hendrik
Nochmal kurz zur Erinnerung:
Morgen ist Mitgliederversammlung.
Um 19 Uhr in der Werder Halle, Hemelinger Straße.
Jeder von euch, der Vollmitglied ist möge bitte vorbeikommen!
EDiT:
| Zitat: |
Original von Dicht
Hornsby und ich haben übrigens zur Werder-Mitgliederversammlung am kommenden Montag den folgenden Antrag eingebracht:
Die Mitgliederversammlung möge beschließen:
Die Mitgliederversammlung spricht sich für die Beibehaltung des bisherigen Namens des Weserstadions aus und lehnt einen Verkauf der Namensrechte ab. Die Geschäftsführung der Werder Bremen GmbH & Co. KGaA wird aufgefordert, sich diese Position ebenfalls zu eigen zu machen und sie ggf. gegenüber der Bremer Weser-Stadion GmbH zu vertreten.
Die Chancen, daß der Antrag eine Mehrheit findet, ist zwar nicht allzu hoch. Aber trotzdem (oder gerade deswegen) fände ich es prima, wenn möglichst viele von euch, die Vollmitglieder sind, zur MV kommen und für den Antrag stimmen. |
Bremer-Jung
Wurde die ostkurve nicht auch mal von Kraft gekauft ? die hieß doch eig. offiziel mal Kraftkurve oder so ........
Flughamster
Fördermittglieder sind nicht gewünscht???
Oder???
Janfred
Du kannst da hingehen, hast aber kein Stimmrecht!!!
TorbenHB84
IS eigentlich von usn jemand vollmitglied und geht nicht hin
RE-Baxxter
Shit, bin Vollmitglied habs aber jetzt erst gelesen. Mist!
hendrik
Is nicht weiter schlimm... die eine Stimme hätt's auch nicht getan.
Das ein kräftiger Schlag in die Fresse für alle die noch an die Tradition im verein glauben... ich bin zwar nicht gut im Schätzen, aber 300 Leute waren bestimmt da und knappe 10% davon waren für die Beibehaltung des Names.
Mir ist ungelogen richtig übel nach dieser Versammlung.
Bauchschmerzen olé.
nucleo
Als der TOP dran war, waren noch ~200 Mitglieder im Saal (vorher bei der Aufsichtsratwahl waren es 230 Stimmberechtigte) - das mit den 10 % hast Du allerdings leider recht gut geschätzt.
Fakt ist: Der Name ist nur noch nicht verkauft, weil es keine Interessenten gibt! Müller ist aber nach eigener Aussage jederzeit für Gespräche offen...
Kötzerchen.
bastian
es is echt zum kotzen. es geht nur noch ums geld.
ich bekomm ja schon die krise, wenn ich meinen ex-chef höre "wir müssen gewinnen, wir brauchen das geld aus dem achtelfinale!". und der is auch im aufsichtsrat. es geht nich mehr darum etwas wegen sportlicher leistung zu gewinnen, sondern weil geld her muss. werder hat zwar momentan viele umkosten aber dieses verhalten gibbet ja schon länger...
Der Mäcker
Ja, ja die Spirale des Geldes dreht sich immer weiter und weiter, aber es wird der Tag kommen an dem das Ende der Fahnenstange erreicht ist auch wenn man das nach so einer Mitgliederversammlung wahrscheinlich kaum glauben kann.
hendrik
| Zitat: |
| Erstmals wählten die Werderaner den Vorstandsvorsitzenden der EWE AG, Dr. Werner Brinker in das wichtigste Werder-Gremium, das unter anderem die Geschäftsführung der Werder Bremen GmbH & Co KG aA bestellt. Der Vater zweier Töchter, der in Oldenburg lebt und seit langer Zeit durch die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Werder und der EWE AG sein Herz für die Grün-Weißen entdeckt hat, umreißt seine Ziele vor dem Amtsantritt so: "Für mich geht es jetzt darum, so schnell wie möglich das Umfeld noch intensiver kennenzulernen. Auch in dieser neuen Rolle werde ich versuchen, meine Erfahrungen aus der Wirtschaft zum Wohle von Werder, der Stadt und der ganzen Region einzusetzen." |
Quelle: WOL
EDiT

en hab ich nicht gewählt. Der hat irgendwas von Norden und HSV und so gefaselt da war der bei mir gleich unten durch.
bastian
noch fragen? :mecker:
Hoegi
Nach der Abstimmung war mir weitaus mehr als nur übel.
