UEFA Cup = besserer Gefängniss Ausflug

kopfnuss
«Hochsicherheitstouren» - Strenge Auflagen für Fans
Ausgerechnet bei der lang ersehnten Rückkehr auf die internationale Fußball-Bühne wird den Fans des VfL Bochum fast jede Vorfreude genommen.

Die belgische Polizei und die Europäische Fußball-Union (UEFA) haben den Revier-Club und seine Anhänger für die Reise zur UEFA-Pokal-Partie bei Standard Lüttich mit einer Flut von strengsten Auflagen belegt. Sensibilisiert durch die Ausschreitungen unter anderem bei der EURO 2000 in Belgien und den Niederlanden wollen UEFA und Behörden jedes Risiko vermeiden.

Zähneknirschend akzeptierte der VfL die vielen Vorschriften, um im Stadion Maurice Dufrasne auf die Unterstützung der eigenen Anhänger bauen zu können. «Ohne diese besonderen Auflagen hätten wir nur das für die Gastmannschaft übliche Kontingent von fünf Prozent, rund 1300 Tickets, erhalten. So aber können uns 4434 Fans nach Lüttich begleiten und für Heimspiel-Atmosphäre sorgen», sagte Geschäftsführer Ansgar Schwenken. Das ist um so wichtiger, da das Spiel als einziges der deutschen UEFA-Cup-Partien nicht live im deutschen Fernsehen zu sehen ist.

So bleibt den VfL-Fans nur der straff organisierte Trip ins Nachbarland. Die Fan-Gruppe «Ultras» verkaufte beim Revierderby gegen Borussia Dortmund eigene T-Shirts mit dem Aufdruck «UEFA- Hochsicherheitstour, 16.9.04, Lüttich». Dazwischen prangte in Anlehnung an die Sträflingskleidung bei Dagobert Ducks Panzerknackerbande der Schriftzug «BO-1848».

Die Reise wird kein Vergnügungsausflug: Die Fahrt ins rund 200 km entfernte Lüttich im eigenen PKW ist untersagt. Die Anhänger dürfen nur in Bussen reisen, was pro Person 45 Euro inklusive Ticket kostet. Privat organisierte Busreisen müssen mit dem VfL abgesprochen und von ihm kontrolliert werden. Jeder der insgesamt rund 80 Busse muss von einem weisungsbefugten VfL-Ordner begleitet werden. Alkoholisierte Fans werden weder in den Bus noch ins Stadion gelassen.

Tickets werden erst vor Ort gegen Vorlage des Personalausweises gegen zuvor erworbene Berechtigungsscheine getauscht. Das Verlassen der Busse ist untersagt, Alkoholgenuss ebenfalls. Die Anhänger werden am Stadion empfangen und unter Polizeischutz in den Fanblock geführt. Der Abtransport nach dem Spiel erfolgt auf ähnliche Weise. «Ich finde das alles übertrieben und sehr schade, dass es so ablaufen muss», sagte Trainer Peter Neururer. Er hat Verständnis dafür, dass viele Fans unter den Bedingungen («Wir lassen uns nicht einsperren») auf die Tour verzichten. Noch am 14. September waren mehrere Hundert Tickets zu haben.

Streng kontrolliert werden auch die rund 150 Fans von Bayern München, die ihr Team zum Champions-League-Auswärtsspiel bei Maccabi Tel Aviv begleiten. Sie müssen sich dem üblichen, mehrstündigen Sicherheits-Check am Flughafen wie alle Israel- Reisenden unterwerfen. Auch die Anhänger des VfB Stuttgart dürfen Karten für die UEFA-Cup-Partie bei Ujpest Budapest nur über den VfB beziehen. Gegen Vorlage des Personalausweises und Registrierung der Ausweis-Nummer gab es pro Peron nur ein Ticket. Die Reise nach Ungarn kann jeder Fan selbst gestalten. Der VfB bietet aber auch die üblichen Busreisen bzw. VIP-Pakete mit Flug und Fünf-Sterne-Hotel an.

