Mongo wechselt zu Pauli

Dicht
Die Mutter aller Niederlagen war wohl zu hart für ihn.


[Quelle: Focus Online]

„Prolleo“ gegen klinisch saubere WM

Keine Tickets, keine Stehplätze und der „Sicherheitswahn“ der Veranstalter: Bundesweit organisieren verärgerte Fans friedliche und kreative Störmanöver rund um die WM.

„Viele von uns sind auf die WM nicht gut zu sprechen. Das liegt vor allem daran, dass kaum einer ein Ticket ergattert hat", erklärt Mathias Scheurer von der Fan- und Förderabteilung der Frankfurter Eintracht.

Der Bundesverband der Fan-Organisationen „Unsere Kurve“ sind die strengen Vorsichtsmaßnahmen ein Dorn im Auge: „Dass es keinen freien Verkauf gibt, die Kartenabgabe nur gegen Angabe der persönlichen Daten erfolgt und es – wie in Köln geplant – eine Haftung des Fanclub-Vorsitzenden für Fanclubmitglieder geben soll, ist inakzeptabel. Sippenhaft und gläserne Fußballfans sind kein tragbares Zukunftsmodell für ein Sicherheitskonzept.“

Kommerz nervt

Die Hamburger Organisation „PROfans", die sich im Umfeld des FC St.Pauli entwickelt hat, stößt sich vor allem an der Kommerzialisierung des Fußballs und an der aufgemotzten, ihrer Meinung nach verlogenen Eventkultur rund um die WM. Ihr Sprecher Philipp Markhardt sagt: „Uns geht der Kommerz auf den Geist.“

Pauli-Fans im vornehmen Thalia-Theater

Und „PROfans“ macht daraus sogar ein Stück Kultur: Im Thalia-Theater läuft seit Monaten das Theaterstück „Hinter Euren Zäunen", in dem richtige Hamburger Fans mitspielen und die darin augenzwinkernd-anklagend die tiefe Kluft zwischen Fußballfieber und -liebe und der nahezu totalen Verwirtschaftlichung von erster und zweiter Liga aufs Korn nehmen. Speziell zur WM sagt Markhardt: „Es geht darum, aktive Fans aus den Stadien zu drängen, um eine möglichst klinisch saubere WM zu bekommen.“

Prolleo und sein Pilz

Kritik an Funktionärswesen, den immensen Spielergehältern, dem „Sicherheitswahn", eingeschränkten Bürgerrechten, der Kommerzialisierung und dem mangelnden Datenschutz übt auch das „Bündnis aktiver Fußballfans“ (BAFF). Mit der Figur „Prolleo“ und seinem Freund, der sprechenden Bierflasche „Pulle Pilz", soll das WM-Maskottchen Goleo veräppelt werden, und mit „friedlichen Störmanövern“ will die bundesweit agierende Fangemeinde Zuschauer und Offizielle auf die Missstände im deutschen Fußball aufmerksam machen. Welche Manöver das sein werden, ist noch geheim.

Sorge um die typische Fankultur

Nicht zuletzt aber handeln die Gruppen BAFF, „Unsere Kurve“ und „PROfans“ in ihrem ureigenen Interesse. Sie sind nicht nur sauer über die eingeschränkten Möglichkeiten, bei der WM live im Stadion zu sein, sondern wollen ihre eigene Kultur weit über die Weltmeisterschaft hinaus leben und retten. Johannes Stender aus Speyer, der regelmäßig im Kaiserslauterer Fritz-Walter-Stadion auf der Westtribüne steht, weiß: „Die Fans auf den Stehrängen, die Kutten tragen und Gesänge anstimmen, sind eben nicht nur Folklore, sondern essenzieller Bestandteil der Spiele.“

(abi/AP)
MrBonde
Vielleicht kann er ja eine Gegendarstellung erwirken.
bastian
Und dann auch noch so hochqualifizierte Kommentare.
Ja ja, die Presse ...
CiderExpressCrew
Immerhin hat AP das noch geänmdert. Bringt beim Focus aber nix mehr. Saftladen. Gilt das als Rufmord?
JustusJonas
Da wird doch aus der Blauen schnell mal die Braune Armee Fraktion... Uhaaa
CiderExpressCrew
Zitat:
Original von Malte
Da wird doch aus der Blauen schnell mal die Braune Armee Fraktion... Uhaaa


Ich hab Dir doch gesagt, dass Du keinen Humor hast. Das gilt auch für Wortwitze.