Suffältester
Polizei gibt sich vor Probelauf gelassen
Auch für die Polizei ist das Confederations Cup-Turnier ein Probelauf für die Fußball-WM im kommenden Jahr (dpa-Archivbild) Ein friedliches Fußballfest soll es werden und eine Werbung für die WM 2006 - beim Confederations Cup erproben die Verantwortlichen ab Mittwoch ein neues Sicherheitskonzept.
Rund um die Frankfurter Arena wird erstmals ein Farbleitsystem mit bunt gekennzeichneten Eintrittskarten und Schildern an Bahnhöfen und Parkplätzen getestet. Es soll Besucher schneller zu ihrem Platz bringen und Zusammenstöße mit gegnerischen Fans vermeiden. Konfliktpotenzial sieht die Polizei aber weder beim Frankfurter Eröffnungsspiel Deutschland gegen Australien noch bei den übrigen Begegnungen der Mini-WM. Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) beim Landeskriminalamt in Düsseldorf hat ihre internationale Datei Gewalttäter Sport durchforstet. Rund 6.000 Hooligans sind darin erfasst.
"Ultras" wollen demonstrieren
Das bisher einzige Zusammentreffen mit Australien liegt mehr als 30 Jahre zurück und endete 1974 mit einem 3:0 für Deutschland. Auch einer von der Frankfurter Fangruppe Ultras angekündigten Demonstration gegen vermeintliche Polizeiwillkür sieht man gelassen entgegen. Sie wird wohl nur weit entfernt vom Stadion genehmigt.
Erhöhte Polizeipräsenz
Dennoch wird die Polizei beim Eröffnungsspiel stärker präsent sein als an einem Bundesliganachmittag. Das gibt einen tollen Probelauf für die WM und den zweiten Praxistest für das neue Stadion nach dem Eintracht-Aufstieg, sagte der Frankfurter Polizeisprecher Jürgen Linker. Die Sicherheitsskräfte wollen Erfahrungen damit sammeln, wie die 48.500 Fans sich im Stadion verteilen, ob Zu- und Abgänge im Gedränge funktionieren und wie das Farbleitsystem angenommen wird.
BKA gibt Terror-Entwarnung
Das Wiesbadener Bundeskriminalamt hat sich in den vergangenen Wochen auch mit dem Risiko möglicher Anschläge durch Islamisten oder Terroristen beschäftigt. Für Terrorakte lägen derzeit aber keine Anzeichen vor, berichtete BKA-Sprecher Dirk Büchner. Ein weiteres Aufgabenfeld haben die Kriminalisten: Sie fahnden nach Schwarzhändlern, die gefälschte Tickets anbieten wollen oder Trikots, die ohne Lizenz produziert wurden.
"Engagierte Reaktion" beim Griechenland-Spiel
Noch weiter aufstocken will die Polizei ihre Kräfte am kommenden Sonntag. Dann spielt Griechenland in Frankfurt. Griechische Fans werden in großer Zahl ins Stadion kommen oder das Spiel auf der großen Leinwand in der Innenstadt verfolgen, erwartet Linker. Da könne es schon zu engagierten Reaktionen kommen. Bei Siegesfeiern will die Polizei schon mal ein Auge zudrücken, bei Alkohol am Steuer im Autokorso oder Lebensgefahr für Unbeteiligte werde der Spaß aber aufhören, bekräftigte der Polizeisprecher.
Mehr zum ThemaSpecial zum Confederations Cup
Stand: 13.06.2005 (HR-Online)
Auch für die Polizei ist das Confederations Cup-Turnier ein Probelauf für die Fußball-WM im kommenden Jahr (dpa-Archivbild) Ein friedliches Fußballfest soll es werden und eine Werbung für die WM 2006 - beim Confederations Cup erproben die Verantwortlichen ab Mittwoch ein neues Sicherheitskonzept.
Rund um die Frankfurter Arena wird erstmals ein Farbleitsystem mit bunt gekennzeichneten Eintrittskarten und Schildern an Bahnhöfen und Parkplätzen getestet. Es soll Besucher schneller zu ihrem Platz bringen und Zusammenstöße mit gegnerischen Fans vermeiden. Konfliktpotenzial sieht die Polizei aber weder beim Frankfurter Eröffnungsspiel Deutschland gegen Australien noch bei den übrigen Begegnungen der Mini-WM. Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) beim Landeskriminalamt in Düsseldorf hat ihre internationale Datei Gewalttäter Sport durchforstet. Rund 6.000 Hooligans sind darin erfasst.
"Ultras" wollen demonstrieren
Das bisher einzige Zusammentreffen mit Australien liegt mehr als 30 Jahre zurück und endete 1974 mit einem 3:0 für Deutschland. Auch einer von der Frankfurter Fangruppe Ultras angekündigten Demonstration gegen vermeintliche Polizeiwillkür sieht man gelassen entgegen. Sie wird wohl nur weit entfernt vom Stadion genehmigt.
Erhöhte Polizeipräsenz
Dennoch wird die Polizei beim Eröffnungsspiel stärker präsent sein als an einem Bundesliganachmittag. Das gibt einen tollen Probelauf für die WM und den zweiten Praxistest für das neue Stadion nach dem Eintracht-Aufstieg, sagte der Frankfurter Polizeisprecher Jürgen Linker. Die Sicherheitsskräfte wollen Erfahrungen damit sammeln, wie die 48.500 Fans sich im Stadion verteilen, ob Zu- und Abgänge im Gedränge funktionieren und wie das Farbleitsystem angenommen wird.
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Das Wiesbadener Bundeskriminalamt hat sich in den vergangenen Wochen auch mit dem Risiko möglicher Anschläge durch Islamisten oder Terroristen beschäftigt. Für Terrorakte lägen derzeit aber keine Anzeichen vor, berichtete BKA-Sprecher Dirk Büchner. Ein weiteres Aufgabenfeld haben die Kriminalisten: Sie fahnden nach Schwarzhändlern, die gefälschte Tickets anbieten wollen oder Trikots, die ohne Lizenz produziert wurden.
"Engagierte Reaktion" beim Griechenland-Spiel
Noch weiter aufstocken will die Polizei ihre Kräfte am kommenden Sonntag. Dann spielt Griechenland in Frankfurt. Griechische Fans werden in großer Zahl ins Stadion kommen oder das Spiel auf der großen Leinwand in der Innenstadt verfolgen, erwartet Linker. Da könne es schon zu engagierten Reaktionen kommen. Bei Siegesfeiern will die Polizei schon mal ein Auge zudrücken, bei Alkohol am Steuer im Autokorso oder Lebensgefahr für Unbeteiligte werde der Spaß aber aufhören, bekräftigte der Polizeisprecher.
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Stand: 13.06.2005 (HR-Online)