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Werder will Namensrechte der Arena versilbern / Verteilung der Einnahmen birgt Zündstoff
Von unseren Redakteuren
Christian Dohle und Wigbert Gerling
BREMEN. Wer soll das bezahlen? Diese Frage ist noch gar nicht beantwortet, da wird bereits überlegt, wer wie viel bekommt, falls jemand bezahlt. Genauer: Wie werden zwischen der Stadt und dem SV Werder die Millionen aufgeteilt, die erwartet werden, wenn das Weserstadion nicht mehr Weserstadion heißt, sondern . . .Ja, wie? Welchen Namen wird es eines Tages tragen? Hinter den Kulissen wird eifrig ausgelotet, welche Vor- und Nachteile der Verkauf des werbewirksamen Schriftzuges hätten und welcher Sponsor gut zur Stadt und zum Verein passen könnte. Längst ist es bundesweit und bundesligaweit üblich geworden, dass sich Sportarenen mit Sponsoren paaren und dabei ein neuer Name herauskommt. Das waren noch Zeiten, als Bayern München in einem Olympiastadion spielte und nicht in der Allianz Arena, oder der Hamburger SV im Volksparkstadion und nicht, wie heute, in der AOL Arena. Oftmals ist es der Herzenswunsch der Stadt und des dazugehörigen Vereins, einen Gönner und Namensgeber aus der regionalen Wirtschaft zu begeistern. Das war und ist offenbar auch in Bremen so. Und so gehörten die Bierbrauer von Becks gleich vom Start weg zu den Favoriten bei der Suche nach einem Werbepartner für den Verein - einmal ganz abgesehen von dem gemeinsamen Faible für die Farbe Grün. Das Unternehmen aber hat längst abgewunken: "Kein Thema", bekräftigte Pressesprecher Michael Hoffmann gegenüber unserer Zeitung. Bekanntlich pflege die Brauerei seit jeher einen sehr engen Kontakt zu dem Bundesligaverein, unterstütze ihn mit viel Einsatz und aus vollem Herzen. Dies solle auch so bleiben. Nur der Stadionname stehe nicht zur Debatte. Also geht die Suche weiter, wenn auch vorerst mit angezogener Handbremse. Denn noch besser, sprich: für noch mehr Millionen, ließe sich der Stadionname versilbern, wenn die teils recht hausbacken wirkende Immobilie in neuem Glanz erstrahlte. Anders ausgedrückt: Erst müssen die derzeit in der öffentlichen Diskussion befindlichen Umbaupläne in trockenen Tüchern sein, dann kommt der Name "Weserstadion" unter den Hammer. Marketing-Chef Manfred Müller: "Wir müssen unserem Partner doch zeigen, wie das Stadion dann aussieht."Parallel zu dieser noch laufenden Partnersuche ist die Diskussion aufgekommen, wie das Geld aufgeteilt wird, das in die Kasse kommen könnte. Eigentümerin des Stadions ist die Weser Stadion GmbH, an der zur einen Hälfte die Stadt und zur anderen der Verein beteiligt sind. Bei einem Verkauf des Namens kommen etliche Millionen in die Kasse. Sollte die Summe komplett an den Verein gehen? Schließlich, so die Befürworter, würde niemand einen müden Euro für die Namensrechte herausrücken, würde nicht der ruhmreiche SV Werder dort Monat für Monat die Besucher anlocken. Oder gehört die Hälfte der Stadt als 50-Prozent-Miteigentümerin? Letzteres vertritt der Abgeordnete Hermann Kleen (SPD), Mitglied im Aufsichtsrat der Weser Stadion GmbH. Aus seiner Sicht ist es nur Fair Play, wenn sich die beiden Eigentümer der ovalen Immobilie am Peterswerder den Betrag teilen. Halbe, halbe. Alles in die Vereinskasse, nichts für die finanziell notleidende Stadt Bremen - das will er nicht akzeptieren.Er spreche ungern über ungelegte Eier, will Müller der Diskussion den Schwung nehmen, äußert sich aber klar gegen ein brüderliches Teilen der Einnahmen aus: "Das halte ich für nicht so gerecht." Wirtschaftsstaatsrat Uwe Färber, Aufsichtsratsvorsitzender der Weser Stadion GmbH, hält dabei eine etwas andere Lösung für realistischer. Demnach würde die Stadt wohl nicht nichts bekommen, aber auch nicht die Hälfte. Der stellvertretende Chef im Wirtschaftsressort erklärt, im Gespräch sei eine Aufteilung, bei der der Verein mehr als 50 Prozent bekommen könnte, allerdings nicht die Gesamtsumme.
