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«Juve»-Management tritt zurück
Der Schiedsrichterskandal in Italien fordert bei Juventus Turin erste Opfer. Drei Tage nach Ligapräsident Franco Carraro reichte der komplette «Juve»-Verwaltungsrat seinen Rücktritt ein.
Geschäftsführer Antonio Giraudo, gegen den seit Monaten wegen Bilanzfälschung ermittelt wird, Vizepräsident Roberto Bettega, Generaldirektor Luciano Moggi und weitere acht Mitglieder des Verwaltungsrats seien zurückgetreten, hiess es in einer Pressemitteilung. Neuwahlen finden am 29. Juni statt.
Die Mitglieder des Gremiums zogen damit die Konsequenzen aus dem Schiedsrichterskandal, in dem Giraudo und Sportdirektor Moggi Absprachen mit dem Schiedsrichter-Koordinator, Pierluigi Pairetto, und anderen Referees vorgeworfen werden. In den Sog des Skandals sind neun Klub der italienischen Serie A und B geraten.
Die Staatsanwaltschaft von Neapel vermutet, dass über 18 Spiele der Saison 2004/2005 durch Absprachen beeinflusst worden sind. Betroffen sind Rekordmeister Juventus Turin sowie die Erstligisten Fiorentina, Lazio Rom, Udinese Calcio, FC Messina und AC Siena sowie die Zweitligisten FC Arezzo, AC Crotone und SSC Avellino.
Juventus droht Zwangsabstieg
Drei Klubs, darunter «Juve», wird Sportbetrug vorgeworfen, berichtete die italienische Sporttageszeitung «Gazzetta dello Sport». Insgesamt ermittelten die Behörden gegen 52 Personen. Die Vorwürfe sind in einem 1400-seitigen Dossier der Staatsanwaltschaft enthalten. Juventus könnte am Sonntag im Auswärtsspiel gegen Reggina den 29. Meistertitel der Geschichte holen. Gleichzeitig droht den Turinern bei einer strikten Regelauslegung der Zwangsabstieg.
Die Zeitungen hatten zuletzt Abhörprotokolle von Gesprächen zwischen Moggi mit Pairetto sowie dem früheren Schiedsrichter-Obmann Fabio Baldas veröffentlicht. Baldas ist bei einem Fernsehsender als Kommentator tätig. Moggi erteilte in den Telefongesprächen Empfehlungen an Baldas, wen er im Fernsehen kritisieren und wen er verschonen sollte. Veröffentlicht wurden ausserdem abgehörte Telefongespräche, in denen Moggi einen Maserati für Pairetto bestellt.
Auch WM-Schiedsrichter im Visier
Ins Fadenkreuz der Ermittler ist auch Fifa-Schiedsrichter Massimo De Santis geraten, der zu den Referees bei der WM in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) zählt. De Santis wird Sportbetrug vorgeworfen. Er soll während der Saison 2004/2005 mit einigen Klubs, darunter Juventus, Absprachen getroffen haben. Italien, neben Mexiko das einzige Land, das zwei Schiedsrichter zur WM in Deutschland entsendet, muss möglicherweise auf De Santis bei der Endrunde verzichten. Neben De Santis sollen in den nächsten Tagen weitere drei Schiedsrichter vernommen werden. (cpm/si)
Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/fussball/623550.html
Der Schiedsrichterskandal in Italien fordert bei Juventus Turin erste Opfer. Drei Tage nach Ligapräsident Franco Carraro reichte der komplette «Juve»-Verwaltungsrat seinen Rücktritt ein.
Geschäftsführer Antonio Giraudo, gegen den seit Monaten wegen Bilanzfälschung ermittelt wird, Vizepräsident Roberto Bettega, Generaldirektor Luciano Moggi und weitere acht Mitglieder des Verwaltungsrats seien zurückgetreten, hiess es in einer Pressemitteilung. Neuwahlen finden am 29. Juni statt.
Die Mitglieder des Gremiums zogen damit die Konsequenzen aus dem Schiedsrichterskandal, in dem Giraudo und Sportdirektor Moggi Absprachen mit dem Schiedsrichter-Koordinator, Pierluigi Pairetto, und anderen Referees vorgeworfen werden. In den Sog des Skandals sind neun Klub der italienischen Serie A und B geraten.
Die Staatsanwaltschaft von Neapel vermutet, dass über 18 Spiele der Saison 2004/2005 durch Absprachen beeinflusst worden sind. Betroffen sind Rekordmeister Juventus Turin sowie die Erstligisten Fiorentina, Lazio Rom, Udinese Calcio, FC Messina und AC Siena sowie die Zweitligisten FC Arezzo, AC Crotone und SSC Avellino.
Juventus droht Zwangsabstieg
Drei Klubs, darunter «Juve», wird Sportbetrug vorgeworfen, berichtete die italienische Sporttageszeitung «Gazzetta dello Sport». Insgesamt ermittelten die Behörden gegen 52 Personen. Die Vorwürfe sind in einem 1400-seitigen Dossier der Staatsanwaltschaft enthalten. Juventus könnte am Sonntag im Auswärtsspiel gegen Reggina den 29. Meistertitel der Geschichte holen. Gleichzeitig droht den Turinern bei einer strikten Regelauslegung der Zwangsabstieg.
Die Zeitungen hatten zuletzt Abhörprotokolle von Gesprächen zwischen Moggi mit Pairetto sowie dem früheren Schiedsrichter-Obmann Fabio Baldas veröffentlicht. Baldas ist bei einem Fernsehsender als Kommentator tätig. Moggi erteilte in den Telefongesprächen Empfehlungen an Baldas, wen er im Fernsehen kritisieren und wen er verschonen sollte. Veröffentlicht wurden ausserdem abgehörte Telefongespräche, in denen Moggi einen Maserati für Pairetto bestellt.
Auch WM-Schiedsrichter im Visier
Ins Fadenkreuz der Ermittler ist auch Fifa-Schiedsrichter Massimo De Santis geraten, der zu den Referees bei der WM in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) zählt. De Santis wird Sportbetrug vorgeworfen. Er soll während der Saison 2004/2005 mit einigen Klubs, darunter Juventus, Absprachen getroffen haben. Italien, neben Mexiko das einzige Land, das zwei Schiedsrichter zur WM in Deutschland entsendet, muss möglicherweise auf De Santis bei der Endrunde verzichten. Neben De Santis sollen in den nächsten Tagen weitere drei Schiedsrichter vernommen werden. (cpm/si)
Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/fussball/623550.html
dann haben die es auch nicht anders verdient könnten ja Trezeguet ablösefrei nach Werder gehen lassen