Südländer
Hier zwei Ankündigungen für einen Stimmungsboykott am kommenden Spieltag (einmal UF97 und einmal The Unity). Für eine "bundesweite" Aktion hat man davon bisher nicht viel mitbekommen. Sicher ist schon mal, dass sich z.B. Nürnberg nicht beteiligen wird (wo dann wiederum abzuwarten sein wird, ob Dortmund die Aktion überhaupt durchzieht). Da auch hier bisher nichts kam, kann man davon ausgehen, dass Bremen auch nicht dabei ist? Dann würden mich natürlich die Gründe interessieren:
- weil gerade keiner einen Kopf für sowas hat?
- weil man an der Vorbereitung nicht beteiligt/nicht informiert war?
- weil man die Aktion nicht sinnvoll findet?
- weil sich die Schalker sowieso auch nicht beteiligen?
Information Supportboykott Eine Kurve in Ketten, die Fankultur in Gefahr
Beim Spiel unserer SGE gegen Stuttgart am Sonntag findet ein 15-minütiger Supportboykott statt.
Dieser Boykott richtet sich in erster Linie gegen die ständigen Repressionen, denen wir Fußballfans Spieltag für Spieltag ausgesetzt sind, sowie die damit verbundene Kriminalisierung gegen Fans. Diese Aktion ist nicht nur auf Frankfurt beschränkt, sondern findet an diesem Spieltag bundesweit statt, d.h. die meisten Fan/Ultrá-Gruppen in Deutschland beteiligen sich an dem Boykott.
Auch unsere Gäste aus Stuttgart arbeiten diesbezüglich mit uns zusammen und werden ebenfalls die erste Viertel Stunde schweigen, um gemeinsam mit uns zu zeigen, dass wir die ständigen Fehlbehandlungen durch die Polizei oder durch Ordner im und außerhalb des Stadions, mehr als satt haben. Dieser Boykott richtet sich auch gegen unsinnige, und für uns Fans nicht mehr nachvollziehbare Maßnahmen, wie begrenzte Fahnenstocklängen, Megaphon- und Fahnenverbot etc, also alles was uns in unserer kreativen Freiheit als Fans einschränkt.
Gerade wir Eintracht Fans haben in letzter Zeit viele Erfahrungen mit Repressionen und Drangsalierungen machen müssen. Seien es die Vorfälle in Sachsenhausen oder Ahlen, die zur Genüge diskutiert wurden oder einfach auch die simple Tatsache, dass die Polizei in Wolfsburg ohne jeden Grund in unseren Block einmarschiert ist.
Wir fordern, wie im Gespräch von Innenminister Schily angeregt, eine Ombudsstelle für Fußballfans, an die sie sich wenden können, wenn sie Probleme mit Stadionverboten oder Repression haben, also eine Anlaufstelle, die dem Fan in allen Rechtsbelangen hilft. Diese Stelle sollte unabhängig sein, d.h. sie sollte beim KOS (Koordinationsstelle Fanprojekte)untergebracht sein und nicht, wie jetzt leider vorgeschlagen wurde, bei dem WM-OK oder dem DFB liegen, dies wäre nämlich alles andere als unabhängig. Wir hoffen, mit dem Supportboykott und entsprechenden Spruchbändern darauf aufmerksam machen zu können, dass wir Fans diese Ombudsstelle wollen und können auch ein wenig Druck auf die Verantwortlichen ausüben, diese Stelle und die damit verbundenen Aufgaben auch ernst zu nehmen.
Wir bitten euch um Verständnis für diesen Supportboykott und hoffen, dass ihr euch alle daran beteiligt und dass es die ersten 15 Minuten im Stadion ruhig bleibt. Danach können wir dann alle unsere Eintracht wieder wie gewöhnlich anfeuern! Es wird zusätzlich ein großes Spruchband geben, sowie einzelne optische Elemente, die unsere Kurve in Ketten, beraubt ihrer Freiheit, darstellen. Es gab zwar bei uns schon öfters Boykotte, aufgrund diverser Situationen, dieses mal hoffen wir aber auf mehr Durchschlagskraft, wenn sich (fast) alle Kurven in Deutschland beteiligen und füreinander in dieser Sache einstehen.
