Fürther Jugendrichter verhängt deftige Strafen

Suffältester
Fürther Jugendrichter verhängt deftige Strafen gegen Fußballfans nach Ausschreitungen in Regensburg

REGENSBURG, FÜRTH. Ausschreitungen vor einem Fußballspiel, ausgetragen am 27.11.2005 in Regensburg, endeten nun mit deftigen Strafen für damals randalierende Fußballfans. Die zweiten Mannschaften des SSV Jahn 2000 Regensburg und der Spielvereinigung Greuther-Fürth trafen sich dabei im Jahnstadion zu einem Spiel der Bayernliga.
40 Fans, vorrangig Mitglieder der „Fürther Ultras“, waren dazu nach Regensburg gekommen. Gegen 14.15 Uhr beobachtete ein Zeuge in der Heitzerstraße drei dieser vermeintlichen „Fans“, als sie ein Verkehrszeichen umbogen. Die verständigte Polizeistreife stellte die Rowdies wenig später. Durch die Einmischung anderer „Ultras“ eskalierte das Geschehen zunehmend. Besonders tat sich dabei ein 17-jähriger Jugendlicher aus dem Gemeindebereich Langenzenn hervor, der einem der eingesetzten Beamten den Dienstanorak zerriss. Alkohol spielte bei nahezu jedem der Schlachtenbummler eine Rolle. Titulierungen wie „Moosbüffel“ und „Arschlöcher“ mussten sich die eingesetzten Beamten gefallen lassen.
Bilanz des Geschehens, das mehrere Streifenbesatzungen auf den Plan rief, waren Anzeigen wegen Beleidigung, gemeinschädlicher Sachbeschädigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.
Vor Justitias Schranken endete nun das Verfahren gegen die fünf Beschuldigten, die allesamt aus dem Raum Fürth stammen. Der Jugendrichter hatte wenig Einsehen mit dem Auftreten des Quintetts in Regensburg. Entsprechend waren auch die Strafen, die er für die Beteiligten im Alter von 17 bis 24 Jahren verhängte. Diese waren geharnischt, jedoch nach Auffassung des Gerichts auch völlig angebracht. Drei Monate Freiheitsstrafe auf drei Jahre Bewährung für den 24-jährigen Haupttäter, der in der Vergangenheit schon drei Mal als „Ultra-Fan“ bei Heim- und Auswärtsspielen strafrechtlich aufgetreten war. Als Bewährungsauflage hinzu, kamen bei ihm 120 Arbeitsstunden und für die Dauer der Bewährung ein dreijähriges Teilnahmeverbot an einem Spiel seines „Lieblingsvereins“. Auch die anderen Mitgereisten bedachte der Jugendrichter entsprechend ihrem Auftreten. So gab es richterliche Weisungen den Spielen aller Mannschaften der „Greuther“ für ein Jahr fern zu bleiben, reichlich Arbeitsstunden oder auch Geldauflagen für gemeinnützige Vereinigungen. Als „Agierenden Mob in der Öffentlichkeit“ bezeichnete der Richter das Verhalten.

Die anstehende Fußballweltmeisterschaft mit ihren Übertragungen auf diversen Freiflächen wird auch die Regensburger Polizei entsprechend fordern. Urteile wie das erwähnte können und sollen mögliche Randalierer und Rabauken, die den Fußballsport nur dazu nutzen, ihren Aggressionen freien Lauf zu lassen, zu Denken geben und vor ähnlichem Treiben abhalten. Wie die Rechtssprüche zeigen, können angezettelte Straftaten eklatante Folgen für die Betreffenden haben. Polizeibeamten vermitteln Entscheidungen mit diesem Strafmaß eine Rückenstärkung für ihr oft risikobehaftetes Einschreiten.

Quelle: Mittelbayerische
Bremer
Die Strafurteil ist viel zu hart!!
eYke
Zitat:
Original von Suffältester
Drei Monate Freiheitsstrafe auf drei Jahre Bewährung für den 24-jährigen Haupttäter, der in der Vergangenheit schon drei Mal als „Ultra-Fan“ bei Heim- und Auswärtsspielen strafrechtlich aufgetreten war. Als Bewährungsauflage hinzu, kamen bei ihm 120 Arbeitsstunden und für die Dauer der Bewährung ein dreijähriges Teilnahmeverbot an einem Spiel seines „Lieblingsvereins“.


wo ist jetzt da die Straftat?
-Scholle-
Zitat:
Original von Bremer
Die Strafurteil ist viel zu hart!!


Ich verstehe nicht so viel, von der Justiz um dieses Urteil beurteilen zu können.

Aber ich habe das Gefühl das sobald es igrendein Urteil gegen Fußballfans getroffen wird, alle schreien das Urteil wäre viel zu hart und ungerecht,etc. Ohne das mal 2 Meter geradeaus gedacht wird. Denn auch Fußballfans sind nicht immer unschuldig, auch sie dürfen wenn sie wirklich Straftaten begehen dafür verurteilt werden.
Joinsen
Der Schreiberling von der Mittelbayerischeen rechnet sich wohl noch Chancen auf den Journalistenpreis 2011 aus. Aber:

Zitat:
Drei Monate Freiheitsstrafe auf drei Jahre Bewährung für den 24-jährigen Haupttäter, der in der Vergangenheit schon drei Mal als „Ultra-Fan“ bei Heim- und Auswärtsspielen strafrechtlich aufgetreten war. Als Bewährungsauflage hinzu, kamen bei ihm 120 Arbeitsstunden und für die Dauer der Bewährung ein dreijähriges Teilnahmeverbot an einem Spiel seines „Lieblingsvereins“.


