Ailton - Nein Danke

Bömmel
Ailton: "Es werden Tränen fließen"

Abschied von Werder rückt langsam immer näher / "Es waren Jahre der Emotionen"/ Große Ziele

Von Arne Flügge


BREMEN · Ailton steht auf dem Rasen des Weserstadions, blickt auf die leeren Ränge um sich herum und sagt schmunzelnd: "Hier bin ich der Boss, das ist mein Zuhause." Eigentlich will "Toni" über seinen Traum von der Meisterschaft und der Torjägerkanone sowie seinen Zweikampf mit Superstar und Landsmann Ronaldo um den Titel "Europas Torschützenkönig" sprechen. Doch plötzlich übermannen Ailton die Emotionen.

"Manchmal", sagt "Toni", während er sich durch seine kurzgeschorenen Haare streicht, "manchmal frag' ich mich wirklich, ob das alles wahr ist". Ailton spielt die erfolgreichste Saison seines Lebens. Er kann mit Werder Meister und Pokalsieger werden, zudem Torschützenkönig der Bundesliga und bester Torjäger Europas. Zwar

sei es noch ein weiter Weg, die Ziele zu erreichen, "doch wenn ich es geschafft habe, bin ich der glücklichste Mensch der Welt. Dann würde ich am liebsten für immer in Bremen bleiben", schwärmt der Torjäger. Dies freilich hat er sich selbst verbaut. In einem Moment, in dem er nicht an seine Gefühle, sondern vielmehr an die vielen Millionen Euro gedacht hat, unterschrieb Ailton einen Vertrag bei Schalke 04. Viermal wird Werders Stürmer aber noch in seinem Wohnzimmer auflaufen, ehe er im Sommer nach Gelsenkirchen geht. "Zumindest werde ich Werder nie vergessen", sagt er.

Das klingt nach Abschiedsschmerz. "Ein wenig vielleicht", zuckt Ailton mit den Schultern: "Die Leute in Bremen werden mich sicher nicht vergessen. Und ich sie sowieso nicht. Es ist unglaublich, welche Liebe mir die Fans hier entgegenbringen." Dennoch hat Ailton seine Entscheidung, künftig für Schalke zu spielen, nicht bereut: "Ich stehe dazu. Schalke ist auch ein toller Club."

Sein Herz aber werde immer an Werder hängen, beteuert er, und bei seinem letzten Auftritt im Weserstadion am 15. Mai gegen Bayer Leverkusen "werden Tränen fließen. Die kann ich bestimmt nicht zurückhalten. Aber darüber möchte ich jetzt noch nicht nachdenken." Und er tut es im nächsten Moment doch: "Ich hatte schöne Zeiten in Bremen und ich hatte ganz schwierige. Es waren sieben Jahre voller Emotionen. Am Anfang wäre ich am liebsten sofort wieder in meine Heimat nach Brasilien gefahren, jetzt kann ich die größten Erfolge meines Lebens feiern. Nach so einer bewegten Zeit sind Abschiedstränen nicht zu vermeiden", vermutet der Top-Stürmer.

Fast scheint es so, als wäre ein Glänzen in den Augen Ailtons zu sehen. Doch was soll man glauben? Schon häufig hat sich der Brasilianer als emotionaler Verwandlungskünstler gezeigt. Mal ist er der forsche, der fordernde und Profit orientierte Mensch, der sogar schon mal über einen vorzeitigen Abschied nachdenkt; dann ist er wieder der von Selbstzweifeln gepeinigte, lammfromme Musterprofi, der sich in seinen Äußerungen gern einmal zu großen Gefühlsausbrüchen hinreißen lässt.

Dabei scheint es manchmal so, als setze er seine Emotionen wahlos ein. Wie sonst ist es zu erklären, dass er von der Liebe zu Werder und der Stadt Bremen spricht - und dann doch einen millionenschweren Vertrag in Gelsenkirchen unterschreibt? Wie sonst ist es zu erklären, dass Ailton einerseits von Vaterlandsliebe redet, sich dabei nichts sehnlicher wünscht, als für Brasilien in der Nationalmannschaft zu spielen; um sich dann fast im selben Atemzug dem Wüstenstaat Katar verkaufen zu wollen - für viele Millionen Dollar? Die Antwort darauf weiß nur Ailton selbst.

