RE Wolle
Polnische Szene ist auf Vereine fixiert
(Nordwest-Zeitung - Freitag, 31. März 2006)
INTERVIEW Stableiter Lindenau plant Einsätze bei WM-Spielen in Hannover
Frage: Polen, das am 20. Juni in Hannover auf Costa Rica trifft, zählt neben Deutschland, England und den Niederlanden zu den Ländern mit einer großen Hooligan-Szene. Wie wollen Sie diese aus Hannover fernhalten?
Lindenau: Ich bin vor kurzem mit einer Delegation in Krakau gewesen, um mir dort mit polnischen Kollegen ein Ligaspiel anzuschauen. Die polnische Hooligan-Szene ist sehr auf die Vereine und nicht auf die Nationalmannschaft fixiert. Unsere dortigen Kollegen haben bislang keinerlei Anhaltspunkte, dass die sonst so zerstrittenen Randalierer zur WM einen Burgfrieden schließen, um nach Deutschland und speziell zu dem polnischen Spiel nach Hannover zu kommen.
Frage: Dennoch wird es in Hannover Besucher geben, die nicht am Spiel, sondern an Krawall interessiert sind. Wie gehen Sie gegen diese vor?
Lindenau:Bei dem erhöhten Besucheraufkommen wird es die leider üblichen Begleiterscheinungen geben. Das heißt Verkehrsprobleme, Taschendiebstähle und auch die Gefahr von Randalierern. Bei jedem der fünf WM-Spiele in Hannover werden Kollegen aus den beteiligten Ländern vor Ort sein. Die kennen die potenziellen Gewalttäter aus ihren Heimatländern, so dass diese sich nicht in der Anonymität der Masse verstecken können.
Frage: Beim so genannten Public Viewing können sich auch Hooligans unter die friedlichen Fans mischen. Wie wollen Sie diese herausfiltern?
Lindenau: Bei den Übertragungen auf öffentlichen Plätzen oder in Gaststätten werden wir in Hannover mit 24 bis 28 speziell geschulten Konfliktmanagern im Einsatz sein. Wenn das nicht helfen sollte, kommt eben Verstärkung.
Frage: Mit wie viel Beamten werden Sie während der WM insgesamt arbeiten?
Lindenau: Wir geben keine Auskünfte über die Gesamt-Einsatzstärken. Wir sind aber gut auf die WM vorbereitet, und es gibt während des Turniers eine Urlaubssperre.
(Nordwest-Zeitung - Freitag, 31. März 2006)
INTERVIEW Stableiter Lindenau plant Einsätze bei WM-Spielen in Hannover
Frage: Polen, das am 20. Juni in Hannover auf Costa Rica trifft, zählt neben Deutschland, England und den Niederlanden zu den Ländern mit einer großen Hooligan-Szene. Wie wollen Sie diese aus Hannover fernhalten?
Lindenau: Ich bin vor kurzem mit einer Delegation in Krakau gewesen, um mir dort mit polnischen Kollegen ein Ligaspiel anzuschauen. Die polnische Hooligan-Szene ist sehr auf die Vereine und nicht auf die Nationalmannschaft fixiert. Unsere dortigen Kollegen haben bislang keinerlei Anhaltspunkte, dass die sonst so zerstrittenen Randalierer zur WM einen Burgfrieden schließen, um nach Deutschland und speziell zu dem polnischen Spiel nach Hannover zu kommen.
Frage: Dennoch wird es in Hannover Besucher geben, die nicht am Spiel, sondern an Krawall interessiert sind. Wie gehen Sie gegen diese vor?
Lindenau:Bei dem erhöhten Besucheraufkommen wird es die leider üblichen Begleiterscheinungen geben. Das heißt Verkehrsprobleme, Taschendiebstähle und auch die Gefahr von Randalierern. Bei jedem der fünf WM-Spiele in Hannover werden Kollegen aus den beteiligten Ländern vor Ort sein. Die kennen die potenziellen Gewalttäter aus ihren Heimatländern, so dass diese sich nicht in der Anonymität der Masse verstecken können.
Frage: Beim so genannten Public Viewing können sich auch Hooligans unter die friedlichen Fans mischen. Wie wollen Sie diese herausfiltern?
Lindenau: Bei den Übertragungen auf öffentlichen Plätzen oder in Gaststätten werden wir in Hannover mit 24 bis 28 speziell geschulten Konfliktmanagern im Einsatz sein. Wenn das nicht helfen sollte, kommt eben Verstärkung.
Frage: Mit wie viel Beamten werden Sie während der WM insgesamt arbeiten?
Lindenau: Wir geben keine Auskünfte über die Gesamt-Einsatzstärken. Wir sind aber gut auf die WM vorbereitet, und es gibt während des Turniers eine Urlaubssperre.