kopfnuss
Aus dem Network Ultra Forum:
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Ja, ja ein leidiges und schon oft diskutiertes Thema und immer wieder dem selben Ergebnis : Fans sind es selber schuld und alle Polizisten sind auch nicht ohne, und ob alles so heiß gegessen wird . Daher sei zu nun folgendem gesagt, es handelt sich um der Wahrheit entsprechende Situationen und nicht um Die-Freundin-von-der-Schwester-meines- Kollegen-dem-sein-bester-Kumpel-hat-mal-gehört . Storys ! Die Wuppertaler Polizei ist ja spätestens nach dem 11.08.2004 für ihre eigene Interpretation von Dienstlichen Anordnungen bekannt, und das dadurch das Verhältnis : Fans/Polizei nicht gerade gefördert wurde, dürfte wohl auch jedem klar sein. Jedoch brauchte man in den darauf folgenden Wochen keine Angst mehr um seine Gesundheit haben wenn man das Stadion am Zoo betrat, denn die Polizei hielt sich sichtlich zurück und bis auf die üblichen kleineren Sorgen gab es kaum noch Probleme. Bis zum 4.2.2005, den tag an dem der Fall 11.8. vor Gericht stand und nicht mit dem, von der Staatsanwaltschaft geforderten (gewünschten) Urteil endete. Nein im Gegenteil, diesmal stellte sich (wenn auch nur unterschwellig) heraus wer die Aggressoren von Block F waren ! (sind?!) Denn die Mär, des Polizei-verhauenden-um-sich-schlagenden-Vorsängers (Capo), welcher auf unerklärliche, ja geradezu mysteriöse Art und Weise beinahe zu Tode gekommen wär, fand beim Richter kein Gehör. Vielmehr deklassierte der Richter den Tatvorwurf des Widerstands gegen die Polizei unter jenen Aspekten, als absolut lächerlich, so das er, hätte die Staatsanwaltschaft nicht darauf bestanden, diesen Prozess erst gar nicht eröffnet hätte. So endete der Prozess lediglich mit einer Verwarnung (wenn auch unter Strafvorbehalt), da die einzige Widerstandshandlung, welche man Nachweisen konnte, lediglich das Nicht-zeigen des Personalausweises des Opfers (bzw. Angeklagten) war. (Natürlich steht außen vor, das die Aufforderung den Perso zu zeigen erst nach dem durch-den-Block-Prügeln mit vorheriger Würge Attacke kam) Was dies für ein Kratzer im Blankpolierten Lack der (eigenen) Auffassung von Recht und Unrecht gewesen sein muss, konnten die Besucher des Prozess noch auf dem Gerichtsflur miterleben. Nach Protzessende zischte einer der Polizeibeamten Man sieht sich ja im Stadion, das damit nicht eine Einladung auf Kaffe und Kuchen gemeint ist, sondern eine Begegnung der dritten Art mit Knüppel und Pfefferspray, dürfte wohl auch jedem klar sein. Jener Prozess hatte folgen. Jetzt nicht nur für das Opfer (Angeklagten) in Form von finanzieller Not, Rufschändung und übler Nachrede, nein auch die im Gerichtssaal anwesenden Besucher mussten sich nun damit abfinden in ihrer Freizeit, mal hin und wieder rein provisorisch kontrolliert zu werden. Der gesamte Inhalt der daraufhin folgenden (aufgezwungenen) Gespräche kann hier natürlich nicht wiedergegeben werden, es sei nur soviel gesagt es mangelt nicht an Unterschwelligen Drohungen ! Auch träger von A.C.A.B. T-Shirts gerieten nun immer mehr ins Visier der Obrigkeit. Nicht nur das Shirts unberechtigterweise konfisziert wurden, (Es gibt ein Urteil das All Cops Are Bastards keine Personenbezogene Beleidigung ist) es kam auch schon mal vor das aus einem Polizeiwagen im Vorbeifahren Sätze wie: Komm doch her du Wixer, dann machen wir ein Eins gegen Eins fielen. Und im Stadion ging es nun weiter. Hinter dem am Eingang kontrollierenden Ordnungsdienst wurde eine Staffel Polizeibeamter abgestellt, die es sich nicht nehmen ließ den ein oder andern zum 2. oder 3. Mal zu den Ordnern zurückschickte um dort noch mal Kontrolliert zu werden. Inzwischen wurde erneut Stadionverbot gegen den Capo ausgesprochen, was eine Protestaktion der Ultras Wuppertal während des Spiels gegen Chemnitz zufolge hatte. Diese wurde im Internet angekündigt und wie es der Zufall so will, tauchte bei den Vorbereitungen aus heiterem Himmel die Kriminalpolizei auf und kontrollierte sämtliche Spruchbänder. Bei der Begutachtung des Spruchbandes Kämpft wie Uwe! ,fiel von einem Beamten jener fast schon legendäre Satz Das Wort Kämpfen sei prinzipiell eine Aufforderung zu einer Straftat ! Mal außen vor wie solche Menschen einen Schulabschluss schaffen, aber primär ist der Satz eine Aufforderung an die Mannschaft gewesen den Arsch hoch zu bekommen und zu siegen, sekundär ist der Satz natürlich eine Anspielung auf die Boxeinlage von Uwe Fuchs in Lübeck gewesen. Natürlich hatte die Transparent Kontrolle etwas mit dem Spruchband Droste Lügner wir hassen dich! zu tun, doch sei hier gesagt das es nicht das