Tobias
Das Duell - diesmal ist alles anders
Wiese verzichtet auf lautstarke Kampfansage, Reinke schweigt / Dafür plaudert SchaafÂ…
Hält sich mit Kampfansagen an seinen Kontrahenten Andreas Reinke zurück und will sich voll und ganz auf seinen Job konzentrieren: Werder-Torwart Tim Wiese (Bild).Foto: Nordphoto
BELEK Auf ein Neues: Wie schon im Sommer streiten sich Andreas Reinke und Tim Wiese um den Platz zwischen den Pfosten im Werder-Tor. Doch diesmal ist alles anders. Herausforderer Wiese bleibt ungewohnt ruhig. Reinke verzichtet sogar ganz darauf, seine Position öffentlich zu verteidigen. Und das Sagen bei den Keepern hat nicht mehr Dieter Burdenski, sondern der neue Torwarttrainer Michael Kraft.
"Dieses Duell kann nur gesund sein", freut sich Kraft auf den Zweikampf. Eine erste Tendenz, wer die besseren Karten hat, mag er nach nur drei Trainingseinheiten unter seiner Regie freilich nicht abgeben. Dafür gewährt Chefcoach Thomas Schaaf überraschend Einblick in seinen Entscheidungsprozess - wenn auch etwas verschlüsselt: "Auf der einen Seite steht die Sicherheit, das Bekannte. Auf der anderen Seite ein Spieler, der diese Leistung auch erreichen und vielleicht sogar darüber hinaus gehen kann. Dafür ist der aber noch schwankend in seinen Leistungen. Da muss man letztlich abwägen."
Frei nach dem Motto "Da weiß man, was man hat" müsste demnach der seit Jahren bewährte Reinke trotz einiger Schwächen in der Hinserie die Nase weiter vorn haben. Wiese wird es schwer haben, den 36-Jährigen schon zu Beginn der Rückrunde abzulösen. Denn es bleiben ihm gerade mal drei Wochen, um sich zu beweisen. Im Sommer hatte er fast doppelt so lange Zeit - und er schaffte es nicht, Reinke zu verdrängen. Zugegeben - der Neuzugang vom 1. FC Kaiserslautern wurde durch seinen Kreuzbandriss kurz vor dem Saisonstart gestoppt. Doch auch ein gesunder Wiese hätte zum Bundesliga-Auftakt nicht im Tor gestanden.
Dabei war sich der 24-Jährige zuvor so sicher gewesen, hatte lauthals getönt, natürlich die Nummer 1 zu werden. Diesmal geht er es ruhiger an, "viel ruhiger", wie er gleich mehrfach betont: "Ich war praktisch ein Jahr weg vom Fenster. Jetzt gucken wir mal, was passiert."
Wie Reinke die Zukunft sieht, bleibt dagegen vorerst sein Geheimnis. Der Stammtorwart hat sich im Trainingslager drei bis vier Tage Ruhe vor der Presse erbeten, um sich voll und ganz auf seinen Job zu konzentrieren. Ähnlich war er auch zum Ende der Rückrunde verfahren, als er nach schwachen Leistungen in der Kritik gestanden hatte. Die Antwort auf unliebsame Fragen gab er dann auf dem Platz - mit zwei starken Auftritten gegen den Hamburger SV und im DFB-Pokal bei Hannover 96. Das war mit Blick auf das neu entfachte Duell mit Wiese enorm wichtig. Denn so sitzt Reinke eindeutig in der Pole Position. Und auch das ist wieder völlig anders als im Sommer 2005. Da hatten viele zum Trainingsauftakt Reinke schon abgeschrieben und fest mit der Wachablösung gerechnet. Davon redet diesmal niemand, denn alle gehen fest davon aus, dass sich am Status quo vorerst nichts ändern wird.