Besonderes letzteres macht mich nachdenklich. Drei Jahre lang ein Spiel seines "Lieblingsvereins" (sic!) nicht besuchen? Das wird den "vermeintlichen" "Ultra-Fan" sicherlich schmerzen. Aber was wundert man sich, wenn man als „Agierender Mob in der Öffentlichkeit“ auftritt.

Fuer "Moosbueffel" gibts auf jeden Fall fetten Fame!
winko
Zitat:
Gegen 14.15 Uhr beobachtete ein Zeuge in der Heitzerstraße drei dieser vermeintlichen „Fans“, als sie ein Verkehrszeichen umbogen. Die verständigte Polizeistreife stellte die Rowdies wenig später.


Die Bayrische Landesbevölkerung hilft zum Glück immer der Polizei mit Sachdienlichen Aussagen, so ein Schild umzeureissen zeigt das der Mob zu allem bereit war und dringend gestoppt werden musste,danke lieber Bayovarischer Mitbürger.

Zitat:
Teilnahmeverbot an einem Spiel seines „Lieblingsvereins“.



Konkret steht hier nur was von einem Spiel Sperre. Der Jungs sollte sich auf den Zeitungsartikel berufen.
Andree
Zitat:
Original von -Scholle-
Zitat:
Original von Bremer
Die Strafurteil ist viel zu hart!!


Ich verstehe nicht so viel, von der Justiz um dieses Urteil beurteilen zu können.

Aber ich habe das Gefühl das sobald es igrendein Urteil gegen Fußballfans getroffen wird, alle schreien das Urteil wäre viel zu hart und ungerecht,etc. Ohne das mal 2 Meter geradeaus gedacht wird. Denn auch Fußballfans sind nicht immer unschuldig, auch sie dürfen wenn sie wirklich Straftaten begehen dafür verurteilt werden.



Es stellt sich nur die Frage, ob es zur gleichen Strafe gekommen wäre, wenn die Straftat nicht im Rahmen eines Fussballspiels begangen wurde...
Dicht
Zur Ehrenrettung der "Mittelbayrischen" sei darauf hingewiesen, daß es sich nicht um einen redaktionellen Beitrag handelt, sondern um eine Pressemitteilung der örtlichen Polizei, die die Zeitung anscheinend als Service auf ihrer Internet-Seite veröffentlicht.

Ob das Urteil angemessen ist, kann ich nicht beurteilen. Falls es aber tatsächlich so schlecht begründet ist wie die Polizei es in der Meldung wiedergibt, wird es wohl nicht die nächste Instanz überleben.
Rudi
Zitat:
Original von Andree
Zitat:
Original von -Scholle-
Zitat:
Original von Bremer
Die Strafurteil ist viel zu hart!!


Ich verstehe nicht so viel, von der Justiz um dieses Urteil beurteilen zu können.

Aber ich habe das Gefühl das sobald es igrendein Urteil gegen Fußballfans getroffen wird, alle schreien das Urteil wäre viel zu hart und ungerecht,etc. Ohne das mal 2 Meter geradeaus gedacht wird. Denn auch Fußballfans sind nicht immer unschuldig, auch sie dürfen wenn sie wirklich Straftaten begehen dafür verurteilt werden.



Es stellt sich nur die Frage, ob es zur gleichen Strafe gekommen wäre, wenn die Straftat nicht im Rahmen eines Fussballspiels begangen wurde...


Ich verstehe, dass das eine rhethorische Aussage war. Aber um das weiterzudenken:

Verkehrsschild umbiegen gibt ne fette Geldstrafe, einen fetten pädagogischen Vortrag von Polizei und Richter und 20 Mal Kippen aufsammeln im Stadtpark. Vielleicht in Bayern noch Innenstadtverbot

Wenn die so blöd sind und sich dabei erwischen lassen, wie sie sinnlos Schilder umbiegen lassen, dann naja. Das rechtfertigt aber nie und nimmer die Hardcore Law-and-Order Politik, die angewandt wird, weil es sich um "Ultra-Fans" und um Fussballzusammenhang handelt.
Achim
Zitat:
Original von Rudi
Verkehrsschild umbiegen gibt ne fette Geldstrafe, einen fetten pädagogischen Vortrag von Polizei und Richter und 20 Mal Kippen aufsammeln im Stadtpark.


Wenns dabei geblieben wäre, wäre das auch so gekommen. Aber nein, man muß sich dann als "echter" Möchtegern-Ultra ja unbedingt noch verbal und tätlich mit der Polizei anlegen. Dabei ist doch sonnenklar, daß die am längeren Hebel sitzt. Daher kein Mitleid, im Gegenteil. Solche Doofköppe wie die besagten Fürther sind schuld daran, daß die Fußballfans allgemein und die Ultras im Besonderen so einen schlechten Ruf haben. Solche besoffenen Randalierer sind letztlich die Ursache für die Repressalien, unter denen die friedlichen Fans zu leiden haben.
kackstelze
da steht doch, dass er schon 3 mal vorher strafrechtlich aufgefallen ist.
irgendwann sollte man dazu lernen bzw. ist das fass voll.