hendrik
Sie sollen Strafen bis zu 1000 Euro zahlen Ein Anwalt ist bereits eingeschaltet
Von ALEXANDER HAUBRICHS
Porto Sie hatten nur ein, zwei Karten zuviel bestellt. Ein Kumpel hatte keinen Urlaub bekommen, einer war krank. Und die Fans wollten nicht auf den Kosten für die teueren Karten sitzen bleiben und verkauften sie vor dem Stadion.
Ein Fehler! Denn was bis Samstag für insgesamt sechs Deutsche folgte, war ein Alptraum auf portugiesisch. Zivilpolizisten in Deutschland-Trikots nahmen sie fest. Dann wurde sie 24 Stunden ins Gefängnis gesteckt, erzählt Thomas Schneider, der Koordinator des Fan-Projekt. Alle waren unbescholtene Bürger männlichen Geschlechts, die nicht mehr als vier Karten bei sich führten.
Die Haftbedingungen waren übel: Eine Matraze, eine Stehtoilette und ein Becher, um sich aus der Toilettenspülung Wasser abfangen zu können. Erst gegen Mittag des nächsten Tages gab es Essen, dann wurde man dem Schnellrichter vorgeführt.
Nach 20 Minuten Verhandlung mit schlechtem Dolmetscher und unmotivierten Pflichtverteidiger wurden Strafen zwischen 400 und 1000 ausgesprochen, zuzüglich 400 Verhandlungskosten und einem einjährigen Stadionverbot, sagt Schneider. Ein Skandal! Dabei verhalten sich die Fans bei der Euro bislang vorbildlich. Und nur in Porto werden jetzt solche Aktionen gestartet.
Aber nicht nur deutsche Fans mussten leiden: Ein Reiseleiter wollte am Eingang seines Busses der Schweizer Gruppe die Karten verteilen. Plötzlich wurde er festgenommen und zum Verhör in eine Tiefgarage gebracht, die Karten beschlagnahmt. Nur mit Mühe und Not haben sie ihn nochmal freibekommen, berichtet Schneider.
Das Fanprojekt hat mittlerweile einen Anwalt bestellt, der den deutschen Opfern helfen soll. Schneider: Durch diese Aktionen wird eine wunderbare Atmosphäre ohne Not zerstört.
http://www.express.de/servlet/Satellite?...d=1085504269869
Von ALEXANDER HAUBRICHS
Porto Sie hatten nur ein, zwei Karten zuviel bestellt. Ein Kumpel hatte keinen Urlaub bekommen, einer war krank. Und die Fans wollten nicht auf den Kosten für die teueren Karten sitzen bleiben und verkauften sie vor dem Stadion.
Ein Fehler! Denn was bis Samstag für insgesamt sechs Deutsche folgte, war ein Alptraum auf portugiesisch. Zivilpolizisten in Deutschland-Trikots nahmen sie fest. Dann wurde sie 24 Stunden ins Gefängnis gesteckt, erzählt Thomas Schneider, der Koordinator des Fan-Projekt. Alle waren unbescholtene Bürger männlichen Geschlechts, die nicht mehr als vier Karten bei sich führten.
Die Haftbedingungen waren übel: Eine Matraze, eine Stehtoilette und ein Becher, um sich aus der Toilettenspülung Wasser abfangen zu können. Erst gegen Mittag des nächsten Tages gab es Essen, dann wurde man dem Schnellrichter vorgeführt.
Nach 20 Minuten Verhandlung mit schlechtem Dolmetscher und unmotivierten Pflichtverteidiger wurden Strafen zwischen 400 und 1000 ausgesprochen, zuzüglich 400 Verhandlungskosten und einem einjährigen Stadionverbot, sagt Schneider. Ein Skandal! Dabei verhalten sich die Fans bei der Euro bislang vorbildlich. Und nur in Porto werden jetzt solche Aktionen gestartet.
Aber nicht nur deutsche Fans mussten leiden: Ein Reiseleiter wollte am Eingang seines Busses der Schweizer Gruppe die Karten verteilen. Plötzlich wurde er festgenommen und zum Verhör in eine Tiefgarage gebracht, die Karten beschlagnahmt. Nur mit Mühe und Not haben sie ihn nochmal freibekommen, berichtet Schneider.
Das Fanprojekt hat mittlerweile einen Anwalt bestellt, der den deutschen Opfern helfen soll. Schneider: Durch diese Aktionen wird eine wunderbare Atmosphäre ohne Not zerstört.
http://www.express.de/servlet/Satellite?...d=1085504269869