Eines jedoch glaubt man Ailton: Er ist vom Erfolg besessen. Er will in diesem Jahr Titel und Triumphe einfahren. Los geht der Bundesliga-Endspurt am Sonntag gegen Freiburg - zum viertletzten Mal in seinem Zuhause, dem Weserstadion. Und dort zeigt er gewöhnlich seine wahren Gefühle.

[02.04.2004] Kreiszeitung
MrBonde




Nach den ersten Toren werden die Leute die das Ding gemacht haben am lautesten Jubeln. Wurde eh alles aufgebauscht was er über Schalke gesagt hat.
hendrik
Quelle: WOL


Zitat:
13.07.2004, 15:42 Uhr
Überraschungsgast Ailton im Weser-Stadion

Ein Überraschungsgast ließ sich am Dienstagvormittag bei den Werder-Profis blicken: Ailton stattete den ehemaligen Kollegen einen Kurzbesuch ab. "Er hat einfach mal reingeschaut und wollte wissen, wie es läuft", sagte Ailtons Freund Paul Stalteri. Dass in der Umkleidekabine mit dem künftigen Kontrahenten von Schalke 04 viel gelacht wurde, störte Cheftrainer Thomas Schaaf wenig. "Ach, das ist schon in Ordnung. Es ist doch ein Zeichen dafür, dass es Toni bei uns in all den Jahren gut gefallen hat und dass er uns nicht vergisst", schmunzelte der Bremer Coach, der mit seinem Team schon im Bundesliga-Eröffnungsspiel am 06.08.2004 gegen Schalke 04 auf den besten Torjäger der vergangenen Saison treffen wird. Paul Stalteri scherzte am Dienstag schon mal: "Natürlich war das Spiel ein Thema. Wir sind jetzt bestens vorbereitet."



Da hat TS recht.

Wann passiert sowas schonmal dass ein ehemaliger Spieler in der Saisonvorbereitung mal eben zu seinem alten Verein fährt?
MrBonde
Schalke 04 muss sich nach einem neuen Torjäger umsehen: Trotz seiner zuletzt herausragenden Form will Ailton den Fußball-Bundesligisten nach seinem Vertragsende 2006 verlassen. Wer die Ankündigung des Brasilianers für einen geschickten Gehaltspoker hält, wird wohl enttäuscht werden - Ailton hat andere Pläne.


Gelsenkirchen - "Ich habe bis 2006 unterschrieben, dann gibt es für Schalke und mich eine beidseitige Option, den Vertrag um ein Jahr zu verlängern. Aber heute sage ich: Diese Option werde ich nicht ziehen", erklärte der 31 Jahre alte brasilianische Torjäger in einem Interview mit der "Bild am Sonntag".

Der amtierende Bundesliga-Torschützenkönig begründet seinen möglichen Weggang vom Meisterschaftsanwärter mit anderen Alternativen: "Weiter Bundesliga, Katar, Japan, alles ist möglich."

Auf seine Ankündigung angesprochen, dass er seine Karriere bei Werder Bremen beenden wolle, erwiderte Ailton: "Ooohh Bremen. Ich habe vor ein paar Monaten noch mal mit Jürgen Born gesprochen, dem Boss bei Werder. Für mich wäre das wunderbar, die Karriere dort zu beenden. Das will ich nicht ausschließen, ganz im Gegenteil. Erst Meister werden mit Schalke, dann zurück nach Bremen - warum nicht? Ich hätte nichts dagegen."

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Passt hier so schön rein
oberhausener
die überschrift des threads passt wunderbar! auf ihn kann man gut und gerne verzichten. ich will wegen dem keinen klasnic oder valdez auf der tribüne sitzen sehn!
Mütze
das auch zumal wir den sturm voll haben und der eigentlich so gut ist jetzt mit zidan un hunt?un valdez is auch noch da!ailton brauchen wir nich!
LeHrAs
macht nicht jeder mal nen fehler wer des geldes wegen nach schalke gegangen ist, hat einen gemacht. einen grossen. na ja, ich mag ailton.
Werder4-ever
Hätte auch nichts dagegen,wenn Ailton zurück kommt.
Allerdings frage ich mich auch,was wir mit einem 6.Stürmer sollen,Klose,Klasnic,Zidan,Valdez und Hunt reichen eigentlich.
Benny
Ich mag Ailton auch noch, nur braucht man ihn hier nicht mehr.
Hat er sich selbst verbaut, wir haben guten Ersatz.
svw_luke
Wenn Ailton noch einmal zurück nach Bremen will, dann in anderer Funktion, als Talentscout z.B.
Als Spieler ist hier für ihn, wie bereits gesagt, kein Platz mehr.
Aber wer weiss, angeblich hat Ailton ja mit Born darüber geredet.
MrBonde
Zitat:
Original von svw_luke
Wenn Ailton noch einmal zurück nach Bremen will, dann in anderer Funktion, als Talentscout z.B.



