Deutschlandradio

nucleo
Tach auch!

Recht interessante Reportagen und Interviews gibts unter http://www.dradio.de/portale/wm/ - in Textform oder als Audio on Demand.

DFB-Chef Zwanziger im Interview:


Zitat:
Zwanziger: Die Leute, die auf den Stehplatzrängen in den Bundesligastadien stehen, müssen wissen, dass das, was der DFB einnimmt, was er dort entwickelt, letztendlich auch ihnen wieder zugute kommt und damit der Nachwuchsförderung, dem Ehrenamt und vielen anderen Bereichen. Diese Schere zwischen Kommerz, so wie wir ihn jetzt bei der FIFA-WM - und ich sage ganz offen, das empfinden viele meiner Freunde auch so - übertrieben erleben, das muss wieder auf ein Maß zurückgeführt werden, das die Menschen in Deutschland und, ich denke, in der ganzen Welt, verstehen können. Wenn die Kluft zu groß wird, kannst du irgendwann keine Brücken mehr bauen. Und diese Brücken müssen wir bauen, damit der Fußball auch für viele folgende Generationen eine wunderbare Sache und ein wunderbarer Teil des Lebens wird.

Frage: Also, die Entwicklung stimmt auch Sie nicht nur froh?

Zwanziger: Überhaupt nicht. Sie stimmt mich überhaupt nicht froh, und ich sage das auch deutlich. Wir brauchen ein Stück Vermarktung, keine Frage. Wir brauchen das Fernsehen, es macht uns natürlich stark. Aber wir müssen nicht alles vermarkten, was vermarktungsfähig ist, sondern wir müssen bei jedem Teil, wo wir im Grunde genommen auftreten, wo wir glauben, etwas verkaufen zu müssen, überlegen, ob das gut ist für unsere Fans, ob das gut ist für die Menschen, und ob wir es ihnen auch vermitteln können. Wenn die Akzeptanz weg geht, dann kannst du noch so viel Gutes tun, dann bist du irgendwann mit deinem Schiff auf Grund gelaufen.



GWG


stefan