larsi
Immer wieder spitze, was unser Innensenator, SPD(!), mit seinesgleichen ausheckt:
DFB soll sich an den Kosten beteiligen
Innensenator kündigt harte Zeiten für Hooligans an
Von Arno Schupp
Bremen. Fußball und Gewalt - diese Kombination kostet Bund und Länder pro Jahr rund 80 Millionen Euro alleine für die Polizeieinsätze. Nicht eingerechnet ist der Vandalismus-Schaden, den Fans bei An- und Abreise verursachen. 'Noch nie war die Gewaltbereitschaft in und um die Stadien höher', bilanziert Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, hat der Vorsitzende der Innenministerkonferenz ein drastisches Maßnahmen-Paket geschnürt, das er am Montag gemeinsam mit einigen seiner Länderkollegen DFB-Chef Theo Zwanziger vorlegen will. Hier Auszüge daraus.
Personengebundener Kartenverkauf: Tickets für Fußballspiele sollten zukünftig nur noch personengebunden verkauft werden. Damit könne sichergestellt werden, dass bekannte Gewalttäter sich Eintrittskarten besorgen - über legale Verkaufsstellen oder auf dem Schwarzmarkt.
Reduzierte Kartenkontingente: Bei so genannten Problemspielen würden kleinere Kartenkontingente für Gästefans zu einer geringeren Anzahl von Problemfans am Spielort und in den Stadien führen.
Kartenverkauf an auswärtige Fans nur mit Busanreiseticket: Wenn für Gästefans der Kauf einer Eintrittskarte an den Kauf eines Bustickets gekoppelt wird, kann die Polizei die Reisewegen kontrollieren und die Fan-Gruppen bis in die Stadien dirigieren. Derartige Modelle gibt es nach Auskunft der Innenbehörde bereits in einigen EU-Ländern.
Sanktionen gegen Gewalttäter: Problemfans sind mitunter selbst aktive Fußballspieler. Sie als Folge von Gewalttaten von ihren Vereinen als Spieler sperren zu lassen, könnte eine wirkungsvolle Sanktion sein.
Stadionverbote: Sie gelten derzeit nicht ligaübergreifend. Wird das geändert, blieben gewaltbereite Fans auch nach einem Auf- oder Abstieg ihres Vereins außen vor.
Alkoholverbot in Stadien und öffentlichen Verkehrsmitteln: Alkoholisierte, gewaltbereite Fans könnten durch ein Alkoholverbot in den Stadien und im ÖPNV bereits auf den Reisewegen von den Sicherheitsbehörden an einer Weiterreise gehindert werden.
Verhinderung von Fanmärschen: Sogenannte Fanmärsche haben negative Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Bürger. Aus ihnen heraus werden laut Innenbehörde häufig Straftaten verübt, zudem binden Fanmärsche viel Personal. Sie stellen eine Provokation der Heimfans dar und haben damit durchaus das Zeug, zur Gewalteskalation beizutragen. Ein Verbot von Fanmärschen würde daher zu mehr Sicherheit beitragen. Ein Appell des DFB könnte dieses Verbot unterstützen.
Mit diesen und einigen weiteren Vorschläge will Mäurer am Montag in das Gespräch mit dem Präsidenten des Deutschen Fußballbundes (DFB) gehen. Und mit einer Rechnung: 1,2 Millionen Einsatzstunden haben die Polizisten von Bund und Ländern in der vergangenen Saison geleistet. 229 Beamte sind dabei verletzt worden. Die kompletten Einsatzkosten beziffert Mäurer auf rund 80 Millionen Euro. 'Die Hälfte davon sollte der DFB zahlen', findet der Bremer Innensenator.
Weser-Kurier
DFB soll sich an den Kosten beteiligen
Innensenator kündigt harte Zeiten für Hooligans an
Von Arno Schupp
Bremen. Fußball und Gewalt - diese Kombination kostet Bund und Länder pro Jahr rund 80 Millionen Euro alleine für die Polizeieinsätze. Nicht eingerechnet ist der Vandalismus-Schaden, den Fans bei An- und Abreise verursachen. 'Noch nie war die Gewaltbereitschaft in und um die Stadien höher', bilanziert Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, hat der Vorsitzende der Innenministerkonferenz ein drastisches Maßnahmen-Paket geschnürt, das er am Montag gemeinsam mit einigen seiner Länderkollegen DFB-Chef Theo Zwanziger vorlegen will. Hier Auszüge daraus.
Personengebundener Kartenverkauf: Tickets für Fußballspiele sollten zukünftig nur noch personengebunden verkauft werden. Damit könne sichergestellt werden, dass bekannte Gewalttäter sich Eintrittskarten besorgen - über legale Verkaufsstellen oder auf dem Schwarzmarkt.
Reduzierte Kartenkontingente: Bei so genannten Problemspielen würden kleinere Kartenkontingente für Gästefans zu einer geringeren Anzahl von Problemfans am Spielort und in den Stadien führen.
Kartenverkauf an auswärtige Fans nur mit Busanreiseticket: Wenn für Gästefans der Kauf einer Eintrittskarte an den Kauf eines Bustickets gekoppelt wird, kann die Polizei die Reisewegen kontrollieren und die Fan-Gruppen bis in die Stadien dirigieren. Derartige Modelle gibt es nach Auskunft der Innenbehörde bereits in einigen EU-Ländern.
Sanktionen gegen Gewalttäter: Problemfans sind mitunter selbst aktive Fußballspieler. Sie als Folge von Gewalttaten von ihren Vereinen als Spieler sperren zu lassen, könnte eine wirkungsvolle Sanktion sein.
Stadionverbote: Sie gelten derzeit nicht ligaübergreifend. Wird das geändert, blieben gewaltbereite Fans auch nach einem Auf- oder Abstieg ihres Vereins außen vor.
Alkoholverbot in Stadien und öffentlichen Verkehrsmitteln: Alkoholisierte, gewaltbereite Fans könnten durch ein Alkoholverbot in den Stadien und im ÖPNV bereits auf den Reisewegen von den Sicherheitsbehörden an einer Weiterreise gehindert werden.
Verhinderung von Fanmärschen: Sogenannte Fanmärsche haben negative Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Bürger. Aus ihnen heraus werden laut Innenbehörde häufig Straftaten verübt, zudem binden Fanmärsche viel Personal. Sie stellen eine Provokation der Heimfans dar und haben damit durchaus das Zeug, zur Gewalteskalation beizutragen. Ein Verbot von Fanmärschen würde daher zu mehr Sicherheit beitragen. Ein Appell des DFB könnte dieses Verbot unterstützen.
Mit diesen und einigen weiteren Vorschläge will Mäurer am Montag in das Gespräch mit dem Präsidenten des Deutschen Fußballbundes (DFB) gehen. Und mit einer Rechnung: 1,2 Millionen Einsatzstunden haben die Polizisten von Bund und Ländern in der vergangenen Saison geleistet. 229 Beamte sind dabei verletzt worden. Die kompletten Einsatzkosten beziffert Mäurer auf rund 80 Millionen Euro. 'Die Hälfte davon sollte der DFB zahlen', findet der Bremer Innensenator.
Weser-Kurier