Fango
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| Große Sicherheitsmängel in WM-Stadien Schlechte Nachricht für alle Besucher der Fußball-WM 2006: Die Stiftung Warentest hat bei einer Untersuchung der zwölf Stadien teilweise erhebliche Unzulänglichkeiten festgestellt. Das Organisationskomitee reagierte überrascht. Hamburg - Beim Test der zwölf Stadien wurden "teilweise beträchtliche" Sicherheitslücken festgestellt. Sie könnten im Falle einer Panik "verheerende Folgen" haben, berichtete das unabhängige Institut heute. Auch beim Brandschutz seien Defizite entdeckt worden. Details der Studie zur baulichen Sicherheit der Arenen will die Stiftung aber erst auf einer Pressekonferenz am 19. Januar in Berlin bekannt geben. Das WM-Organisationskomitee reagierte überrascht. "Ich weiß, dass es eine Untersuchung gegeben hat. Aber sonst nichts. Wenn es so wäre, wäre es fair, uns auch die Gelegenheit zu geben, uns dazu zu äußern", sagte OK-Vizepräsident Horst R. Schmidt. OK-Pressesprecher Jens Grittner sagte dem "sid": "Wir wundern uns, und es enttäuscht uns einmal mehr, dass hier wieder eine Institution die Plattform WM 2006 möglicherweise missbraucht." Der letzte Bericht, der dem OK über die Sicherheit in deutschen Stadien von der Stiftung Warentest vorliege, datiere aus dem Jahr 1989. Damals seien die Arenen als "top" eingestuft wurden. "Es ist verwunderlich, dass die Ergebnisse nach den Umbauten nun wesentlich schlechter sein sollen", so Grittner. Die WM-Stadien wurden in den vergangenen Jahren für insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro entweder aus- und umgebaut oder gar neu errichtet. In den vergangenen Monaten waren bereits Mängel in drei Arenen publik geworden und hatten die WM-Organisatoren in Erklärungsnöte gebracht. Besondere Schwierigkeiten bereitete die Dachkonstruktion der Frankfurter Commerzbank-Arena. Beim Finale des Konföderationen-Pokal im Juni 2005 und vor dem Bundesligaspiel gegen Schalke 04 im Oktober setzten schwere Regenfälle die Spielfläche unter Wasser. In Kaiserslautern musste das Fritz-Walter-Stadion für die Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt wegen Rissen in der Dachkonstruktion gesperrt und mit Stützpfeilern abgesichert werden. In Nürnberg rieselte Putz vom Oberrang des Frankenstadions. Die Statikprobleme wurden nach einem extra organisierten "Hüpftest" durch mehrere Hundert Fans behoben. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,393810,00.html |
