Der Wettskandal

MrBonde
"Die in der Öffentlichkeit erhobenen Anschuldigungen gegen mich sind im Kern zutreffend. Ich bedauere mein Verhalten zutiefst und entschuldige mich gegenüber dem DFB, meinen Schiedsrichterkollegen und allen Fußballfans. Ich habe heute vollständig und schonungslos mein Verhalten und mein gesamtes umfangreiches Wissen über alle mir in diesem Zusammenhang erkannten Sachverhalte und Personen dokumentiert und stehe der Staatsanwaltschaft und dem DFB zur vollumfänglichen Aufklärung zur Verfügung", erklärte der Schiedsrichter.
UTB-TimORoggy
oh ha...bin ja mal gespannt wer da noch alles seinen lümmel reingehalten hat....
Der Mäcker
Unglaublich. Erst dementiert er alles wie damals ein Herr Daum und jetzt sein Eingeständnis. Wenn man schon Fehler macht kann man auch gleich dazu stehen oder?
MrBonde
Sind doch alles eher juristische Überlegungen, wie er aus der Sache am besten rauskommt. Vielleicht dachte er, das würde mit leugnen klappen und nun hat ihn sein Anwalt anderweitig aufgeklärt.
bastian
Zitat:
Original von MrBonde
"Die in der Öffentlichkeit erhobenen Anschuldigungen gegen mich sind im Kern zutreffend. Ich bedauere mein Verhalten zutiefst und entschuldige mich gegenüber dem DFB, meinen Schiedsrichterkollegen und allen Fußballfans. Ich habe heute vollständig und schonungslos mein Verhalten und mein gesamtes umfangreiches Wissen über alle mir in diesem Zusammenhang erkannten Sachverhalte und Personen dokumentiert und stehe der Staatsanwaltschaft und dem DFB zur vollumfänglichen Aufklärung zur Verfügung", erklärte der Schiedsrichter.


hm... auf bremen4 haben sie noch folgendes dazu zitiert:
Auf den DFB wird aber noch einiges zukommen.
savinho
Also Schiedsrichter die den HSV verpfeiffen sind mir sowas von sympatisch, ich finde der sollte Weltschiesrichter 2005 werden.
Spaß beiseite ich hab selber mal ein Schiedsrichterschein gemacht( ich war jung und brauchte das Geld), ich bin aber leider nicht darauf gekommen mit den Vereinen zu Wetten und absichtlich den Gegner zu verpfeiffen hätte bestimmt noch mehr Kohle gebracht.
Naja nu is sowieso egal. Hauptsache er bekommt seine gerechte Belohnung!
Sebi
nun sind auch spieler dran beteiligt!

Focus: Cafe-Besitzer belastet Hertha-Trio =

Berlin (sid) Die im Zuge des Manipulations-Skandals um
Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer festgenommenen Milan S. und Ante S.
haben drei Profis von Fußball-Bundesligist Hertha BSC Berlin
belastet. Vor ihrer Festnahme sagten die Verdächtigten dem
Nachrichtenmagazin Focus, dass die Spieler Nando Rafael, Josip
Simunic und Alexander Madlung zu den Gästen des von Milan S.
betriebenen Lokals in Charlottenburg gehörten.
Das Magazin wies darauf hin, dass das Trio am 22. September
2004 im Spiel der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals bei Eintracht
Braunschweig beteiligt war. Die Partie endete überraschend 3:2 für
Braunschweig. Den entscheidenden Treffer für den Regionalligisten
erzielte Abwehrspieler Madlung in der 80. Minute per Eigentor. Laut
Bericht soll Ante S. durch dieses Spiel allein bei einem Buchmacher
90.000 Euro gewonnen haben.
Finkos
Hamburg - In den Skandal um manipulierte Fußball-Spiele sollen nach Informationen des Nachrichtenmagazins «Focus» auch drei Spieler des Bundesligisten Hertha BSC verwickelt sein.
Das Trio sei am 22. September 2004 beim DFB-Pokalspiel bei Eintracht Braunschweig zum Einsatz gekommen, das die Berliner sensationell mit 2:3 verloren hatten, berichtet der «Focus». Dies sollen zwei angeblich aus Kroatien stammende Männer gesagt haben, die in Berlin im Zusammenhang mit der Schiedsrichter-Affäre um Robert Hoyzer festgenommen worden waren. Insgesamt nahm die Polizei bei einer Razzia vier Personen in Gewahrsam.

