. Respekt.Bleibt nur das Ende.

Manchmal ist gar nichts - mehr !

Bleibt mir allerdings immer noch ein Rätsel alles. Aber ich hab auch noch nicht gelesen ;-)


Warum denkst du so negativ ? Man könnte denken, du fühlst dich perönlich
angegriffen. Das war nicht meine Absicht.
Dr. Steif
Mal ein wirklich interessanter Thread! Und auch ich will meinen Senf dazugeben. Dazu muss ich sagen, dass ich beinahe 0 Ahnung über die tatsächliche Arbeit des FB habe und das einzige (grössere) Mal, dass es für mich in Erscheinung getreten ist, war das Projet Sitzen ist für'n Arsch. Aber das liegt ja nun auch schon über 12 Jahre zurück.

Wenn ich mir die Website des FB ansehen, bin ich hinterher nicht viel schlauer als vorher. Hier erscheint es mir, als ob die ebenfalls zu Zeiten des o.g. Projekts erstellt wurde und nur der Foto- uns Fahrtenbereich gelegentlich mal ergänzt wir. Aber das ist sicherlich nicht die Hauptaufgabe des FP. Termine finde ich auch anderswo. U16/18-Fahrten sind 'ne gute Sache und das hier geschultes Personal dabei ist, macht auch Sinn. Aber erreiche ich damit auch die Jugendlichen, die intensivere Betreuung oder Hilfe nötig hätten?!

Zitat:
Arbeitsebenen

Die Arbeit des Fan-Projekt Bremen, die Teil der kommunalen Jugendarbeit ist, läßt sich in 5 Ebenen darstellen:

1. Aufsuchende Jugendarbeit

Es werden die verschiedenen Fan-Gruppen im Stadion, an ihren Treffpunkten und unterwegs aufgesucht, um die Situation der Fans einschätzen zu können, Kontakte zu knüpfen, bei Problemen zu helfen und Angebote zu offerieren.

2. Offene Jugendarbeit

Den Fans werden verschiedenste Möglichkeiten für eigene Aktivitäten, Freizeitbeschäftigung und Weiterbildung angeboten: Reisen, Fan-Begegnung, Foto, Video, Fußballturniere, Musik, Computer, Zeitung, Partys und Veranstaltungen.

3. Moderation

Hier versucht das Fan-Projekt zwischen der "Welt der Fans" und der "Welt der Erwachsenen" zu vermitteln, wie beispielsweise dem SV Werder, der Polizei, dem Ordnerdienst und den Medien.

4. Hilfe zur Selbsthilfe

Hier werden die Aktivitäten der Fans (Fanzine, Kurvenshow, Fan-Clubs, Turniere, Treffen, Veranstaltungen) unterstützt.

5. Einzelfallhilfe

Hier finden die Fans mit ihren Sorgen oder Nöten Gehör und werden eventuell auch an entsprechende fachliche Einrichtungen vermittelt. FP


Vielleicht hat jemand mit Einblick mal die Gelegenheit kurz und knapp die tatsächliche Arbeit anhand der o.a. Arbeitsebenen zu erklären. Das würde mir und einigen Anderen sicherlich etwas in die Spur helfen. Thanx