Es ist an der Zeit, ein Zeichen zu setzen!
Ein Zeichen gegen Polizei- und Ordnerwillkür, gegen sinnlose Verbote, gegen das mundtot-machen aktiver, kritischer Fans und ein Zeichen für freie Fankurven, die kreativ und kritisch ihr Fandasein in den verschiedensten Formen ausleben können sollen, sowie ein Zeichen, die geforderte Ombudsstelle endlich unabhängig einzurichten..
Pro Selbstbestimmung, für eine geschlossene Szene, FÜR FANKULTUR!.
Ultras Frankfurt, 22.11.2005
PROTEST IN NÜRNBERG!
Seit einiger Zeit klagen immer mehr Fans über Willkür, Stadionverbote ohne Anhörungsrecht und vieles andere. Auch dagegen fand im Sommer während des Eröffnungsspiels des ConfedCups in Frankfurt eine Fandemo statt. Damals hatte Innenminister O.Schily verschiedene Fanvertreter (von PRO FANS, BAFF und dem NETZWERK FÜR FANRECHTE) zu einem Gespräch nach Berlin eingeladen! Im Verlauf dieses Treffens wurde die Idee einer "Ombudsstelle" entwickelt!
Diese Ombudsstelle soll bei Problemen zwischen Fans, Polizei und Ordnern vermitteln und bei einer unabhängigen Stelle installiert werden. Sie soll dabei natürlich neutral sein und auch die Fanseite anhören, was bislang nicht der Fall ist.
Nachdem nun einige Zeit gar keine Reaktion bzw. der Vorschlag kam, die Ombudsstelle beim DFB selbst (und damit nicht unabhängig) einzurichten, wird vom 25.11. bis zum 27.11.2005 ein Protestspieltag-Wochenende stattfinden.
Dies betrifft unser Auswärtsspiel in Nürnberg.
Hierfür haben wir ein Spruchband sowie Doppelhalter mit einem bundesweit einheitlich verwendeten Symbol angefertigt, welches im Gästeblock bei diesem Spiel präsentiert werden soll!
Denkt daran, jeden von Euch kann so ein Stadionverbot treffen. Wenn nicht heute, dann morgen. Dafür braucht ihr nur zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. So wie der 21jährige Christian, der in Leverkusen tätlich angegriffen wurde, aus dem Stadion geworfen wurde und nun ohne Einspruchsmöglichkeit bundesweites Stadionverbot bis zum 31.12.2006 hat. Er darf in dieser Zeit kein einziges Bundesligaspiel sehen, selbst in Dortmund hat er nun Hausverbot, obwohl das Stadionverbot von Bayer Leverkusen ausgesprochen wurde. Er kann nun zum Anwalt gehen, viel Geld ausgeben und hoffen, dass die Sache innerhalb einiger Monate vom Tisch ist. Eine andere Chance hat er nicht. Die hat keiner von euch, die Beweislast ist immer umgedreht, ihr müßt beweisen, dass ihr nichts verbrochen hat. Der Verein, der euch das Stadionverbot gegeben hat, muß überhaupt nichts beweisen. Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, gegen die wir nur gemeinsam kämpfen können.
Daher wird beim Spiel in Nürnberg von beiden Fangruppen gemeinsam die ersten 15 Minuten geschwiegen, dies wird in allen Bundesligastadien gleichzeitig geschehen. Wir alle hoffen so, weiter Druck auf Vereine und Verbände ausüben zu können, um endlich gerecht behandelt zu werden. Wer Scheiße baut, soll auch bestraft werden, wer aber nicht einmal verurteilt wird, kann nicht bestraft werden. Das muß endlich geändert werden. Die Ombudsstelle wäre ein erster Schritt!
