Nationalspieler handeln Geldregen aus

bastian
Nationalspieler handeln Geldregen aus

Im Falle eines Titelgewinns bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erhalten die deutschen Nationalspieler eine Rekordprämie von 300.000 Euro pro Mann. Kapitän Ballack setzte in der zweiten Verhandlungsrunde mit dem DFB die Forderung der Mannschaft durch. Die Prämie ist mehr als drei Mal so hoch wie bei der letzten WM.

Frankfurt - Die Rekordsumme von 300.000 Euro winkt den deutschen Fußball-Nationalspielern bei der WM-Endrunde 2006 im eigenen Land für den Titelgewinn. Auf diesen Betrag einigten sich am Mittwochabend in Frankfurt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Mannschafts-Rat unter Führung von Kapitän Michael Ballack. Für den Einzug ins Endspiel in Berlin erhalten die Spieler immerhin jeweils 150.000 Euro. Die Teilnahme am Halbfinale bringt noch 100.000 Euro, der Einzug ins Viertelfinale wird mit 50.000 Euro belohnt. Die Qualifikation in der Vorrunde für das Achtelfinale wird nicht mit einem Bonus honoriert.

"Die Einigung basiert sehr stark auf Erfolgsbezogenheit. Deswegen erhält die Mannschaft auch erstmals keine Prämien für das Achtelfinale", sagte DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Als Ersatz für die entfallenden Prämien in der WM-Qualifikation - Deutschland ist als Gastgeber automatisch qualifiziert - bekommt jeder Spieler für eine Berufung in den Testspiel Kader bis WM-Beginn jeweils 7500 Euro.

Die Vereinbarung bedeutet einen Erfolg für die Spieler, die sich letztlich mit ihrer ursprünglichen Forderung durchsetzten. Der DFB hatte zunächst 150.000 Euro angeboten und seine Offerte zuletzt im Februar beim Länderspiel gegen Argentinien auf 250.000 Euro erhöht.

"Leistung muss belohnt werden"

Den DFB würde ein Titelgewinn 2006 demnach die Gesamtsumme von 6,9 Millionen Euro kosten. Hinzu kämen noch die teilweise individuell ausgehandelten Prämien für Bundestrainer Jürgen Klinsmann und alle weiteren Betreuer. Der Gesamtbetrag dürfte damit im zweistelligen Millionen-Bereich liegen.

"Ich denke, Leistung muss auch belohnt werden. Ein Titel im eigenen Land ist ein hoch gestecktes Ziel", kommentierte Teammanager Oliver Bierhoff die Vereinbarung.

Bei der WM-Endrunde im Jahr 2002 in Südkorea und Japan hätten die Spieler für den Titelgewinn 92.000 Euro bekommen. Für den Gewinn des EM-Titels im vergangenen Jahr hätte der DFB 100.000 Euro pro Mann überwiesen. Die ersten deutschen Fußball-Weltmeister um Fritz Walter hatten sich im Jahr 1954 noch mit 2500 Mark (rund 1280 Euro) zufrieden geben müssen.


http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,347978,00.html

----
Geld...
leinaD
ich finde das es zu viel geld ist. man sollte wenn man für sein land spielt mit ehre spielen und nicht für geld. denn das verdienen die jungs schon genug im verein
Der Mäcker
Klar ist das zuviel Geld, aber in der heutigen Zeit normal. Das Problem liegt denke ich auch woanders. Wirklich guten Spielern kann man ruhig mal ein paar Euros mehr geben, nur mitlerweile ist das Problem das auch Durchschnittsspieler etc. zu viel verdienen. Außerdem verstehe ich nicht warum jeder Spieler gleich viel Kohle bekommt. Klar handelt es sich um eine Mannschaft, in der alle gleich sein sollten und somit auch gleich viel Kohle bekommen sollten, aber da wir nunmal in einer Leistungsgesellschaft leben, müssten auch die Spieler nach Leistung bezahlt werden und jeder Spieler von den Einsatzzeiten, Leistungen etc. bezahlt werden, denke ich.
MrBonde
Verstehe nicht, warum der DFB das überhaupt mitmacht. Wenn sie nur die Hälfte zahlen sagt auch keiner von den Spielern "Dann komm ich aber nicht zur WM im eigenen Land". Dass die viel fordern ist klar, würde ich auch machen. Gibt aber überhaupt keinen Grund, das zu zahlen.