SEMS
Ausschreitungen beim Testkick FC Basel- BVB
Alles hätte so schön sein können, doch Fans zerstörten das idyllische Bild in Grenchen. Beim Testspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Basel kam es zu Ausschreitungen auf den Rängen.
Nach Aussagen der Polizeit stürmten ca. 70 Baseler in den Dortmunder Block, um dort die Konfrontation mit den Westfalen zu suchen, die sie schon den ganzen Tag in der Stadt suchten, in dem mehrmals das Fanmobil der Borussia angriffen.
Doch auch der Borussenanhang war heute kein Unschuldslamm, so wurden über die gesamte Spielzeit Feuerwerkskörper gezündet und das Spiel drohte abgebrochen zu werden. Traurige Höhepunkte waren als das Tornetz sich entzündete und BVB-Spieler Kehl zur Tribüne ging und zu hören bekam, “dass das zum Fußball dazugehört. Wenn irgendwas nicht dazugehört, dann das”, sagte Kehl.
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edinho
Wahrung der Relation und kein Pyroverzicht
Beim Vorbereitungsturnier im schweizerischen Grenchen ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans des FC Basel und von Borussia Dortmund gekommen. Aus dem Dortmunder Block waren pyrotechnische Gegenstände auf den Platz geworfen worden. Nun folgte eine Erklärung.
Eigentor in Grenchen
Wir, die hier unterzeichnenden Gruppen und Fanclubs des Ballspielvereins Borussia 09 Dortmund, entschuldigen uns in erster Linie bei unserem Verein, der Fanszene und vor allem auch bei den Spielern, die zum Teil durch unüberlegte Handlungen gefährdet wurden.
Wir waren – genau wie viele unorganisierte Fans – am Donnerstag und auch am Samstag in Grenchen vor Ort, um die neue BVB-Mannschaft spielen zu sehen und einen guten Saisonstart gemeinsam zu feiern. Viele von uns fahren zu jedem Spiel des BVB und sind teilweise auch schon seit längerem in den Trainingslagern mit dabei. So wurde auch in diesem Jahr wieder in einem Testspiel des BVB „gezündelt“. Für viele BVB-Fans und Ultras die einzige Gelegenheit der Saison, dies weitgehend ohne Konsequenzen zu tun. In der Schweiz und Österreich ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zwar ebenfalls verboten, aber in der Regel wird es toleriert und nicht geahndet. Zumindest dann, wenn man sich verantwortungsvoll verhält. Etwas, was viele Pyrobefürworter in Deutschland und anderen Ländern seit Jahren fordern.
Leider haben einige wenige aus dem Pulk der mitgereisten Anhänger diese Argumente zunichte gemacht und auch die Toleranz der Schweizer Gastgeber arg strapaziert. Dafür entschuldigen wir uns noch einmal. Wir möchten aber auch darauf hinweisen, dass die Medienberichterstattung in Teilen einer Hexenjagd glich. Unsere Fanbeauftragten wurden zu Stellungnahmen gedrängt, die Vereinsführung zu Konsequenzen aufgefordert und wir Fans wieder einmal alle über einen Kamm geschoren. Wir verurteilen das Werfen der Gegenstände auf das Spielfeld – das hat uns allen geschadet. Getan haben es aber nicht die 300 BVB-Fans vor Ort, sondern nur einige wenige. Die Relationen sollten gewahrt bleiben. Was vor und nach dem Spiel passierte, ist aus unserer Sicht aus verschiedenen Gründen ebenfalls peinlich und unnötig, auch damit wurde allen Fans geschadet. Schließlich hatten wir hier ein Turnier, in dem wir uns frei bewegen konnten und bisher auch nie Stress mit der Fanszene des FC Basel. Warum sich die ganze Situation dann so aufschaukelte, ist für uns nicht zu erklären. So werden die Reaktionen aber wieder einmal lauten: Fantrennung, Repression und noch mehr Sicherheitskräfte. Sehr schade, wenn Fans beider Seiten zeigen, dass sie mit der Freiheit offenbar nicht umgehen können.
Wir gehen davon aus, dass der BVB mit Augenmaß handeln wird und keine unüberlegten Stadionverbote o.ä. aussprechen wird. Wir werden unsererseits den Selbstreinigungsprozess in Sachen Pyro wieder neu anstoßen und dafür Sorge tragen, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt. Für uns bedeutet es aber weiterhin, dass wir Pyrotechnik nicht grundsätzlich ablehnen und langfristig auf eine Chance zum Verantwortungsvollen Umgang hoffen.
Heja BVB!
Unterzeichner:
THE UNITY, Jubos Dortmund, Swisscrew, Treuer Süden 1998, Solitude Borussen, Beerfighter Werl, No Limits Neheim, Kultclub Dortmund, Hönneborussen, Desperados Dortmund, Leones Novesia
Bremerjunge
Borussia Dortmund zieht Konsequenzen
Die nach den Vorkommnissen beim Uhren-Cup in Grenchen (Schweiz) von Borussia Dortmund angekündigte Sicherheitsbesprechung hat am heutigen Freitag folgendes Ergebnis gebracht.
Nach Analyse des vorliegenden Bildmaterials sind zahlreiche Personen, die Feuerwerkskörper abgebrannt und auf das Spielfeld geworfen haben, sowie weitere, die diese Handlungen unterstützt haben, eindeutig identifiziert worden.
Selbstreinigung
Sie müssen daher mit entsprechenden Sanktionen rechnen. Der BVB setzt auf die Einsicht und auf die "Selbstreinigungskräfte" der Fan-Szene und fordert die identifizierten Personen auf, sich innerhalb einer Woche bei der Fanbetreuung von Borussia Dortmund zu stellen, um sich so die Möglichkeit einer Strafmilderung zu erhalten.
Teilnehmer der Sicherheitsbesprechung waren neben dem Vorsitzenden der BVB-Geschäftsführung Hans-Joachim Watzke und den Fanbetreuern Petra Stüker, Jens Volke und Sebastian Walleit auch Heinz Keppmann (Leiter der Amateur-Abteilung), BVB-Sicherheitsbeauftragter Kai Ruben und BVB-Justiziar Dr. Robin Steden.
Wegen anderer terminlicher Verpflichtungen konnte Dr. Götz Vollmann, Vorsitzender der BVBFanabteilung, nicht an der Besprechung teilnehmen, hatte aber im Vorfeld in einem Gespräch mit den Fanbeauftragten die Position der Fanabteilung dargestellt.
Dialog verbessern
Das Gremium war sich einig in der Verurteilung jeder Art von Gewalt. Die BVB-Fanbeauftragte Petra Stüker wies allerdings auch darauf hin, dass sie bereits im Vorfeld des Spiels zwischen dem BVB und dem FC Basel in Grenchen die örtlichen Sicherheitskräfte auf das aggressive Verhalten der Baseler Fan-Szene und auf fehlende Sicherheitsmaßnahmen während und nach dem Ende des Spiels aufmerksam gemacht hatte.
"Offensichtlich wurde die Situation in Grenchen aber unterschätzt", sagte Petra Stüker. Borussia Dortmund nimmt die Vorkommnisse in der Schweiz zum Anlass, den Dialog mit den Fans noch stärker zu intensivieren. Petra Stüker: "Wir wollen alle Fans sensibilisieren, dass sich Fehlverhalten nachhaltig negativ für das Image des BVB auswirkt."
Quelle: Borussia Dortmund
und Bundesliga.de
C0mandante
Schon abgefuckt. Stehen noch Kinder und Frauen mitten drin. Kann mir keiner erzählen, dass das in irgendeiner Weise zu rechtfertigen wäre....