BSWeyhe
Kreiszeitung 03.03.2004
Ailton unterschreibt in Katar
"Sonntag fliege ich hin" / Stürmer sauer: "Komisch, für Klose ist Geld da"
BREMEN. Die Verpflichtung von Miroslav Klose hat bei Ailton wieder alte Wunden aufgerissen. Mit feuchten Augen huschte Werder Bremens Stürmer gestern kurz nach dem Training durch die Journalisten-Meute Richtung seines Porsche. Der 30-Jährige war verletzt und enttäuscht.
Und er machte seinem Ärger Luft: "Für mich war kein Geld da, aber für Klose ist jetzt welches vorhanden. Toll, ganz prima. Aber das ist Werders Problem", schimpfte der Brasilianer. Und "Toni" legte nach: "Wenn ich höre und lese, dass ein Mann wie Klose fast drei Millionen Euro verdient, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Ich wäre für weniger Gehalt in Bremen geblieben. Das kann ich alles nicht verstehen. Das macht mich traurig. Ich wäre sonst doch nie nach Schalke gegangen, sondern in Bremen geblieben."
Tiefer Frust bei Ailton, der schon mehrfach betont hatte, dass ihm der Abschied aus Bremen schwer fällt. Allerdings scheint der Stürmer dabei außer Acht gelassen zu haben, dass die sportliche Entwicklung Werders zum Zeitpunkt der Bekanntgabe seines Wechsels zu Schalke noch gar nicht absehbar gewesen war. "Einen Transfer Kloses in dieser Größenordnung haben wir damals noch für absurd gehalten", erklärte Werders Aufsichtsrats-Vorsitzender Dr. Franz Böhmert.
Außerdem investiert Werder mit dem erst 25-jährigen Klose in die Zukunft, hat mit dem Transfer Kapital geschaffen. Sollte Klose 2006 eine überragende WM spielen, würde er seinen Wert um ein Vielfaches steigern. Ailton hingegen wird bereits 31 Jahre.
Das alles scheint den Top-Torjäger der Liga aber nicht zu interessieren. Nach dem Motto jetzt erst recht geht "Toni" große Ziele an und verriet: "Ich habe mich mit dem Nationaltrainer von Katar unterhalten. Alles klar. Ich nehme das Angebot an, für das Land zu spielen. Am Sonntag nach unserem Spiel bei 1860 München fliege ich direkt nach Katar, um dort meinen Vertrag zu unterschreiben." Der soll Ailton bis 2006 immerhin rund zwei Millionen Euro in die Kasse spülen. Fast ein Jahresgehalt von Miroslav Klose in Bremen . . .
cube
Ach da soll sich mal Herr Assauer mit dem "Katar-Problem" herumschlagen. Die Quali-Spiele zur WM '06 fallen eh nicht mehr in die jetzige Rückrunde. Da macht er uns eigentlich ein Geschenk, da er immerhin zu 3 Runden runter nach Asien fliegen muss. Ich glaub das zehrt auch an seinen Kräften die er dann gegen uns in der Liga oder Pokal nicht mehr hat. Ergo wird Schalke von Ailton nichts haben und absteigen?!
Greets cube
Bömmel
Langsam mag ich Katar auch wenn Ailton wohl in der Rückrunde noch ein, zwei Spiele deshalb ausfällt.
Aber dafür hat Schalke nächstes Jahr erstmal ein schönes Problem.
Dortmund übrigens auch, denn Dede überlegt auch ernsthaft für Katar zu spielen.
Nils_Thorner
Super !! Ich liebe Ailton !! Scheiß Assauer !!
hendrik
Wenn Ailton unterschreiben sollte, würde er genau >>EIN<< Spiel in dieser Rückrunde für Katar bestreiten müssen hat RadioBremen gerade gesagt. Also... UNTERSCHREIB DA, DICKER!!! *grins*
Bömmel
Ailtons Wüsten-Pläne in den Sand gesetzt
Brasilianer kehrt ohne Vertrag aus Katar zurück / Unterschrift nur verschoben?
Von Peter Hübner
DOHA (dpa) · Als Brasilianer reiste Ailton nach Katar, als Brasilianer kehrte er überraschend auch zurück. Aus der schnellen Einbürgerung, um künftig für die Nationalmannschaft des Wüstenstaates auf Torejagd zu gehen, wurde erst einmal nichts.
Die Verhandlungen mit dem Werder-Profi sowie dessen Landsleuten Dede und Leandro von Borussia Dortmund wurden nach einem zermürbenden Warte-Marathon gestern überraschend vertagt. Nach mehr als 15 Stunden waren die Gespräche mit dem Fußball-Verband des Scheichtums (QFA) abgebrochen worden. Die Spieler und ihre Berater, die gestern Morgen in Doha eingetroffen waren, verließen die Hauptstadt ohne gültige Verträge.
"Ich habe nichts unterschrieben", versicherte Ailton nach einem abschließenden Gespräch mit dem früheren Kronprinzen Scheich Jassim bin Hamad Al-Thani im Ittehad-Stadion. Der künftige Schalker Stürmer wurde bei seinem Eintagestrip in das Scheichtum von seiner Freundin Rosalie und seinem Berater Awad Azeldin begleitet. "Ich sage nichts", erklärte der gebürtige Sudanese. Auch Rechtsanwalt Peter Schlüter (Dortmund) wollte als Interessenvertreter der beiden BVB-Profis die Situation nicht kommentieren.
