Fango
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| Diegos Ankunft: "Ich spüre keinen Druck" Die Brasilianer verließen Deutschland, ein Brasilianer kam nach Bremen. Am Tag der Abreise der gescheiterten Selecao begann für Diego der Dienst bei Werder. Erste Pressekonferenz noch vor der Fahrt ins erste Trainingslager nach Norderney. Mit einem Lächeln im Gesicht trotz der nationalen Trauer, die diese düpierte Fußball-Nation trägt, erschien der 21-Jährige im neuen Werder-Outfit und sprach große Worte gelassen aus: "Ich spüre keinen Druck, sondern nur eine große Verantwortung." Was dies bedeutet, stellte der prominenteste Neue beim Vizemeister sogleich klar, indem er leise Zweifel zerstreute, ob er schon eine Führungsrolle übernehmen könne. Natürlich traue er sich das zu, sagte der mit sechs Millionen Euro teuerste Einkauf in der Bremer Historie. Zwar sei er noch jung, aber auch schon gereift: "Mit 17 Jahren habe ich die Meisterschaft mit dem FC Santos erreicht. Jetzt bin ich 21 und spiele schon zum dritten Mal in der Champions League." Mit Tipps seines Landsmanns Naldo versorgt, begann für den Offensivzauberer das Abenteuer Bundesliga. Der wichtigste Rat Naldos mag dabei so ausgesehen haben: Möglichst schnell solle er die deutsche Sprache lernen. "Leider kann ich noch kein Wort", gab Diego zu und versprach sogleich: "Aber ich will schnell lernen." Die Bremer hatten schon andere Erfahrungen mit Lateinamerikanern. Siehe die unendlichen Geschichten um Ailton, der nach Norderney mal allein mit dem Taxi nachkam, weil er sich verspätet hatte. Diego war pünktlich da, alle anderen auch - inklusive der beiden anderen Neuzugänge Clemens Fritz und Pierre Womé. Eine Woche lang wird Trainer Thomas Schaaf sein Rumpfaufgebot auf der Insel trimmen, wo eine erste Schrecksekunde zu verdauen war: Petri Pasanen (starke Prellung am Knöchel) musste das Trainingslager abbrechen. Die WM-Fahrer stoßen natürlich später hinzu. Die beiden Kroaten Ivan Klasnic und Jurica Vranjes in der kommenden Woche, die deutschen Nationalspieler noch etwas später. Schaaf ist aus den letzten Jahren eine so abgestufte Vorbereitung gewohnt und fürchtet keine negativen Auswirkungen: "Unsere Spieler haben eine hohe Qualität, so dass eine schnelle Anpassung stattfinden wird." kicker.de |