Fußballfans beobachten Polizei

Dicht
http://www.fussballfans-beobachten-polizei.de/

Massive Ordner- und Polizeiaufgebote gehören seit Jahren zum Alltagsbild bei Fußballspielen der Bundesligen, Regionalligen und ausgesuchter Spiele von Oberligen bis zu Kreisklassen. Dies mit gutem Grund angesichts der Tatsache, dass vermeintliche Fans den Besuch oder das Umfeld des Fußballstadions missbrauchen, indem sie Gewalt gegen Personen oder Sachen ausüben und/oder nationalistische, antisemitische, sexistische, homophobe und ausländerfeindliche Parolen skandieren. Dies hat in der öffentlichen Wahrnehmung dazu geführt, dass insbesondere jugendliche Fußballfans als potentielle Gewalttäter eingestuft werden. Gerade im Hinblick auf die anstehende Weltmeisterschaft in Deutschland kann es weder politisch noch wirtschaftlich opportun sein, der `bei Freunden willkommenen Öffentlichkeit´ ein Bild von Gewaltszenarien zu präsentieren. Nur zeigt die Praxis leider allzu oft, dass durch das Auftreten der Polizei Konfliktsituationen erst erzeugt werden und daraufhin nicht selten eskalieren. In der öffentlichen Darstellung der Polizei wird das Vorgehen schließlich als sog. `sozialpräventive` Maßnahme legitimiert; im Klartext heißt dies

zunehmend repressive, Grund- und Bürgerrechte einschränkende Aktionen:

- unverhältnismäßige Polizeieinsätze:

· d.h. Ahndung geringfügiger Anlässe oder als solche definierten mit brachialer

Gewalt und Festnahmen

· oder willkürliche Erteilung von Auflagen (Platzverweise) und ED-Behandlungen

- überstarke Polizeipräsenz aufgrund völlig abwegiger Gefahrenprognosen

In der Fußballfanszene von Babelsberg sind Polizeieinsätze dieser Art leider allzu bekannt. Die Fußballspiele in Schönberg, bei Hertha BSC Amateure, beim Torgelower SV Greif, um nur einige der negativen Highlights zu nennen, geben beredtes Zeugnis dafür.

Dabei ist gerade die Babelsberger Fanlandschaft für ihre emanzipierte Fankultur auch weit über die Region hinaus bekannt.

Die Aktion `Fußballfans beobachten Polizei`

ist aus dem Bewusstsein entstanden, dass zwar Fußballfans überwacht werden, die Handlungen der Polizei demgegenüber kaum in Frage gestellt werden.

Mit dieser Aktion werden bei ausgewählten Spielen des SV Babelsberg 03 berufene Rechtsanwälte diese Rolle übernehmen. Die Vorgänge werden schriftlich ausgewertet und sind per Internet und andere Informationsträger abrufbar.

Die Initiatoren der Aktion behalten sich die Auswahl der zu beobachtenden Polizeieinsätze vor; sie werden regelmäßig einen Tag nach Ablauf des Spieltags öffentlich gemacht.


Enragés – Bewegung der Zornigen & Wütenden
Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei
Fanprojekt SV Babelsberg 03
Filmstadt Inferno 99
kopfnuss
:: T-Shirts ab sofort zu erwerben ::

Ab sofort gibt es die Möglichkeit das offizielle Fussballfans beobachten Polizei T-Shirt zu erwerben. Zwei Farben stehen hierbei zur Auswahl. In Schwarz und in grün kann mensch dieses Exemplar erwerben. Auch an die Frauen wurde gedacht. Ein Girlie-Shirtwurde ebenfalls herausgebracht. Dieses gibt es allerdings nur in schwarz. Bei Bedarf einer Bestellung bitte eine E-mail an fansbeobachtenpolizei@web.de!

Kosten: Herren T-Schirt 12 € (schwarz/grün) / Girlie T-Shirt 12 € (schwarz)

Mehr unter: http://www.fussballfans-beobachten-polizei.de/
-zensiert-
Muss ich denn damit Rechnen wenn ich so nen T-Shirt anhabe gleich ins Kreuzfeuer unseres Staats zu gelangen???
HornsbyHB
Da ich ja nie gegen Süddänemarks Grenzstadt ins Stadion gehe, war ich heute bei den Amateuren. Also was sich unsere Strampelanzugtruppe zusammen mit den "normalen" Cops und den unnützen Elkorianern gegenüber den Wattenscheidern geleistet hat, das war schon heftig. Da flog irgendwann ein Bierbecher Richtung Linesman und dann war wieder Ruhe. Anlaß genug, dass sich die grauen Strampelanzüge in Bewegung setzten und demonstrativ im kleinen Wattenscheider Block breit machten. Deeskalation auf bremisch. Klar, dass die Wattenscheider das besonders witzig fanden.
Mit attü-tata kamen dann weitere 5 Bullizeibullis und karrten nochmal lockere 30 Cops an. Gemeinsam besetzten sie innen den Zaun und hielten die Fans ab, mit ihren Spielern den Punkt zu feiern. Wer an den Zaun ging, wurde niedergeprügelt. Die Spieler wollten vermitteln, aber es sah nicht danach aus, dass sie damit Erfolg hatten.
Am Ende waren es wohl drei oder vier Wattenscheider, die mit Handfesseln aus dem Block zu was auch immer gebracht worden waren und für jeden Ruhrpottler war ein eigener Cop zuständig - Verhältnis etwa 50 : 50 (Kopfzahlen).
Selten so eine unsinnige, unnütze und geldverschwendende Maßnahme erlebt. Wären die grauen Strampelanzüge einfach nur weiter im mStadion geblieben und hätten sich weiter gesonnt wie vorher, es wäre nix passiert.

Sie sind und bleiben schlichte gewaltgeile Vollidioten.

Und dann erzählt mir so ein halbzeitschnorrender Penner am Ende noch was von "ja diese Fans machen immer Ärger da muß die Polizei mal hart durchgreifen". Ich mußte mich echt bremsen, den nicht kurzerhand am Geländer zu bashen. Lebt auf meine Kosten, schnorrt zur Halbzeit Eintritt und sammelt Leergut und dann solche Aussagen.
JanCDA02
Die Babelsberger, die diese Aktion ja mit gestartet haben, fahren in letzter Zeit immer in Begleitung eines Anwaltes auswärts (Es wird der Polizei vorher angekündigt, das sich unter den Fans ein Anwalt befindet). Dies soll sich bislang wohl als sehr erfolgreiche Maßnahme gezeigt haben und für weitesgehende Ruhe auf den Fahrten!