patent der Ultras Wuppertal ist Spruchbänder anzufertigen, ebenso sind wir nicht die einzigen Menschen in dieser Stadt welche über die Fertigkeit, Farbe aus einer Spraydose - auf eine Tapete zu bringen, verfügen! Das dieses Spruchband nun in Block F hing, tja da stehen ja auch die meisten Fans und in so einer Masse kann man auch prima untertauchen. Nun kommen wir zum gestrigen Spiel gegen die Preußen aus Münster. Im Internet wieder angekündigt: große Malaktion kommt alle helfen! Kamen auch alle, auch Kollege Barfuss von der Kripo. Nachdem er erstmal den Kiddies Angst machen wollte in dem er mit Anzeige usw. drohte falls sie ihm nicht sagten wer dass hier alles auf dem Stadionvorplatz organisieren würde, konnte er dann von einem älteren Mitglied der Ultras Wuppertal beruhigt werden. Man las ihm das Transpi vor und erläuterte im seine Geschichte. (Auf dem Transparent stand: Primitive Spruchbänder sind uns zuwider, drum Fickt Euch selbst und kniet nieder ! Die Ultras von Münster und Wuppertal leisten sich seit 2 Jahren einen Spruchband-battle (Kampf), mit viel obzönität und ne menge Spaß. Leider sah dies das Lügenblatt WZ nicht so und schrieb in einem Spielbericht zum Auswärtsspiel gegen Münster (03/04 1:1) : die WSV Fans vielen lediglich durch das zeigen primitiver Spruchbänder auf . Somit war das Transpi als Anspielung auf den Bericht gedacht und gleichzeitig auch wieder was gegen die Münsteraner.) Der Beamte segnete das Transpi ab, und wart nicht mehr gesehen. Der Spieltag. Wie angekündigt wieder Protest und Blockwechsel. Alle Transparente, Doppelhalter, Spruchbänder und Zaunfahnen wurden vom Ordnungsdienst untersucht und für in Ordnung befunden. Jedoch ließ es sich die Bereitschafts-Polizei nicht nehmen die Sachen (welche in den Block G gebracht wurden) erneut zu kontrollieren. Die Polizei verbot ein Spruchband und notierte sich die Personalien von 2 Leuten, welche sie sich vorher einfach aus dem Block ausgesucht hatten, die das Spruchband für sie ausrollen mussten. (Hierbei ist anzumerken das es sich bei beiden Personen nicht um Mitglieder der Ultras Wuppertal handelt, sondern einfach Leute waren die halt ne ¾ Stunde vor Spielbeginn im Stadion waren) Das gemalte Transpi wurde nicht Verboten. Kurz vor Spielbeginn Das Transparent sollte zum einlaufen der Teams über den Zaun von Block G gehangen werden, wo es dann kurz hängen sollte, damit es jeder sehen/lesen konnte und sollte danach wieder verschwinden. Die Polizei verbot dieses, schnappte sich ein Mitglied der Ultras Wuppertal, erklärte ihn zum Verantwortlichen für die ganze Geschichte und machte allen Leuten klar: Hängt das Transparent über den Zaun und euer Kollege geht in den Knast.! Wer nun glaubt dies habe sich in Lateinamerika, dem Chile der 70´er Jahre oder in der Volksrepublik China abgespielt, dem sei gesagt das es sich um ein Ereignis aus dem demokratischen Deutschland handelt, um genau zu sein um ein Ereignis bei einer Sportveranstaltung ! Das Transpi durfte auf der Mauer über den Blöcken E/F/G präsentiert werden, natürlich nur kurz. Zur 2. Halbzeit wollten wir das Transpi wenigstens noch mal im Block präsentieren. Die rief aber sofort die Ordnungshüter auf den Plan welche in den Block stürmte und anfing die Leute zu bedrohen, ja richtig gelesen BEDROHEN ! Sätze fielen wie: Hängt das Teil, prügeln wir euch hier raus! oder Braucht ihr mal wieder ne Abreibung ? Das Vorhaben, das Transpi noch mal zu zeigen, beendete eine beherzte Polizeibeamtin und zerschnitt die Arbeit von über einem dutzend Leute und noch mal doppelt so vielen Stunden, mit einem Messer. (wäre mal überlegenswert eine Anzeige wegen Sachbeschädigung zu stellen) Dank dieser polizeilichen Repressionen war an einen tollen Fußball Mittag mit geilem Wetter und noch geilere Stimmung nicht zu denken, einziger Trost war das der WSV siegte. Doch kann es so weitergehen? Wir erlauben uns mal eine These aufzustellen. Zu beginn der Saison 04/05 gab es diverse Probleme mit der Polizei (Pauli-Spiel / Stadion-Grill) welche sich immer weiter hochschaukelten und am 11.8. eskalierten. Wie weit sind wir also von der nächsten Eskalation entfernt? Wie sieht es bei den nächsten Heimspielen aus? Wo man kaum Gästefans erwarten kann (Amateure aus der Liga), und somit noch mehr Polizei zugriff auf die Heimfans hat? Wir können nur alle Fans des WSV vor einer erneuten Krawallorgie seitens der Polizei warnen ! --------------------------------------------------------------------------- --------- Sehr guter und detaillierter Bericht von den Ultras Wuppertal über die Vorkommnisse der letzten Monate mit den Försters bei uns! |