Kreiszeitung: Alles o.k. im Weserstadion? Bremen fühlt sich sicher

Bömmel
Alles o.k. im Weserstadion? Bremen fühlt sich sicher

Von Carsten Sander BREMEN (Eig. Ber.) Die Stiftung Warentest macht Fußball-Deutschland verrückt. Die Frage, die seit der Inspektion der zwölf WM-Arenen alle beschäftigt: Wie sicher sind die übrigen Bundesliga-Stadien? Und speziell auf Bremen gemünzt: Wie sicher ist das Weserstadion? Sehr sicher, behauptet Frank-Matthias Wacket, Sprecher des für den Stadionbetrieb verantwortlichen Senators für Wirtschaft und Häfen. Die "Warentester" seien "herzlich eingeladen" sich im Weserstadion umzusehen, so Wacket: "In Bremen ist alles in Ordnung."

Tatsächlich? Fakt ist, dass das Stadion selbstverständlich allen geltenden Bau- und Sicherheitsvorschriften entspricht. Fakt ist aber auch, dass von der Innenbehörde ein Treffen zwischen der betreibenden Bremer Weserstadion GmbH (BWS/gehört jeweils zur Hälfte Werder Bremen sowie der städtischen Hanseatischen Veranstaltungs GmbH), der Feuerwehr und der Polizei anempfohlen wurde. Dann sollen alle Sicherheitskonzepte nochmal besprochen werden.

Der Grund dafür ist klar: Auch die Stadien in Berlin, Gelsenkirchen, Kaiserslautern und Leipzig galten - weil nach Vorschrift gebaut - als sicher. Bis die Stiftung Warentest dort "erhebliche Mängel" feststellte. Was aufzeigte: Zwischen Verordnungen und Sicherheit, so wie sich die Verbraucherschützer sie wünschen, gibt es beträchtliche Unterschiede.

Glaubt man den verantwortlichen Behörden und Gesellschaften in Bremen, dann ist das beim Weserstadion nicht der Fall. Frank-Matthias Wacket: "Das Weserstadion wird mehrfach im Jahr von externen Experten überprüft - und zwar nach ähnlichen Kriterien, wie sie die Stiftung Warentest anlegt." Bisher seien noch keine gravierenden Probleme festgestellt worden. "Und es gibt aus unserer Sicht keinen Grund, an den Ergebnissen zu zweifeln", so Wacket.

Wolfgang Heise, Geschäftsführer der BWS, sieht ebenfalls keinen Grund zur Beunruhigung: "Wir haben keinen Graben wie in Berlin, Spielfeld und untere Zuschauerreihen sind auf einer Höhe. 26 Fluchttore gewährleisten, dass die Zuschauer bei einer Massenpanik in den Innenraum gelangen können."

Auch die Bremer Feuerwehr attestiert: Alles o.k.. "Das Weserstadion genügt den Anforderungen", sagt Frank Möller, Leiter der Abteilung für vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz. Und die Bauordnungsbehörde lässt durch ihren Sprecher Holger Bruns mitteilen: "Das Weserstadion ist sicher. Wenn es das nicht wäre, wäre es ein Skandal." Wohl wahr.
[12.01.2006] Kreiszeitung
Hornsby
Wer aus dem Oberrang der neuen Nordtribüne im Falle einer Panik die
Treppen runterwill, kommt automatisch in einen Stau, weil der Niedergang
selbst nur halb so breit ist, wie der Weg dorthin.
Mal abgesehen davon, dass die Leute immer nach vorne rechts flüchten ...

Ansonsten ist das Stadion aber ziemlich sicher - eine Stolperfalle ! Shit.
Sind ja nur die Bezahler, äh, Zuschauer, die es trifft.