Ich bezweifle, dass Ailton irgendwas ausser Fussballspielen kann.
kopfnuss
Werder wird Ailton bestimmt nicht wieder nehmen, weil er einfach zu alt ist!

Außerdem denke ich das er von den Fans nicht wieder anerkannt und nur ausgepfiffen würde!
LeHrAs
Zitat:
Original von kopfnuss
Außerdem denke ich das er von den Fans nicht wieder anerkannt und nur ausgepfiffen würde!


Das glaube ich kein bißchen.
Mütze
glaube ich aber auch nicht wirklich!denn beim ersten spiel wurde ailton in der kurve gerufen!
Werder4-ever
Das glaub ich auch nicht,wie schon gesagt,er wurde beim ersten Spiel sogar im $chalke-Trikot gefeiert,dann würde er bestimmt nicht im Werder-Trikot ausgepfiffen.
GreenWhite-Evolution
Tja, der liebe Toni. :smoke:

Im laufe dieser und nächsten Saison wird er sicher noch so an die ca. 75mal beteuern, das Schalke das Beste ist, was er je erlebt hat und dort seine Karriere beenden will. Genauso oft wird er noch sagen, das Schalke doof ist und er zurück nach Bremen will. Ein paarmal noch wird er erwähnen, das es ja immer sein Wunsch war, in Spanien, Italien, Botswana oder sonst wo auf der Welt zu spielen. Und er sich diesen Traum gerne noch gen Ende seiner Karriere erfüllen möchte.

Tja, der liebe Toni. :smoke:
UTB-TimORoggy
ich hätte wohl eher interesse den guten markus daun nochmal wieder zu holen, aber im moment brauchen wir uns über nen neuen stürmer eh keine gedanken zu machen, brauchen wir einfach nicht!
Nils-HB
Wir haben doch genug gute Stürmer, und brauchen keinen Ailton mehr. Valdez, Klasnic, Hunt, Zidan und Klose sind alles spitzen Stürmer und alle noch relativ jung, im Gegensatz zu Ailton.
Werder4-ever
Zitat:
Original von UTB-TimORoggy
ich hätte wohl eher interesse den guten markus daun nochmal wieder zu holen, aber im moment brauchen wir uns über nen neuen stürmer eh keine gedanken zu machen, brauchen wir einfach nicht!


Ja,den Daun fand ich auch immer Klasse.War zwar nicht so der Knipser,hat aber immer gekämpft,im Gegensatz auch manchmal zu seinem Kollegen(ich sage nur Rückrunde 2002/2003).
Aber wie schon oft gesagt,wir haben ja genug gute Stürmer.
Schiffmeister
Zitat:
Original von UTB-TimORoggy
ich hätte wohl eher interesse den guten markus daun nochmal wieder zu holen, aber im moment brauchen wir uns über nen neuen stürmer eh keine gedanken zu machen, brauchen wir einfach nicht!


Hehe, Roggy, wenn es nach dir ginge, würden wir bald auch Christian Schulz durch Sergej Gorlukowitsch sowie Valdez durch Valdas Ivanauskas ersetzen und anstatt von Isamel würden Klaus und Thomas dann Uli Borowka wieder von den Toten erwecken und ihn aus dem "Bauernstübchen" ziehen!


Zitat:
Ooohh Bremen. Ich habe vor ein paar Monaten noch mal mit Jürgen Born gesprochen, dem Boss bei Werder. Für mich wäre das wunderbar, die Karriere dort zu beenden.


Ooohh Toni, das hast du dir wohl so gedacht... Kannste knicken!