www.web.de

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8o

auha wenn da was dran ist.......
MrBonde
Der Schiedsrichter für heute abend wurde ausgewechselt. Eigentlich sollte Jansen pfeifen. Gegen den wurden nun aber offenbar von irgendwoher Vorwürfe geäussert, sodass heute abend ein anderer pfeift, Namen hab ich vergessen. Natürlich ist das ganze "rein vorsorglich" und wer Jansen konkret was vorwirft, wurde auch nicht gesagt.

Kam eben im Radio.

Edit: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,339339,00.html
Nils
Zitat:
Original von MrBonde
Der Schiedsrichter für heute abend wurde ausgewechselt. Eigentlich sollte Jansen pfeifen. Gegen den wurden nun aber offenbar von irgendwoher Vorwürfe geäussert, sodass heute abend ein anderer pfeift, Namen hab ich vergessen. Natürlich ist das ganze "rein vorsorglich" und wer Jansen konkret was vorwirft, wurde auch nicht gesagt.

Kam eben im Radio.

Edit: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,339339,00.html



Das stimmt zwar, ist aber eigentlich nichts besonderes, denn auch gestern wurden die Schiedsrichter schon getauscht, so dass z.B. der Schiri vom Spiel Lautern-Schalke auf einmal Bielefeld-Hannover gepfiffen hat usw.
Knackebrot
Ich habe bedenken, dass diese ganze Sache den DFB-Pokal dieses Jahr ausfallen lassen könnte!

Ich muss sagen, dass fänd ich sehr schade. Nun ja, ich glaube ansonsten is alles gesagt.
MrBonde
Zitat:
Original von Becks
Das stimmt zwar, ist aber eigentlich nichts besonderes, denn auch gestern wurden die Schiedsrichter schon getauscht, so dass z.B. der Schiri vom Spiel Lautern-Schalke auf einmal Bielefeld-Hannover gepfiffen hat usw.


Sie haben einmal rundum getauscht, das steht aber schon seit Tagen fest. Bei Werder sollte nach dem Tausch dann Jansen pfeifen, das wurde aber jetzt _nochmal_ geändert...


Zitat:

Der Wettskandal im deutschen Fußball zieht immer weitere Kreise: Erstmals gibt es jetzt einen konkreten Betrugsverdacht gegen einen Spieler. Der Geschäftsführer des Regionalligisten SC Paderborn bestätigte, dass Vereinspräsident Wilfried Finke einen Spieler aus den eigenen Reihen beim DFB angezeigt habe.

Paderborn - "Es ist richtig, dass einer unserer Spieler in Kontakt mit der Wettmafia stand und Geld angenommen hat", so Finke gegenüber der Zeitschrift "Sport-Bild". Anteile davon habe er nach dem Sieg an seine Mitspieler weitergegeben. Beweise dafür habe er bislang nicht, fügte der Präsident demnach hinzu. Dies solle die DFB-Sportgerichtsbarkeit klären. Um welchen Spieler es sich handelt, wollte Born auch auf Nachfrage nicht sagen. Er verwies auf eine Pressekonferenz, die morgen in Paderborn stattfinden wird.