"Wir sind uns einig. Die Verträge werden von uns nach Deutschland gebracht und dort von den Spielern unterschrieben", erklärte dagegen Manfred Höner. Der Technische Direktor der QFA hatte tagsüber mehrfach versucht, Kontakt zum zuständigen Scheich aufzunehmen. Die drei Profis hielten sich bis zum späten Nachmittag im vornehmen "Ritz Carlton Hotel" auf und verbrachten die Zeit auf dem Zimmer, am Pool oder in der Lounge.
Erst am Abend kam Bewegung in die abenteuerliche Aktion "Einbürgerung an einem Tag". Der Tross, zu dem auch die früheren Bundesligatrainer Wolfgang Sidka und Uli Maslo gehörten, brach zum QFA-Büro auf. Dort überprüfte Rechtsanwalt Schlüter die vorliegenden Verträge. "Ich musste mehrere Passagen ändern", sagte Schlüter. Zu den Inhalten wollte er sich nicht äußern.
Die Profis sollen nach Angaben von Höner Verträge mit unterschiedlich langen Laufzeiten erhalten. Bei Ailton ist ein Sechsjahresvertrag im Gespräch. Dafür soll der 30-Jährige angeblich zwei Millionen Euro kassieren.
[09.03.2004]
Kreiszeitung
RE-Baxxter
FIFA beendet Ailtons Katar-Träume
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Die FIFA hat die Pläne des Bremer Stürmers Ailton, für Katar eine Länderspiel-Karriere zu starten, durchkreuzt.
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Das Dringlichkeitskomitee des Fußball-Weltverbands entschied am Mittwoch, dass Spieler, die eine neue Staatsbürgerschaft ohne Bezug zu diesem Land annehmen, keine Spielberechtigung für die Nationalmannschaften dieses Verbandes erhalten.
Zum Thema
Spielersteckbrief
Goncalves da Silva Ailton
Leonardo de Deus Santos
FIFA-Präsident Joseph Blatter nahm diese Entscheidung sehr wohlwollend entgegen und kündigte an, dass er diese Frage auch dem Ordentlichen Kongress am 20./21. Mai 2004 in Paris vorlegen werde: Ich bin überzeugt, dass sich unser Kongress ebenfalls dieser Sichtweise anschließen wird.
Auslöser der Entscheidung war die Absicht einiger brasilianischer Spieler, gegen eine hohe Entlohnung für die Nationalmannschaft von Katar zu spielen. Neben dem Bremer Ailton waren auch die Dortmunder Dede und Leandro an Einsätzen als Nationalmannschafts-Söldner interessiert. Sie beriefen sich dabei auf die FIFA-Statuten, wonach ein Spieler, der nie in einer Nationalmannschaft zum Einsatz gekommen ist, eine andere Staatsangehörigkeit annehmen
und für sein neues Land spielen kann.
Das Dringlichkeitskomitee schließt mit seiner Entscheidung zukünftig einen Missbrauch dieser Regelung aus. Zur Erlangung der Spielberechtigung für ein neues Land müssen nunmehr gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Entweder der Spieler, ein Eltern- oder ein Großelternteil muss auf dem Gebiet des betreffenden Verbandes geboren sein. Oder der Spieler war während mindestens zweier Jahre ununterbrochen im Gebiet des betreffenden Verbandes wohnhaft.
MezzoHitz
| Zitat: |
Players seeking naturalisation with no clear connection to country - ineligible to represent national teams
Zurich, 17 March 2004 -Following a decision passed by the Emergency Committee, any players who assume a new nationality without having a clear connection to that country will not be eligible to play for the national teams of the Association in question. On 11 March, FIFA President Joseph S. Blatter had called upon the members of this body, which deals with all matters requiring immediate settlement between two meetings of the FIFA Executive Committee.
Blatter is delighted that the Emergency Committee shares his opinion in this matter: ýNaturalisation that allows players with no obvious connection to the new country to play for that countryýs national teams is not the aim and object of the Statutes. For that reason, we have to put an immediate stop to such practices. I will also bring this matter up at the Ordinary FIFA Congress in Paris on 20-21 May 2004 with the aim of amending our Statutes accordingly. I am sure that our Congress will also support this point of view.ý
The intention of a number of Brazilian players to play for the Qatari representative team had triggered this Emergency Committee decision. These players had referred to article 15, paragraph 1 of the Regulations Governing the Application of the FIFA Statutes, which states that if a player has never represented an Association, he may assume another nationality and play for the national team of the new country.
However, the Emergency Committeeýs clarification adjudges such practices to be in contravention of the aim and object of the FIFA Statutes. To protect the aim and object of the above-mentioned statutory provision, the FIFA Emergency Committee has ruled that for a player to be eligible to play for another Associationýs national team, he must fulfil at least one of the following conditions:
a) the player was born on the territory of the relevant Association;
b) his biological mother or biological father was born on the territory of the relevant Association;
c) his grandmother or grandfather was born on the territory of the relevant Association;
d) he has lived continuously for at least two years on the territory of the relevant Association.
These conditions ensure that a player has a clear connection with the country in question. As the cases are similar from a factual point of view, the Emergency Committee has applied the same conditions that govern the eligibility of players who are theoretically eligible to play for several Association teams on account of their nationality.
The FIFA Emergency Committeeýs decision is final and legally valid. Quelle - Fifa.com |
Rofrates_
| Zitat: |
Original von MezzoHitz
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Bist Du es, Trinki aka Mezzo?
MezzoHitz
| Zitat: |
Original von Rofrates_
| Zitat: |
Original von MezzoHitz
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Bist Du es, Trinki aka Mezzo? |
??? Ich weis nicht wen Du meinst, ich bin zum ersten mal hier im dem Board!