Bibi86
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| In Angst vor randalierenden Fußballfans Autobahnraststätte Wildeshausen-Nord an der A1 wurde zum wiederholten Mal von Hooligans attackiert Kein Verständnis hat Tankshop-Mitarbeiter Dennis Speckmann für den Vandalismus der Ultras aus Essen, die ihre Initialen U E auf der Waschbetonwand hinterlassen haben. FOTO: Gerd Backenköhler Zerstörte Toiletten, beschmierte Wände, gestohlene Alkoholika: Das ist das Resultat, als randalierende Fußballfans wieder einmal Halt an der Raststätte Wildeshausen-Nord machten. Dötlingen (gb). Seit 30 Jahren betreibt Rudolf Dohle aus Dötlingen die Autobahntankstelle Wildeshausen-Nord in Richtung Bremen, doch so etwas ist ihm bislang nicht passiert: Schon zweimal sind wir in diesem Jahr jeweils von einem Bus voller angetrunkener, so genannter Fußballfans überfallen worden, zuletzt am vergangenen Freitag. Glücklicherweise konnte die Polizei den Bus und die Täter ausfindig machen, so dass ein Strafverfahren eingeleitet werden kann. Die Spielpläne der beiden Fußball-Bundesligen liegen vor Rudolf Dohle auf dem Schreibtisch, damit wir genau wissen, wann Fans die Autobahn befahren, so Dohle. Doch am vergangenen Freitag gab es keine Spiele in den oberen Klassen, aber in der Regionalliga die Partie VfB Lübeck gegen RW Essen und die hatten wir nicht auf der Rechnung. Nachtschicht hatte Dennis Speckmann, der ab 22 Uhr den Tankshop allein betreute. Die Besetzung in der Nacht mit einer Person ist an gewöhnlichen Arbeitstagen üblich, sagt Dohle. Gegen null Uhr hielten sich zwei Lkw-Fahrer in dem Tankshop auf, wenig später stiegen um die 60 Männer, im Durchschnitt 25 Jahre alt, aus einem Bus aus und marschierten in den Laden. Ich habe gerade die Kassenabrechnung gemacht, als die Täter kamen, erinnert sich Dennis Speckmann. Die Vandalen haben ein Regal aus der Verankerung gerissen sowie Alkoholika und kleine Snacks mitgehen lassen. Als besonders schlimm habe ich empfunden, dass einige der Fans mit Sturmmasken vor mir standen und sich auch nicht durch die eingeschalteten Überwachungskameras haben stören lassen. Nicht nur im Tankshop trieben die Täter ihr Unwesen, sondern auch im Außenbereich der Tankstelle: Sie zerschlugen Flaschen und hinterließen auf einer Waschbetonwand ihre Initialen U E (Ultras Essen). Und auch die Toiletten wurden verwüstet. Insgesamt ist ein Sachschaden in Höhe von rund 600 Euro entstanden. Speckmann rief unmittelbar nach dem Überfall die Polizei an. Binnen fünf Minuten waren die Beamten aus Wildeshausen bei uns, so Speckmann. Da ich das Kfz-Kennzeichen wegen der vielen Menschen nicht erkennen konnte, habe ich der Polizei den Bus beschrieben. In Höhe Münster sind die Täter dann gegen zwei Uhr gestoppt worden. Einen Schaden von rund 2000 Euro hatte Dohle bereits am 8. Mai dieses Jahres beklagt. Damals hatte Borussia Mönchengladbach gegen den Hamburger SV gespielt, und die Fans hatten auf der Rückfahrt bei uns Halt gemacht. Dohle ist klar, dass er das Problem angetrunkener Fußballfans nicht allein lösen kann und hofft auf Unterstützung von außerhalb. Ich habe den Deutschen Fußball-Bund angeschrieben und den niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann. Eine Antwort habe ich allerdings noch nicht erhalten. Gemeldet hat sich dagegen die AWO-Fanbetreuung RW Essen. Denen werde ich auch die Unterlagen und die Bilder der Überwachungskameras schicken. |

Quelle:
heute in unserer Lokalzeitung..