Michael Born, Geschäftsführer des SC Paderborn, bestätigte den Vorgang gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Die Paderborner stehen seit bekannt werden der Schiedsrichter-Affäre um Robert Hoyzer im Rampenlicht. Hoyzer hatte die DFB-Pokal-Partie Paderborn gegen den Hamburger SV geleitet und darin umstrittene Entscheidungen gefällt, die zur Niederlage des HSV führten. Zudem ermittelt der DFB auch wegen eines Regionalligaspiels von Paderborn gegen den Chemnitzer FC.

Der DFB machte heute Abend keine näheren Angaben zu dem Fall. "Wir sind am Samstag von den Vorgängen von Paderborn in Kenntnis gesetzt worden und wurden gleichzeitig darüber informiert, dass der Verband für Montag zu einer Pressekonferenz einlädt und die entsprechenden Informationen bekannt gibt", erklärte Pressesprecher Harald Stenger auf sid-Anfrage: "Bis dahin wurde Vertraulichkeit vereinbart."

Am Samstag waren drei Hertha-Spieler nach einem Bericht von "Focus" im Zusammenhang mit dem Wettskandal genannt worden, weil sie angeblich Gäste in der Berliner Lokalität "Café King" waren, wo sich der Berliner Schiedsrichter Robert Hoyzer mit der kroatischen Wettmafia getroffen hat. Hertha Manager Dieter Hoeneß wies die Anschuldigungen entschieden zurück und ließ sich von den Spieler eine eidesstattliche Erklärung geben, dass sie nichts mit dem Betrugsskandal um verschobene Spiele zu tun haben.

Außerdem sollen nach Information der "Süddeutschen Zeitung" drei Schiedsrichter und acht Spieler aus drei Vereinen der 2. Fußball-Bundesliga möglicherweise in den Wettskandal verwickelt sein. Dabei soll es sich unter anderem um Spieler der Vereine Chemnitzer FC und Dynamo Dresden handeln. Wie die Zeitung in ihrer Montagsausgabe weiter berichtet, gibt es nach den Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft bisher keinen Hinweis, dass Spieler eines Erstliga-Clubs in den Fall verstrickt sind.

spiegel.de


Als sie letztens die Schwalbe beim zweiten Elfer nochmal gezeigt haben, konnte man sich fast denken, dass der Paderborner bescheid wusste. Sonst würde er nie so dreist schwalbieren.
Nils
Zitat:
Original von MrBonde
Sie haben einmal rundum getauscht, das steht aber schon seit Tagen fest. Bei Werder sollte nach dem Tausch dann Jansen pfeifen, das wurde aber jetzt _nochmal_ geändert...


Hab das eben erst auf WOL gelesen, stimmt aber natürlich.
MrBonde
Paderborner Spieler soll Thijs Waterink sein.

Lustiges Zitat in dem Zusammenhang:

Thijs Waterink (Spieler des SC Paderborn, der nach einer Rahn-Attacke vom ersten Elfmeterpfiff profitiert hatte): "Umstrittene Strafstöße gibt es in fast jedem Spiel. Die anschließenden Diskussionen halte ich für quatsch. Außerdem hätten wir dieses Spiel sowieso gewonnen."
MrBonde
31. Januar 2005
Drei Tage nach der Vernehmung von Robert Hoyzer durch die Berliner Staatsanwaltschaft hat die „Bild”-Zeitung alle Namen veröffentlicht, die der geständige Schiedsrichter im Fußball-Manipulationsskandal genannt haben soll. Dabei handelt es sich um drei Schiedsrichter, neun Spieler der Vereine Dynamo Dresden, Chemnitzer FC, SC Paderborn und Energie Cottbus sowie einen Funktionär aus Dresden. Einer der Beschuldigten, Paderborns Mannschaftskapitän Thijs Waterink, gestand am Montag den Empfang von 10.000 Euro. Zwei andere, Erstliga-Schiedsrichter Jürgen Jansen und der Cottbuser Torhüter Tomislav Piplica, bestritten in Eidesstattlichen Erklärungen jede Beteiligung an dem Skandal. Auch alle Spieler von Dynamo Dresden unterzeichneten entsprechende Eidesstattliche Erklärungen.

