Bömmel
Werder kann mit Kloses Auslands-Flirt gut leben
Bei einem Transfer winkt das große Geld / Allofs: "Ich kann Miro verstehen"
BELEK Wittert Werder etwa schon das große Geschäft? Jedenfalls reagierte Sportdirektor Klaus Allofs gestern überraschend verständnisvoll auf die Ankündigung von Miroslav Klose, nach der WM für alle Seiten offen zu sein: "Das ist die richtige Einstellung von Miro. Er ist 27 Jahre alt und denkt natürlich an einen Wechsel ins Ausland, das kann ich verstehen."
Schon im vergangenen Jahr hatte Klose sein Vorhaben, mal im Ausland spielen zu wollen, angedeutet. Jetzt wurde er in einem Interview noch deutlicher: "Nach der WM kann man über alles reden und sich neue Ziele setzen." Dass er bei Werder noch bis Sommer 2008 unter Vertrag steht, bereitet ihm dabei keine Sorgen: "Man sieht das ja auch bei Valerien Ismael. Der war auch unverkäuflich." Ismael ließen die Bremer im vergangenen Sommer für acht Millionen Euro und im Ringtausch mit Torsten Frings zum FC Bayern München ziehen.
Klose könnte der nächste Top-Star werden, der geht. Allofs schließt das jedenfalls nicht aus: "Ich kann doch jetzt nicht sagen, Miro sei unverkäuflich. Das kann man doch über keinen Spieler auf der Welt sagen." Vor allem nicht in diesem Jahr. "Die WM ist nun mal ein Schaufenster", meinte Allofs, der Klose allerdings noch längst nicht abgeschrieben hat: "Natürlich macht sich Miro Gedanken. Aber vielleicht entwickelt sich Werder auch so, dass er irgendwann zu dem Schluss kommt, doch hier zu bleiben."
Unmöglich ist das freilich nicht. Zumal Klose noch mal klarstellte: "Das Thema ist jetzt nicht in meinem Kopf. Ich fühle mich wohl bei Werder." Andererseits hat er große Pläne für die WM: "Ich habe mir vorgenommen, mehr Tore zu schießen als bei der letzten WM. Fünf Tore reichen mir diesmal nicht." Sollte ihm das tatsächlich gelingen, "dann wird er damit Begehrlichkeiten bei anderen Clubs wecken", weiß auch Allofs. Und er traut seinem Stürmer durchaus zu, einen neuen persönlichen WM-Rekord aufzustellen: "Wenn man sich unsere Vorrundengegner anschaut, dann glaube ich schon, dass da ein paar Tore fallen werden - und Miro wird ganz sicher unter den Torschützen sein."
Möglicherweise hat Werder dann aber schon einen Trumpf im Ärmel: Der heißt Lukas Podolski. Vielsagend meinte Allofs: "Deshalb ist es doch wichtig, dass man sich immer umschaut und positioniert." Mit einem Podolski in der Hinterhand wären die Bremer bestens gerüstet für den Fall, dass Klose nach der WM wirklich geht. Und auch finanziell könnte das ein gutes Ergebnis bringen: Podolski soll dem Vernehmen nach zehn Millionen Euro Ablösesumme kosten. Dafür wird Werder einen Klose ganz bestimmt nicht abgeben.
[12.01.2006] Kreiszeitung
Bei einem Transfer winkt das große Geld / Allofs: "Ich kann Miro verstehen"
BELEK Wittert Werder etwa schon das große Geschäft? Jedenfalls reagierte Sportdirektor Klaus Allofs gestern überraschend verständnisvoll auf die Ankündigung von Miroslav Klose, nach der WM für alle Seiten offen zu sein: "Das ist die richtige Einstellung von Miro. Er ist 27 Jahre alt und denkt natürlich an einen Wechsel ins Ausland, das kann ich verstehen."
Schon im vergangenen Jahr hatte Klose sein Vorhaben, mal im Ausland spielen zu wollen, angedeutet. Jetzt wurde er in einem Interview noch deutlicher: "Nach der WM kann man über alles reden und sich neue Ziele setzen." Dass er bei Werder noch bis Sommer 2008 unter Vertrag steht, bereitet ihm dabei keine Sorgen: "Man sieht das ja auch bei Valerien Ismael. Der war auch unverkäuflich." Ismael ließen die Bremer im vergangenen Sommer für acht Millionen Euro und im Ringtausch mit Torsten Frings zum FC Bayern München ziehen.
Klose könnte der nächste Top-Star werden, der geht. Allofs schließt das jedenfalls nicht aus: "Ich kann doch jetzt nicht sagen, Miro sei unverkäuflich. Das kann man doch über keinen Spieler auf der Welt sagen." Vor allem nicht in diesem Jahr. "Die WM ist nun mal ein Schaufenster", meinte Allofs, der Klose allerdings noch längst nicht abgeschrieben hat: "Natürlich macht sich Miro Gedanken. Aber vielleicht entwickelt sich Werder auch so, dass er irgendwann zu dem Schluss kommt, doch hier zu bleiben."
Unmöglich ist das freilich nicht. Zumal Klose noch mal klarstellte: "Das Thema ist jetzt nicht in meinem Kopf. Ich fühle mich wohl bei Werder." Andererseits hat er große Pläne für die WM: "Ich habe mir vorgenommen, mehr Tore zu schießen als bei der letzten WM. Fünf Tore reichen mir diesmal nicht." Sollte ihm das tatsächlich gelingen, "dann wird er damit Begehrlichkeiten bei anderen Clubs wecken", weiß auch Allofs. Und er traut seinem Stürmer durchaus zu, einen neuen persönlichen WM-Rekord aufzustellen: "Wenn man sich unsere Vorrundengegner anschaut, dann glaube ich schon, dass da ein paar Tore fallen werden - und Miro wird ganz sicher unter den Torschützen sein."
Möglicherweise hat Werder dann aber schon einen Trumpf im Ärmel: Der heißt Lukas Podolski. Vielsagend meinte Allofs: "Deshalb ist es doch wichtig, dass man sich immer umschaut und positioniert." Mit einem Podolski in der Hinterhand wären die Bremer bestens gerüstet für den Fall, dass Klose nach der WM wirklich geht. Und auch finanziell könnte das ein gutes Ergebnis bringen: Podolski soll dem Vernehmen nach zehn Millionen Euro Ablösesumme kosten. Dafür wird Werder einen Klose ganz bestimmt nicht abgeben.
[12.01.2006] Kreiszeitung