Für eine lebende Fankultur, für Rechtsstaatlichkeit und gegen Willkür - alle gemeinsam! Bitte beteiligt euch, schweigen ist einfacher als man denkt.
THE UNITY - Supporters Dortmund
- weil gerade keiner einen Kopf für sowas hat?
- weil man an der Vorbereitung nicht beteiligt/nicht informiert war?
- weil man die Aktion nicht sinnvoll findet?
- weil sich die Schalker sowieso auch nicht beteiligen?
Information Supportboykott Eine Kurve in Ketten, die Fankultur in Gefahr
Beim Spiel unserer SGE gegen Stuttgart am Sonntag findet ein 15-minütiger Supportboykott statt.
Dieser Boykott richtet sich in erster Linie gegen die ständigen Repressionen, denen wir Fußballfans Spieltag für Spieltag ausgesetzt sind, sowie die damit verbundene Kriminalisierung gegen Fans. Diese Aktion ist nicht nur auf Frankfurt beschränkt, sondern findet an diesem Spieltag bundesweit statt, d.h. die meisten Fan/Ultrá-Gruppen in Deutschland beteiligen sich an dem Boykott.
Auch unsere Gäste aus Stuttgart arbeiten diesbezüglich mit uns zusammen und werden ebenfalls die erste Viertel Stunde schweigen, um gemeinsam mit uns zu zeigen, dass wir die ständigen Fehlbehandlungen durch die Polizei oder durch Ordner im und außerhalb des Stadions, mehr als satt haben. Dieser Boykott richtet sich auch gegen unsinnige, und für uns Fans nicht mehr nachvollziehbare Maßnahmen, wie begrenzte Fahnenstocklängen, Megaphon- und Fahnenverbot etc, also alles was uns in unserer kreativen Freiheit als Fans einschränkt.
Gerade wir Eintracht Fans haben in letzter Zeit viele Erfahrungen mit Repressionen und Drangsalierungen machen müssen. Seien es die Vorfälle in Sachsenhausen oder Ahlen, die zur Genüge diskutiert wurden oder einfach auch die simple Tatsache, dass die Polizei in Wolfsburg ohne jeden Grund in unseren Block einmarschiert ist.
Wir fordern, wie im Gespräch von Innenminister Schily angeregt, eine Ombudsstelle für Fußballfans, an die sie sich wenden können, wenn sie Probleme mit Stadionverboten oder Repression haben, also eine Anlaufstelle, die dem Fan in allen Rechtsbelangen hilft. Diese Stelle sollte unabhängig sein, d.h. sie sollte beim KOS (Koordinationsstelle Fanprojekte)untergebracht sein und nicht, wie jetzt leider vorgeschlagen wurde, bei dem WM-OK oder dem DFB liegen, dies wäre nämlich alles andere als unabhängig. Wir hoffen, mit dem Supportboykott und entsprechenden Spruchbändern darauf aufmerksam machen zu können, dass wir Fans diese Ombudsstelle wollen und können auch ein wenig Druck auf die Verantwortlichen ausüben, diese Stelle und die damit verbundenen Aufgaben auch ernst zu nehmen.
Wir bitten euch um Verständnis für diesen Supportboykott und hoffen, dass ihr euch alle daran beteiligt und dass es die ersten 15 Minuten im Stadion ruhig bleibt. Danach können wir dann alle unsere Eintracht wieder wie gewöhnlich anfeuern! Es wird zusätzlich ein großes Spruchband geben, sowie einzelne optische Elemente, die unsere Kurve in Ketten, beraubt ihrer Freiheit, darstellen. Es gab zwar bei uns schon öfters Boykotte, aufgrund diverser Situationen, dieses mal hoffen wir aber auf mehr Durchschlagskraft, wenn sich (fast) alle Kurven in Deutschland beteiligen und füreinander in dieser Sache einstehen.