Der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger wies bei einer Pressekonferenz am Montag abend in Frankfurt Vorwürfe zurück, der Verband habe sich nicht konsequent um eine Aufklärung des Manipulationsverdachtes bemüht.


Die Namensliste von „Bild” wollte Zwanziger weder bestätigen noch dementieren. Für den DFB sei ausschließlich maßgeblich die Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft, von der der Verband bislang noch keine Akteneinsicht erhalten habe. Er habe allerdings „sehr, sehr positive Gespräche” mit der Ermittlungsbehörde geführt und sei zuversichtlich, daß man „schnell” die notwendigen Informationen erhalte, um den Skandal auch durch das Sportgericht aufarbeiten und auch den kommenden Spieltag absichern zu können.


Der Verband bildete eine sechsköpfige „Sonderkommission Wett- und Spielmanipulationen”, die unter Führung von DFB-Justiziar Götz Eilers den „für den deutschen Fußball sehr schlimmen Fall” aufarbeiten soll.
Bis auf Weiteres suspendiert: SC-Kapitän Waterink

Ungeachtet der Eidesstattlichen Erklärungen, die einige der angeblich Beschuldigten am Montag abgegeben hatten, nennt „Bild” Namen derer, die am Fußballskandal beteiligt sein sollen: die Referees Jürgen Jansen (Essen), Dominik Marks (Stendal) und Felix Zwayer (Berlin), die Spieler Thijs Waterink, Alexander Löbe, Georgi Donkow (alle SC Paderborn), Tomislav Piplica (Energie Cottbus), Laurentiu Aurelian Reghecampf (Alemannia Aachen), Steffen Karl, Markus Ahlf (Chemnitzer FC), Ignac Kresic und Torsten Bittermann (Dynamo Dresden) sowie den früheren Fifa-Schiedsrichter Wieland Ziller.



Die „Berliner Morgenpost” berichtet von einer Ausweitung der Ermittlungen auf mehrere Bundesländer. Neben Berlin wird nach dem Bericht nun auch in Nordrhein-Westfalen (Essen, Duisburg, Oberhausen, Paderborn), Sachsen, (Dresden, Chemnitz) sowie im Rhein-Main-Gebiet gegen mehr als ein Dutzend Spieler und Schiedsrichter ermittelt. Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Michael Grunwald, lehnte eine Stellungnahme ab. Auch DFB-Präsident Zwanziger wollte sich dazu nicht äußern. Der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, Horst Hilpert, betonte, bislang gebe es allerdings keinerlei Anhaltspunkte, daß ein Erstliga-Spiel verpfiffen worden sei.


Verbandsintern gibt es derzeit zehn anhängige Verfahren beim DFB-Sportgericht, wie der Gerichtsvorsitzende Rainer Koch sagte. Es handele sich dabei um ein sportstrafrechtliches Verfahren gegen Schiedsrichter Hoyzer. Die anderen neun Verfahren seien Einsprüche gegen Spiele - vier Begegnungen der Zweiten Bundesliga, drei DFB-Pokalspiele sowie zwei Regionalligaspiele. Koch betonte, daß das Sportgericht maßgeblich auf Informationen der Staatsanwaltschaft angewiesen sei.

Paderborn und HSV wollen wiederholen

Wie schon zuvor HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann plädiert nun auch der Präsident des SC Paderborn, Wilfried Finke, für eine Wiederholung des Spiels. Dies hat der DFB bislang unter Hinweis auf seine Statuten abgelehnt, möglicherweise zu Unrecht. Denn die Rechts- und Verfahrensordnung des Verbandes sieht vor, daß Pokalspiele selbst im vorangeschrittenen Wettbewerbs-Stadium wiederholt werden können, wenn ein zuvor eingeleitetes Verfahren noch anhängig ist. Ein solches hatte der DFB-Kontrollausschuß unter seinem Vorsitzenden Horst Hilpert im August nach einer Anzeige des Wettanbieters Oddset eröffnet, danach ruhen lassen und erst vor zwei Wochen wieder aufgenommen.