Hält sich mit Kampfansagen an seinen Kontrahenten Andreas Reinke zurück und will sich voll und ganz auf seinen Job konzentrieren: Werder-Torwart Tim Wiese (Bild).Foto: Nordphoto
[07.01.2006]
http://syke.mzv.net/news/stories/werder/
Wiese verzichtet auf lautstarke Kampfansage, Reinke schweigt / Dafür plaudert SchaafÂ…
Hält sich mit Kampfansagen an seinen Kontrahenten Andreas Reinke zurück und will sich voll und ganz auf seinen Job konzentrieren: Werder-Torwart Tim Wiese (Bild).Foto: Nordphoto
BELEK Auf ein Neues: Wie schon im Sommer streiten sich Andreas Reinke und Tim Wiese um den Platz zwischen den Pfosten im Werder-Tor. Doch diesmal ist alles anders. Herausforderer Wiese bleibt ungewohnt ruhig. Reinke verzichtet sogar ganz darauf, seine Position öffentlich zu verteidigen. Und das Sagen bei den Keepern hat nicht mehr Dieter Burdenski, sondern der neue Torwarttrainer Michael Kraft.
"Dieses Duell kann nur gesund sein", freut sich Kraft auf den Zweikampf. Eine erste Tendenz, wer die besseren Karten hat, mag er nach nur drei Trainingseinheiten unter seiner Regie freilich nicht abgeben. Dafür gewährt Chefcoach Thomas Schaaf überraschend Einblick in seinen Entscheidungsprozess - wenn auch etwas verschlüsselt: "Auf der einen Seite steht die Sicherheit, das Bekannte. Auf der anderen Seite ein Spieler, der diese Leistung auch erreichen und vielleicht sogar darüber hinaus gehen kann. Dafür ist der aber noch schwankend in seinen Leistungen. Da muss man letztlich abwägen."
Frei nach dem Motto "Da weiß man, was man hat" müsste demnach der seit Jahren bewährte Reinke trotz einiger Schwächen in der Hinserie die Nase weiter vorn haben. Wiese wird es schwer haben, den 36-Jährigen schon zu Beginn der Rückrunde abzulösen. Denn es bleiben ihm gerade mal drei Wochen, um sich zu beweisen. Im Sommer hatte er fast doppelt so lange Zeit - und er schaffte es nicht, Reinke zu verdrängen. Zugegeben - der Neuzugang vom 1. FC Kaiserslautern wurde durch seinen Kreuzbandriss kurz vor dem Saisonstart gestoppt. Doch auch ein gesunder Wiese hätte zum Bundesliga-Auftakt nicht im Tor gestanden.
Dabei war sich der 24-Jährige zuvor so sicher gewesen, hatte lauthals getönt, natürlich die Nummer 1 zu werden. Diesmal geht er es ruhiger an, "viel ruhiger", wie er gleich mehrfach betont: "Ich war praktisch ein Jahr weg vom Fenster. Jetzt gucken wir mal, was passiert."
Wie Reinke die Zukunft sieht, bleibt dagegen vorerst sein Geheimnis. Der Stammtorwart hat sich im Trainingslager drei bis vier Tage Ruhe vor der Presse erbeten, um sich voll und ganz auf seinen Job zu konzentrieren. Ähnlich war er auch zum Ende der Rückrunde verfahren, als er nach schwachen Leistungen in der Kritik gestanden hatte. Die Antwort auf unliebsame Fragen gab er dann auf dem Platz - mit zwei starken Auftritten gegen den Hamburger SV und im DFB-Pokal bei Hannover 96. Das war mit Blick auf das neu entfachte Duell mit Wiese enorm wichtig. Denn so sitzt Reinke eindeutig in der Pole Position. Und auch das ist wieder völlig anders als im Sommer 2005. Da hatten viele zum Trainingsauftakt Reinke schon abgeschrieben und fest mit der Wachablösung gerechnet. Davon redet diesmal niemand, denn alle gehen fest davon aus, dass sich am Status quo vorerst nichts ändern wird.
Hält sich mit Kampfansagen an seinen Kontrahenten Andreas Reinke zurück und will sich voll und ganz auf seinen Job konzentrieren: Werder-Torwart Tim Wiese (Bild).Foto: Nordphoto
[07.01.2006]
http://syke.mzv.net/news/stories/werder/
(ja es geht um herrn kraft)