Koreanische Fußballfans und die ausländischen Medien

nucleo
Fanberichterstattung von koreaheute.de:


Zitat:
Koreanische Fußballfans und die ausländischen Medien

Im Zusammenhang mit dem weltweiten Fußball-WM-Fieber werden die Roten Teufel über den Äther getragen. Koreanische Fußballfans und die Jubelbeiträge der Roten Teufel haben mit ihrer Dynamik und ihren gut organisierten Kollektivgesängen die internationalen Medien kontinuierlich erstaunt.

Einige ausländische Medien berichteten, dass die rot gekleideten koreanischen Fans die eigentlichen Gewinner nach dem 1:1-Gleichstand am 20. Juni in Leipzig waren und schilderten einen deutlichen Rot-Blau-Kontrast zwischen den konkurrierenden koreanischen und französischen Fans.

Der Schweizer Tages-Anzeiger meldete, dass Korea der „Top-Kandidat“ wäre, sollte es jemals eine Fußball-Beifall-Weltmeisterschaft geben. Die Zeitung schrieb, dass die zahlenmäßig unterlegenen koreanischen Fans die rivalisierenden französischen Fans im Stadium übertrafen, indem sie eine brillante Aufführung durch kontinuierliches Trommeln und Singen während des gesamten Spiels und ungeachtet des Torstands zeigten. Die schweizer Tageszeitung lobte auch die wundervolle Fan-Kultur der Koreaner, die ihren eigenen Müll im Anschluss an die Verfolgung des Spiels auf der Großbildleinwand auf dem Augustusplatz zum Ausdruck kam.

Laut FIFA wurden einige koreanische Fans über eine neue Internet-Umfrage sogar zum „Fan des Spiels“ gewählt. Gemäß Yonhap-News wurde eine koreanische Frau namens Bae Yun-jeong nach dem Korea-Frankreich-Spiel zum besten Fan der gewählt. Bae sagte, dass sie und ihr Ehemann ihre Flitterwochen in Deutschland verbringen. Sie hatte ihr Gesicht symbolisch rot bemalt und trug ein rotes T-Shirt zur Unterstützung der koreanischen Mannschaft in Leipzig.

Die rote Welle gelangte sogar bis an die amerikanischen Küsten: US cable network CNN stellte am 15. Juni zwei Clips über Koreas Weltmeisterschaftsfieber auf die Website. Es zeigte amerikanische und koreanische Fans, die Rote-Teufel-T-Shirts trugen und das aus Deutschland übertragene Fußballspiel sahen. Es werden zudem gemeinsame Versammlungen begeisterter Koreaner gezeigt, die mit „Dae-han-min-guk“- („Große Republik Korea“-) Gesängen durch die Straßen zogen und Ihre Nationalflagge „Taegeukki“ schwangen, nachdem Korea Togo besiegt hatte.

Am 13. Juni und Vortag der Begegnung Korea-Togo veröffentlichte auch BBC einen Beitrag über einen koreanischen Fan auf seiner Website.



Lustig zu lesen, irgendwie...


stefan
mazzo
Die Koreaner sind zwar generalstabsmäßig durchorganisiert, lautstark und in Maßen diszipliniert, das "wir", die wir die Disziplin ja eigentlich erfunden haben (Turnvater Jahn, Mercedes, Stalingrad), dagegen aussehen wie besoffene Punks, aber die Argentinischen Gesänge finde ich noch um einiges geiler. Das wirkt weniger Kommandomäßig und ist irgendwie authentischer.
oberhausener
die asiatische fankultur ist mit der europäischen doch in keiner weise vergleichbar.

und mich persönlich langweilen diese mannschaften irgendwie. das kommt für mich nicht begeistert rüber, sondern so, als ob es alles irgendwie vorgegeben ist.


sehr zum schmunzeln brachte mich gestern auch die zaunfahne "ultra nippon"... hat irgendwie was lustiges, wenn man die japaner so im tv gesehn hat.
Bene_NRW
Zitat:
Original von oberhausener
die asiatische fankultur ist mit der europäischen doch in keiner weise vergleichbar.


EIn Problem ist beispielweise in Japan (auf die anderen Asiatischen Länder kann ich mich nicht beziehen) die Mentalität der Menschen.

Klatschen und leise rufen ist noch gut und gerne gesehen.. aber mal ausrasten und laut rumschreien geht da garnicht.. auch im fußballstadion nicht!

Zitat:
Original von oberhausener
sehr zum schmunzeln brachte mich gestern auch die zaunfahne "ultra nippon"... hat irgendwie was lustiges, wenn man die japaner so im tv gesehn hat.


Ich habe die besagten "Ultras Nippon" in Düsseldorf beim Spiel Japan - Malta (am wochenende vor dem 9. juni) getroffen. DIe Warne direkt hinter mit und haben eigentlich für ihren kleinen Haufen ganz gute stimmugn gemacht. Trommel + Megaphone waren vorhanden.. das ganze war ein Haufen von 10-15 Leuten die auch "ultra Nippon" T-shirts anhatten. Im Gegensatz zu dne meisten Japanern standen sie im Stadion und sind nicht bi jedem ballkontakt von nakata ausgerastet. Also das "Ultra" in dem Namen ist sicherlich nichtso zu verstehen wie das italienische vorbild es bedeutet.
mazzo
Zitat:
Original von Bene_NRW
EIn Problem ist beispielweise in Japan (auf die anderen Asiatischen Länder kann ich mich nicht beziehen) die Mentalität der Menschen.

Klatschen und leise rufen ist noch gut und gerne gesehen.. aber mal ausrasten und laut rumschreien geht da garnicht.. auch im fußballstadion nicht!


Dann hast Du aber nicht nicht die Gesänge mancher Gruppen in der J-League gesehen oder gehört. Im Choreo-Thread sind zum Teil beeindruckende Videos der Gesänge zu hören (Urawa Red Diamonds, glaub ich). Sowas hab ich in Deutschland noch nie in der Masse und Lautstärke gehört.