In Thijs Waterink hat erstmals ein Spieler seine Beteiligung gestanden. Der Mannschaftskapitän des Regionalligisten SC Paderborn sagte aus, daß er vor dem DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV am 21. August 2004 (4:2) von einem unbekannten und südländisch anmutenden Mann 10.000 Euro in Empfang genommen habe. Der vom Verein suspendierte Waterink bestritt, seine Mitspieler vorab davon in Kenntnis gesetzt zu haben. Er habe erst einen Tag nach der Partie jedem Spieler 500 Euro gegeben. Auch habe der Geldbote nicht versucht, den Abwehrspieler zu Täuschungsversuchen aufzufordern.

Tatsächlich hatte Hoyzer beim Stand von 0:2 nach einer Schwalbe von Waterink einen von insgesamt zwei unberechtigten Elfmetern für Paderborn gepfiffen und HSV-Angreifer Emile Mpenza nach Protesten über diese Entscheidung vom Platz gestellt.


Der nach Meinung von Finke strafrechtlich nicht relevante Vorgang um Waterink kam durch interne Recherchen heraus, die der Regionalligaverein in Abstimmung mit dem DFB durchgeführt hatte. Demnach wurde Finke am Samstag von einem Spielerberater über die Zahlung von 500 Euro an die von ihm vertretenen Spieler informiert. Dem Verein liegen Eidesstattliche Versicherungen aller Spieler vor, daß sie erst nach der Partie von dieser Sonderzahlung erfahren haben. „Der Spieler Waterink ist bis zur Klärung der Vorfälle freigestellt”, sagte Finke.

Laut Waterink sei der erste Kontakt mit dem ihm unbekannten Geldboten über einen Telefonanruf zustandegekommen. Indirekt deutete Finke an, daß möglicherweise auch Spieler des Gegners in die Vorfälle verstrickt sein könnten. „Ich habe mir am Wochenende die Aufzeichnungen des Spiels mehrfach angesehen. Ich meine, da sind einige Auffälligkeiten dabei”, meinte der Paderborner Vereinschef.

Der Hamburger SV hat diese Verdächtigungen empört zurückgewiesen. „Das ist eine glatte Unverschämtheit”, sagte HSV-Chef Hoffmann. Sein Klub prüfe rechtliche Schritte. „Wir werden mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen vor gehen.”

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Viel Spass für die beiden Dresdner :mad:
Bömmel
Vor allem, da die Spieler um aufs Feld zu kommen durch den Außenring des Stadions müssen.
Letzte Saison wurde ihnen freundschaftlich auf die Schultern geklopft.

Aber ich befürchte eher, dass die Chemnitzer mehr Ärger bekommen werden.
MrBonde
Der Betrugsskandal weitet sich aus. Erstmals ist ein Erstliga-Spiel in Verdacht geraten. Der beschuldigte Schiedsrichter Robert Hoyzer hat die Staatsanwaltschaft auf die Hinrunden-Partie Kaiserslautern gegen Freiburg (3:0) aufmerksam gemacht.

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Mehr steht da leider noch nicht.
Captain
Hauptsache es worden nicht irgendwelche meisterschaftsentscheidenden Spiele für Werder in irgendeiner Weise verschoben. Das wäre mehr als Schade. Wir sind verdient Meister geworden und sowas würde unnötige Diskussionen bringen. Man muss nämlich im Moment leider von allem ausgehen.
Aber erstmal abwarten und jede halbe Stunde Radio hören. Schließlich wird es stündlich schlimmer mit den Nachrichten..
MrBonde
Zitat:
Original von Captain
Aber erstmal abwarten und jede halbe Stunde Radio hören. Schließlich wird es stündlich schlimmer mit den Nachrichten..