Da war dann auch die Versammlung für mich gelaufen. Einfach nur Traurig das manchen leuten dort gestern das Geld wichtiger ist und einem das bisschen an Traditon am A**** vorbei geht :effe: :scheisse:
Mir iss heute noch Schlecht.
Ian
Vielleicht sollte man sich an Stuttgart orientieren, die eine Vollmitgliedschaft im Verein als Anforderung stellen, um Mitglied im CC zu werden. Bei den ca. 230 Stimmberechtigen letzten Montag könnte man so schnell einen grossen Anteil nehmen.
kopfnuss
| Zitat: |
Original von Ian
Vielleicht sollte man sich an Stuttgart orientieren, die eine Vollmitgliedschaft im Verein als Anforderung stellen, um Mitglied im CC zu werden. Bei den ca. 230 Stimmberechtigen letzten Montag könnte man so schnell einen grossen Anteil nehmen. |
Meiner Meinung nach sagt das CC nur das man neben der Mitgliedschaft bei CC auch beim Vfb Stuttgart Mitglied werden kann bzw. es besser ist wenn auch noch beim Verein Mitglied ist aber nicht das man zwingend auch beim Verein Mitglied werden muss!
rabenwegontour
was war jetzt eigentlich auf der versammlung???... hab das alles gard nich so gecheckt
Clemens
mal angenommen, müller findet in den nächsten wochen einen partner, welcher die namensrechte am stadion erwerben möchte.
wer beschließt, dass der name dann auch verkauft wird? der aufsichtsrat? die geschäftsführung? oder muss nochmal eine mitgliederversammlung einberufen werden?
falls die mitglieder abstimmen müssen, wäre da ja noch die chance möglichst viele gegner dazuzubringen, mitglied zu werden, damit die namensrechte nicht verkauft werden.
Andree
Wo der Geldfluss einen großen Bogen macht
Am Namensrecht des Weserstadions verdient Werder bisher kein Geld - doch das könnte sich ändern
Bremen (mao). In Bremen liegt das Stadion dort, wo die Weser einen großen Bogen macht. Das war zunächst für die Namensfindung und später für den Klassiker unter den Werder-Hymnen recht praktisch. Und alle: "Wo die Weser einen großen Bogen macht, strahlt das Weserstadion . . ." He, mal nicht so eilig. Wieso eigentlich Weserstadion?
Okay, wenn ein Fluss nahe liegt, liegt es nahe, die Sportstätte danach zu benennen. Aber bevor man finanziell nasse Füße bekommt, muss er halt dran glauben, der Fluss. Wie in Stuttgart, wo 1993 der Neckar aus dem Stadion (namen) verjagt wurde. Oder wie in Freiburg. Werders kommender Gegner hat sich schließlich auch nicht mit der Verzweiflung eines Ertrinkenden an den Namen Dreisam geklammert. Also wird neuerdings im badenova-Stadion gespielt. Dass der Strom Dreisam durch den Stromerzeuger badenova ersetzt wurde, war wiederum gut für den Geldstrom in Richtung Verein.
In Bremen fließt im Zusammenhang mit dem Stadionnamen immer noch allein die Weser, der Geldfluss aber macht einen großen Bogen um Werders Kasse. Angesichts all der Arenen und Stadien mit ihren aus den Marketing-Etats großer Firmen finanzierten Namen ist das irgendwie herrlich standhaft. Und ökonomisch herrlich verrückt. Weshalb sich der Verein diese Möglichkeit nicht nehmen lassen möchte - jedenfalls theoretisch. "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit", sagt Werders Marketing-Vorstand Manfred Müller. Er nämlich sah sich am Montagabend bei der Mitgliederversammlung im Werder-Dome - hoppla, eine Verwechslung: in der Werder-Halle - an der Hemelinger Straße vor die Aufgabe gestellt, die Werderaner davon zu überzeugen, dass der Name Weserstadion keine heilige Kuh ist.
Denn genau einen solchen Antrag auf Arten- und Namensschutz für die Spielstätte des Double-Gewinners hatten zuvor die Werder-Mitglieder Uwe Jahn und Wilko Zicht gestellt. Demnach sollte sich die Versammlung - selbst ohne akute Gefahr im Verzug - gegen einen Verkauf der Namensrechte aussprechen und von der Geschäftsführung fordern, diese Position auch gegenüber der Bremer Weserstadion GmbH zu vertreten. "Das Lachen über solche Namen wie Playmobil-Stadion bleibt mir im Halse stecken, wenn ich daran denke, dass uns das in Bremen auch passieren könnte. Irgendwo muss eine Grenze sein - das Weserstadion gehört zur Identität unseres Vereins", begründete Zicht den Antrag.