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LeHrAs
Hallo? :vogel: Man darf nicht selber mit dem Auto fahren? Sach ma, ham die da Lack gesoffen? Die sind doch nicht mehr ganz Dicht, die musst du alle auf der Stelle erschiessen vonner uefa. also es geht echt zu weit, man kanns auch übertreiben :mecker: :aua: ... irgendwann wird's tennisspielstimmung im stadion, weil keiner von UNS mehr lust hat dahin. und das man nicht mal sein bierchen trinken darf ... gehts noch?
aber was soll man machen ;(
mazzo
echt verrückt, die haben definitiv nen nassen Helm auf :vogel:
oberhausener
bin mal gespannt, was uns in anderlecht erwartet..... ich rechne mal mit ähnlichem schwachsinn...... fussball ohne bier...lachhaft. am besten noch ne haarprobe vorm spiel abgeben, es könnte ja jemand medikamente genommen haben.....
Janfred
Zitat:
Original von LeHrAs
Hallo? :vogel: Man darf nicht selber mit dem Auto fahren? Sach ma, ham die da Lack gesoffen? Die sind doch nicht mehr ganz Dicht, die musst du alle auf der Stelle erschiessen vonner uefa. also es geht echt zu weit, man kanns auch übertreiben :mecker: :aua: ... irgendwann wird's tennisspielstimmung im stadion, weil keiner von UNS mehr lust hat dahin. und das man nicht mal sein bierchen trinken darf ... gehts noch?
aber was soll man machen ;(


Es ist in Holland und Belgien durch aus üblich, dass die Auswärtsfahrten nur organisiert angetreten werden dürfen. D.H. also Anreise nur in Vereins(-organisierten) Bussen oder im Sonderzug, der dierekt am/im Gästeblock hält.

Zur Tennisstimmung:
Quiet please !!
kopfnuss
in belgien/niederlande gibt es doch irgendwo son käfig der direkt vom bahnhof zum stadion führt.
Janfred
Zitat:
Original von kopfnuss
in belgien/niederlande gibt es doch irgendwo son käfig der direkt vom bahnhof zum stadion führt.


Die haben da öfters solche gänge. oft haben die sogar nen extra bahnhof für den Gästeblock.
ChrisLiebing84
klingt heftig is aba so un auch durch aus üblich.
bier gibbet sowieso net im stadion
LeHrAs
ja im stadion, aber nicht mal auf der fahrt...
Dr. Steif
Stimmt. In Amsterdam gibt es einen abgesperrten Bereich. Von dort führt - für die Gästefans - ein Plexiglastunnel zum Stadion. Damit die Auswärtigen von den Heimfans nicht mit Steinen, etc. beworfen werden können... Alles schon etwas seltsam.
ChrisLiebing84
ja auch normal
Nessi
Zitat:
Original von Dr. Steif
Stimmt. In Amsterdam gibt es einen abgesperrten Bereich. Von dort führt - für die Gästefans - ein Plexiglastunnel zum Stadion. Damit die Auswärtigen von den Heimfans nicht mit Steinen, etc. beworfen werden können... Alles schon etwas seltsam.

Als letztes Jahr Milan in Amsterdam gespielt hat, da durften die Gästefans draussen stehen und wurden dann irgendwann in ihren Block gelassen. Ich weiss nicht wie es aussieht, wenn Ligaspiele in Holland sind. Einen Plexiglastunnel gibt es dort nicht. Wenn man in den eigenen Block will, dann muss man unter den heimischen Fans durch, es kann zwar nicht zu Schlägereien kommen, aber gepöbelt werden darf weiterhin.

Auf der einen Seite können sich die Bochumer über mehr Tickets freuen, aber für alle auswärtigen Fans ist das wirklich übel, da die letzten Busse um 15:30 Uhr abfahren.