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In Bremen wirds lecker Geld kosten. Die Stadt stellt den Bahnhofsvorplatz für eine Firma zur Verfügung, die da dann 3,30 Eintritt nimmt. "Dauerkarte" im "VIP-Bereich" kostet 4900.
Wir reden hier von Fernsehübertragungen.
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| "Südkurve" am Bahnhof Mini-Arena für 2800 Zuschauer zur Fußball-WM vor dem Überseemuseum Von unserem Redakteur Volker Junck BREMEN. Das Weserstadion war bekanntlich nicht gut genug für die Fußball-Weltmeisterschaften in Deutschland. Als Trost bekommt Bremen nun eine Mini-Arena vor dem Überseemuseum, in der vom 9. Juni bis 9. Juli nicht nur alle 56 Spiele gezeigt werden, sondern auch sonst noch alle möglichen WM-Events laufen.Innensenator Thomas Röwekamp (CDU) erläuterte gestern auf einer Pressekonferenz in seinem Hause an der Contrescarpe, was er mit den privaten Veranstaltern der "Südkurve" vor dem Überseemuseum am Bahnhof ausgehandelt hat. Die für das klamme Stadtsäckel wichtigste Botschaft: Bremen stellt zwar die Fläche vor dem Überseemuseum kostenlos zur Verfügung, beteiligt sich aber ansonsten mit keinem Euro am finanziellen Risiko. Dies tragen allein der Bremer Schausteller Christian Uhse ("Krake" auf dem Freimarkt) und die Familie Lorenz mit dem früheren Werder-Idol Max und seinem Sohn Marc. Röwekamp bekannte, dass es etliche Bewerber für eine Arena mit Großbild-Leinwand für die Dauer der Weltmeisterschaften gegeben habe und auch die Suche nach einem geeigneten Standort nicht einfach gewesen sei. Schließlich habe man sich für das Konzept der Bremer Anbieter Uhse und Lorenz und für den Bahnhofsplatz entschieden. Im Gespräch seien auch die Bürgerweide, der Marktplatz, die Rennbahn oder der Domshof gewesen. Die Entscheidung pro Bahnhof sei wegen der guten Verkehrsanbindung und der zentralen Lage gefallen. Nach dem Zuschlag der Innenbehörde können Uhse und Lorenz nun an die Realisierung des Projektes "Südkurve" gehen, das in zwölf anderen Städten in ähnlicher Form aufgezogen wird: Wie in einem richtigen Stadion, gibt es überdachte Tribünen mit Sitzplätzen unterschiedlichster Preisklasse sowie Stehplätze. Rund 2800 Zuschauer sollen sich so fühlen, als wären sie live bei einer WM-Partie dabei.Die Eintrittspreise reichen dabei von 3,30 Euro für den einfachen Stehplatz in der Vorrunde (Dauerkarte 199 Euro) bis zum Sitzplatz in der Kategorie Gold beim Finale zu 139,90 Euro (Dauerkarte 4910 Euro). An spielfreien Tagen werden Sommerkino, Wiederholungen, Torwandschießen und andere Aktivitäten in Zusammenschaltung mit "Südkurve Deutschland" geboten. Neben der stationären Arena mit der Leinwand vor dem Überseemuseum ist der Coca-Cola-Truck mit einer mobilen LED-Leinwand unterwegs. In Bremen wird er während der WM auf der Rennbahn in der Vahr, auf dem Flughafen, möglicherweise im Weserpark und im Roland Center Station machen. Die Verträge seien noch nicht ganz in trockenen Tüchern, erläuterte Geschäftsführer Ingo Müller-Dormann gestern. Falls Deutschland das Finale erreiche, finde die Übertragung aber auf jedem Fall - wie Werders Meisterfeier vor zwei Jahren - auf dem Domshof statt.In diesem Falle, so Röwekamp, werde man wohl auch den AWD Dome auf der Bürgerweide in das große Fußballfest einbeziehen, weil dann 2800 Plätze in der "Südkurve" mit Sicherheit nicht ausreichten. Max Lorenz, Werders Meisterspieler aus den 60er Jahren, hat nicht nur einzelne Fans, sondern auch Firmen oder größere Gruppen im Visier, für die spezielle Pakete an Eintrittskarten gepackt sind. |