Tim Borowski: "Ich bin beim Start dabei!"

Fango
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Tim Borowski: "Ich bin beim Start dabei!"

Wenn es immer so klappte, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Bei Tim Borowski, dem Aufsteiger des Jahres 2005 bei Werder Bremen und in der Liga, hat es funktioniert. "Alles läuft nach Plan", meldet sich der Nationalspieler aus dem Schnee in der Schweiz, wo er den Jahreswechsel verbrachte.

"Ich mache weitere Fortschritte. Ich gehe davon aus, dass ich am Mittwoch bei unserem Trainingstart dabei bin."

Optimistische Töne eines Urlaubers, der seine Ferien nicht absagen musste und dennoch nach seiner Operation an der Leiste die notwendigen Aufbaumaßnahmen absolvieren konnte, wo es ihn mit seiner Lebensgefährtin Lena über die Feiertage hinzog. In einem kleinen Örtchen im Engadin, schon in den letzten Jahren das Ziel der "Borowskis", erholte sich der Werder- Profi und tat gleichzeitig etwas für seine Fitness. Und dies sogar unter fachkundiger Aufsicht. Es ergab sich, dass ein Spezialist aus der medizinischen Abteilung der Bremer in unmittelbarer Nachbarschaft urlaubte und somit die Reha-Bemühungen des prominenten Rekonvaleszenten beaufsichtigen konnte.

Schon in Bremen hatte Borowski nach dem Eingriff Anfang Dezember mit dem Aufbauprogramm begonnen: Laufarbeit und Krafttraining, um den Konditionsrückstand nicht zu groß werden zu lassen. "Die Ärzte sind super zufrieden", meinte der 25-Jährige, als er sich in den Weihnachtsurlaub verabschiedete.

Zuvor hatte er noch gemeinsam mit dem Schalker Fabian Ernst, seinem besten Kumpel aus gemeinsamen Werder-Tagen, das Pokalspiel in Hannover besucht. Borowski freute sich über den Pokal-Coup, auch über den Viertelfinal-Gegner. Seine Vorfreude über ein erneutes Nord-Derby gegen St. Pauli, nach den Vergleichen mit Wolfsburg oder 96 in den vorigen Runden: "Ein Traumlos, für die Hamburger, aber auch für uns. Ein Traumlos für den Pokalwettbewerb."

Die Partie findet zwei Tage vor dem Saisonstart am 25. Januar statt. Zu früh für ein Comeback? "Nein", sagt Borowski, der hofft, dann wieder auflaufen zu können. "Entscheidend wird sein, wie ich die Belastungen im Trainingslager wegstecke."

Natürlich hatte der Werder-Star in den Alpen auch mitbekommen, was in München der Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge von sich gegeben hat. Als möglichen Ballack-Nachfolger könne er sich Borowski vorstellen, sagte dieser in einem Interview zu den Festtagen. Eine Wende bei den Bayern, nachdem Uli Hoeness vor Wochen etwaige Transfer-Spekulationen dieser Art geleugnet hatte? Borowski wollte sich durch solche Aussagen die heimeligen Winterabende im Hochgebirge nicht stören lassen. Der Nationalspieler zum kicker: "Damit beschäftige ich mich nicht." Was Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs freut: "Tim hat sich einmal mehr klar positioniert."

Hans-Günter Klemm

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