Spiegel-Online: Im WM-Finale gegen Togo

Janfred
Im WM-Finale gegen Togo

Von Achim Achilles

Bei der WM-Auslosung hielt selbst unser zappeliger Achim Achilles mal für eine halbe Stunde die Beine still - und traute seinen Augen nicht. Der Endspielgegner für Deutschland steht fest und heißt Togo. Der Weg dorthin gleicht einem Spaziergang um den Wannsee.

Günter Netzer soll die Klappe halten und seine Fonds verscheuern. "Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, wir sind einer der Favoriten", sagt der Fußball-Rentner mit der Unfrisur. Wir? Nicht Favorit? Ja wer denn sonst? Und nach dieser Auslosung erst recht.

Nationalmannschaft Togos: Deutscher Gegner im WM-Finale?
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Nationalmannschaft Togos: Deutscher Gegner im WM-Finale?
Costa Rica, Polen, Ecuador, da kommen allesamt nette Zeitgenossen her. Paulo Wanchope kickt in Katar, ebenso wie Polens Jacek Bak und die Ecuadorianer haben ihre Quali-Punkte in Quito geholt, 2850 Meter über dem Meer. Derlei Gegner wissen sich zu benehmen und überlassen ihre Punkte artig dem Gastgeber.

Nationalismus ist ja eine schlimme Sache und Vorurteile erst recht. Aber wir haben doch wirklich Schwein gehabt, dass die Wohnwagen-Hooligans nicht in unserer Gruppe gelandet sind. Ist doch viel besser, wenn die Holländer nun von den Elfenbeinküstlern aus den Holzpantinen getreten werden.

Wenn der deutsche Fußball etwas kann, dann in Auslosungen Glück haben. Richtig harte Gruppen hatten wir nie. Selbst die Gurkentruppen von 1978 (vgl. "Cordoba") schaffte es nicht, schon in der Vorrunde auszuscheiden. Die Gruppen-Einteilung haben wir den Südamerikanern zu verdanken.

Die haben diesen Modus 1950 erfunden, damit die Europäer nicht gleich nach der ersten Niederlage wieder nach Hause schippern mussten. Das waren die guten Fünfziger, als nicht nur Teamgeist zählte, sondern auch die Kameradschaft, wie Horst Eckel uns noch mal aus der 54er-Truppe berichtete. Wenn sich die Jungs jetzt auch noch gut verstehen.

Der Weg in die Zwischenrunde wird für Klinsis Kerle jedenfalls nicht schwerer als für die Fernsehzuschauer die Stunde bis zur Auslosung. Wer muss eigentlich nicht automatisch ans "Café King" denken, wenn er Sepp Blatter sieht? Zum Glück wurden seine Schweizer in die Gruppe des deutschen Finalgegners gewählt. Endstation Vorrunde, Sepp.

Schweden im Achtelfinale putzen

Der etwas zerstreute Herr Köhler, der jetzt Merkels Bundespräsident ist, versteht leider gar nichts von Fußball. Er wünschte sich die Holländer in unsere Gruppe, einfach so. Und konnte sich gar nicht wieder einkriegen, dass die ganze Welt auf uns schaut, uns, "ein modernes Land, ein fröhliches Land." Gleich darauf tastete sich der broilerbraune Mayer-Vorfelder die Showtreppe hinunter, ganz vorsichtig, damit der Lack nicht aus dem Gesicht bröckelte. So modern und fröhlich wie die beiden, da fühlt man sich wirklich adäquat repräsentiert.

WM-AUSLOSUNG: ZAUBEREI UND ZENSUR
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Zum Glück kamen gleich darauf der coole Kaiser und der kesse Klinsi. Sepp, Hotte und MV fielen hernach kaum noch auf, wie sie auf dem Sofa hockten, so wie die Senioren bei "Asterix auf Korsika" auf dem Baumstamm. Irgendwer wird ihnen im Laufe des Abends hoffentlich erklären, wie Deutschlands Weg ins Finale aussieht.

Ganz einfach: Zuerst putzen wir die Schweden im Achtelfinale. Argentinien in der nächsten Runde, das wird schon etwas komplizierter, aber nicht unmöglich. Mayer-Vorfelder hat vorsorglich schon alle taktischen Kniffe der Gauchos ausspioniert, als er Maradona bei dessen Kur auf Kuba besucht hat.

Die Franzosen im Halbfinale sind dann nur noch ein Spaziergang. Immerhin haben wir Geheimwaffen und die sind blond. Klinsi hat erlaubt, das die Spielerfrauen ins Hotel dürfen. Prinz Poldi nimmt seine Maria mit aufs Zimmer, Olli Kahn seine Disco-Verena und Kevin Kuranyi seinen Lady Shaver, um sich noch ein paar lustige Linien ins Gesicht zu rasieren. Das ist der neue Intim-Geist.

Wer aber tritt gegen uns an im Finale? Wer traut sich überhaupt? Klare Sache. Als taktischer Zweiter der Gruppe G erledigen sie erst die Ukraine, dann Brasilien im Viertel- und schließlich England im Halbfinale. Das Endspiel heißt also: Deutschland-Togo.

Und wer gewinnt? Wir natürlich. Wenn einer wie Köhler Präsident wird und Merkel Kanzlerin, dann kann unser Klinsi auch Weltmeister-Trainer werden.

quelle: http://www.spiegel.de/sport/0,1518,389579,00.html
Bömmel
Och man, MV war ja wirklich mal wieder ziemlich voll.
Erik


wenn man sich diese bild in ruhe anschaut kommt man irgendwann ins gruseln...
ein wunder das ein derart hämisches bild nicht zensiert wird.. in gewisser weise erinnert mich beide ein wenig an gollum.
es sieht so aus als grabschen beide nach der trophäe die für sie ein inbegriff von macht und geld ist.
viel zu viele alte männer im sport. wo bleibt denn da der fußball?


ansonsten ist der obige artikel recht nett geschrieben... sagen wir mal: amüsant. ich weiß schon warum ich mir dieses "spektakel" nicht angetan habe.
kanzlerkarre-jan
Schaut euch den Pokal gut an ,es gehen Gerüchte um das MV ein Kopie anfertigen lassen hat ,und sich das Original zwischen die Lenden implantieren will! Also wenn euch der Pokal bei der Übergabe komisch vorkommt,wisst ihr voran das liegt!