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Uns reicht´s: Lernt Euch endlich Benehmen, wie ordentliche Menschen!
"Auf diesem Wege möchte sich die 1. Männermannschaft zu den verurteilenswürdigen Vorkommnissen am Rande des gestrigen DFB-Pokalspiels äußern. Wir schreiben hier mit Absicht ´die´ und nicht mehr ´Eure´, denn mit Teilen unserer Fanszene möchten wir auch nicht ansatzweise in Verbindung gebracht werden. Uns reicht es! War schon die letzte Saison mit dem Punktabzug nach dem Spiel gegen Jena II für uns ernüchternd, folgten nun als ´Höhepunkte´ die Auftritte in Frankfurt und zum Heimspiel gegen Hannover 96. Wir tragen mit Stolz die rot-weißen Farben und das Emblem unseres HFC. Wir schämen uns jedoch für die kriminellen Chaoten, die bisher noch unsere Spiele mitverfolgen durften. Wir sagen es hier in aller Deutlichkeit: Angefeuert werden ist schön und kann sicherlich noch das letzte Prozent mehr Leistungsfähigkeit aus einem herauskitzeln. Doch die Fans beim HFC nehmen sich selbst im allgemeinen sowieso viel zu wichtig. Uns als Spieler interessiert Euer ganzer ´Ultra-Quatsch´ nicht die Bohne. Gründet doch, wie bei Chemie Leipzig geschehen, Euren eigenen Verein und feuert diesen im wahrsten Sinne des Wortes an, bis ihr auch dort gefeuert werdet... Lasst aber unseren HFC in Ruhe und haut ab! Ihr zerstört alles, was die Vereinsführung in mühevoller Kleinarbeit und wir Sportler mit unseren Leistungen aufgebaut haben. Da Eure Randale in Euren Augen ja nur ´Kinderkram´ ist, machen wir es jetzt eben mit Euch, wie es kleine Kinder nicht anders verdient haben: Wir nehmen Euch Euer Spielzeug einfach weg! Die Vereinsführung mit Stadionverboten und Zuschauerbeschränkungen und wir selbst mit dem Verlassen des Platzes, sobald auch nur ansatzweise wieder aus unserem Fanblock gezündelt wird, rassistische Sprüche ertönen oder Gewalt droht!
Ihr habt es vielleicht gestern nicht mitbekommen: Nach dem Abpfiff kam ein kleiner hallescher Junge, der sehr schwer sehbehindert ist, auf das Spielfeld zu seinem Idol Robert Enke. Der übergab ihm seine Torwarthandschuhe und unterschrieb sie noch. Ihr hättet mal in die Augen des Kleinen sehen sollen...
Genau dies, aber auch die Achtung vor dem sportlichen Kontrahenten, der gestern Hannover hieß und nächste Woche Sachsen Leipzig heißt, macht den Fußballsport aus. Ihr jedoch macht ihn kaputt. Und kommt uns bitte nicht wieder mit irgendwelchen Sammlungen für ein Abendessen der Mannschaft! Wir werden jedenfalls die nächsten Spiele nicht mehr in die Fankurve gehen. Erkämpft Euch unsere Achtung mit fairem Verhalten in und um die Stadien, in welchen unser HFC auftritt, erstmal zurück!
Mit diesem Brief richten wir uns ausdrücklich an die Chaoten und nicht an unsere treuen Anhänger, die uns fair und ordentlich unterstützen!"
Nico Kanitz im Namern der gesamten 1. Männermannschaft des HFC
Quelle:
http://www.hallescherfc.de/home.html
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Lasst den HFC in Ruhe und haut ab": Die Mannschaft des Halleschen FC distanziert sich ungewohnt scharf von den Fans, die im Pokal gegen Hannover randaliert haben. Der Club reagiert mit Blocksperren und Stadionverboten.
Hamburg - Der Hallesche FC hat aus der Vergangenheit gelernt und sich diesmal deutlich und schnell vom Fehlverhalten seiner Fans (mehr...) distanziert. Nach den "Juden-Jena"-Rufen im April hatte der Regionalligist lange abgewiegelt und war vom Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes zu einem Punktabzug verurteilt worden (mehr...). Trotzdem schaffte der Traditionsclub aus Sachsen-Anhalt die Qualifikation für die neue Regionalliga. Nun befürchtet der Verein neuerliche Sanktionen.