Here we go:

01. Februar 2005 Erstmals ist im Wettskandal um manipulierte Fußballspiele auch ein Bundesligamatch unter Verdacht geraten. Nach übereinstimmenden Medienberichten hat der geständige Robert Hoyzer vor der Berliner Staatsanwaltschaft seinen Schiedsrichter-Kollegen Jürgen Jansen belastet, das Punktspiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem SC Freiburg (3:0) am 27. November 2004 nicht korrekt geleitet zu haben.

Mit Stürmer Ranislav Jovanovic vom FSV Mainz 05 gestand zudem erstmals ein aktueller Erstligaspieler eine Verwicklung in die Affäre ein. Der 23 Jahre alte Profi aus Serbien und Montenegro bestätigte, während seiner Zeit bei Dynamo Dresden Kontakte zu einem der als mutmaßliche Drahtzieher am Wochenende festgenommenen Kroaten gehabt zu haben. Dieser habe ihn vor 3:2-Erfolg im Regionalligaspiel über Preußen Münster (18. Juni 2003) kontaktiert, sich als Geschäftsmann ausgegeben und eine Siegprämie ausgelobt.


Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will sich nicht dazu äußern, ob er mittlerweile auch Bundesliga-Spiele auf Manipulationen überprüft. „Ich möchte keine konkreten Spiele oder einen Ermittlungsstand nennen", sagte der Leiter der DFB-Sonderkommission zur Untersuchung der Affäre, Götz Eilers, am Dienstag abend in Frankfurt.

Falsche Berichte: DFB droht Medien

Zwanziger, hat den Anwalt Christoph Hutten beauftragt, im Zusammenhang mit der Berichterstattung um den Manipulations-Skandal die Einleitung rechtlicher Schritte zu prüfen. Es geht um Berichte in einigen Medien, wonach DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder und Zwanziger bestreiten würden, daß der Wettanbieter Oddset bereits am 23. August 2004 den DFB über mögliche Unregelmäßigkeiten (insbesondere das Spiel der ersten Runde im DFB-Vereinspokal zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV) informiert habe. Diese Berichterstattung sei falsch, teilte der DFB auf einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main mit.


Die Berliner Staatsanwaltschaft hat nach Eilers Angaben dem DFB signalisiert, daß der Verband Einsicht in die Ermittlungsakten erhalten werde. Eilers geht davon aus, daß dies noch in dieser Woche geschehen werde. Bisher habe man aber auch teilweise keine Akteneinsicht bekommen. Der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger meinte am Abend, er sei „glücklich darüber, daß die Staatsanwaltschaft zur Kooperation bereit ist”. Nur so hätte der DFB „die Chance zu wissen, wo wir stehen, wo und wann wir manipuliert worden sind und wo Unschuldige verdächtigt werden”. „Wir sind uns bewußt, daß das Verfahren für den Spielbetrieb von entscheidender Bedeutung sein kann”, hatte Behördensprecher Michael Grunwald zuvor gesagt. Deshalb werde „auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen zeitnah ein Informationsaustausch mit dem DFB erfolgen, der den Spielbetrieb sicherstellt”.

Dynamo-Ersatztorhüter Ignac Kresic, im Gegensatz zu Jovanovic von Hoyzer belastet, bestätigte, daß die Mannschaft von einem unbekannten Dritten eine Zahlung in Höhe von 15.000 Euro erhalten hatte. Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung” und der „Bild”-Zeitung hat Hoyzer in seiner Vernehmung angegeben, er habe von einem Mitglied der mutmaßlichen Wett-Mafia Hinweise erhalten, daß Jansen beim 3:0-Sieg Kaiserslauterns gegen Freiburg für das „richtige” Resultat gesorgt haben soll.


Demnach soll Jansen über einen Mittelsmann angeworben worden sein. Bei der Partie in Kaiserslautern fielen zwei umstrittene Tore für die Gastgeber. Beide Male soll Jansen, der in einer Eidesstattlichen Versicherung alle Manipulationsvorwürfe bestritt, zuvor angebliche Fouls von FCK-Stürmer nicht geahndet haben.