Von unseren Redakteuren
Christian Dohle und Wigbert Gerling
BREMEN. Wer soll das bezahlen? Diese Frage ist noch gar nicht beantwortet, da wird bereits überlegt, wer wie viel bekommt, falls jemand bezahlt. Genauer: Wie werden zwischen der Stadt und dem SV Werder die Millionen aufgeteilt, die erwartet werden, wenn das Weserstadion nicht mehr Weserstadion heißt, sondern . . .Ja, wie? Welchen Namen wird es eines Tages tragen? Hinter den Kulissen wird eifrig ausgelotet, welche Vor- und Nachteile der Verkauf des werbewirksamen Schriftzuges hätten und welcher Sponsor gut zur Stadt und zum Verein passen könnte. Längst ist es bundesweit und bundesligaweit üblich geworden, dass sich Sportarenen mit Sponsoren paaren und dabei ein neuer Name herauskommt. Das waren noch Zeiten, als Bayern München in einem Olympiastadion spielte und nicht in der Allianz Arena, oder der Hamburger SV im Volksparkstadion und nicht, wie heute, in der AOL Arena. Oftmals ist es der Herzenswunsch der Stadt und des dazugehörigen Vereins, einen Gönner und Namensgeber aus der regionalen Wirtschaft zu begeistern. Das war und ist offenbar auch in Bremen so. Und so gehörten die Bierbrauer von Becks gleich vom Start weg zu den Favoriten bei der Suche nach einem Werbepartner für den Verein - einmal ganz abgesehen von dem gemeinsamen Faible für die Farbe Grün. Das Unternehmen aber hat längst abgewunken: "Kein Thema", bekräftigte Pressesprecher Michael Hoffmann gegenüber unserer Zeitung. Bekanntlich pflege die Brauerei seit jeher einen sehr engen Kontakt zu dem Bundesligaverein, unterstütze ihn mit viel Einsatz und aus vollem Herzen. Dies solle auch so bleiben. Nur der Stadionname stehe nicht zur Debatte. Also geht die Suche weiter, wenn auch vorerst mit angezogener Handbremse. Denn noch besser, sprich: für noch mehr Millionen, ließe sich der Stadionname versilbern, wenn die teils recht hausbacken wirkende Immobilie in neuem Glanz erstrahlte. Anders ausgedrückt: Erst müssen die derzeit in der öffentlichen Diskussion befindlichen Umbaupläne in trockenen Tüchern sein, dann kommt der Name "Weserstadion" unter den Hammer. Marketing-Chef Manfred Müller: "Wir müssen unserem Partner doch zeigen, wie das Stadion dann aussieht."Parallel zu dieser noch laufenden Partnersuche ist die Diskussion aufgekommen, wie das Geld aufgeteilt wird, das in die Kasse kommen könnte. Eigentümerin des Stadions ist die Weser Stadion GmbH, an der zur einen Hälfte die Stadt und zur anderen der Verein beteiligt sind. Bei einem Verkauf des Namens kommen etliche Millionen in die Kasse. Sollte die Summe komplett an den Verein gehen? Schließlich, so die Befürworter, würde niemand einen müden Euro für die Namensrechte herausrücken, würde nicht der ruhmreiche SV Werder dort Monat für Monat die Besucher anlocken. Oder gehört die Hälfte der Stadt als 50-Prozent-Miteigentümerin? Letzteres vertritt der Abgeordnete Hermann Kleen (SPD), Mitglied im Aufsichtsrat der Weser Stadion GmbH. Aus seiner Sicht ist es nur Fair Play, wenn sich die beiden Eigentümer der ovalen Immobilie am Peterswerder den Betrag teilen. Halbe, halbe. Alles in die Vereinskasse, nichts für die finanziell notleidende Stadt Bremen - das will er nicht akzeptieren.Er spreche ungern über ungelegte Eier, will Müller der Diskussion den Schwung nehmen, äußert sich aber klar gegen ein brüderliches Teilen der Einnahmen aus: "Das halte ich für nicht so gerecht." Wirtschaftsstaatsrat Uwe Färber, Aufsichtsratsvorsitzender der Weser Stadion GmbH, hält dabei eine etwas andere Lösung für realistischer. Demnach würde die Stadt wohl nicht nichts bekommen, aber auch nicht die Hälfte. Der stellvertretende Chef im Wirtschaftsressort erklärt, im Gespräch sei eine Aufteilung, bei der der Verein mehr als 50 Prozent bekommen könnte, allerdings nicht die Gesamtsumme.
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