Es ist an der Zeit, ein Zeichen zu setzen!
Ein Zeichen gegen Polizei- und Ordnerwillkür, gegen sinnlose Verbote, gegen das mundtot-machen aktiver, kritischer Fans und ein Zeichen für freie Fankurven, die kreativ und kritisch ihr Fandasein in den verschiedensten Formen ausleben können sollen, sowie ein Zeichen, die geforderte Ombudsstelle endlich unabhängig einzurichten..
Pro Selbstbestimmung, für eine geschlossene Szene, FÜR FANKULTUR!.
Ultras Frankfurt, 22.11.2005
PROTEST IN NÜRNBERG!
Seit einiger Zeit klagen immer mehr Fans über Willkür, Stadionverbote ohne Anhörungsrecht und vieles andere. Auch dagegen fand im Sommer während des Eröffnungsspiels des ConfedCups in Frankfurt eine Fandemo statt. Damals hatte Innenminister O.Schily verschiedene Fanvertreter (von PRO FANS, BAFF und dem NETZWERK FÜR FANRECHTE) zu einem Gespräch nach Berlin eingeladen! Im Verlauf dieses Treffens wurde die Idee einer "Ombudsstelle" entwickelt!
Diese Ombudsstelle soll bei Problemen zwischen Fans, Polizei und Ordnern vermitteln und bei einer unabhängigen Stelle installiert werden. Sie soll dabei natürlich neutral sein und auch die Fanseite anhören, was bislang nicht der Fall ist.
Nachdem nun einige Zeit gar keine Reaktion bzw. der Vorschlag kam, die Ombudsstelle beim DFB selbst (und damit nicht unabhängig) einzurichten, wird vom 25.11. bis zum 27.11.2005 ein Protestspieltag-Wochenende stattfinden.
Dies betrifft unser Auswärtsspiel in Nürnberg.
Hierfür haben wir ein Spruchband sowie Doppelhalter mit einem bundesweit einheitlich verwendeten Symbol angefertigt, welches im Gästeblock bei diesem Spiel präsentiert werden soll!
Denkt daran, jeden von Euch kann so ein Stadionverbot treffen. Wenn nicht heute, dann morgen. Dafür braucht ihr nur zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. So wie der 21jährige Christian, der in Leverkusen tätlich angegriffen wurde, aus dem Stadion geworfen wurde und nun ohne Einspruchsmöglichkeit bundesweites Stadionverbot bis zum 31.12.2006 hat. Er darf in dieser Zeit kein einziges Bundesligaspiel sehen, selbst in Dortmund hat er nun Hausverbot, obwohl das Stadionverbot von Bayer Leverkusen ausgesprochen wurde. Er kann nun zum Anwalt gehen, viel Geld ausgeben und hoffen, dass die Sache innerhalb einiger Monate vom Tisch ist. Eine andere Chance hat er nicht. Die hat keiner von euch, die Beweislast ist immer umgedreht, ihr müßt beweisen, dass ihr nichts verbrochen hat. Der Verein, der euch das Stadionverbot gegeben hat, muß überhaupt nichts beweisen. Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, gegen die wir nur gemeinsam kämpfen können.
Daher wird beim Spiel in Nürnberg von beiden Fangruppen gemeinsam die ersten 15 Minuten geschwiegen, dies wird in allen Bundesligastadien gleichzeitig geschehen. Wir alle hoffen so, weiter Druck auf Vereine und Verbände ausüben zu können, um endlich gerecht behandelt zu werden. Wer Scheiße baut, soll auch bestraft werden, wer aber nicht einmal verurteilt wird, kann nicht bestraft werden. Das muß endlich geändert werden. Die Ombudsstelle wäre ein erster Schritt!
Für eine lebende Fankultur, für Rechtsstaatlichkeit und gegen Willkür - alle gemeinsam! Bitte beteiligt euch, schweigen ist einfacher als man denkt.
THE UNITY - Supporters Dortmund