Bei dem Mittelsmann soll es sich um Wieland Ziller handeln. Der ehemalige Fifa-Schiedsrichter bestritt eine Beteiligung am Skandal und hat nach eigenem Bekunden Strafantrag gegen Hoyzer gestellt. Beim 1. FC Kaiserslautern verweigerten die Offiziellen eine Kommentierung, beim SC Freiburg gab man sich zurückhaltend. „Ich kann mich erinnern, daß in dem Spiel zwei umstrittene Entscheidungen zu Gegentoren für uns geführt haben. Wir sollten uns mit direkten Äußerungen aber noch bedeckt halten”, sagte Trainer Volker Finke.

Eidesstaatliche Erklärungen „Unfug”

Von den 13 Personen, die Hoyzer vor der Berliner Staatsanwaltschaft angeblich belastet hat, haben bis auf Kresic und Paderborns Kapitän Thijs Waterink fast alle eine Verwicklung in den Skandal meistens mit Eidesstattlichen Versicherungen zurückgewiesen. Diese Erklärungen seien aber „juristischer Unfug”, sagte Paul-Werner Beckmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Sportrecht im Deutschen Anwaltsverein.

Wer eine falsche Versicherung abgibt, macht sich strafbar, aber nur, wenn er sich in einem dafür vorgesehenen Gerichtsverfahren vor der zuständigen Stelle äußert. Die jetzt abgegebenen Erklärungen hätten daher eher symbolischen Wert.


Toppmöller will klagen

Klaus Toppmöller, der ehemalige Trainer von Bayer Leverkusen und des Hamburger SV, hat in der „Sport Bild” Manipulation der deutschen Meisterschaft in der Saison 2001/02 durch DFB-Schiedsrichter Jansen nicht ausgeschlossen. Zugleich kündigte er an: „Den DFB und alle, die mir in diesem Zusammenhang Schaden zugefügt haben, werde ich verklagen.”

Er wolle niemandem etwas unterstellen, sagte Toppmöller, aber ihm sei sofort eingefallen, „was mir mit Leverkusen in der Saison 2001/2002 bei St. Pauli widerfahren ist”. Jansen hatte beim 2:2 gegen St. Pauli in der letzten Spielminute einen Strafstoß verhängt. Toppmöller: „Bernd Schneider hat den Ball damals ins Gesicht bekommen. Der Jansen stand fünf Meter daneben, entschied aber auf Handelfmeter.”

Deshalb fordert der derzeit arbeitslose Trainer: „Ich verlange jetzt vom DFB, daß das rückhaltlos aufgeklärt wird. Denn wenn es beim 2:1 geblieben wäre, hätten wir und nicht Dortmund den Meistertitel gewonnen.” Die Begegnung fand allerdings am 23. Spieltag statt. Der im Herbst beim HSV entlassene Coach sieht sich offenbar als Opfer der Wett-Mafia.

Toppmöller war Trainer der Hamburger bei der 2:4-Niederlage im Pokalspiel in Paderborn. Er verlor kurze Zeit später seinen Job. „Der DFB hat es bis heute nicht für nötig befunden, sich dafür bei mir zu entschuldigen”, sagte Toppmöller. Eine Klage stehe deswegen „jetzt zu 100 Prozent fest”.
mazzo
Toppi dreht durch 8)
Ich glaub die ganzen Schiebereien gingen schon früher los. Im April ´86 hat mal jemand heimlich den linken Pfosten des Tores im Weserstadion vor der Ostkurve um wenige Zentimeter nach innen verschoben. Der Rest ist Geschichte.

Aber der DFB macht seinem Schnarchnasen/Problem-Verdrängungs/Amateur-Status alle Ehre, Respekt dafür! Das muss man erstmal so konsequent durchziehen ohne rot zu werden.