Identität ist gut, aber nicht um jeden Preis - auf diese Formel ließ sich die Entgegnung der Geschäftsführung verknappen. "Namensrechte sind eine erhebliche Einnahmequelle. Und bevor wir zwei oder drei Millionen Euro Miese machen, würden wir uns einen Verkauf überlegen", sagte Müller. Zur Beruhigung konnte er gleich hinterherschieben, dass Werder mit niemandem in Verhandlungen darüber stehe. Aber: "Fakt ist auch, dass wir uns dem nicht verschließen würden."
Dieser Argumentation verschloss sich auch nicht die Versammlung - sie lehnte den Antrag ab und sprach der Geschäftsführung stattdessen das Vertrauen aus, nötigenfalls eine weise Entscheidung zu treffen.
Außerdem müssen solche Entscheidungen ja noch den Aufsichtsrat passieren. In dem sitzt seit Montagabend auch Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE AG (6 Milliarden Euro Umsatz, 5000 Angestellte) und Aufsichtsrat der bei Werder bereits werblich stark engagierten Tochtergesellschaft EWE-Tel. "Das muss man aber sauber in Marketing und die Tätigkeit als Aufsichtsrat trennen - als solcher bin ich allein Werder verpflichtet", betonte Brinker. Andererseits, da sprach er dann als EWE-Tel-Aufsichtsrat, "spricht nicht viel dagegen, das Engagement bei Werder zu verstärken, wenn die Geschäftsführung dieser Meinung ist".
Ach ja, in Osnabrück heißt das ehemalige Stadion an der Bremer Brücke jetzt übrigens osnatel-Arena. Aber das ist nur so ein Gedanke.
quelle: Weser Kurier. 01.12.2004
Dr. Steif
Bloss keine "Arena"! Das wäre wirklich übel.
Wem gehört denn das Stadion bzw. die Marketingrechte? Der Werder KGaA oder der Stadiongesellschaft? Würde letztere dann z.B. die Einnahmen aus dem Verkauf der Namensrechte der KGaA zum Kauf irgendwelchen Spieler schenken oder leihen? Wenn die Namensrechte für Fußballspiele bei Werder liegen, finden dann Rockkonzerte weiterhin im Weserstadion statt?
bastian
Also das ist doch mal ein halbwegs guter Artikel. Hätte natürlich noch kritischer und sarkastischer sein dürfen, aber dann wäre er wohl nicht gedruckt worden.
Aber hier sieht man mal wieder wo der Fußball in Deutschland hinführt. Es ist echt traurig und ich frage mich, was als nächstes kommt. Wahrscheinlich werden auch bald Vereinsnamen verkauft, wenn das Geld angeblich nicht stimmt. Dann haben wir endlich österreichische Verhältnisse ala T-Mobile Liga. Das die Verantwortlichen auf Tradition scheissen sieht wird auch wieder mals klar. Sobald sie das magische Wort "Geld" hören, sieht man das Dollar-Zeichen in ihren Augen und der Sack bläht sich so dermaßen auf, dass er zu platzen droht.
So langsam ist für mich die Schmerzgrenze erreicht. Ich bin Fan von möglichst traditionellem Fußball mit guter Stimmung, einer Kurve die singt, guten Aktionen, einem guten Spiel auf beiden Seiten, mit Spannung und "Nervenkitzel", mit Namen die man kennt, bekannt sind und die vielleicht schon mal Geschichte geschrieben haben, sei es Spieler-, Vereins-, Stadionnamen oder Namen von Verantwortlichen, wo man vielleicht sogar dabei war, Emotionen wie in München. Das ist was ich mag und was ich liebe, natürlich in Verbindung mit unserem Verein Werder Bremen. Das ist das womit ich mich indentifizieren und wo ich stolz drauf sein kann und diese Bindung wird durch die Kommerzialisierung, für mein Empfinden, zerstört.
Ich finde es einfach nur traurig und ich habe keinen Bock mehr auf so einen Scheiß, schon gar nicht hab ich Lust mehr mich über so etwas aufzuregen. Aber was soll man machen, wenn die Tradition und somit auch wir vom Geld getreten werden? Auf ein Weserstadion kann man stolz sein, auf eine EWE-Arena (o.e.d.) nicht!
Hier übrigesn der Link zur Quelle:
Weser-Kurier Online
PS: Ich will damit nich sagen, dass Kommerz schlecht ist. Es gibt aber defininitiv Grenzen und das ist dazu meine Meinung!