Anhänger des HFC hatten beim DFB-Pokalspiel gegen Hannover im Kurt-Wabbel-Stadion randaliert und zusammen mit gewaltbereiten Gästefans für eine längere Spielunterbrechung gesorgt. Augenzeugen berichteten, dass Mitglieder der problematischen Ultragruppierung "Saalefront" die Ausschreitungen angezettelt hätten - zusammen mit befreundeten Ultras von Lok Leipzig. Bereits unmittelbar nach Abpfiff erschien auf der Homepage des Vereins ein eindeutiges Statement des Vereinspräsidenten Michael Schädlich - darunter das Fazit "Danke für nichts - ihr Schwachköpfe".
Nun distanziert sich auch die Mannschaft in einem offenen Brief von den Randalierern: "Uns reicht es! Wir tragen mit Stolz die rot-weißen Farben und das Emblem unseres HFC. Wir schämen uns jedoch für die kriminellen Chaoten, die bisher noch unsere Spiele mitverfolgen durften. (...) Die Fans beim HFC nehmen sich selbst im Allgemeinen sowieso viel zu wichtig. Uns als Spieler interessiert Euer ganzer Ultra-Quatsch nicht die Bohne. Gründet doch, wie bei Chemie Leipzig geschehen, Euren eigenen Verein und feuert diesen im wahrsten Sinne des Wortes an, bis ihr auch dort gefeuert werdet."
In dem Brief, der von Mannschaftskapitän Nico Kanitz im Namen der gesamten Mannschaft unterzeichnet wurde, heißt es weiter: "Lasst aber unseren HFC in Ruhe und haut ab! Ihr zerstört alles, was die Vereinsführung in mühevoller Kleinarbeit und wir Sportler mit unseren Leistungen aufgebaut haben. Da Eure Randale in Euren Augen ja nur Kinderkram ist, machen wir es jetzt eben mit Euch, wie es kleine Kinder nicht anders verdient haben: Wir nehmen Euch Euer Spielzeug einfach weg!"
Auch der Verein will nun hart gegen den problematischen Teil seiner Anhänger vorgehen. Zum Ligaauftakt gegen den Erzrivalen Sachsen Leipzig werden die Stehplatzbereiche komplett gesperrt, außerdem kündigte der Verein zahlreiche weitere Stadionverbote an. Steffen Kluge vom HFC-Fanprojekt begrüßt die Vorgehensweise des Clubs: "Wir begrüßen, dass sich der Verein so klar positioniert und endlich aus der Opferrolle herauskommt."
Quelle:
ruf/ath
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,571227,00.html
"Auf diesem Wege möchte sich die 1. Männermannschaft zu den verurteilenswürdigen Vorkommnissen am Rande des gestrigen DFB-Pokalspiels äußern. Wir schreiben hier mit Absicht ´die´ und nicht mehr ´Eure´, denn mit Teilen unserer Fanszene möchten wir auch nicht ansatzweise in Verbindung gebracht werden. Uns reicht es! War schon die letzte Saison mit dem Punktabzug nach dem Spiel gegen Jena II für uns ernüchternd, folgten nun als ´Höhepunkte´ die Auftritte in Frankfurt und zum Heimspiel gegen Hannover 96. Wir tragen mit Stolz die rot-weißen Farben und das Emblem unseres HFC. Wir schämen uns jedoch für die kriminellen Chaoten, die bisher noch unsere Spiele mitverfolgen durften. Wir sagen es hier in aller Deutlichkeit: Angefeuert werden ist schön und kann sicherlich noch das letzte Prozent mehr Leistungsfähigkeit aus einem herauskitzeln. Doch die Fans beim HFC nehmen sich selbst im allgemeinen sowieso viel zu wichtig. Uns als Spieler interessiert Euer ganzer ´Ultra-Quatsch´ nicht die Bohne. Gründet doch, wie bei Chemie Leipzig geschehen, Euren eigenen Verein und feuert diesen im wahrsten Sinne des Wortes an, bis ihr auch dort gefeuert werdet... Lasst aber unseren HFC in Ruhe und haut ab! Ihr zerstört alles, was die Vereinsführung in mühevoller Kleinarbeit und wir Sportler mit unseren Leistungen aufgebaut haben. Da Eure Randale in Euren Augen ja nur ´Kinderkram´ ist, machen wir es jetzt eben mit Euch, wie es kleine Kinder nicht anders verdient haben: Wir nehmen Euch Euer Spielzeug einfach weg! Die Vereinsführung mit Stadionverboten und Zuschauerbeschränkungen und wir selbst mit dem Verlassen des Platzes, sobald auch nur ansatzweise wieder aus unserem Fanblock gezündelt wird, rassistische Sprüche ertönen oder Gewalt droht!
Ihr habt es vielleicht gestern nicht mitbekommen: Nach dem Abpfiff kam ein kleiner hallescher Junge, der sehr schwer sehbehindert ist, auf das Spielfeld zu seinem Idol Robert Enke. Der übergab ihm seine Torwarthandschuhe und unterschrieb sie noch. Ihr hättet mal in die Augen des Kleinen sehen sollen...
Genau dies, aber auch die Achtung vor dem sportlichen Kontrahenten, der gestern Hannover hieß und nächste Woche Sachsen Leipzig heißt, macht den Fußballsport aus. Ihr jedoch macht ihn kaputt. Und kommt uns bitte nicht wieder mit irgendwelchen Sammlungen für ein Abendessen der Mannschaft! Wir werden jedenfalls die nächsten Spiele nicht mehr in die Fankurve gehen. Erkämpft Euch unsere Achtung mit fairem Verhalten in und um die Stadien, in welchen unser HFC auftritt, erstmal zurück!
Mit diesem Brief richten wir uns ausdrücklich an die Chaoten und nicht an unsere treuen Anhänger, die uns fair und ordentlich unterstützen!"
Nico Kanitz im Namern der gesamten 1. Männermannschaft des HFC
Quelle:
http://www.hallescherfc.de/home.html
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Lasst den HFC in Ruhe und haut ab": Die Mannschaft des Halleschen FC distanziert sich ungewohnt scharf von den Fans, die im Pokal gegen Hannover randaliert haben. Der Club reagiert mit Blocksperren und Stadionverboten.
Hamburg - Der Hallesche FC hat aus der Vergangenheit gelernt und sich diesmal deutlich und schnell vom Fehlverhalten seiner Fans (mehr...) distanziert. Nach den "Juden-Jena"-Rufen im April hatte der Regionalligist lange abgewiegelt und war vom Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes zu einem Punktabzug verurteilt worden (mehr...). Trotzdem schaffte der Traditionsclub aus Sachsen-Anhalt die Qualifikation für die neue Regionalliga. Nun befürchtet der Verein neuerliche Sanktionen.
Anhänger des HFC hatten beim DFB-Pokalspiel gegen Hannover im Kurt-Wabbel-Stadion randaliert und zusammen mit gewaltbereiten Gästefans für eine längere Spielunterbrechung gesorgt. Augenzeugen berichteten, dass Mitglieder der problematischen Ultragruppierung "Saalefront" die Ausschreitungen angezettelt hätten - zusammen mit befreundeten Ultras von Lok Leipzig. Bereits unmittelbar nach Abpfiff erschien auf der Homepage des Vereins ein eindeutiges Statement des Vereinspräsidenten Michael Schädlich - darunter das Fazit "Danke für nichts - ihr Schwachköpfe".
Nun distanziert sich auch die Mannschaft in einem offenen Brief von den Randalierern: "Uns reicht es! Wir tragen mit Stolz die rot-weißen Farben und das Emblem unseres HFC. Wir schämen uns jedoch für die kriminellen Chaoten, die bisher noch unsere Spiele mitverfolgen durften. (...) Die Fans beim HFC nehmen sich selbst im Allgemeinen sowieso viel zu wichtig. Uns als Spieler interessiert Euer ganzer Ultra-Quatsch nicht die Bohne. Gründet doch, wie bei Chemie Leipzig geschehen, Euren eigenen Verein und feuert diesen im wahrsten Sinne des Wortes an, bis ihr auch dort gefeuert werdet."
In dem Brief, der von Mannschaftskapitän Nico Kanitz im Namen der gesamten Mannschaft unterzeichnet wurde, heißt es weiter: "Lasst aber unseren HFC in Ruhe und haut ab! Ihr zerstört alles, was die Vereinsführung in mühevoller Kleinarbeit und wir Sportler mit unseren Leistungen aufgebaut haben. Da Eure Randale in Euren Augen ja nur Kinderkram ist, machen wir es jetzt eben mit Euch, wie es kleine Kinder nicht anders verdient haben: Wir nehmen Euch Euer Spielzeug einfach weg!"
Auch der Verein will nun hart gegen den problematischen Teil seiner Anhänger vorgehen. Zum Ligaauftakt gegen den Erzrivalen Sachsen Leipzig werden die Stehplatzbereiche komplett gesperrt, außerdem kündigte der Verein zahlreiche weitere Stadionverbote an. Steffen Kluge vom HFC-Fanprojekt begrüßt die Vorgehensweise des Clubs: "Wir begrüßen, dass sich der Verein so klar positioniert und endlich aus der Opferrolle herauskommt."
Quelle:
ruf/ath
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,571227,00.html